• Hallo zusammen,

    ich hätte ein paar Fragen zum Verhalten unserer Hündin (11 Wochen, Schäferhund/Labbi). Vielleicht könnt Ihr ja Licht ins Dunkel bringen oder mich ein wenig beruhigen. :smile:

    Aaaaalsooo... Lilly ist jetzt seit 2 Wochen bei uns. Wir haben es von Anfang an so gehalten, dass wir ganz selbstverständlich mal vor die Türe sind (Müll raus, Rauchen etc.). Keinerlei "Abschiedsstreicheln", kein großes "Hallo" beim Reinkommen. D.h. wir haben sie ein halbes Minütchen ignoriert wenn wir reingekommen sind, erstmal den neuen Müllbeutel in den Eimer etc. ;-), und uns dann mit ihr befasst.

    Nun wusste sie sicherlich, dass wir noch in der Nähe sind und hat uns durch´s Fenster gehört. Meist hat sie sich selbst beschäftigt und lag mit viel Spiel zeug im Flur.

    Heute war nun ihr großer Tag und wir sind tatsächlich eine halbe Std. ohne sie einkaufen gegangen. Vorher haben wir den Nachbarn Bescheid gesagt, damit sie ein "Ohr" haben. Also hat sie was zum Knabber bekommen und wir sind los. Hm, und was soll ich sagen.... KEIN Mucks. Und noch heftiger- wir kommen zur Tür rein und der Hund steht noch nicht mal auf! Hatte sich einen Badeschlappen gesucht und es sich gemütlich gemacht. :D
    Nach einiger Zeit kam sie dann doch mal wedelnd gucken, aber Theater gab es keins. Pippi haben wir auch keins gefunden...

    Und jetzt fragen wir uns - liegt das tatsächlich daran, dass wir seit ihrem ersten Tag hier merhmals wie oben beschrieben ohne Aufstand raus sind? Ich will mich ja nicht beschweren, um Gottes Willen. Wir haben ja extra so gehandelt, damit sie kein Problem mit dem Alleinsein entwickelt. Andererseits hatte ich schon den Gedanken, dass es ihr vielleicht irgendwie egal ist, oder sie nicht genug Bindung zu uns hat... Aber dann würde sie vermutlich verunsichert Jammern, Jaulen, oder?

    Hm, vielleicht kann das ja mal jmd deuten. :smile: Ich weiss, es ist nicht wirklich ein Problem. Aber wir möchten natürlich auch dass sie eine vertrauensvolle enge Bindung zu uns hat und uns als ihr Rudel annimmt.

    Hach, macht macht sich als Neuling über alles einen Kopf. :headbash:

    Danke!
    Liebe Grüße
    Chrisi

  • Zitat


    Und jetzt fragen wir uns - liegt das tatsächlich daran, dass wir seit ihrem ersten Tag hier merhmals wie oben beschrieben ohne Aufstand raus sind? Ich will mich ja nicht beschweren, um Gottes Willen. Wir haben ja extra so gehandelt, damit sie kein Problem mit dem Alleinsein entwickelt. Andererseits hatte ich schon den Gedanken, dass es ihr vielleicht irgendwie egal ist, oder sie nicht genug Bindung zu uns hat... Aber dann würde sie vermutlich verunsichert Jammern, Jaulen, oder?

    Hallo und herzlich willkommen im Forum!

    Also, für mich liest sich das so, als hättet ihr doch tatsächlich den Sechser im Lotto rausgepickt ;) Im Grunde genommen macht eure Kleine ja nichts anderes als das, was ihr ihr beigebracht habt... und das ist doch prima! Glaub mir, viele hier im Forum wären bestimmt wahnsinnig froh, wenn es bei denen auch so unstressig ablaufen würde :lol:
    Mit mangelnder Bindung hat das in meinen Augen nichts zu tun, denn sie kommt ja schon mal schauen, was ihr macht, weiß aber, dass es nichts Schlimmes ist, wenn ihr geht! Hoffentlich bleibt das weiterhin so!
    Also macht euch keine Sorgen!
    Viele Grüße,
    Annika

  • Das gibt es tatsächlich, unserer war genauso. Wir konnten das Alleinebleiben noch nicht mal wirklich üben, weil wir vor dem "Ernstfall" nochmal zwei Wochen im Urlaub waren. Er war dann zwar schon einige Wochen älter als Eurer, es hat ihn aber nie gekratzt.

    Zu euphorisch wäre ich aber nicht, es könnte auch noch mal einen Rückschlag geben, wenn ihn während Eurer Abwesenheit irgendwas verunsichert.

  • Welpen ,die von Anfang an und oft auch später als Erwachsene alles easy nehmen gibt es tatsächlich, und das hat in eurem Fall bestimmt nichts mit mangelnder Bindung zu tun. Genau im Gegenteil: WEIL sie sich bei euch schon geborgen fühlt, kann sie solche Situationen ruhig meistern. Sie hat schon das Grundgefühl bekommen, daß ihr wißt, was ihr tut, daß ihr nichts passiert und daß am Ende alles gut wird.

    So einen "selbsterziehenden" Hund hatte ich auch mal, und es stimmt schon: Das SIND die Sechser im Lotto - und wir wünschen euch natürlich, daß es so gut weitergeht!

  • Ihr könnt total beruhigt sein. Meine ist auch noch nicht mal aufgestanden als ich nach kurzer od langer Abwesenheit, nach Hause kam.
    Zeigt ja nur dass der Welpe entspannt mit der Sitaution umgeht ;)

  • Boah, jetzt bin ich aber beruhigt! Ich dachte schon, wir wären dem Hund total schnurz - das wollten wir ja nun auch nicht. :headbash:

    Ich kenne halt NUR Hunde, die völlig ausrasten, wenn man nach Hause kommt.

    Mir fällt aber gerade ein - gestern musste sie mich begleiten (ich betreue manchmal ein behindertes Kind)
    und DA hat sie dann gewinselt wenn sie aufwachte und mich nicht finden konnte, weil ich ein Stockwerk höher kurz nach dem Kind geschaut habe. Da habe ich kurz "Laut" gegeben, dass ich noch da bin und sie war wieder ruhig.
    Vielleicht fühlt sie sich hier Zuhause tatsächlich schon recht sicher. Das wäre ja toll. :rollsmile:

    Sagt mal, was ist denn ein gesundes Mittelmaß zwischen Mitnehmen und Zuhause lassen? Wir nehmen sie momentan viel mit (Freunde, Familie etc.) - natürlich mit ihrer Decke und viel Knabber- und Spielspaß. Die einen sagen "Bloß nicht zu viel rumreisen, das verträgt der Welpe nicht"... und die anderen "Was de jetzt mit ihr unternimmst bleibt hängen und du wirst in solchen Situationen später keine Probleme haben"- :headbash: Ja wat denn nu??

    Liebe Grüße und einen sonnigen Sonntag Euch! :smile:

  • Zitat

    Sagt mal, was ist denn ein gesundes Mittelmaß zwischen Mitnehmen und Zuhause lassen? Wir nehmen sie momentan viel mit (Freunde, Familie etc.) - natürlich mit ihrer Decke und viel Knabber- und Spielspaß. Die einen sagen "Bloß nicht zu viel rumreisen, das verträgt der Welpe nicht"... und die anderen "Was de jetzt mit ihr unternimmst bleibt hängen und du wirst in solchen Situationen später keine Probleme haben"- :headbash: Ja wat denn nu??

    Nun, es ist schon so, daß Welpen viel von ihrer späteren Umgebung kennenlernen sollten, umso gelassener werden sie dann später sein. Allerdings sollte man Welpen nicht überfordern und ihnen die für sie notwendige Ruhe unbedingt zugestehen.

    Wie benimmt sie sich denn, wenn ihr mit ihr woanders seid? Also, ich meine jetzt nicht im Park mit zig Hunden und Spaziergängern sondern vielleicht bei Freunden, wo Ihr Euch vielleicht einfach nur unterhaltet? Liegt sie auf ihrer Decke und kann entspannen? Oder ist sie immer in Hab-Acht-Stellung?

    Behalte einfach immer im Hinterkopf, daß Welpen genauswo wie Babys viel ungestörten Schlaf brauchen und wenn Du das gewährleisten kannst, denke ich, daß Ihr ihr ruhig ein bißchen Abwechslung gönnen könnt.

  • Sie zeigt dir ja wirklich schon ganz deutlich, wie sehr sie sich an dir orientiert, daß ihr deine Nähe Sicherheit gibt und daß sie ein sehr "vernünftiger" kleiner Hund ist: Sobald sie weiß, daß du noch in der Nähe bist, hat sie wieder Ruhe, kann abwarten und wird nicht etwa schrecklich nervös, weil sie nicht sofort in deine Nähe kann.

    Ist doch genial, und da sie so ausgeglichen zu sein scheint, würde ich das mit dem Mitnehmen einfach weiter vorsichtig ausprobieren. Wenn sie dabei gelassen bleibt (nach Welpenmaßstäben!) und auch hinterher zu Hause nicht zu hibbelig oder zu erschöpft ist, ist doch alles gut und sie kann mit der Situation umgehen.

    Maßhalten sollte man bei sowas schon, damit der Zwerg nicht von zu vielen Eindrücken überdreht und genau diese innere Ruhe verliert, aber ich denke, du wirst merken, wann's ihr zuviel wird. Das hat ja bis jetzt auch bestens geklappt!

  • Zitat

    Sie zeigt dir ja wirklich schon ganz deutlich, wie sehr sie sich an dir orientiert, daß ihr deine Nähe Sicherheit gibt und daß sie ein sehr "vernünftiger" kleiner Hund ist: Sobald sie weiß, daß du noch in der Nähe bist, hat sie wieder Ruhe, kann abwarten und wird nicht etwa schrecklich nervös, weil sie nicht sofort in deine Nähe kann.

    Ist doch genial, und da sie so ausgeglichen zu sein scheint, würde ich das mit dem Mitnehmen einfach weiter vorsichtig ausprobieren. Wenn sie dabei gelassen bleibt (nach Welpenmaßstäben!) und auch hinterher zu Hause nicht zu hibbelig oder zu erschöpft ist, ist doch alles gut und sie kann mit der Situation umgehen.

    Maßhalten sollte man bei sowas schon, damit der Zwerg nicht von zu vielen Eindrücken überdreht und genau diese innere Ruhe verliert, aber ich denke, du wirst merken, wann's ihr zuviel wird. Das hat ja bis jetzt auch bestens geklappt!

    Das sehe ich ganz genauso. Der Hund soll ja im ersten Jahr möglichst viel kennenlernen, einfach weil es dann am einfachsten ist. Überfordern darf man ihn aber auch nicht, deshalb - einfach beobachten, er zeigt Euch schon, wenn es ihm zuviel wird.

  • Ich danke Euch! :-)

    Ja, wir achten immer darauf, dass sie dann auch Ruhe bekommt. Wenn wir merken, dass sie nicht "runterkommt", immer wieder aufsteht, kein Nickerchen klappt, gehen wir nach Hause.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag! :-)

    Chrisi

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