Meinem Hund fehlt der Wille zum Gehorsam
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Wir haben Fiete jetzt seit einem Jahr und ich sehe so langsam aber sicher unseren Trainingserfolg, obwohl ich vom ersten Tag mit ihm gearbeitet habe. An der Leine wurde ich auch komplett ignoriert, wenn Karnickel oder Rehe auftauchten und Fiete nicht an der Leine war, war er weg. Da half kein Rufen, kein Leckerchen-Wedeln - nix!
Ich bin dann konsequent dazu übergegangen, auf den "Spaziergängen" mit ihm zu "jagen", will heißen, ich habe Dummies, Leckerchen, meinen Autoschlüssel o. ä. fallen gelassen, im Wald versteckt und bin dann zusammen mit ihm suchen (= jagen) gegangen. Wenn er sich zu mir umgedreht hat, dann gab es gleich eine tolle Party, die Leckerchen flogen in die entgegengesetzte Richtung oder wir haben ein Zergelspiel mit Leine oder Dummy (sein "Jackpot") gemacht, wenn er etwas ganz toll gemacht hat. Ich habe Leckerchen vor mir auf den Boden geschmissen, bin im Körper ganz steif geworden, habe "angezeigt" und geschnüffelt (okay, sollte man nur in Gebieten machen, wo nicht viele Leute rumlaufen, sonst wird man weggefangen
) und war damit praktisch die tolle Jägerin, die die Beute entdeckt hat 
Ich fange jetzt so langsam damit an, mit Dummies zu arbeiten, wobei ich das Buch "Dummytraining Schritt für Schritt: Apportieren leicht gemacht"
empfehlen kann. Das kann ich auch auf den Spaziergängen üben und habe die Aufmerksamkeit von meinem Hund. Er hat eine Aufgabe zu erfüllen und mir macht es Spaß, die Fortschritte zu sehen.Mach die Spaziergänge mit Deinem Hund zu einem Happening! Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Fiete nur dann voll jagdlich orientiert ist, wenn ich nur in der Gegen rumdrömel. Wenn ich aber mit ihm arbeite oder mit ihm Spaß habe, dann bin ich interessanter. Der Rückruf klappt wesentlich besser, Fiete ist insgemat aufmerksamer, dreht sich häufiger zu mir um, denn er könnte ja was verpassen

Du sollst Dich um Gottes Willen nicht anbiedern und dem Hund mit dem Spaß hinterherrennen aber wenn der Hund seine Aufmerksamkeit auf Dich richtet (am Anfang evtl. auch nur "zufällig"), solltest Du immer was haben, was Du ihm bieten kannst und bei dem ihr beide Spaß habt.
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13. Juli 2011 um 22:30
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Meinem Hund fehlt der Wille zum Gehorsam - Vor einem Moment
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hallo, ich bin neu im forum und möchte mich diesem thema gleich anschließen.
hab eine 10 monate alte pitbull mischlingshündin, die die grundkommandos super beherrscht. seit ca. einem monat ist sie aber in einer sehr störrischen phase, in der sie vor allem das kommando "hier" bzw. "komm" anscheinend nicht mehr kennt. ich bin täglich mit ihr am training mit der schleppleine, wo alles super funktioniert. aber sobald sie in "freier wildbahn" und praktisch nicht angeleint ist, hört sie einfach nicht mehr. sie macht sich sogar bewusst den spaß daraus wegzulaufen.
ich ignorier sie dann meistens, wenn sie auf das kommando nicht gleich hört, dreh ihr den rücken zu und gehe in die andere richtung, was auch meistens funktioniert. ich möchte aber, dass sie in jeder situation auf das kommando "hier" sofort da ist und weiß im moment nicht, was ich außer dem SL-training noch machen kann?
bin für jeden tipp sehr dankbar!! -
Schleppleine dranlassen und mit der Zeit Stueck fuer Stueck kuerzen- aber nicht immer "Leine ran, Leine ab"
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das heisst ich soll sie im moment gar nicht frei laufen lassen?
auch nicht zum spielen auf der hundewiese? das bricht mir fast das herz
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Zitat
das heisst ich soll sie im moment gar nicht frei laufen lassen?
auch nicht zum spielen auf der hundewiese? das bricht mir fast das herz
Meine Devise ist: Alles, was mir gefällt ist erlaubt. Alles, was mir nicht gefällt, ist verboten. Aber ALLES was ich erlaube, MUSS ich verbieten können.
Denn sonst ist der Hund unter Umständen in Lebensgefahr. Es ist meine Aufgabe, ihm alles verbieten zu können, um es erlauben zu können. Wenn die Hunde auf der anderen Straßenseite spielen muss ich ihm sagen können, dass er das jetzt nicht darf. Denn er versteht die Gefahr der Straße nicht. Ich muss ihm die Fleischwurst auf dem Boden verbieten können, denn es könnte Gift sein. Ich muss ihm den Wunsch zum anderen Hund zu gehen verbieten können, denn der könnte beißen und ein junger Hund erkennt das noch nicht. (Und ich finde nicht, dass die das "lernen müssen" weil sie soetwas erleben.
Wenn mein Hund gelernt hat, zu verzichten und mit dem Frust umzugehen, kann ich ihm alle Freiheiten und alle Freude gönnen. Und zwar von Herzen. Ich liebe es, wenn mein Hund Freude hat.
Aber das ist so meine persönliche Sicht der Dinge.
Edit: Draußen würde ich beim Spielen eine längere leichte Schleppleine dran lassen, um sie abgreifen zu können, wenn sie sich nicht stoppen lässt.
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Ich erkenne mich in deinem Eingangsposting wieder, denn bei uns ist es teilweise auch so und ich habe einen Schäferhund, am Will to Please liegt es also nicht immer.
Vielleicht liegt es ja wie bei mir daran, dass du für den Hund nicht klar genug bist. Sprich er weiß nicht genau, was er eigentlich darf bzw. was du momentan von ihm willst. Willst du das er herkommt, willst du, dass er nicht jagen geht, soll er dich angucken oder darf er schnüffeln, aber eben nicht abhauen?So wie Hummel schon schreibt, Hunde brauchen anscheinend ganz klare Rahmen, und dazu gehören Verbote und Erlaubtes gleichermaßen.
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ich sehe und halte es übrigens genau so wie Hummel

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Meine Große (spanischer Mischling) ist etwas länger als ein Jahr hier, und vom Wesen her absolut ähnlich. Sie hat AmStaff und Beagle mit drin (laut DNA-Test) und ist draußen auch super selbständig, hat einen extremen Jagdtrieb usw.
Ich bin jetzt nicht gerade der Typ dafür, während der kompletten Gassirunden ein Hundebespaßungsprogramm aufzustellen, daher bleibts beim normalen Gassi. Außer mal Leckerchen suchen oder über den Graben springen, um die Fleischwurst zu jagen, die da drüber fliegt
, machen wir nicht viel. Meine Große jagt auch leidenschaftlich Mäuse, liebt es, im Bach zu planschen, und ist trotz fehlendem Animationsprogramm ein zufriedener Hund. Sie ist happy beim Gassilaufen.Was soll ich sagen? Obwohl ich wenig mit meiner Maus gearbeitet habe, haben sich viele Probleme verbessert oder sogar aufgelöst. Leinenaggression hat sie gar keine mehr, sie ist ein super verträglicher Hund geworden, wenn es um andere Hunde geht.
Sie zieht nicht mehr zu Katzen hin, wenn sie an der Leine ist, lässt sich zumindest inzwischen beim Vögeljagen zurück rufen. Es geht langsam voran, aber es geht voran - und das ganz ohne Arbeit.
Unsere Bindung zueinander hat sich auch absolut verbessert ... Sie bleibt z.B. nicht mehr im Garten, wenn ich ins Haus gehe, sondern kommt sofort hinterher. Sie versucht auch nicht mehr, auszubüchsen.
Will-to-please konnte ich bislang nicht wirklich bei ihr entdecken. Vieles geht nur gegen Bestechung (Leckerchen) .... Aber ... wenn ich dann doch mal schimpfe, ist es für sie total schlimm, und sie weicht mir dann die ganze Nacht nicht von der Seite. Dann "schleimt sie sich total ein" ... irgendwo, denke ich mir das dann immer, ist das auch eine Art von "will-to-please".
Meine Meinung ist: Man kann es auch langsam angehen lassen. Vieles gibt sich mit der Zeit von selbst.
Entspannter Mensch = entspannter Hund.Meine Große läuft auch an der Schleppleine, da sie sonst nicht nur jagt, sondern auch mal kurz herumstreunt. Auspowern könnte sie sich theoretisch im großen Garten ... macht sie aber auch nur noch selten. Sie macht einen rundum zufriedenen Eindruck.
Wenn wir auf "fremden Wegen" laufen und noch andere Hunde dabei sind, bleibt sie beim Rudel, da darf sie dann auch mal frei laufen.Mein Hund ist super zufrieden, ich bin es auch ...
Ich habe für mich akzeptiert, dass meine Große nie so perfekt "gehorchen" wird, wie ein Hund mit will-to-please. Bei meiner Kleinen z.B. gibt es überhaupt kein Problem, sie hört super.
Für mich ist es das Wichtigste, dass meine Hunde superlieb und vorsichtig mit den Kindern und allen anderen Menschen umgehen. Dafür bin ich absolut dankbar, dass ich in dieser Beziehung so absolut umgänglich Hunde habe, die keine Aggressionen zeigen, keinen Futterneid, und jeden Menschen lieben.
Der Rest wird sich auch noch geben ... zumindest mehr oder weniger.

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ich glaube, dass es bei meiner nicht daran liegt, dass sie nicht versteht was ich von ihr will, weil sie das kommando an der SL ja immer brav befolgt.
ich habe bei mir noch die erfahrung gemacht, dass in gebieten, wo sie noch nicht war bzw. sich nicht auskennt (z.B. im Wald oder bei neuen Spaziergangrouten) sehr wohl gut hört und sich immer im umkreis von mir aufhält.
wenn wir aber in "gewohnten" umgebungen unterwegs sind (hundewiese, garten meiner eltern, der nicht eingezäunt ist etc.), dann büchst sie aus oder rennt davon und da kann ich rufen was ich will.
ich höre im moment sehr oft, dass phoebe in der pubertät ist und ich hier sehr sehr konsequent sein muss, das bin ich auch, aber was soll ich tun, wenn sie einfach nicht zurückkommt und es so wirkt als würde sie sich auch noch einen spass daraus machen. (klingt jetzt vielleicht doof)
phoebe muss richtig ausgepowert werden und das kann sie am besten beim spielen mit anderen hunden. deshalb fällt es mir schwer sie ab sofort nur mehr an die schleppleine zu lassen, weil sie das spielen mit den anderen so dringend braucht.

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Zitat
ich höre im moment sehr oft, dass phoebe in der pubertät ist und ich hier sehr sehr konsequent sein muss, das bin ich auch, aber was soll ich tun, wenn sie einfach nicht zurückkommt und es so wirkt als würde sie sich auch noch einen spass daraus machen. (klingt jetzt vielleicht doof)
phoebe muss richtig ausgepowert werden und das kann sie am besten beim spielen mit anderen hunden. deshalb fällt es mir schwer sie ab sofort nur mehr an die schleppleine zu lassen, weil sie das spielen mit den anderen so dringend braucht.

Hunde lernen das, was sie tun und was für sie einen gefühlten Erfolg darstellt, wird wiederholt.
Wenn du deinen Hund diese Strategie ausarbeiten lässt, bringst du es ihr bei. Mit jedem Mal sitzt es fester und kann noch ausgearbeitet werden. Wenn du es unterbindest, nicht.
Klar macht es Spaß denjenigen, der einen bewachen soll auszutricksen. Macht es Kindern doch auch.
Du musst nur wissen, was du ihr beibringen willst und das dann auch durchziehen.
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