Erster Welpe, ein paar Fragen
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Hallo Forummitglieder,
wir haben seit 6 Tagen ein 9 Wochen altes Labbi Weibchen. Wir haben uns ganz viel informiert und meine Eltern hatten auch schon immer Hunde, wir wussten also was so kommt

Es läuft auch sehr gut, die kleine ist ein Goldstück. 2-3 Fragen habe ich dennoch und würde mich über Tipps freuen damit wir nicht alles was wir immer gleich machen evtl falsch machen.
1. Sie versteht "nein" schon sehr gut. Wir üben jeden Tag ein paar Minuten und Sie schafft es sogar das 1cm vor Ihrer Nase liegende Leckerlie nicht zu nehmen(obwohl sie n ALLESfresser ist) und wird dafür natürlich sofort belohnt.
Wenn sie 2-3 mal am Tag Ihre total durchgeknallte viertel Stunde hat und an allem knabbern will oder wenn sie draußen in der Wiese alles so lecker findet hilft "nein" trotz ihrer Aufmerksamkeit noch gar nichts.
Ist auch kein Problem, sie ist klein, sie muss langsam lernen, keiner ist ihr böse, sie braucht Zeit und Übung... Dennoch fühle ich mich manchmal wie ein Unmensch wenn ich dann diese 15 Minuten dauernd "nein" sage und sie von einem nach dem anderen Gegenstand abhalten muss. Uns ist die Konsequenz wichtig, dennoch ist sie ein Baby und das wollen wir sie auch sein lassen...
Sollen wir auch in diesen Situationen einfach immer weiter nein sagen und sie belohnen wenn sie aufhört oder machen wir was falsch?? Uns ist klar dass es dauert bis sie das nein richtig verknüpft hat und sie noch jung ist, wir wollen sie nur nicht überfordern oder was falsch machen.. Nur irgendwie sagt man 10 mal nein bis sie überhaupt reagiert..2. Draußen will sie alles fressen, Blätter, Gras alles.. Wir sagen auch "nein" und nehmen ihr die sachen aus dem maul.. Das beeindruckt sie null und gleich rutscht das nächste was auch immer ins Maul. Reicht auf Dauer ein "nein" aus oder sollte man auf sicht ein anderes Kommando wie "pfui" oder "aus" nehmen und mit tauschen üben?
3. Wenn Sie einschläft oder aufwacht leckt sie hin und wieder mal den parkettboden, oder die Balkontüre ab. Ist recht selten aber komisch.. Ist das normal?
Sorry das der Text solange ist, hoffe ich bekomme dennoch ein paar Tipps..
Sie ist so ein Goldstück und wir wollen ihr ein tolles Leben schenken darum machen wir uns auch über solche Sachen so viel Gedanken, nicht das sie denkt wir sind bekloppt

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Hallo,
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Hallo!
Zitat1.
Sollen wir auch in diesen Situationen einfach immer weiter nein sagen und sie belohnen wenn sie aufhört oder machen wir was falsch?? Uns ist klar dass es dauert bis sie das nein richtig verknüpft hat und sie noch jung ist, wir wollen sie nur nicht überfordern oder was falsch machen.. Nur irgendwie sagt man 10 mal nein bis sie überhaupt reagiert..Nein!
Das ist falsch, das Wort immer wieder zu wiederholen.
Dann verliert mit der Zeit das mühsame Training immer mehr an Bedeutung.
Ehe Du Dich versiehst, "denkt" dann dein Hund folgendes (mal etwas überspitzt formuliert):
Ich muß nicht beim ersten Mal hören, was die Menschen da so sagen. Beim letzten Mal hat der 20x gerufen, bevor es ernst wurde. Jetzt kommt noch 19x das komische Wort, und dann muß ich erst reagieren.Probier es gerne mal bei Dir selbst aus. Sage immer wieder stur und stumpf "Neinneinneinneinneinneinneinnein" vor. Was meinst Du, wie komisch Dir das Wort am Ende vorkommen wird

Es ist richtig, daß ein Welpe das so schnell nicht kann. Daß Ihr das Wort in einer ruhigen Situation übt, ist schon mal gut! Es dauert halt ein wenig, bis es sich wirklich verfestigt hat.
Es ist nun mal so, daß so ein junger Hund nicht so lange konzentrieren kann. Die Ablenkung ist ungleich größer.Übe weiter Nein, so wie Ihr es schon übt. In kurzen Einheiten, mit Belohung, wenn er es richtig macht.
Verlangt aber noch nicht, daß er es "draußen" schon richtig anwenden kann. Das wird erst mit der Zeit kommen.
Du kannst allerdings etwas "tricksen".
Knabbert der Welpe an irgendetwas, was Du nicht möchtest, dann sagst Du nur ein einziges Mal "Nein", und nimmst ihm das weg. Dafür bietest Du ihm gleich ein Alternativgegenstand an, worauf er kauen darf, wie zum Beispiel Kauzeug, oder so ein Knotentau.Zitat
2. Draußen will sie alles fressen, Blätter, Gras alles.. Wir sagen auch "nein" und nehmen ihr die sachen aus dem maul.. Das beeindruckt sie null und gleich rutscht das nächste was auch immer ins Maul. Reicht auf Dauer ein "nein" aus oder sollte man auf sicht ein anderes Kommando wie "pfui" oder "aus" nehmen und mit tauschen üben?Ist ähnlich, wie oben.
Du gehst in meinen Augen schon richtig vor. Sagst einmal "Nein" (man kann von mir aus auch "pfui" oder "aus" nehmen, man sollte halt nur konsequent dabei bleiben, wenn man ein Abbruchkommando belegt hat), und holtst es dem Welpen aus dem Maul.
Auch hier kannst Du alternatives Verhalten anbieten. Zeig ihm, was der Welpe darf.Zitat3. Wenn Sie einschläft oder aufwacht leckt sie hin und wieder mal den parkettboden, oder die Balkontüre ab. Ist recht selten aber komisch.. Ist das normal?
Ich weiß, ehrlich gesagt, nicht, ob es "normal" ist. Es kann eine "Macke" sein, es kann sich zu einer unschönen "Angewohnheit" entwickeln, es kann auch von alleine "verschwinden".ZitatSie ist so ein Goldstück und wir wollen ihr ein tolles Leben schenken darum machen wir uns auch über solche Sachen so viel Gedanken, nicht das sie denkt wir sind bekloppt

Ist doch schön, daß Ihr Euch so viele Gedanken macht.
Schöne Grüße noch
SheltiePower -
zu 1.: wenn meine Sitterhündin (Welpe/Junghund) etwas annagt, was sie nicht soll, dann schieb ich sanft ihr Maul weg und biete ihr etwas anderes (was sie natürlich darf) an.
zu 2.: Gras fressen unterbinde ich nicht - es schadet ja (meist) nicht. Sonst ist "meine" kleine eigentlich ganz brav - kann natürlich auch an der entsprechenden Vorarbeit der Besitzer liegen
da können dir andere sicher noch mehr Tipps geben.lg
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Vielen Dank für eure Tipps, das hilft uns sehr.
Mir war klar und bewusst dass Sie das draußen noch nicht richtig verstehen kann (und auch noch nicht muss). Genau aus dem Grund habe ich geschrieben, da ich selbst schon das Gefühl hatte das Wort völlig zu überreizen...
Mein Ziel ist es ja auf Sicht ihr möglich wenig verbieten zu müssen, da Sie wenn Sie gut erzogen ist ruhig Hund sein soll.
Ich werde dass mit dem Ersatz für die "bösen :-) " Blätter und Steine etc machen, klingt sehr logisch und macht ihr leichter verständlich was ich eigentlich von ihr will..Die Welt ist halt noch so groß und spannend und da steht einer der einfach stehen bleibt wenn ich an der leine zieh und nimmt mir die leckereien wieder aus dem maul

Vielleicht noch eine kurze Frage.
Wir wohnen auf dem Dorf und haben es nur ca 100 meter bis zur Wiese wo Sie hinpinkeln kann ohne das dort Kinder spielen, bisher tragen wir sie dort hin(die ersten 6 Tage) um ihr dadurch verständlich zu machen, dass sie doch bitte nicht bei den nachbarn hinmachen soll.. zurück läuft sie natürlich
Ist das falsch oder sollen wir sie gleich laufen lassen?Danke für eure super kompetente Hilfe
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Zitat
Vielleicht noch eine kurze Frage.
Wir wohnen auf dem Dorf und haben es nur ca 100 meter bis zur Wiese wo Sie hinpinkeln kann ohne das dort Kinder spielen, bisher tragen wir sie dort hin(die ersten 6 Tage) um ihr dadurch verständlich zu machen, dass sie doch bitte nicht bei den nachbarn hinmachen soll.. zurück läuft sie natürlich
Ist das falsch oder sollen wir sie gleich laufen lassen?Danke für eure super kompetente Hilfe
Es gibt da so eine Art "Regel", die besagt, daß ein Welpe ungefähr 5 Minuten pro Lebensmonat "Spazieren gehen" darf. Diese Regel ist so pi mal Daumen, der Rest ist vom Hund abhänging. Manche "vertragen" mehr, andere zeigen schon nach wenigen Minuten an, daß es ihnen "zuviel" wird.
Liegt es in der Zeit, so kannst Du ruhig mal "Gassi" bis zur Wiese gehen, und wieder zurück. Du kannst ja an Deinem Hund sehen, wie sie so drauf ist.
Wichtig ist eigentlich nur, daß dem Hund nicht zuviel zugemutet wird, weil er sich ja noch im Wachstum befindet.Habt Ihr einen eigenen Garten?
Eine Lösestelle für zwischendurch, ohne daß der Hund "Gassi" gehen muß, wäre gerade bei so jungen Hunden doch recht praktisch.Schöne Grüße noch
SheltiePower -
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Das ist richtig, wir achten auch sehr darauf dass wir abbrechen sobald die kleine nicht mehr mag(merkt man eigentlich sofort, setzt/legt sich hin).
Wir wohnen oben in einem Haus, der Vermieter der unter uns wohnt hat auch kein Problem wenn "mal" was in den Garten geht.. Allerdings soll das nur sein wenns nicht anders geht.
Wir sind dabei uns was zu kaufen, dann natürlich mit Garten. Bis dahin ist es leider so, dass wir immer 100 meter hinlaufen/hintragen müssen.. Wenn wir hin und zurück laufen mit ein bisschen Schnuppern und schauen an der Wiese liegen wir bei 10, max 15 Minuten..
Geht mehr darum ob Sie bereits "weiß" dass sie erst an der Wiese sollte, nachdem wir sie eine Woche hochgetragen haben? -
ich weiß jetzt nicht ob sie das schon weiß - die Frage ist in dem Alter eher, ob sie es schon bis dahin aushält

Wenn ihr unter keinen Umständen wollt, dass sie auf dem Weg zur Wiese macht, dann würde ich sie weiterhin bis dorthin tragen; oder aber sie auf dem Weg gut beobachten und sobald sie pinkeln/kacken möchte sofort hochnehmen und zu Wiese tragen - also in Prinzip, wie beim Stubenreinheitstraining.
lg
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