total verunsichert(mensch)

  • Hallo !

    Ich kann euch gut verstehen. Unsere Hündin war schon immer total unsicher. Sie war (und ist es immernoch) mit vielem überfordert, was für andere Hunde vollkommen normal ist. In die Stadt zu gehen? Mal einfach so in ein neues Gassigebiet zu fahren? Das war nicht möglich. Bei uns kam noch dazu, dass Laska uns nicht wirklich vertraut hat und in solchen Situationen auch überhaupt nicht ansprechbar war weil sie meinte alles abscannen zu müssen. Oft waren wir wirklich kurz vorm verzweifeln. Aber so wie sich das bei euch liest, habt ihr damit anscheind kein Problem :gut:
    Vor mir schrieb jemand "Macht mal Urlaub" und genau das kann ich dir nur empfehlen. Wir sind Anfang des Jahres umgezogen und haben diesen Umzug für einen Neuanfang genutzt. Die ersten 3-4 Wochen in der neuen Wohnung haben wir absolut nichts mit ihr gemacht was sie in irgendeiner Weise stressen könnte. Sie sollte sich erstmal neu orientieren und vollkommen runterfahren. Und was soll ich sagen? Unser Hund, mit dem wir vorher jeden Tag lage spazieren waren und viel gearbeitet haben, hat plötzlich den ganzen Tag geschlafen, ohne irgendetwas zu "tun". Wir hatten das erste Mal das Gefühl, dass sie mal alles von sich abfallen gelassen hat. Und genau das gleiche konnten wir auch. Danach haben wir wieder langsam angefangen. Sind jeden Tag in neues Gebiet gefahren, wenn auch nur für 10-15 Minuten. Wir sind noch lange nicht am Ende des "Alltagstrainings" und es gibt immer wieder Rückschritte aber alles in allem ist Laska heute wesentlich relaxter, vertraut uns viel mehr und führt ein viel stressfreieres Leben. Und genau das war unser Ziel.
    Die Probleme die du mit deinem Hund hast, sind nicht die gleichen, ich wollte dir einfach nur mal zeigen was so ein "bisschen" Ruhe von beiden Seiten alles bewirken kann.
    Ich wünsche euch ganz viel Erfolg und lasst euch nicht unter Druck setzen =)

  • Hallo,

    kennst Du das Buch "Der Hyperaktive Hund"? Ich denke, das würde sich für Euch echt lohnen! :gut:
    In dem Buch gibts einen ganzen Teil, der sich nur um "zur Ruhe kommen" dreht und u.a. konditionierte Entspannung, Boxen- und Deckentraining, Tie-Down und Picknickübung beschreibt.

    Ich hoffe, dass sich für Euch noch alles zum Guten wendet!

  • hab grad mal nach dem buch gegoggelt.
    mal schauen ob ich es hier in der bücherei leihen kann,sonst werde ich es mir bestellen.

    dann hab ich gerade eben einen erneuten termin beim trainer gamcht,allerdings erst mitte oktober einen beommen.

    nach dem telefonat zu urteilen scheinen wir doch ganz gut davor zu sein.bis eben auf sam seine unruhe.da soll auch noch einmal die tierärzutin draufschauen ob vielleicht doch noch was vorliegt was bisher übersehen wurde..
    wahrscheinlich werden wir wohl noch einen tierarzt dazuziehen der verhaltenstherapeut für tiere ist.

    bis dahin ist jetzt vorläufig ruhe angesagt,immer wieder pausen ,unterwegs wie auch zuhause.keine hektischen tobereien u. ballspiele(hatte wir ja schon abgestellt)

    lg kirsten

  • ich kann mir dem Post von lotuslise nur anschliessen, ich habe das Gefühl, du machst und trainierst zuviel! Impulskontrollübungen sind wichtig, aber sie stressen - besonders bei erhöhter Ablenkung - den Hund ungemein, und der Hund braucht dann wieder ein Ventil, um den Stress abzubauen. Es kann also kontraproduktiv für das zur Ruhe bringen sein, wenn du es da übertreibst. Mach nur einfache Übungen dieser Art täglich (etwa warten an einer offenen Türe), und solche mit Bällen nur 1-2x pro Woche.

    Das erwähnte Buch würde ich auch empfehlen, habe es eben erhalten, denke, dass es für dich sehr hilfreich sein könnte.

  • Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, mach mal Pause :sleep:
    Wenn ich dich richtig verstanden hab, orientiert er sich mehr an dir als an deinem Mann, oder? Daher solltest du der Fels in der Brandung sein. Das allein wird Sam schon etwas mehr Sicherheit geben, er traut dir dann zu die Situation zu klären und dich/ euch zu schützen, falls nötig.

    Aber was mich auf deutsch gesagt so richtig ankotzt ist dieser Asi-Trainer! Mal echt, nur weil der nach dem Rütter- Prinzip trainiert, darf der sich noch lange nicht die Frechheit rausnehmen und dich verunsichern, nach dem Motto "wenn ich keinen Vortschritt seh, schmeiß ich euch vom Platz, es wollen ja genug Kohle in meinen Rachen werfen"
    Klingt für mich, als suche er sich nur die Rosinen raus und als er erkannt hat das Sam mal wirklich Einsatz verlangt, hat er sich so aus den Affaire gezogen.

    Das mit den Bachblüten find ich garnicht so verkehrt, und das du zu einem Doc gehen willst, der auch was vom Verhalten versteht finde ich eine gute Idee! Erklär ihm die ganze Sache und frag mal, ob er eine Huschu oder einen Verein empfehlen kann, falls er nicht sogar selber Hilfe bieten kann.

    Ich würde mich freuen, wenn du uns auch weiterhin auf den neuesten Stand bringst.

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