Gewöhnung eines ERWACHSENEN Hundes an neues Frauchen

  • hallo!
    ich lese überall tipps und ratschläge, wie man es denn einem welpen in seinem neuen zu hause am besten bequem macht. aber ich finde nichts so richtig darüber, wie man es am besten macht, wenn man sich einen bereits ausgewachsenen hund holt.
    da mein potentieller liebling von einer familie stammt, zu der er als welpe kam, fällt die trennung sicherlich nicht leicht und er wird erstmal ganz schön dumm gucken, wenn er dann in meiner wohnung steht und von herrchen und frauchen nichts zu sehen ist.

    was ich bei welpen erfahren hab ist, dass man sie anfangs aus der hand füttern soll, damit sie sich an ihr neues herrchen/ frauchen gewöhnen. ist das auch bei einem ausgewachsenen tier angebracht?

    wann sollte die übergabe stattfinden- vormittag, mittag oder abends? ich könnte mir vorstellen, dass es abends vllt ganz hilfreich ist, da der hund langsam müde wird und so ruhiger bleibt, wenn er in die neue umgebung kommt. was meint ihr?
    ist es dann ratsam sofort nach drinnen zu gehen und den abend ausklingen zu lassen oder sollte man dem hund vorerst noch eine runde auslauf gönnen nach dem transport zu mir? (nicht dass ihm dann erst in der wohnung vor schreck einfällt, dass er mal muss ^^)

    ich möchte dem verunsicherten und gestressten tier die ankunft bei mir so angenehm wie möglich machen, ihm seine ruhe gönnen, ihn aber nicht gleich in der fremden wohnung einsperren.

    auf eure tipps freue ich mich!

    gruß, die bröseline

  • Vielleicht solltest Du noch ein bißchen über diesen Hund erzählen.
    Warum er nun zu Dir kommt, wie er vorher gelebt hat und ob Du ihn schon kennst, vielleicht von gemeinsamen Spaziergängen.

    Ich würde erstmal mit ihm eine Runde spazieren gehen und dann ohne Anstalten mit ihm in die Wohnung gehen, ihm seinen Schlafplatz und Futterplatz zeigen und dann alleine die Wohnung inspizieren lassen. Laß ihm einige Tage, damit er in Ruhe bei Dir ankommen kann.
    Wenn er Heimweh hat und weint, würde ich beruhigend mit ihm sprechen und ihn, wenn er möchte, beruhigend streicheln. Vielleicht möchte er auch bespaßt werden. Ich denke, er wird Dir schon zeigen, was er möchte.

    Das wird schon :gut:

  • Guten Morgen Bröseline,

    Ich weiß nicht wie es ist wenn man ein Hund aus der Familie hollt, ich hab schon zwei mal ein Hund aus dem Tierheim geholt und ich hab es beide male so gemacht, dass ich von TH aus zwar direkt nachhause gefahren bin, aber nicht ins Haus rein gegangen sondern erst ein langes Gassi gemacht. Dann ins Haus und der Hund noch an die Leine gelassen und ihm sein Wassernapf stelle gezeigt , seine Schlafstelle und insgesamt das ganze Haus gezeigt. Nach dem ich siecher war dass er keine angst von irgend etwas hatte habe ich ihm abgeleint und das Futter gegeben. hinterher einfach in Ruhe gelassen, damit er richtig ankommen konnte. Ich hab halt versucht alles normal so weiter zu machen wie bisher, als wäre der Hund schon immer da gewesen. Nicht viel beachtet, nicht viel gestreichelt. Oft kleine Runden raus gegangen und von ersten Tag an versucht zu zeigen was ich von ihm will/ erwarte.
    Ich denke das Wichtigste ist dass du selbst ruhig bleibst :)

  • Hi,
    ich kann dir sagen, wie ich es gemacht habe :smile:

    Meine 1. erwachsene Hündin hatte ich aus schlechter Haltung "freigekauft". Die Familie wollte sie nicht mehr(...ach wird ja läufig, nicht auf dem Hundeplatz zu gebrauchen usw.)....und als ich sie abholte, saß da schon ein kleiner DSH-Welpe!

    Ich habe sie morgens abgeholt, um den ganzen Tag mit ihr verbringen zu können......und zum gegenseitigen Kennenlernen. An Informationen bekam ich nicht viel. Gefüttert wurde sie bisher mit Discounter-Trofu.

    Ich habe sie nicht bedrängt, sondern gewartet, bis sie von sich aus neugierig wurde. Sie durfte die Wohnung erkunden, wir sind (noch) an der Leine spazieren gegangen und ich stellte schnell fest, daß sie alle gängigen Kommandos schon kannte und eigentlich recht gehorsam war.
    Ich habe mich sehr auf sie konzentriert und erstmal versucht, eine Bindung herzustellen, d.h. keine großartigen Besuche und Stress. In der Regel können sich Hunde ganz gut auf eine neue Situation einstellen.....wenn man ihnen etwas Zeit gibt.
    Was mich allerdings doch etwas verwundert hat, daß die Hündin bei der Abholung einfach mit mir mitlief......ohne sich noch einmal nach ihren bisherigen Besitzern umzublicken! Vielleicht war die Bindung nicht besonders groß, denn sie war wohl selten im Haus(....Gartenhund mit Bewacheraufgabe).
    Es wäre natürlich toll, ein paar Tage Urlaub zu nehmen und wirklich die nächste Zeit nur mit dem Hund zu verbringen :smile:

    Inzwischen habe ich Tierschutz-Hund Nr.3(...war auch schon erwachsen) und mit ein wenig Geduld und Einfühlungsvermögen funktioniert so eine Eingewöhnung auch recht gut.

    Ich wünsche eine schöne Zeit mit dem Wuff :smile:

    LG

  • ok, also gibts wohl erstmal ne kleine gassirunde :)
    wir beide kennen uns noch nicht. ich fahre morgen erstmal hin, damit wir uns beschnuppern können und damit ich schauen kann, ob er überhaupt zu mir passt. danach entscheidet sich alles. wenn alles glatt geht werde ich ihn wohl nächste woche abholen :) was ich weiss ist, dass die familie ihn umstandshalber wegen kleinkindern nicht mehr behalten kann. den rest werde ich dann morgen erst erfahren.

    bei einem tierheimhund ist es ja eine positive veränderung, wenn man ihn zu sich holt. aber aus seinem angestammten rudel gerissen zu werden in dem man aufgewachsen ist, da tut er mich schon richtig leid. obwohl ich weiss, dass er es gut bei mir haben wird, werde ich für ihn wohl erstmal der buhmann sein. daher möchte ich ihm schon von anfang an zeigen, dass ich ein richtig tolles frauchen sein kann. keine bange, ich werd schon nicht histerisch deswegen, ich möchte an diesem bedeutenden tag nur alles richtig machen.

  • nein keine sorge du wirst nicht der buhmann sein, ich sehe es eher als vorteil für dich das du ihn nicht von einem TH holen musst. Im TH machen hunde ja oft schlechte erfahrungen, streß, evtl Beißereien, evtl nur noch outdoor, ect pp

    aber bei aller liebe zum hund, stell die regeln gleich fest, wenn er nicht aufs sofa darf von anfang an nein sagen und runter tun ect pp....

  • Da würde ich mir ehrlich gesagt nicht so viele Gedanken machen. Unseren Hund haben wir auch mit einem Jahr aus seiner früheren Familie geholt, sind einmal kurz um den Block mit ihm, haben uns kurz beraten und ihn mitgenommen. Er musste da schnell weg, es war auch eine Dame vom Veterinäramt anwesend. :|
    Ich glaube bei uns war das gegen Mittag, wir haben ihm dann gleich noch ein neues Geschirr gekauft (das alte war viel zu klein) und ein Spielzeug, sind mit ihm ein wenig draußen gewesen und dann nach Hause gegangen als wäre nichts dabei. Da sein früherer Schlafplatz eine vollgepinkelte Fußmatte war die wir entsorgt haben, hat er da auch gleich was neues bekommen. Aus dem früheren Leben haben wir lediglich so ein altes Kissen die erste Zeit noch behalten und das restliche Futter von den Vorbesitzern aufgebraucht. Den Rufnamen haben wir auch sofort geändert.
    Wegen der Stubenreinheit würde ich mir keine Sorgen machen, falls er jetzt schon stubenrein ist. Bei uns war das etwas speziell, die Vorbesitzer hatten ihm kaum zu trinken gegeben, da sie erstens das Wasserschälchen wegen der Krabbelkinder nicht rumstehen haben wollten (so die Aussage) und zweitens (vermutlich) keinen Bock hatten so oft mit ihm rauszugehen. :verzweifelt: Da war die Blase natürlich erstmal nicht auf 'ich kann trinken so viel ich will' ausgelegt.
    Klar war das Tierchen die ersten ein-zwei Wochen etwas schüchtern, aber ich bin da einfach nicht groß drauf eingegangen, habe ihn ankommen lassen, hier und da bisschen mit ihm geübt (seinen neuen Namen, Grundkommandos), einfach unseren Alltag kennen lernen lassen und dann ist er recht schnell aufgetaut.

  • hallo!
    ich melde mich mal zurück zu dem thema. im prinzip hat sich das jetzt auch erledigt, da es nicht der hund wird, von dem anfangs die rede war. er wäre wohl für die wohnung zu aufgedreht, deshalb habe ich mich im tierheim umgeschaut und auch prompt in einen welpen verliebt, den ich morgen abholen werde. und bei dem kleinen habe ich keine bedenken, was die eingewöhnung angeht.

    also würd ich sagen *CLOSE*

    PS: aber trotzdem danke für die zahlreichen tipps!

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!