Buch: Hunde sind doch Rudeltiere

  • Zitat

    Sprich, einer muss gehen.


    das gibt mir wenig Mut :/
    Es ist doch nun schon etwas besser geworden und ich suche nach weiteren Lösungen.

    Zitat


    Erstens, das Buch vergessen :ops:
    Zweitens, deinen beiden Hunden unmissverständlich zeigen, dass du bestimmst, was Sache ist.

    Bei Mehrhundehaltung die Hunde etwas unter sich zu regeln lassen, kann ganz schön daneben gehen.

    LG


    Ich lasse die beiden nix regeln. Wir haben unsere Regeln schon sehr verschärft und es läuft nun einiges besser.

    Liebe Grüße

  • Zitat

    Hm ganz ehrlich. wenn sich 2 Hunde so wenig tolerieren, dass sie sich ineinander fest verbeissen und eine OP her muss, würde ich die beiden trennen und nicht irgendwie mit einer Mutterrolle rumbasteln.


    Hierzu möchte ich noch etwas schreiben.
    Sie haben es jetzt einigermaßen akzeptiert. Havana trägt draussen immer einen MK. Die beiden gehen sich aus dem Weg. Heute haben sie ein bisschen gespielt(Havana rennt Oxana 10sek hinterher, also kein großes Spiel, aber schonmal ein Fortschritt). Also es ist nicht so, dass sie sich bis aufs Blut hassen. Manchmal suchen sie Körperkontakt zum anderen, den ich aber noch unterbinde. Ich wollte auch nicht an einer Mutterrolle rumbasteln, dass ist wahrscheinlich falsch rüber gekommen. Ich wollte das Buch nur verstehen. Und verstehen, wie ich es denn anders machen kann, denn ich habe halt eine andere Konstellation, als die von der im Buch ausgegangen wird.

    Es ist nicht alles immer schwarz oder weiss. Es gibt auch grau ;)

    Liebe Grüße

  • Ich weis, der Gedanke ist furchtbar. Ich habe auch 2 Hunde. Einen weggeben zu müssen, daran will ich nicht denken. :verzweifelt:

    Aber wenn sich zwei so wenig "mögen" dass es zu so ernsten Verletzungen, die eine OP nötig machen kommt, tut man den Hunden auch keinen Gefallen, wenn man sie in die WG zwingt und nur am managen ist, das nichts passiert.

    Was hatte es denn für Wunden gegeben, also was wurde operiert?

  • cvh dachte es geht rein um die Rudelrollenverteilung aber wenns schon geballert hat :/
    Das ganze kann klappen das erfordert aber Fingerspitzengefühl, Einteilung, Rückzugsmöglichkeiten zur Not auch wenn Du nur am z.B. spülen bist, damit Du jederzeit rechtzeitig! eingreifen kannst
    Und ne Garantie gibts leider nicht

  • Zitat

    Was hatte es denn für Wunden gegeben, also was wurde operiert?


    Wunden: mehrere "Löcher"
    OP: Havanas Ohr. Der Knorpel war mit durch gerissen.
    Im Fotothread ab Seite 19 glaub ich...

    Zitat

    Aber wenn sich zwei so wenig "mögen" dass es zu so ernsten Verletzungen, die eine OP nötig machen kommt, tut man den Hunden auch keinen Gefallen, wenn man sie in die WG zwingt und nur am managen ist, das nichts passiert.


    aber das ist ja das Prob. Eig. mögen sie sich. Sie suchen manchmal Körpernähe zur anderen. Sie haben viel schöne Sachen miteinander gemacht, ect. Nur einmal hat es eben geknallt und seitdem muss ich/wir mehr managen, aber wir/ich versuchen doch, dass es wieder "gut" wird.

    Liebe Grüße

  • Zitat

    Also, zum Hintergrund.

    Bei meinen beiden hat es richtig geknallt. Es musste eine Op her. Die beiden hatten sich ineinander fest gebissen.


    Wir haben fast gleichzeitig geschrieben, daher war mir das entgangen.

    Erzähle mal bitte genauer, was passiert ist.
    Was war der Grund?
    Wie lange lebt die Zweithündin bei dir?

    Wie du leider feststellen musstest, kannst du das "Mutter-Tochter" - Geruch-Gelaber vollkommen vergessen.

  • Ich persönlich glaube übrigens doch, dass sich Hunde auch nach längerem Getrenntsein wiedererkennen. ABER: Das heißt nicht, dass sie wieder im gleichen Verhältnis zueinander stehen. Sie müssen dann ihre Beziehung neu aufnehmen. Aber erkennen tun sie sich glaube ich schon (das tun Hunde ja auch Menschen, die sie Jahre nicht gesehen haben - so hab ich das zumindest erfahren).

  • Zitat

    Was war der Grund?


    Das kann ich nicht genau sagen, weil ich nicht dabei war :/

    Havana lebt seit Ende Mai bei mir.

    Ich kopiere mal aus dem Fotothread die "wichtigen" Stellen(was war, wie passiert, Fortschitte, Rückfälle):

    13.09.2011

    Zitat

    Ich weiss nicht genau, was war... Mein Mann war mit den Beiden unterwegs... Er sagt... er sei normal, den Spaziergehweg gelaufen, nur anstatt hinten rum einfach vorne rum... dann hat er beide abgemacht... Dann war da ein anderer Hund... Oxana ist da hin und hat etwas gespielt... dann ist sie zurück gekommen... hat Havana wohl zum spielen animiert und dann hangen sie aneinander und waren nicht mehr ansprechbar... dass mein Mann manchmal nicht sehr konzquent ist und so weiss ich, aber im Notfall hören eig. Beide auch auf ihn, sonst würde ich sie ihm ja nicht mitgeben... auf jeden Fall würden beide nicht mehr ansprechbar gewesen sein und er musste in Beide Mäuler packen und sie somit "auseinanderreissen" (hört sich jetzt brutaler an als es ist... beide haben ca. 60kg)...

    Ich werde ihn jetzt nicht mehr mit Beiden alleine gehen lassen und die Regeln etwas verschärfen...

    Es ist halt so, dass ich denke, dass Havana sich vor 3 Monaten alles gefallen lassen hat von Oxana, nun taut sie auf, was Oxana wohl nicht so passt... Auf jeden Fall... weiss Havana nun, sie muss sich nicht immer unterwerfen oder Angst haben, sondern geht eher nach vorne... und da sie sowieso ein kleiner "Extremmist" (schreibt man das so?, jemand der auf alles ziemlich Extrem reagiert) ist... ist es halt auch schwierig...

    15.09.2011

    19.09.2011

    Zitat

    Hallo,

    heute möchte ich ein paar positive Neuigkeiten und Bildchen posten

    Wir haben langsam alle akzeptiert, dass sich was ändern muss und evtl nie mehr so sein wird wie vorher Dennoch strengen sich Mensch wie Hund sehr an.
    Wir hatten gestern ein sehr positives Erlebnis. Havana hat mit Oxana gespielt... Oxana ist vor gerannt und Havana hinterher, ich weiss sie hat Bettruhe, es hat auch nur 20sek oder so gedauert und hat uns Menschen echt wieder aufgebaut.
    Oxana hat seit ein paar Tagen kein MK mehr an. Es klappt super. Beide können nebeneinander laufen, ohne das etwas passiert.
    Havana hat auch akzeptiert, dass während Oxana mit anderen Hunden spielt, sie ruhig bleibt und nebenher läuft. Sie greift weder Oxana noch den anderen Hund an. Beide knurren beim spielen, rennen, laufen auch mal dicht an Havana, aber sie bleibt ruhig

    Heute war Oxana baden. Mehr als sonst. Sie ist mehr als bis nur zum Bauch ins Wasser. Ich kann auch beide an der selben Wasserstelle trinken lassen (draussen, am Teich, im Fluss, ect).

    Alles in allem ist keiner perfekt, aber es läuft besser.

    19.09.2011 abends

    Zitat

    Bei der Abendrunde:
    Wir waren im Feld. Es war schon dunkel, beide hatten ihr Lumi an, sodass man sie sieht. Havana ist Oxana dauernt aus dem Weg gelaufen. Wie immer klebt Havana an mir. Mein Mann hat zu spät entdeckt, dass Oxana in "Jagdposition" ist, also habe ich eingegriffen. Bis ich es ihm gesagt hätte wäre sie weg gewesen. Ich habe sie gerufen und bei mir "sitz" machen lassen. Leider hat Havana dann wieder angegriffen(sie hat draussen immer einen MK an). Scheinbar habt ihr Recht gehabt und es passiert aus Eifersucht.
    Ich war sehr stolz auf Oxana, denn ein scharf ausgesprochenes Nein von mir hat sie davon abzuhalten zu reagieren.
    Naja... wie oben geschrieben, bei Rückschlägen nicht aufgeben.
    Dennoch frage ich mal:
    Habe ich mich korrekt verhalten? hätte ich etwas anders machen sollen?

    20.09.2011

    Zitat

    Heute beim Spaziergang hat es sich wieder gezeigt, dass es sich lohnt
    Ich konnte schnell genug sein und mit Worten "schlichten". Ich denke wir werden das in den Griff bekommen.

    Ich hoffe ich habe jetzt nix wichtiges ausgelassen.

    Liebe Grüße

  • Ich weiß nun nicht, ob du im Fotothread zu deinen Beiträgen Antworten erhalten hast.

    Das Buch, welches du im Titel erwähnst, wird dich keinen Schritt weiterbringen.
    Ob die beiden sich nun wiedererkennen, Mutter und Tochter sind oder auch nicht, spielt nicht die geringste Rolle.

    Es gibt schon klare Auslöser, Missverständnisse (Spiel artet aus), Ressourcenkonfikte und Übersprungshandlungen.
    Das ist nun kein Seltenheitsfall, auch bei meinen Rüden kommt das vor.
    Da gibt es manchmal Auslöser, die ich nicht mal im Entferntesten erahnen konnte...
    (beinahe heute noch morgen noch)
    Und es gibt hier auch "nur" einen Stinkstiefel, der immer, ohne Ausnahme, anfängt.

    Das bedeutet, dass du beide Augen in bestimmten Situationen auf sie richten musst.
    Da du sie erst seit Mai hast, wirst du noch in die "Stressauslöser" mehr hineinwachsen müssen, um sie vorher zu erkennen und entschärfen zu können.
    ICH würde kein Spiel mehr zulassen, so bitter es auch ist, es kann kippen.
    Das kenne ich nur zu gut.
    Geht hier auch nicht mehr.
    Gespielt wird nur mit "fremden" Hündinnen, jeweils nur ein Rüde - der andere wird angeleint.

    Du musst jede Auseinandersetzung in deinem Kopf speichern:
    Auslöser merken, beim nächsten Mal ist es wahrscheinlich wieder derselbe, im ständigen Wechsel.
    Das kann mal deine Hand in der Jackentasche, in der sich Ressourcen befinden, ein Brotkrümmel, ein anderer Hund, ein bestimmter Platz, zu viel Nähe, ein Wassernapf sein...

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