Das endlose Thema: Hund alleine lassen

  • Hey,

    Meine Maus ist mit fast 3 Jahren zu mir gekommen, vor 1 Monat. Sie war also schon ein gutes Stück älter, als euer Kleiner.
    Aber sie ist mir in den ersten Tagen nicht von der Seite gewichen. Sie musste überall und ich meine überall dabei sein! Mit aufs Klo, mit duschen, für jede noch so kleine Kleinigkeit mit die Treppe rauf und runter laufen, egal wie anstrengend das auf 3 Beinen ist.
    Sie hat am Anfang trotz Anstrengung darauf bestanden, bei mir zu schlafen und ich habe sie gelassen.
    Nach etwa 1-2 Wochen ist es "besser" geworden. Sie läuft nicht mehr jede Treppe mit rauf und runter. Nach 3 Wochen hat sie angefangen unten zu schlafen, weil es ihr oben zu heiß war und mir nicht mehr nachzulaufen, nur weil ich aufs Klo gehe.
    Mittlerweile kann sie alleine im Garten liegen, obwohl ich drinnen bin, ich kann sie eine Stunde allein lassen, obwohl ich anfangs nicht mal die Tür zu machen konnte zwischen uns.

    Ich will nur sagen...das braucht Zeit (wie so viele vor mir schon).
    Wenn das Hundi Vertrauen zu euch gefasst hat und weiß, dass ihr IMMER wieder kommt (also nach 1 Sekunde, nach 2, nach 3, blablabla), dann wird er auch keine Probleme mehr damit haben zu lernen, mal ein paar Stunden alleine zu sein.

    Wegen dem Schweineohr. Ich hab das anfangs auch gemacht, aber Fini bekommt eher Panik, wenn sie abgelenkt ist und ich plötzlich weg bin. Sie weiß lieber, dass ich gehe und dass ich wieder komme. Wenn ich einfach so verschwunden bin, rennt sie total ängstlich auf und ab und sucht mich überall. Sieht sie wie ich rausgehe, bleibt sie ruhig liegen und döst bis ich wieder komme.

  • Danke Orgegano :-) Das macht mir Mut, dass wir es doch noch hinkriegen.
    Also er ist dabei recht ruhig geblieben, hat sogar noch dran gedacht sein Schweineohr mitzuschleppen. Aber er bekommt so etwas ja eh nur selten. Mit den Milchzähnen sollen sie ja nicht so viel hartes kauen (wobei schon ein richtiger Zahn rauskommt, wenn ich das heute richtig gesehen habe)

    Also heute war es schon viel, viel besser als sonst. Er ist zwar immer noch sehr anhänglich, aber ich habe es wirklich mal 2 Stunden durchgezogen, dass ich von Raum zu Raum gehe (hab nebenbei geputzt, dabei rennt man ja sowieso viel rum). Und siehe da, es hat geklappt, obwohl ich schon fast am verzweifeln war :-) Er hat sich zwischenzeitlich in den Flur gelegt, wo er mich dann in 2 Räumen gleichzeitig beobachten konnte und am Ende war er glaub ich einfach nurnoch genervt und hat sich in die Küche gelegt. Ich bin dann irgendwann hin, weil ich mit ihm spazieren gehen wollte und er hat nicht eine Miene verzogen. Ich konnte weggehen und er ist liegen geblieben :rollsmile:

    Inzwischen rennt er mir nicht mehr ständig sofort hinterher, sondern guckt erstmal wohin ich gehe und folgt dann erst kurze Zeit später. Und er legt sich auch von alleine mal von mir weg, also in einen anderen Raum.

    Und als wir heute im Hof mit seinem Ball gespielt haben, wollte ich mit ihm reingehen. Monsieur wollte aber partout draußen bleiben. Als ich dann aber doch drinnen war, musste er natürlich doch schnell hinterher ;-)

    Ich hatte anfangs ja wirklich Panik, aber ich sehe, dass er Tag für Tag ruhiger wird und wenn er weiter so gute Fortschritte macht, könnten wir es vielleicht doch schon ganz bald schaffen *hoff*

    Er macht natürlich noch Theater, wenn jemand von uns die Haustür rausgeht (obwohl der andere drinenn bleibt), aber er sieht ja, dass derjenige auch immer wieder kommt. Problematisch ist nur, dass er versucht mit rauszukommen und ihn so immer einer von uns festhalten muss. Wir wohnen an einer stark befahren Straße am Ortsausgang, wo viel und gerne gerast wird. Wie bekommen wir das denn raus?

  • Zitat

    Danke Orgegano :-)
    Problematisch ist nur, dass er versucht mit rauszukommen und ihn so immer einer von uns festhalten muss. Wir wohnen an einer stark befahren Straße am Ortsausgang, wo viel und gerne gerast wird. Wie bekommen wir das denn raus?

    Innerhalb von 24h macht ihr schon verdächtig gute Fortschritte :D
    Supi!
    Ruhig bleiben, das wird schon noch.
    Du machst das klasse.
    Ihr schafft das schon.

    Zu dem Punkt oben:
    Das wird nicht so schnell funktionieren, also müsst ihr zunächst aufpassen.
    Später (jetzt nicht zu viel beibringen, ein junger Hund wird schnell überfordert, der gerade eingezogen ist), müsst ihr ihm die Tür als Tabu erklären:
    Mit "bleib" oder "nein" arbeiten.
    Nur jetzt noch nicht.

    https://www.dogforum.de/bring-deinem-h…bei-t61351.html

  • Danke Schweizer :-) Dein Tipp war wirklich gut.
    So bringe ich ihn ja dazu, dass er mir nicht mehr ständig hinterher rennt und auch mal liegen bleibt. Das alleine lassen übe ich aber so, wie vorher schon beschrieben oder?

    Auf "Nein" reagiert er bei manchen Sachen sowieso schon recht gut. Er bettelt auch beim essen nicht. Es wird einmal "Nein" gesagt und dann legt er sich meist hin und gibt Ruhe. Sitz klappt auch, das konnte er wohl vorher schon ganz gut. An der Leine zieht er zum Glück auch nicht so extrem, es sei denn, er versucht wieder Mücken zu fangen :lol: Wenn er beim spazierengehen Radfahrer oder Spaziergänger anbellen will, versuche ich ihn abzulenken, indem ich mit ihm spreche oder spiele. So ist er auf mich konzentriert. Hoffe das ist richtig so. Andere Hunde darf er beschnuppern, wenn der Besitzer es erlaubt.

    Ich finde es schwierig die Prioritäten, was wir nun beibringen bzw. unterbinden, richtig zu setzen, denn ich will ja nicht zu viel von ihm abverlangen.

  • So, ich berichte mal wieder ein bisschen:

    In der Wohnung klappt es inzwischen den Umständen entsprechend gut. Heißt: Ich kann in einen Raum gehen und die Türe sogar schließen und dort einige Minuten bleiben. Er junkt wenn es hochkommt mal, aber legt sich dann vor die Türe. Oder fängt an Unsinn zu machen, weiß nicht ob das aus dem Trotz heraus alleine zu sein passiert oder an seinem Fressverhalten liegt. Den Mülleimer räumt er leer und das Katzenfutter holt er sich von der Küchenzeile :???: Aber immerhin scheint er verstanden zu haben, dass wir immer wieder kommen, wenn wir uns innerhalb der Wohnung bewegen. Jetzt muss er das nur noch kapieren, dass es beim rausgehen aus der Haustüre nicht viel anders ist.

    Wenn wir mit ihm Auto fahren und einer von uns kurz irgendwo reinspringt (Bank, Supermarkt etc), bleibt der andere im Auto. Dort wird dann ausgestiegen, ums Auto herumgegangen, mal ein, zwei Meter davon weg, eingestiegen usw. Sieht echt ulkig aus :hust:

    Was mir nur ein wenig Sorge bereitet ist, dass er wirklich auf mich fixiert ist ohne Ende. Mein Freund gibt ihm ein Kommando, Hund reagiert manchmal gut, manchmal aber auch verzögert oder gar nicht. Gebe ich dann das kommando macht er es. Oder gestern: Mein Freund hatte ihn an der Leine und ich bin nur kurz um die Ecke gegangen um etwas zu holen, da hat er einen Aufstand gemacht, vom Feinsten. Gejunkt, gebellt, alles versucht um hinter mir herzurennen...furchtbar, das tat mir in der Seele weh, aber er muss es ja lernen. Ich ignoriere ihn ja meist schon, wenn mein Freund sich grad mit ihm beschäftigt, weil es ja unser Hund ist und er genauso gut auf ihn hören muss. Und mein Freund tut mir ja natürlich auch Leid, er freut sich genauso über einen Hund wie ich. Wir gehen beide mit ihm spazieren, beschäftigen uns mit ihm, schimpfen beide mal, wenns angebracht ist...trotzdem hängt er an mir wie eine Klette. Schmeichelt natürlich, aber mir wär's lieber, wenn er nicht zu stark nur auf mich fixiert ist.

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