territoriales Verhalten

  • Hallo, ihr Lieben!
    Ich bräuchte mal ein paar Ratschläge weil ich mit meinem "Latein am Ende" bin! :???: Es geht um Folgendes:
    Meine Kleine und die Hündin (Lola) meiner Cousine verstehen sich überhaupt nicht! Beim Spazierengehen ist alles kein Problem, da schnüffeln sie oft gleichzeitig an den gleichen Stellen und/oder ignorieren sich gegenseitig. Sobald wir aber durchs Gartentor gehen wird Roxy zum "Teufel". :sad2: Im Haus müssen wir penibel darauf achten, dass sich die beiden nicht zu nahe kommen...das sieht dann so aus, dass die Kleine meiner Cousine in einem Wäschekorb auf einem Sessel ihren Platz bekommt wenn wir alle im gleichen Raum sind - z.B. beim Mittagessen. Man darf auch nicht vergessen die Türen zu schliessen!!!! Wir haben's schon mal mit Maulkörben versucht...da haben sich dann beide keinen Millimeter bewegt. Die sind nur da gesessen...10 Minuten lang! Dann haben wir sie wieder befreit. Einmal im Garten liefen beide frei herum und niemand hat sie beachtet...war fast kein Problem - ich habe sie aber aus einem Augenwinkel beobachtet und Roxy per Zungenschnalzer abgelenkt falls sie Lola wieder anstarrte. Als dann aber Lola unter den Gartentisch ging um zu betteln....frage nicht! Meine kleine "Furie" ist auch unter denn Tisch geschossen.
    Dieses Jahr habe ich geheiratet und natürlich war meine Cousine auch eingeladen...allerdings mit der Bitte, dass sie Lola zu Hause lassen möge, weil es sonst zu stressig ist (immer schauen, dass alle Türe geschlossen sind wenn vor der Zeremonie Besuch nach Hause kommt,...). 2 Tage vor meinem grossen Tag habe ich per Zufall erfahren, dass sie Lola doch mitbringen wird weil sie keinen Hundesitter gefunden hat - ich muss aber dazu sagen, dass ich sie schon ein 3/4 Jahr vorher gebeten habe Lola zu Hause zu lassen. Leider hat sie vergessen sich um einen Aufpasser zu kümmern! Da ich mir aber den "Hundestress" an meinem Hochzeitstag nicht antun wollte habe ich sie nochmals gebeten ohne Hund zu kommen! Oje, die Katastrophe war perfekt! Mir wurde unterstellt, dass ich die Familie entzweien würde, dass sie nichts mehr mit mir zu tun haben will,....Und alles nur weil sich unsere 2 nicht vertragen. (Ich möchte noch erwähnen: sie hat einen Hundesitter gefunden und ist dann ohne gekommen!)
    Was kann ich tun, dass sich die beiden vertragen??? :???: Sie müssen ja nicht gleich aus der selben Schüssel fressen aber sie sollen sich nicht immer aufeinander stürzen und zu beissen versuchen...aber WIE :???:

  • Zitat

    Was kann ich tun, dass sich die beiden vertragen???


    Ist ein bißchen eine verzwickte Sache, aber kann denn Hund X in seiner Wohnung auf einen Platz geschickt werden und bleibt dort???? Notfalls auch angeleint

    Wie reagieren denn die Hunde, wenn sie sich fixieren und einer NEIN sagt??? Lassen sie sich abrufen???

    Wenn wir Gasthunde haben, dann versuche ich je nach Hund, meinen beiden möglichst viel Freiraum zu geben. Bei mir gibt es dann kein Zusammentreffen im Flur, weil meiner ziemlich eng und schmal ist. Meine bleiben dann i.d.R. in meiner Nähe, wo ich sie besser beobachten und schneller eingreifen kann. Oder aber, sie bleiben auf ihrem Platz liegen.

  • Ich würde sagen, da ist Management gefragt. Die Hunde leben nicht in einem Haushalt, haben also untereinander ncihts zu regeln. Das ist eure Aufgabe. Das heißt, entweder der andere bleibt dann jeweils zu Hause oder, wenn's denn sein muss, bleiben beide an der Leine, jegliches Fixieren des anderen wird strikt unterbunden.

    Unsere beiden, gerade meine Dicke, mögen auch nicht jeden. Das müssen sie auch gar nciht, aber sie wissen, wie sie sich zu benehmen haben. Ok, Sam ist noch Azubi....


    Das wäre so meine Meinung auf die Schnelle.

  • Ich kann dir da vermutlich nicht weiterhelfen, bin aber auch an Lösungsvorschlägen interessiert.
    Meine Hündin und die Hündin meiner Eltern sind draußen und im Garten ein Herz und eine Seele, sanft spielen oder wild toben, das volle Programm. Solange keinerlei Ressource (das kann schon ein Stock sein) dazwischen kommt. Die Hündin meiner Eltern ist sehr territorial und futterneidisch. Im Haus geht es nur durch Stockwerke getrennt. Da meine Eltern nicht mitziehen, habe ich mich damit abgefunden, denn alleine an einem Problem zu trainieren, das vor allem nicht von meinem Hund kommt (sie akzeptiert zu Hause alle Hunde die sie auch draußen mag) ist sinnlos. Da ich alle 6 Monate mal mit Hund komme, ist es auch nicht so gravierend.

    Ich würde vielleicht darauf achten, keinerlei Ressourcen ins Spiel zu bringen und der Hündin , welche als erste reagiert, durch Abbruch zeigen, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung ist. Aber ob das ne gute Idee ist, keine Ahnung. Hier gibt es aber noch einige Mehrhundehalter, deren Hunde sich anfangs nicht verstanden haben, die das Problem gelöst haben. Vielleicht wissen die ja Rat.
    Wenn es möglich ist würde ich jede Attacke zu verhindern versuchen. Maulkorb, fester Platz, sie müssen sich ja nicht mögen, aber die Hunde können ja nicht bestimmen, wer zu Besuch kommen darf und wer nicht. Vielleicht würde ich bei dem Hund der der Auslöser ist (wenn man es erkennen kann) auch erstmal Privilegien im Alltag streichen. Ich bin kein Experte, aber ich könnte mir vorstellen, dass sie denkt, sie darf wichtige Entscheidungen treffen. Oder euch sogar als Ressource betrachtet? Also alles ohne Gewähr. Bin kein Hundeexperte...

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    Hier gibt es aber noch einige Mehrhundehalter, deren Hunde sich anfangs nicht verstanden haben, die das Problem gelöst haben. Vielleicht wissen die ja Rat


    Hier gibt es aber einen großen Unterschied: Diese Hunde müssen in einem zusammengewürfeltem Rudel miteiander leben und auskommen. Das ist im Gegensatz zu Besuchen ein riesiger Unterschied

    Wenn Lolas Halterin mitspielt, wäre es natürlich von Vorteil, wenn man sich so oft wie möglich trifft um mit den Hunden spazieren zu gehen, um sie evtl. gemeinsam zu beschäftigen, aber auch um gemeinsam die kritischen Situationen regelmäßig zu üben. Und es müssten natürlich klare Regeln her für den eigenen Hund und für den fremden Hund.

    Wirklich Sinn macht das in meinen Augen nur, wenn auch die andere Halterin mit macht. Ansonsten kann man nur gezielt mit seinem Hund an Verhaltensabbruch, auf dem Platz liegen bleiben trainieren.

  • Zitat


    Wirklich Sinn macht das in meinen Augen nur, wenn auch die andere Halterin mit macht. Ansonsten kann man nur gezielt mit seinem Hund an Verhaltensabbruch, auf dem Platz liegen bleiben trainieren.

    Da hast du vollkommen recht. Deswegen macht ein Training in meinem Fall keinen Sinn.
    Wie ist es denn bei dir TS? Macht deine Cousine da mit?

  • Hi!
    Danke schon mal für die zahlreichen Antworten! Das Problem ist, dass meine Cousine 3 Autostunden entfernt wohnt! Und ein weiteres Problem ist, dass beide aufeinander losgehen - mal fängt die eine an, mal die andere! Anbinden könnte ich noch probieren aber das einzige was uns als Halterung dienen würde sind die Tisch- und Sesselbeine...und die sind wahrscheinlich zu eng beisammen!?!?

  • Zitat

    Das Problem ist, dass meine Cousine 3 Autostunden entfernt wohnt!


    OK, aber ist die Tendenz zur Mithilfe seitens deiner Cousine gegeben, oder ist es ihr egal???
    Man kann ja auch ohne den anderen an Sachen wie Nein, auf die Decke usw. trainieren und beim Zusammentreffen muß man halt mittels Management und den Signalen zurecht kommen. Das klappt aber nur, wenn beide Hundehalter das gleiche Interesse haben: friedliches miteinander, zur Not auch angeleint/getrennt, aber keine Konfrontation

    Zitat

    sind die Tisch- und Sesselbeine...und die sind wahrscheinlich zu eng beisammen!

    Es sollte auf jeden Fall genug Platz dazwischen sein. Jeder Hund hat eine eigene Individualdistanz, dem einen reichen 40cm, der andere fordert nen Meter.

    Ist wirklich eine schwierige Situation. Entweder man löst das Ganze durch Management, oder durch Hundesitter, oder aber man setzt sich hin und findet gemeinsam eine Lösung.

    Ob die beiden jemals best friends werden???? Meine Hündin und die meiner Bekannten können sich auch nicht leiden. Draußen ist das fast kein Problem, da gibt es genug Raum um auszuweichen. Aber zu Hause in der Enge.... keine Chance.

  • Lakasha: Ich bin mir nicht sicher, ob sie mithelfen würde..sie ist eher der bequeme, chaotische Typ...so nach dem Motto "Jo, mei!" :-( Und ich kann auch schlecht mit beiden Hunden arbeiten! Meine Kleine ist ja eher ruhig, bequem und zu 95% gehorsam aber Lola ist mässig gehorsam (50%), völlig aufgedreht und flink wie ein Wiesel - was es auch schwierig macht sie zu kontrollieren!
    @magmonko: Spielsachen, Leckerchen lasse ich nie zu wenn beide zusammen sind!!! Nicht mal beim Spazierengehen!

  • Hallo,

    was spricht dagegen die Hunde an die Leine zu nehmen in den jeweiligen Wohnungen?
    Wenn es normale Besuche sind, dann sollte das doch klappen.

    Dann muss halt jeder Hund bei seinem Besitzer bleiben.
    Manchmal gewöhnen sich die Hunde dann daran und dulden den anderen.

    Es bringt ja auch nichts wenn Deine sich super auf einer Decke ablegen lässt und die andere sich dann trotzdem draufstürzt, oder? Das würde nur das Training zunichte machen welches Du zuhause mit Deiner Hündin gemacht hast.

    Ich würde meinen Hund nur noch mitnehmen wenn die Cousine auch bereit ist ihren Hund von meinem fern zu halten.
    Alles andere hat keinen Sinn.

    Liebe Grüße

    Steffi

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