Rüde hat gebissen, brauchen Rat

  • Wir geben den Hund garantiert nicht wieder dorthin zurück, nur damit er wieder als lieber, netter Rüde weitervermittelt wird! Wir haben dem Hund gegenüber ja auch Verantwortung und haben ihn auch noch gerne. So war das also nicht gemeint... Aber das Risiko ist eben groß, gerade mit der Kleinen.

  • Hallo,

    ich sage es mal offen und ehrlich, denn "Schönreden" hilft keinem:

    Es war ein Fehler, den Hund unter diesen Lebensumständen zu nehmen, es war ein Fehler des Tierheims, ihn euch zu geben.
    Ich denke, es wäre tatsächlich besser, ihn in Hände zu vermitteln, die sich mit der Rasse auskennt.
    Deine Eltern sollten sich mit dem Tierheim in Verbindung setzen, wo sie ihn herhaben.

    Euch einzureden, den Hund unter allen Umständen zu behalten, halte ich für verantwortungslos.

    Es gibt auch sicher Notorgas für diese Rassen und deren Mixe, wäre sicher für den Hund besser als eine erneute falsche Vermittlung durch das alte Tierheim, mit welchem aber wohl Verbindung aufgenommen werden muss.

    Ihr könntet euch trotzdem an Mirijam Cordt wenden, sie kann evt. seriöse Notorganisationen nennen.

    Naja, der Eingansthread klang zunächst wie ein Hilfruf, um eine Abgabe zu vermeiden, der ist dann irgendwie überflüssig geworden.

    Gruß
    Leo

  • Ob dir das TH jetzt gefällt oder nicht - ihr habt aller Wahrscheinlichkeit nach einen Vertrag unterzeichnet, nach dem der Hund dorthin zurück MUSS; wenn ihr ihn nicht mehr halten könnt ausserdem war euch das TH auch gut genug, als ihr die Hunde dort geholt habt.

    Und du willst doch jetzt wohl nicht allen Ernstes einen Hund, der bereits zweimal gebissen hat und den ihr nicht Willens oder in der Lage seid, zu erziehen, an jemand anderen weitervermitteln?`Wenn du den Hund weder halten noch erziehen kannst, woher willst du die Kenntnis haben, eine wirklich sachkundige neue Stelle zu finden -die Sachkunde fehlt dir doch selbst...

    Kopfschüttelnden Gruss
    Birgit


    - dem Hund wünsch ich das Beste...

  • Zitat

    Ihr müsst ihn aber laut Tierschutzvertrag wieder zurückgeben, denn eine Weitervermittlung ist verboten!

    Das kommt auf den jeweiligen Schutzvertrag an. Bei manchen muss man den Vorbesitzer (hier das TH) lediglich informieren, das man das Tier abgeben will, und ihnen somit die Chance geben das Tier wieder zurückzunehmen. Dann kann das TH/der Vorbesitzter entscheiden, ob sie das Tier wieder zurücknehmen wollen oder geben das Tier zur Weitervermittlung frei.
    Schaut also nochmal genau in euren Schutzvertrag rein! :)

    LG

  • das ist natürlich ein problem...

    auch ein guter trainer hilft nur dann weiter, wenn wirklich alle aus der familie an einem strang ziehen.

    wäre denn deine mutter wenigstens zu einem vorgespräch mit einem trainer bereit? und die anderen aus der familie, wie sehen die das? würden da alle mitmachen?

    das ist das schwierige an der ganzen sache: niemand hier aus dem forum kennt euch - da kann man immer so schwer sagen, macht dieses oder jenes so und so und dann klappt das - noch dazu wenns eine doch recht grosse familie ist.

    weisst du, ein herdi in der familie ist möglich - aber dazu ist es unumgänglich, dass wirklich alle dahinter stehen - vom jüngsten kind bis hin zum "opa".

    ein bisschen erfahrung brauchts da auch - wenn man sie nicht hat, braucht man einen guten trainer, der sie weitergibt - vorallem, wenn schon im vorfeld (anscheinend) schon einiges schief gelaufen ist.

    hier im forum gibts einige, die auch herdis/mixe haben - so wie ich z.b. - und auch einige, die zunächst nicht wussten, was das genau ist und die dann mit einigen problemen zu kämpfen hatten. da wird dir jeder bestätigen, dass es nur funktioniert, wenn eben alle, die involviert sind, in die hundehaltung, in die gleiche richtung wollen.

    wenn deine mutter da bedenken hat - vorallem wegen der kinder und vorallem, weils schon zu vorfällen kam - dann wird das nochmal schwieriger.

    ich persönlich würd mir wünschen, dass im sinne vom hund gehandelt wird - also alle ziehen mit, training ect oder aber es wird ein guter platz gesucht (mit hilfe der orga oder wenigstens von jemand, der was von herdis versteht, je nachdem was im abgabevertrag steht) - bevor nochmal jemand verletzt wird.

  • Ich würde ihn auch mal beim TA vorstellen. Mein Vater hatte auch einen Hund der als Welpe an Staupe erkrankt war. Der Rüde biss auch des öfteren ohne ersichtlichen Grund. Laut TA hatte er durch die Staupe Schädigungen im Gehirn. Deswegen käme es zu diesem aggressiven Verhalten.

  • Dankeschön erstmal für eure zahlreichen und schnellen Antworten.

    Zitat

    Es war ein Fehler, den Hund unter diesen Lebensumständen zu nehmen


    Das wissen wir jetzt auch. Die Hündin hätte völlig "gereicht", und für einen anspruchsvollen jungen Rüden haben wir viel zu wenig Ahnung. Schade, dass man immer erst hinterher schlauer ist.

    Zitat

    Und du willst doch jetzt wohl nicht allen Ernstes einen Hund, der bereits zweimal gebissen hat und den ihr nicht Willens oder in der Lage seid, zu erziehen, an jemand anderen weitervermitteln?`Wenn du den Hund weder halten noch erziehen kannst, woher willst du die Kenntnis haben, eine wirklich sachkundige neue Stelle zu finden -die Sachkunde fehlt dir doch selbst...


    Nein, wir haben nicht vor den Hund einfach dem Nächstbesten in die Hand zu drücken. Wir möchten nur, nachdem wir eben diese Fehler mit ihm gemacht haben, noch das retten, was zu retten ist. Dem Hund zuliebe. Wir haben auch schon bei einer Organisation angerufen, die solche Hunde vermittelt, eben an sachkundige Menschen, aber die meinten sie hätten so viele Anfragen, da hätten wir weniger ne Chance, noch dazu, weil er schon gebissen hat.

    Und ganz ehrlich. Wenn ich nicht noch zur Schule gehen würde, wäre ich schon ausgezogen, würde arbeiten gehen, damit ich nen Trainer finanzieren kann und hätte den Hund bei mir. Ich würde das mir zutrauen, auch wenn das jetzt eingebildet und naiv oder was weiß ich was klingt. Aber ich liebe den Hund inzwischen, und ich will das Beste für ihn.


    Zitat

    weisst du, ein herdi in der familie ist möglich - aber dazu ist es unumgänglich, dass wirklich alle dahinter stehen - vom jüngsten kind bis hin zum "opa".


    Er könnte wahrscheinlich auch so ein toller Hund sein, aber je öfter ich eure Antworten lese, desto mehr merke ich, dass es absolut nie was wird. Also dass er hier bleibt. Weil bei uns nie alle an einem Strang ziehen werden, da zum Beispiel gerade der Opa nie mit dem Hund arbeiten wird... oh man.

    Morgen wird jedenfalls ein Herumtelefonier-Tag. Trainer, Tierheim, Organisationen.
    Achja, und Tierarzt..

    Liebe Grüße

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