Wie Hund starkes Ziehen abgewöhnen?

  • Hallo, ihr Lieben!

    Ich habe keinen eigenen Hund, aber ein eigener Hund wäre einer meiner größten Wünsche. So war ich heute im Tierheim, um mit einem Hund spazieren zu gehen.

    Ich habe mich dann für einen ca. 1 jährigen schwarzen relativ großen Schnauzer-Mix entschieden. Ein Hund, in den sich die meisten wohl nicht auf den 1. Blick verlieben würden. Ein sehr liebes Tier, aber auch sehr temperamentvoll. Er wurde im Juni herrenlos aufgefunden.

    Er hörte beim Spaziergang nicht wirklich auf mich, aber gut, er hat ja auch keine Bindung oder Vertrauen zu mir. Er zog stattdessen fast ununterbrochen an der Leine und hetzte nach vorn. Zwischendurch zog er mal nach links oder rechts oder lief im Kreis um mich herum. Durch den permanenten Zug ist er am Hals bestimmt schon vollkommen abgestumpft (er trägt ein einfaches Halsband). Wäre es mein eigener Hund, würde ich sofort die Hundeschule mit ihm besuchen und ihm ein vernünftiges Geschirr anlegen.

    Ich würde den Rüden in Zukunft gern häufiger im Tierheim besuchen und mit ihm spazieren gehen :herzen3:
    Aber durch das dauerhafte Gezerre und nach vorn "Gehetze" ist der Spaziergang für uns beide ja wenig entspannend und ein einziger Kraftakt. Wie könnte man ihm das abgewöhnen? Zumindest versuchen?

    Liebe Grüße :smile:

  • Also ich habe das bei meiner alten Hündin nur mit viel viel viiiiiel Konsequenz geschafft. Kaum hat sie gezogen: stehen geblieben, gewartet bis die Leine wieder locker hing, weitergehen. Und das jedes Mal. Ist wirklich ein Gedulsspiel! Bei uns hat es so funktioniert. Ob es aber bei euch auch funktioniert, wage ich zu bezweifeln, da das ja noch ein TH Hund ist und somit viele verschiedene Menschen mit ihm Gassi gehen. Ich glaube, da fehlt einfach die Konsequenz. Aber probieren kannst du es ja mal. Ist aber nichts für ungeduldige Menschen. Aber bestimmt haben andere hier auch noch viele weitere Ideen :)

  • Hallo,
    vielleicht kannst du mal mit einem Trainer quatschen was du da machen kannst, der dir das an einem anderen Hund mal zeigt, weil das ja schon wichtig wäre und du dich ja anscheinend auch schon für den Hund entschieden hast.
    So kannst du dir auch schon mal eine Hundeschule ausgucken.
    Anfangs haben wir auch die Stehenbleib-Methode genommen, aber auch Richtungswechsel sind durchaus sinnvoll. Zieht der Hund zu stark, an der Leine zupfen und umdrehen. Du kannst auch im rechten Winkel vom Hund weglaufen.
    Grunsätzlich solltest du erst mal aufpassen, dass der Hund nicht vor die läuft, so kann er ja gar nicht auf dich achten. Also entweder schräg hinter dir und max. neben dir und wenn er überholen will im rechten Winkel weg, oder Ausfallschritt und so dem Hund vorraus sein.
    Schau doch mal hier im Forum unter dem Thema Leinenführigkeit da gibts sicher die richtigen Tipps für euch.

  • Vielen Dank schon mal für eure Antworten :smile:
    Ich würde ihm sofort eine echte Chance geben und ihn zu mir holen. Habe als Studentin im Moment auch relativ viel Zeit, aber das ändert sich ja nach meinem Studium auch und dann werde ich Vollzeit tätig sein und höchstwahrscheinlich auch die Stadt wechseln (und auf der Suche nach einer Mietwohnung sein). Mir ist einfach wichtig, dass auch die Umstände passen und so lange ich das nicht absehen kann, kann ich mir leider auch keinen Hund zulegen. So vernünftig bin ich doch ;)

    Also kann ich den Süßen nur im TH besuchen und spazieren führen und wenn es bei mir mal soweit sein sollte und die Hundeanschaffung konkret werden sollte, ist dieser Schnauzer-Mix sicher schon vermittelt.

    Naja, vielleicht hört er ja auch besser auf mich, wenn ich ihn öfter besucht habe und er mich besser kennt.

  • Das Problem bei einem TH-Hund ist ja, dass er überhaupt nicht ausgelastet ist. Zudem mutmaßlich überhaupt nicht an die Leine gewöhnt, wahrscheinlich keinerlei Erziehung uswusf. Was Du konkret tun könntest, wenn es sowas bei Dir in der Nähe gibt, ihn in einem gut eingezäunten Bereich erstmal losmachen und "auspowern" lassen. Vermutlich rennt er von ganz allein wie ein Wilder herum, Ballspiele o.ä. würde ich eher unterlassen, weil ihn das noch mehr "aufpushen" könnte, lieber selbst mit ihm rumrennen. Wobei ein Ball/Stöckchen wiederum ein starkes Argument sein könnte, seine Aufmerksamkeit auf Dich zu lenken. Und das würde ich immer mit einem Geräusch verbinden.

    Dann in der Tasche nach Absprache mit dem TH irgendwelche Leckerlies, da reicht sicher ein einfaches Trockenfutter und wenn er zieht, halten und ignorieren, eher umdrehen und gehen. Hört er auf - ein Leckerlie und z.B. einen Schmatzlaut. So, dass Du "spannender" als die Umwelt wirst. Im Optimalfall hört er dann auch ohne Leckerlie/Ball/Stöckchen auf den Schmatzlaut. Auf keinen Fall den Hund vollplappern. Aber wie LisaSaar schon schrieb, sowas ist ein Geduldsspiel und wird eher weniger bringen, wenn man das einmalig oder 1x die Woche macht.

    Grundsätzlich würde ich mir darum aber keinerlei Sorgen machen, vernünftig an der Leine zu gehen kann man jedem Hund recht schnell beibringen, wenn man ihn ständig führt und dabei konsequent ist.

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