Aggression seit Zweithund da

  • Hi Corinna,

    ich wunder mich selbst ja schon ein bissl, dass es bisher nicht "geknallt" hat... paula ist sehr selbstbewusst, aber lässt carl gewähren.. je nach lust und laune knabbern beide an einem knochen, bzw, sie lässt carl mit an ihren dran....

    und nein, ich würde mich nicht einmischen, jedenfalls so lange es "nicht blutig" wird.... oder wäre das falsch?

  • Kann das ganze nicht vielleicht auch was mit "hüten" zu tun haben, dass sie versucht andere Hunde von "ihrem" Carl fern zu halten?
    Bin leider nicht so der Hütehundexperte, ist nur ein Gedanke!

  • Schutztrieb? Ich hätte drauf getippt, dass sie den Kleinen schützt. Und dass sie - da Einzelkind-verwöhnt - da meint, zu viel zu regeln zu haben, für ihr "Junges", was eigentlich Deine Rolle wäre?

    Nur aus dem Bauch heraus und laienhaft.

    LG

  • aber würde sie das dann nicht auch auf der wiese zeigen? ich meine, wenn die hunde frei laufen und toben und andere kommen, interessiert sie das null.... selbst wenn Carl wirklich mal unter einem liegt, weil er es "in seinem jugendlichen leichtsinn" etwas übertrieben hat (kam bis jetzt nur zwei mal vor), guckt sie noch net einmal... :???: sonst wäre das einen schöneerklärung mit einem doch recht simplen ansatz zum training.., aber irgendwie...

  • In deinem Eingangspost steht doch, dass es auf der Wiese passiert ist, dass sie einem "Freund" die Zähne ins Fleisch gehauen hat, oder? :???:

    Vielleicht beschreibst du nochmal ganz genau in welchen Situationen das Ganze passiert.

  • okay, da habe ich wohl ein bissl zu wenig hintergrundinfos gegeben...
    Situationen in denen Paula „ausgetickt ist“:
    Vor circa einem Jahr – da war Paula noch allein – ist sie einmal auf Louis los gegangen, der Hund einer Bekannten, aber mehr als gequicke und gejaule war nichts, aber es gab keinen ersichtlichen Grund, danach war aber auch alles geklärt, sogar zusammen Auto fahren kein Problem!
    Vor vier Wochen ist Paula wieder auf Louis drauf, das war allerdings die Situation, dass Paula vorn links gelahmt hat, ich hab ihr Bein abgetastet und im gleichen Augenblick wollte sie es wegziehen – schmerzreiz – und Louis stand leider im Weg und hat es abbekommen.
    Vor zwei Wochen hatten wir dann Louis wieder getroffen, er hatte wohl Angst, machte einen Bogen um Paula und die hat das als Chance gewittert, zack, drauf und Innenschenkelseite aufgerissen, weil sie zugebissen hat.
    Vor einer Woche hatte ich die Nachbarshündin getroffen, Luna war schon oft auch in der Wohnung bei mir und ist ebenfalls im Hundeland, also durchaus bekannt und geduldet, Luna stand einfach nur da und schaute in der Gegend rum, Paula stellte sich seitlich neben sie und wollte gerade in den Nacken beißen, ich hatte es aber noch früh genug bemerkt und konnte sie wegziehen..
    Freitag und heute muss Paula dann wohl im HuKi (seit 2 Jahren regelmäßigst dort) zwei verschiedene Hunde (einer davon ein Spielkamerad) auch wieder völlig grundlos angegangen haben und war kurz davor, sich richtig zu verbeißen, so dass sie weggesperrt, bzw., nach Hause gebracht wurde.
    Aber immer war Carl nicht direkt in Sichtweite, teilweise sogar ganz wo anders...

  • aaaalso, habe auch gerade noch einmal mit den mädels vom HuKi telefoniert...
    die vermuten, dass es auch "psychisch" begründet ist, immerhin kennen die paula ja auch schon eine ganze weile..
    paula hat in der zeit der trennung von meinem ex extrem mit gelitten und es ging ihr garnicht gut... es war eine lange trenung, die auch nicht immer sauber ablief und paula hat viel miterlebt :sad2: naja udn sie hat gelernt, ein mann an meinerseite hat mir nicht gut getan.
    aktuell knubbelt es sich dann psychisch gesehen natürlich total:
    ich habe ihr carl "vor die nase gesetzt", sie hat seit dem sofa-/bettverbot (2hunde sind zu viel und ausserdem ist es toll, wie sauber seitdem die laken sind :p ) und seit einem monat gibt es auch einen neuen mann an meiner seite..
    es sind alles nur vermutungen, aber der gedankenanstoß ging halt shcon in die rictung, dass paula das alles nicht so gut weg stecken kann und es einfach zu viel für sie ist... sie weiß nicht, wohin mit dem frust und dann knallt es einfach plötzlich :fear:

  • Also ich kann ähnliches "Verhaltensmuster" von meiner Hündin berichten; wobei sie dies heute nicht mehr zeigt.

    Ok, einwenig mehr Hintergrund information:

    Vor ca. 7,5 Jahren ist Emma bei mir eingezogen im alter von etwas über einem Jahr.

    Da war sie noch völlig unauffällig, ein ganz normaler Hund halt.
    Kein nennenswertes negatives Aggressionsverhalten, normaler Spiel und Jagdtrieb.
    -Dazu zu sagen, war mein erster Hund und nunja vielleicht einwenig unbedarft an die Sache herangegangen (heute weiß ich es besser und es verhilft mir und meinen Hunden zu einem bessern miteinander).

    Dann ca. 1 Jahr Später fingen die Probleme an:

    Emma wurde zusehends agressiver (nur Artgenossen gegenüber!) und ausser 2 Hunde die sie richtig "mochte" (Damals lebte in der gleichen Strasse ein Boxer Rüde, den hat sie abgöttisch geliebt, auf ihn zu und ihm im wahrsten sinne zu Füßen gefallen), der andere war ein Dackel, der halt akzeptiert worden ist; gab nie irgendwelche negativen zwischenfälle.

    Alle anderen Hunde wurden in 99,9% der Fällen ohne Vorwarnung auf´s übelste angegangen!

    Besuch der Hundeschule nur mäßiger erfolg, auf dem Gelände dort, alles prima; kaum die umzäunung verlassen; altes Schemata.

    - Man verzeifelt ja einwenig und hört sich ja alle guten Ratschläge an, die da u.a. waren: Spiel mit dem Hund. Ok... auch gemacht, solange brav Chef die Stöckchen herumgeworfen hatte war auch alles ok, hörte man damit auf, war wieder stress angesagt. Toll... nicht unbedingt was ich wollte, denn man wollte ja mit den "Bekannten" sich auch bissel unterhalten können ohne alle 10 sekunden sich um die Stöckchenwerferei zu kümmern.

    *Zeitsprung*

    In den Jahren dazwischen habe ich mich halt einfach damit abgefunden das mein Hund "zickig" ist und halt Leinenzwang sobald irgendwelche anderen Hunde in 50m Reichweite waren.

    Zudem muss ich im nachhinein sagen, hat Emma stellenweise nicht unbedingt die Körperliche / Geistige Auslastung bekommen, die sie eigentlich benötigt, was auf meinen ich sage mal auf meine damalige Lebensituation zurrück zu führen ist.

    Seit ca. einem Jahr weiß ich das Emma unter Hypertheriose leidet (Schilddrüsenunterfunktion), welche auch behandelt wird und sie auch klinisch sehr gut darauf anspricht!

    In ähnlichem Zeitraum hat auch wieder das mehr als "Pflichtprogramm" mit Emma einzug gehalten, sprich wieder rückholung / vertiefung von Vertrauensbasis und ich nenne es mal Disziplinierung. Sprich sowohl positive als auch wenn notwendig negative Einwirkung meinerseits und eine entsprechende Bewegung / Beschäftigung!

    Heute ist sie nahezu bedenkenlos umgänglich und viele Hunde werden sogar völlig ignoriert, oder einfach tolleriert.
    - Vertrauen tu ich ihr in der Hinsicht dennoch nicht blind!
    Vorsichtig bin ich heute dennoch bei vorallem Hündinnen, da diese auch "früher" tendenziell eher angegangen worden sind als Rüden!


    So was ich Dir (Treadersteller(in)) damit sagen möchte ist, nein ich möchte Dir keine unterstellung machen, das Deine Hündin vernächlässigt wird, aber vielleicht solltest Du generell mal Gesundheitliches ausschließen.
    Nein ich vermute nun nur weil es in meinem Falle so war, das dies mit einher ging nicht auch bei Dir, aber es ist ein Faktor den es definitiv gilt auszuschliessen!
    Sollte dies ohne klinischen Befund bleiben (was ich Euch wünsche), geht man einfach einen Schritt weiter und überprüft die Hund / Menschbeziehung.

    Hat sich zwischen euch irgendwas geändert?

    Spielst Du weniger mit ihr draussen? (Habt ihr das vorher getan?)

    Wie Spielt ihr?

    Ist sie genauso abrufbar ect. wie vorher?

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