Abgeben wegen Umzug ins Ausland?

  • Hallo Leute,

    Ich weiß, es gibt hier bestimmt schon sehr viele Threads zum Thema Abgabe, aber ich wollte einfach mal meine ganz eigene und persönliche Situation beschreiben. Aus dem einfachen Grund: Ich muss mit jemandem darüber sprechen (schreiben ;) ). Vielleicht schaffe ich es so meine Gedanken etwas zu sammeln. Nun zu meiner Geschichte:

    Ich habe seit 6 Monaten einen ca. 2 Jahre alten kastrierten Rüden aus Kroatien. Er ist ein sehr selbstbewusster, dennoch gehorsamer und gut sozialisierter Hund. Ich habe ihn sehr in mein Herz geschlossen. Ich denke er mich auch. Wobei ich dazu sagen muss, er ist kein Schmusehund. Er ist sehr verspielt und lieb aber ist nicht der typische Schmusehund der die ganze Zeit Kontakt sucht. Ich glaube es hat auch mit seiner Vergangenheit zu tun (Strassenhund) und dass er eben ein sehr selbstsicherer Typ ist. Nun ist es so, dass ich aus nicht-vorhersehbaren beruflichen Gründen ins Ausland (Südamerika) ziehen werde und anfangs war es selbstverständlich, dass er mitkommt. Ich habe es vielleicht alles zu leichtsinnig geshen(oder sehe ich jetzt alles zu dramatisch?). Ich muss noch dazu sagen, in dem Haus in dem ich wohnen werde sind schon 3 Hunde (nicht kastrierte Rüden). Nur als ich dann anfing mir wirklich Gedanken zu machen , wie es dort sein wird habe ich regelrecht Angst bekommen. Angst er würde sich nie einleben dort, Angst er würde die Hitze nicht aushalten (er hechelt hier ja schon wie in Irrer wenn es mal 25 Grad hat, was dort "kühl" ist), Angst er würde sich zu Tode streiten mit den 3 nicht-kastrierten Rüden, Angst vor dem stressigen Flug..... Mir bricht es das Herz wenn ich daran denke ihn verlassen zu müssen. Jedes Mal wenn ich ihn ansehe kommen mir die Tränen. Er ist ein super verspielter Hund und er braucht einfach diesen Kontakt zu anderen Hunden. Da die Hundehaltung dort drüben ja nicht so betrieben wird wie hier (viel Auslauf, sozialisierung, Spielen, usw sondern eher nur Hunde im Zwinger) habe ich da schon Angst er wird zu kurz kommen. Und dann kommen noch die 3 anderen Rüden (die auch nicht besonders sozialisiert sind aber auch keine Zwingerhunde sondern tatsächlich auch Haustiere). Es kann natürlich auch sein, dass sie sich alle mögen, aber anderseits rechne ich auch schwer damit, dass dies nicht der Fall sein wird. Denn bis jetzt wars immer: kastriert + unkastriert = im besten Fall aus dem Weg gehen und im schlimmsten Fall Bisswunde am Nacken (meines Hundes wohlbemerkt).
    Nun ja, ich weiß am Ende muss ich die Entscheidung treffen und es ist vielleicht sinnlos so einen Beitrag zu schreiben, aber alleine darüber zu schreiben ist schon gut. Ich möchte hier klarstellen, falls jemand daran denkt er müsse hier eine von diesen Moral-Predikten halten, der kann sich das gleich mal aus dem Kopf schlagen, denn es ist durchaus sehr schwer für mich. :)

    Vielen Dank schonmal auch an die, die es überhaupt geschafft haben bis hierher zu lesen :)

  • Von mir erstmal Respekt, dass du dir ohne jeglichen Egoismus soviele Gedanken machst! Das schaffen nicht viele....

    Tipps, naja wie du schon sagst deine Entscheidung ;)

    Wie lange wärst du denn in Südamerika?
    Musst du unbedingt in dem Haus wohnen?

    EDIT: Frage eins hat sich erledigt, ich würde wohl eine andere Bleibe suchen und den Hund mitnehmen...

  • Ja, das mit dem Haus ist leider die einzige Möglichkeit. In Wohnungen sind Hunde so gut wie immer verboten also fällt das schonmal weg, und ein Haus für mich alleine, das wär schön wenn ich mir das leisten könnte. ;)

  • Ohman, in deiner Haut möchte ich nicht stecken!
    Ich kann dir aber sagen, dass sich dein Hund -egal welche Entscheidung du triffst - in der Regel damit abfinden wird. Hunde sind sehr anpassungsfähig, was ja seine Vorgeschichte und jetzige Situation sachon belegt. Für ihn hat bei dir auch eine ganz andere Welt begonnen. Hunde leben, im Gegensatz zu uns im hier und jetzt. Er würde sich also auch an neue Menschen gewöhnen.
    Wie würde das Leben für den Hund in Südamerika aussehen? WievielZeit kannst du ihm wittmen? Denke auch dran, dass auch du dich erst eingewöhnen musst. Da du dort beruflich hingehst wirst du evtl anfangs mehr Zeit mit Beruf, wohnen etc verbringen. Hast du dann noch genug Zeit? Der Flug ist natürlich auch nicht ohne. Wie sind die Einreisebestimmungen?

    Ganz ehrlich, ich denke ich würde den Hund eher hier lassen. Ich würde versuchen hier wirklich nette Menschen zu finden, die zu diesem Hund passen. Klingt hart, aber wahrscheinlich wirst DU ihn mehr vermissen als er dich!
    Gibt es niemanden, der ich übernehmen könnte? Ihn einem Bekannten zu überlassen, wo ich weiß, dass es ihm gut geht, würde mir schon sehr helfen.

  • @Yvonne&Bobby:

    Da hast du eben Recht. Ich werde ihn sicher mehr vermissen als er mich. Vielleicht tut das ja auch so weh. :P
    Ich denke das schwierigste wird sein, die richtigen Leute zu finden. Denn mir ist es wichtig, dass er unter Hunden ist. Am besten wäre eben jemand mit Hund. Da muss es natürlich auch wieder passen. usw usw

  • Was genau heißt "in dem Haus in dem ich wohnen werde sind schon 3 Hunde"?
    Du wirst doch bestimmt eine eigene Wohnung haben oder muss ich mir das wie in einer WG vorstellen? :grübel:
    Ich mein, auch in einem Mehrparteien-Haus hierzulande gibt es oft mehrere Hunde, die sich nicht leiden können.

    Ein Flug ist natürlich anstrengend, aber ich denke, er ist zu verkraften.

    Wirklich helfen kann ich dir auch nicht. Wie viel Zeit hättest du denn täglich für den Hund? Oder könntest du hier ein schönes Plätzchen bei Bekannten finden?

  • Ja du kannst es dir wie eine WG vorstellen :) Und es ist kein Mehrparteien-Haus. Es ist ein normales Haus mit einem Garten.

    Und danke, ich will eigentlich auch nicht dass mir "geholfen" wird sondern ich möchte die Meinungen hören damit ich mich vielleicht etwas sammeln kann und das ganze objektiver betrachten kann.

    Ein Platz bei Bekannten wäre schön aber da käme nur eine Person in Frage und die werde ich nächste Woche fragen. Sie hat schon 2 Hunde und leider muss ich auch damit rechnen dass ihr noch einer zuviel ist. Sie wäre nämlich echt super.

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