alleine bleiben .. ich hab keinen Plan mehr..

  • Hallo Leute,
    mein Hund, jetzt 2 1/2, den ich mit 7 Mon. vom Tierschutz bekam, kann nicht allein bleiben.
    Ich weiß, wie das alleine-bleiben trainieren funktioniert, hab alles durch aber das Problem ist, er merkt selbst durch 2-3 geschlossene Türen hindurch, ob ich wirklich gehe oder im Treppenhaus stehe und lausche..egal was ich mir für Mühe gebe. :help:
    Anfangs hat er losgelegt, nachdem ich unten zur Haustür raus bin.
    Ich wohne im Mietshaus, laut die Treppen runterpoltern und auf Socken leise wieder hochschleichen hat er mitbekommen, auch wenn ich ganz still vor der Tür stehe und nicht mal atme oder mit den Wimpern klimpere, aus Angst er kann mich hören..er merkt das. Da ist er still.
    Bin ich weg, spult er das volle Programm ab: von wütend bellen, herzzerreißend winseln und wie ein Wolf heulen und das eigentlich durchweg, seit einiger Zeit ist es aber so, daß er in den ersten 10-13min Theater macht, auch an der Tür kratzt (ich habe ein Diktiergerät, da hört man alles) und sich dann beruhigt.
    Länger wie 25-30min bin ich aber nicht weg. Würde ich aber gerne mal.
    Er bleibt problemlos in einem anderen Zimmer, solange ich in der Wohnung bin.
    Ist das nun ein gutes Zeichen, daß er nach ner Weile ruhiger wird?
    Ausgelastet ist er, wir sind viel unterwegs und beschäftigt (zB. Nasenarbeit) wird er genug.
    Hat jemand die zündende Idee, wie wir das mit den ersten 10min hinbekommen könnten?? Wie soll ich trainieren, wenn er doch ruhig ist solange ich mich in der Nähe des Hauses aufhalte???
    :verzweifelt:

    LG Ute

  • Was ist denn, wenn du ihm einfach was zu kauen gibst, womit er die erste Zeit beschäftigt ist? Fängt er dann danach auch an?

    Ansonsten fällt mir nur ein, das Alleinebleiben in vieel kleineren Sequenzen zu üben, also im Minutentakt und dann laaangsam ausdehnen. Wenn ihr das schon probiert habt und er da auch anfängt zu jaulen, würde ich nochmal ne Nummer runter schalten und ich noch kleineren Abständen üben. Sprich: Leckerchen geben, kurz raus gehen, sofort wieder rein kommen, bevor er überhaupt fertig gekaut hat. Und dann Schritt für Schritt verlängern.

  • Zitat

    Was ist denn, wenn du ihm einfach was zu kauen gibst, womit er die erste Zeit beschäftigt ist? Fängt er dann danach auch an?

    Ansonsten fällt mir nur ein, das Alleinebleiben in vieel kleineren Sequenzen zu üben, also im Minutentakt und dann laaangsam ausdehnen. Wenn ihr das schon probiert habt und er da auch anfängt zu jaulen, würde ich nochmal ne Nummer runter schalten und ich noch kleineren Abständen üben. Sprich: Leckerchen geben, kurz raus gehen, sofort wieder rein kommen, bevor er überhaupt fertig gekaut hat. Und dann Schritt für Schritt verlängern.

    wenn er aber erst anfängt wenn sie zur Tür unten raus ist, dann klappt das mit den minuten nicht wirklich. Vorher scheint er ja still zu sein.

    Ich hab leider keinen tipp für dich.. ich hab annähernd das gleiche problem zur Zeit.. nur das meiner früher allein bleiben konnte.. ich bin mal auf andere tips gespannt

  • das ist ja das Blöde an der Sache, nähere ich mich der Wohnung bzw. Haus ist er still und wenn ich dann ins Zimmer komme, liegt er friedlich in der Heia mit einem Blick "och Mensch, hab grad so schön gepennt, mußt mich jetzt wecken.." (dank dem Diktiergerät höre ich ja aber wie er noch 10min vorher an der Tür gescharrt und Tamtam gemacht hat..)
    Kauzeug rührt er nicht an, Futter schlabbert er schnell auf - manchmal auch nur zur Hälfte und dann gehts los.. :ugly:

  • Lenk ihn doch ab,bevor du gehst.
    Mit einem Kauknochen usw.
    Dazu Fernseher laufen lassen. Dann ist es nicht still in der Wohnung.
    Vielleicht beruhigt ihn das ja auch oder er hört dich nicht wirklich mit dem Fernseher an.

    Sollte er dich riechen,dann nützt der Fernseher natürlich nichts :D

  • Zitat

    Achso, das habe ich dann irgendwie missverstanden.

    Wie habt ihr denn sonst versucht daran zu üben?


    das ganze Gedöns: auf die Decke/Platz schicken, mehrmals anziehen, Schlüssel nehmen und so tun als ob, Fressen hinstellen, Fernseher laufen lassen, in ein anderes Zimmer schicken und Türen schließen, vorher auspowern, kommentarlos gehen und kommen usw....

  • Über welchen Zeitraum hast du das jeweils gemacht.

    Einem Hund (ausgenommen Welpen), dass alleinsein beizubringen ist kein leichtes Geschäft :D .. da braucht man viel Geduld und Spucke und man sollte wissen, was die Motivation des Hundes ist.

    Wenn du einen Hund hast der wirklich leidet und Verlustängste hat, mußt du anders vorgehen, als bei einem Hund der lediglich einen Kontrollverlust erleidet und dadurch gestreßt ist. Die Einschätzung des Hundehalters selber ist da nicht zwingend immer die richtige.

    Hast du mal ein Video gemacht ... Körpersprache, etc.?

    Hast du mal daran gedacht einen Trainer hinzu zu ziehen?

  • Zitat

    Lenk ihn doch ab,bevor du gehst.
    Mit einem Kauknochen usw.
    Dazu Fernseher laufen lassen. Dann ist es nicht still in der Wohnung.
    Vielleicht beruhigt ihn das ja auch oder er hört dich nicht wirklich mit dem Fernseher an.

    Sollte er dich riechen,dann nützt der Fernseher natürlich nichts :D

    alles schon durch.. der merkt genau, ob ich wirklich weg bin..Kauzeugs rührt er da nicht an.
    Ich hatte mal von meiner Untermieterin den Schlüssel, um einige Tage ihre Katze zu füttern.
    Prima dachte ich mir, da kannst gleich mal üben, denn wenn er Theater macht, hört man das in der Wohnung unter mir.
    Da war nichts - der Hund hat keinen Ton von sich gegeben.
    Ich dachte, ok vielleicht hört er Dich, wenn Du mit der Katze sprichst, also hab ich das nächste mal der Mietz nur ein "hallo" zugeraunt..ich war jedesmal fast ne Std. in der Wohnung und hab aufs Geheul gewartet.
    Über mir Totenstille..
    Ich weiß nicht, wie er das macht ..sehen/riechen/hören kann er mich da ja eigentlich nicht..
    Hab mich auch extra angezogen, Tasche genommen, als wenn ich weggeh, also daran kann er es auch nicht gemerkt haben.. :???:

  • Also der Kater von meinem besten Freund hat ihn schon gehört/erkannt, wenn er über den Innenhof gelaufen ist, am Schritt. Seine Nachbarin hat erzählt, wenn mein Freund den Hof betritt, fängt der Kater an zu maunzen ;) Ich kann mir schon vorstellen, dass dein Hund mitkriegt, wenn du nur eine Etage tiefer bist. Du glaubst ja gar nicht, was die Viecher so alles mitbekommen ;)
    Mag er Suchspiele? Dann könntest du ihm eine Raschelkiste machen mit Zeitungspapier (zerknüllt) und versteckten Leckerli drin. Dann hat er was zu schreddern. Wenn er auf nichts kauen mag, hast du mal versucht, sein Futter oder zB Frischkäse in seinem Napf einzufrieren, dann hat er mit rauslecken zu tun. Fernseher laufen lassen wurde ja schon erwähnt... oder halt Radio/Musik.
    Bei einem Freund von mir hat es geholfen, dem Hund ein festes Kommando anzugewöhnen. Bevor er geht, sagt er "Schön lieb sein!", dann bleibt der Hund artig auf seinem Platz und wartet, bis Herrchen heim kommt. Sagt er das nicht, nimmt der Hund irgendwas aus Frust auseinander. Mehr Tipps fallen mir auf die Schnelle auch nicht ein...

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