• @ Tinks....jaaaa da finden wir uns doch wieder :)

    eben, die Befürchtung habe ich halt auch, mit dem Entzug....Paul steht ja (wie z.b. in dem Bergbach) im Wasser
    und fixiert mich die ganze Zeit. Wenn ich dann "Tschüss" sage (das ist mein Notwort), ist er auch wie ein Blitz bei mir,
    um dann Sekunden später wieder zum Fluss zu rennen. Naja, ich denke auch, da wird eine Menge Arbeit auf
    uns zukommen, da er halt in dem Moment auf nix reagiert. (die besagten Filetstücke würden ihn auch kalt lassen :D)....

  • Ich würde ihn auf Entzug setzen... Schon allein aus dem Grund, dass der Hund nicht mehr kontrollierbar ist und das ja nicht nur für den Hund gefährlich werden kann, sondern auch für den Mensch. Stell Dir mal vor der rennt auf dem Weg zu irgendeinem Wasser über eine Straße und verursacht einen Unfall.

    Eine Freundin hat auch so einen Wasserjunkie und der ist mal vor einer Staumauer ins Wasser gesprungen. An dieser Stelle war aber so ein Sog, dass der um sein Leben schwimmen musste. Meine Freundin hat sich dann an einem Rand dort hin gehangelt und wäre beinah selber reingefallen... ich möchte es mir gar nicht ausmalen. Der Hund schwamm wie ein irrer, aber er kam keinen Zentimeter vorwärts. Sie hat ihn dann zum Glück packen können und hat ihn rausgezogen.

    Wenn ein Hund an irgendwelchen Stellen nicht mehr zuverlässig gehorsam ist, dann gehört er an die Leine und unter Kontrolle.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Man darf auch nicht vergessen, dass der Retriever ein für die Arbeit im und am Wasser gezüchteter Hund ist, der "mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen" geboren wurde. Und dann ist es natürlich anstrengend, so einen Hund von seinem liebsten Element, das seine innere Bestimmung ist, wegzuhalten. Werde da auch mit meinem noch viiiel arbeiten müssen, bis er bei Anblick von Wasser ruhiger wird und seine Aufmerksamkeit bei mir bleibt. "Schönstes" Erlebnis war, als er in einer Sekunde meiner Unaufmerksamkeit plötzlich in einen Fluss hüpfte, unter einer Brücke, über die wir liefen, durchschwamm und am Ufer nicht mehr raus kam, weil er da keinen Halt hatte. Habe mich schon im Wasser stehen und meinen 29 kg Hund (+Wasser im Fell) ans Ufer hieven sehen, da kam er doch noch wieder raus. Mistratte. :hust:

  • Zitat

    Man darf auch nicht vergessen, dass der Retriever ein für die Arbeit im und am Wasser gezüchteter Hund ist, der "mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen" geboren wurde. Und dann ist es natürlich anstrengend, so einen Hund von seinem liebsten Element, das seine innere Bestimmung ist, wegzuhalten.

    Meine Hunde sind für die Arbeit am Vieh gezüchtet und trotzdem dürfen sie nicht abhauen und irgendwelche Schafe oder Rinder, die irgendwo rumstehen durch die Gegend jagen...

  • Zitat

    Meine Hunde sind für die Arbeit am Vieh gezüchtet und trotzdem dürfen sie nicht abhauen und irgendwelche Schafe oder Rinder, die irgendwo rumstehen durch die Gegend jagen...

    jep, so sehe ich das auch - ein für die Jagd gezüchteter Hund darf auch nicht einfach sein Abendessen selber holen...


    und nur weil mein Hund umsverrecken ins Wasser will, heisst das noch lange nicht dass das in dem Moment das gesündeste für ihn ist! (siehe mein Wildbach..)

  • Zitat

    Man darf auch nicht vergessen, dass der Retriever ein für die Arbeit im und am Wasser gezüchteter Hund ist, der "mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen" geboren wurde. Und dann ist es natürlich anstrengend, so einen Hund von seinem liebsten Element, das seine innere Bestimmung ist, wegzuhalten.

    Natürlich ist es das. Hat aber auch keiner gesagt, dass das Leben als Retrieverhalter immer einfach ist, oder? ;)

    Fakt ist: Auch ein Hund, der speziell für die Wasserarbeit gezüchtet worden ist, ist nur dann ein geeigneter Hund für diese Arbeit, wenn er so klar im Kopf ist, dass er ansprechbar bleibt und auf die ihm gegebenen Kommandos hört. Ein Retriever, der völlig frei dreht, wenn es um das Thema Wasser geht, ist seinem Halter bei der Wasserarbeit mehr Klotz am Bein als hilfreich. GERADE bei der Selektion auf die Wasserarbeit braucht man wasserbegeisterte Hunde, die aber dennoch wissen, was sie tun.

    Ich würd den Hund auch erstmal völlig vom Wasser fernhalten bzw. ganz gezielt mit ihm an der Impulskontrolle arbeiten...

  • Unsere Fortuna ist zwar kein Labrador - aber auch eine extreme "Wasserratte" bzw. korrekter Weise müsste ich sagen "Meer-Ratte" :D

    Sie liebt das Meer und die Wellen zu jagen und reinzubeißen.
    Dabei riecht sie das Wasser auch schon beim Aussteigen aus dem Auto ca. 300 m entfernt.

    Früher, als wir noch in den Urlaub an die Ostsee fuhren und 14 Tage am Stück und jeden Tag am Strand waren, war es an den ersten Tagen auch ganz extrem, sie kann locker 4-5 Stunden durchhalten und mit kleinen Pausen immer wieder zum Meer rennen und darin herumtoben.
    Anfangs war sie dabei auch nicht ansprechbar - völlig weg und "losgelöst" - am Strand, dort wo wir waren bzw. an dem Platz, den wir uns gesucht hatten, GsD kein Problem.

    Bei uns hat dann nicht das Fernhalten, sondern das genaue Gegenteil was gebracht.
    Sie durfte so lange und so viel sie mochte ins und ans Wasser (geht natürlich nur ohne Gefährdung anderer, wie hier schon geschrieben wurde) und nach ca. 5 Tagen haben wir ein deutliches Abflauen der Begeisterung bemerkt.
    Sie lief und läuft dann immer noch wie eine Kaputte, ist aber wieder ansprechbar.

    Zu diesem Zeitpunkt haben wir dann auch am Strand gezielt mit Gehorsamsübungen und Impulskontrolle angefangen. Sie ist dann zwar oft noch etwas hochgedreht und "quietscht" vor innerer Anpannung, bleibt aber kontrollierbar und in der Übung.
    Zur "Belohnung" darf sie auf "okay" wieder los und die Spannung loswerden.

    Mit diesen Übungen wurde es immer besser, sodass sie bei späteren Urlauben und langer Abstinenz vom Meer auch schon am ersten Tag ansprechbar wurde.

    Mittlerweile wohnen wir hier und sind mind. einmal pro Woche am Strand - trotz Unruhe, Vorfreude und gespannt wie ein Flitzebogen können wir sie mittlerweile unangeleint im Fuß an den Strand führen, ablegen und dann erst losschicken (mit immer längeren Wartefristen).
    Auch wenn sie mal durchstartet beim Aussteigen aus dem Auto bzw. Weg zum Strand, funktioniert der Abruf zuverlässig.

    Ich weiß nicht, ob wir das mit Meiden des Wassers hätten erreichen können..... - und wenn ja, wie :???:

  • Ich sag ja auch nicht, dass man ihn gehen lassen soll, weil er dafür gezüchtet ist, sondern, dass es anstrengender ist oder aufwändiger im Training, dem Hund beizubringen, nicht sofort kopflos ins Wasser zu stürzen, als es bei einem Hund wäre, der das Schwimmen nicht unbedingt im Blut hat. ;)

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