Fehlverknüpfung: Geräusche der Nachbarn

  • Die kleine Tibihündin (5) meiner Mutter macht zur Zeit etwas Sorgen:

    Meine Mutter ist im November in die Wohnung gezogen, die in unserem Nachbarhaus liegt. EG, großer Garten, nur 3 Parteien im Haus. Eigentzlich alles super. aber . . . der Nachbar über ihr hat wohl jahrelang "Narrenfreiheit" gehabt bzw. sie sich genommen und ist sehr rücksichtslos, was Geräuschkulisse angeht: Er schiebt dauern Möbel laut durch die Gegend, poltert sonntags morgens um 7:30 Uhr durch die Gegend, wenn er wochentags aufsteht (6 Uhr), ist unten an Schlaf nicht mehr zu denken (Türenknallen in Wohnung und Hausflur, laute Musik . . .). Gespräche sind erfolglos.

    Die Hündin war als Welpe sehr schüchtern (Vermehrerhund) und ängstlich, was aber jetzt so gut wie weg ist. Sie ist sehr verspielt, neugierig und aufgeschlossen, was jahrelange Arbeit war. Meine Mutter hat nun dummerweise laut nach oben gemotzt wegen des Lärms und seitdem wird der Hund immer schlimmer: Ist es von oben laut, verkriecht sie sich in die hinterste Ecke und will überhaupt nicht mehr nach Hause, sondern bei mir und meinem Freund bleiben. In der Vorwohnung kamen auch Geräusche von oben - das hat sie nicht interessiert.

    Ich denke, dass sie das Schimpfen meiner Mutter auf sich bezieht bzw. dass die Geräusche von oben für sie bedeuten "Oh, gleich ist es hier nicht mehr nett". Sie "wartet" schon regelrecht auf Geräusche von oben.

    Ich habe meiner Mutter den Vorschlag des Schönfütterns gemacht (Ignorieren blieb mehrere Wochen erfolglos).

    Ist das sinnvoll oder bestärkt das die Angst?


    LG,

    Svenja

  • ich würde die geräusche komplett aussern vor lassen.

    wichtig finde ich zb. bei meinen hunden , dass die hunde das motzen nicht auf sich beziehen.
    es muss ja nicht nur der nachbar von oben sein. wenn einer meiner kumpel zur e-gitarre greift und
    volle pulle den letzten brei spielt, brülle ich auch schon mal durch die bude. genauso hat es sich bei einem bundesligaspiel von Schalke04 , da kann ich auch manchmal nicht ruhig bleiben.
    sicherlich gibt es da noch einige momente mehr ...


    mein tip: einfach mal nen bisschen motzen und dabei an seiner ausstrahlung arbeiten.
    also nicht durch leckerchen die geräusche mit etwas positiven belegen, sondern
    die geräusche und das gemotze neutralisieren.


    grüße krusti

  • Ich werde ihr mal von den Vorschlägen berichten, aber da meine Mutter schnell ins Tröstende fällt, wäre "alles ok" evtl. nicht so ne gute Wahl, weil es ja "neutralisieren" soll und nicht signalieren, dass das schlimm ist.

    Die Hündin war als Welpe ein so extremes Sensibelchen, das kann man sich kaum vorstellen. Sie ist oft in einem Teufelskreis des Angsthabens gewesen, dass man sagen kann, dass sie dann dichtmacht.

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