Keine Lust auf Leine?!
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Guten Morgen Zusammen!
Wir haben seit einigen Tagen eine süße Mischlings-Hündin aus dem Tierheim bei uns aufgenommen. Sie kennt außer dem Tierheim noch nichts anderes - schon gar keine Leine.
Hera ist ausgesprochen scheu und auch ängstlich. Sie hat sich innerhalb von zwei Tagen bereits an das Halsband gewöhnt und folgt uns überall hin. Sie ist sehr anhänglich und möchte den ganzen Tag schmusen und in der Ecke liegen (Trauerphase nach den Kumpels im TH?).
Jetzt zu unserer Ratsuche: Sie will nicht an der Leine gehen (klar, kennt sie ja noch nicht). Aber wir wissen nicht so wirklich, wie wir sie ermuntern können, denn: 1. Sie steht nicht so wirklich auf Leckerchen (egal, ob gekaufte oder Wurst oder ...) und 2. sie spielt nicht gern!!!!! Sie hat keine Lust auf Bälle, Stöcke, Quietschteile, etc. Wir haben uns schon totanimiert.
Habt Ihr bitte irgendwelche Tips für uns? Wir sind eigentlich erfahrene Hundehalter. Aber die bisherigen Hunde reagierten immer auf Futter und/oder Spielchen.
Vielen Dank schon mal im voraus
LG
Nicole - Vor einem Moment
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Hi,
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Mein Zweithund, der seit 3 Monaten bei uns ist kannte auch kein Halsband und keine Leine (hat vorher alleine im Wald gelebt). Er läuft zwar so gut bei Fuß, dass man diese gar nicht bräuchte, da er sehr menschenbezogen ist aber trotzdem mußte er ja an die Leine gewöhnt werden.
Wir haben da ehrlich gesagt nicht viel Drama drum gemacht. Wir sind dann in das Leinenführigkeitstraining gegangen. Wir haben das aufgelockert mit kurzen Joggingrunden an der Leine, weil die ihm viel Spaß machen und er dann sehr gerne mitlief.
Unserer ist auch sehr anhänglich und möchte am liebsten schmusen, dass heißt aber nicht zwingend, dass er ängstlich ist. Wie kommt ihr zu diesem Schluß? Unsicher ok aber ängstlich?Ein Hund muss nicht mit Ball, Stock oder Quitschie spielen und das ist auch kein Spiel im klassischen Sinne. Spielt doch ihr mit ihm ... körperlich, da könnt ihr dann auch gleich solche Dinge wie "Aus" mit einbauen. Huckt euch auf den Boden und kabbelt mit ihr. Unser Neuzugang kennt son albernes Neuzeitkram wie Quitschi und Bällchen auch nicht. Brauch man ja auch nicht, ist eher für die Hundehalter denn für die Hunde konzipiert. Hunde spielen körperlich, diese Sprache versteht so ziemlich jeder Hund und sie finden es meist auch toll. Unserer legt sich auch gerne auf den Rücken und streckt uns seine Pfoten entgegen, dann kaspern wir mit seinen Pfoten rum und er findet das einfach nur spitze ... sucht einfach was eurer gefällt und baut darauf den Kontakt auf.
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Hi!
Wir kommen auf die Idee, dass sie teilweise sehr ängstlich ist, weil ihr Schwanz manchmal unter dem Bauch fast die Nase berührt. Sie ist schreckhaft und man muss ihr wirklich immer nur von der Seite kommen und darf sie natürlich nie von oben herab ansehen. Dann macht sie sich ganz klein und zeigt Beschwichtigungsgesten.
Das mit dem Spielen ist nicht so einfach. Sie möchte auch nicht wirklich mit uns (also ohne Spielzeug) spielen. Sie möchte nur gekrault werden und legt sich dann auch schon mal entspannt auf den Rücken. Mit den Pfötchen spielen oder mal hinterher rennen ist nicht. Auch im Garten legt sie sich in die Sonne und kuckt und kuckt und kuckt. Mehr nicht. Egal wie wir agieren und sie zum Spiel zu animieren. Sie kommt nur hinterher, wenn sie uns aus den Augen verliert, weil sie nicht allein sein möchte.
Also nochmal zur Leine: Sie lässt sich problemlos anleinen und zieht sie auch schon mal hinter sich her. Hat also keine Angst davor. Aber wenn sie an der Leine mitgehen soll. Bleibt sie einfach sitzen und lässt sich nicht locken. Wir wollen sie natürlich auch nicht außerhalb des Gartens laufen lassen, ohne dass wir die Leine festhalten. So gut kennen wir sie und ihre Reaktionen ja noch nicht und wir wollen nicht Gefahr laufen, dass sie abhaut oder gar auf die Straße rennt.
Da ist guter Rat teuer (zumindest im Moment noch - für uns). -
Hallo,
du schreibst, ihr habt sie seit ein paar Tagen. Gebt ihr doch erst mal noch ein bisschen Zeit sich an das neue Zuhause zu gewöhnen. Auch wenn sie sich sehr unsicher oder teilweise ängstlich verhält ist zunächst mal Ruhe das beste. Sicher wird sie bald mehr auftauen und bei euch sicherer werden.
Was ist sie denn für ein Mischling und wie alt ist sie?
Liebe Grüße
Conny

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Tja, wahrscheinlich ist wirklich ZEIT das Zauberwort. ;-)
Was genau in ihr steckt (also welche Rassen) können wir nur raten. Sie ist hellbraun mit weißer Brust und z.Z. mit dem Kopf etwa kniehoch. Sie ist kurzhaarig und hat leicht asiatisch (schräge) anmutende Augen und große Schlappohren.
Sie ist jetzt 7 Monate alt. -
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OK das hört sich dann tatsächlich nach einem ängstlichen Hund an.
Ich bin nun nicht zwingend der Meinung, dass ein Hund spielen muss, von daher sehe ich das Problem nicht. Wenn sie lieber die Sonne genießt und sich kraulen läßt ist das doch auch was feines.
Habt ihr mal versucht sie mit Suchspielen zu animieren? oder mit ihr zu Clickern ... Sachen für die Nase und fürs Köpfchen sind für sie vielleicht eher geeignet.
Das Leineproblem würde ich dann erstmal im Garten angehen (hört sich so an als hättet ihr einen) und vielleicht das ganze mal mit einem Geschirr ausprobieren, vielleicht mag sie daran eher laufen, als wenn sie nen Halsband drum hat. Ansonsten könnt ihr ihr ein Stückchen Leine (10 cm oder sowas) ans Halsband machen und sie damit laufen lassen (in der Wohnung, auf dem Grundstück), dass Stückchen Leine immer wieder verlängern, wenn ihr merkt, dass sie sich dran gewöhnt hat und es ihr egal ist. Dadurch das sie es immer mit sich rumträgt wird es zur Normalität und ihr könnt sie dann leichter an das "an der Leine gehen" gewöhnen. Bei so einem unsicheren Hund würde ich da schon sehr langsam vorgehen. Probiert aber ruhig mal ein Geschirr aus, wirkt bei manchen Hunden Wunder.
Ansonsten ist sie noch sehr neu bei euch und braucht einfach eine Zeit zum ankommen. Das schließt natürlich nicht aus, dass ihr das alles schon mit ihr trainieren könnt aber halt Schritt für Schritt .. aber so hört es sich ja auch an, ihr scheint nicht die zu sein, die die Dinge überstürzen.
Wenn sie es mag gekuschelt zu werden, dann gebt ihr einfach diese Nähe und Sicherheit ... ich denke, dass ist für sie momentan wichtiger als der Spielfaktor. -
:-)
Ja. So werden wir dann wohl auch vorgehen. Sie hat bereits ein kleines Stück "Leine" am Halsband, was sie mit sich rumträgt. Es stört sie nicht und manchmal spielt sie auch damit.Erstmal DANKE für Eure Antworten! :-)
Vielleicht könnt Ihr uns noch eine Frage beantworten, da wir bisher nur Rüden hatten:
Wie oft am Tag pinkelt eigentlich eine Hündin? Manchmal hält sie es die ganze Nacht und verrichtet dann morgens doch nur das große Geschäft, obwohl sie mehr als genug Zeit hätte. Wir können sie schlecht einschätzen, wie oft sie oder in welchen Anständen sie denn eigentlich "müssen müsste".
LG
Nicole -
Ich würde noch ergänzen wollen:
Wenn die Hündin schreckhaft ist: bitte unbedingt ein ausbruchsicheres Geschirr anlegen und lieber zu viel als zu wenig sichern!
Aus dem Halsband ist ein Hund in nullkommanix raus und aus normalen Geschirren ebenfalls. Das unterschätzt man total, dauert aber echt nur einen Sekundenbruchteil und der Hund ist über alle Berge.
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