Jack Russel -> Tierheim -> Probleme

  • Hallo,
    Mein Name ist Christian Kumpmann
    Ich komme aus dem schönen NRW bin 19 Jahre alt.

    Nachdem ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin und immer einen Hund hatte habe ich meinen schönen Snoopy aus dem Tierheim geholt.


    Nun er hatte eine sehr schlechte Erziehung.. wenn man es Erziehung nennen kann :D

    Er machte mir ständig in die Wohnung mit etwas Geduld schaffte ich ihn in einer Woche stubenrein.
    Er zog sich fast tot an der Leine auch dieses Problem ist aus der Welt geschafft.
    Er beherrscht nun Sitz und platz und aus.
    Kann schon ein wenig alleine bleiben wenn ich kurz aus dem Haus bin.

    Zu mir ist er super Lieb und verschmust und will den ganzen Tag gestreichelt werden. Aber wenn ich mal Besuch habe bellt und knurrt er ständig wackelt aber mit dem Schwanz. Meiner Meinung nach ist dieses reines Dominanz -gehabe oder Unsicherheit denn wenn mein Besuch dann erstmals eine halbe stunde da ist hört er auf und ist zu den genauso lieb wie zu mir.

    Nun ein Problem wo ich noch keine Lösung für gefunden habe und gern ein Tipp haben möchte:

    Wie schaffe ich es das Snoopy nicht bellt wenn jemand schellt und nur kurz 1-5 Minuten da ist ?


    auch ein weiteres Problem ist er knurrt jeden Hund an außer manche Weibchen ?

    Ich bin um dieses Problem zu lösen mit meiner Mutter und ihrem Hund gegangen nach kurzen knurren konnten wir auch ganz entspannt gehen ist dies der richtige Ansatz das er so lernt das Hunde generell für ihn keine Gefahr sind oder habt ihr dazu noch andere Tipps?

    Sollte ich ihn vielleicht kastrieren lassen oder bringt es nichts mehr den er ist 4,5 Jahre alt.

  • Zitat

    Er machte mir ständig in die Wohnung mit etwas Geduld schaffte ich ihn in einer Woche stubenrein.


    Eine Woche? Bei dem Stress, den jeder Tierheimhund beim Umzug hat, ist das superschnell.

    Zitat

    Er zog sich fast tot an der Leine auch dieses Problem ist aus der Welt geschafft.


    Auch super -- diese Aufgabe kann auch bei wohlbehüteten von-welpenbeinen-an-in-der-hundeschule-gewesenen Hunden Monate und Jahre dauern.

    Zitat

    wenn ich mal Besuch habe bellt und knurrt er ständig wackelt aber mit dem Schwanz.


    Mit dem Schwanz wackeln bedeutet einfach Aufregung, das hat nichts mit positiver (oder negativer) Stimmung zu tun. Und sonst würde ich sagen, das Verhalten ist vollkommen normal, nicht umsonst werden Hunde mitunter als Wachdienst gehalten. Was natürlich nicht heißt, man muss es einfach so hinnehmen.

    Es gibt hier im Forum viel Erfahrenere und Kundigere als ich, das mal vorweg. Was bei meiner (Tierheim-)Hündin geholfen hat: Sie ernstzunehmen -- ich lobe sie (kurz), wenn sie (kurz) bellt -- und ihr eine klare Anweisung zu geben, das sieht bei uns so aus, dass sie in ihr Körbchen geschickt wird. Der Hund soll dann dort bleiben, bis du ihn erlöst -- das kann dauern, im Idealfall bestellt man erst Testbesucher, damit man nicht unter Druck stehst, den Leuten schnell aufmachen zu müssen. Ginger hilft es, wenn sie etwas hat, was sie ins Maul nehmen kann (bzw. es half in der Anfangsphase den Hosenbeinen des Besuchs :roll: )

    Wegen sowas an "Dominanz" denken, dazu gibt es keinen Anlass, genausowenig wie kastrieren :smile:


    Liebe Grüße
    Kay

  • Die Idee von geordie wollte ich dir auch vorschlagen. Lobe deinen Hund wenn er ein oder zwei mal gebellt hat und schicke ihn dann auf seinen Platz. Dann erst machst du dir Tür auf! Er MUSS auf seinem Platz bleiben!

    Dein Besuch sollte den Hund ignorieren. Das heißt nicht anfassen, nicht ansprechen und nicht ansehen! Erst wenn der Hund absolut entspannt ist wird er von dir (!!!) gerufen und darf "Hallo!" sagen!

    Wünsche dir viel Erfolg beim Üben!

  • Was das Anknurren anderer Hunde angeht, so ist das leider ziemlich normal. Erwachsene Russells sind dafür bekannt, daß sie oft "same sex-agressive", also feindselig gegen Gleichgeschlechtliche sind. Das ist eine Tendenz, die sich sehr verstärkt, wenn der Terrier unbedacht vermehrt worden ist. Bei der Zucht von Arbeitslinien wird nämlich auch auf Verträglichkeit geachtet, weil das für den Job wichtig ist, aber bei vielen "einfach nur niedlichen" Russells kannst du da massive Probleme bekommen. Da kommt es durchaus vor, daß sie die Aggressivität, die sie zur ursprünglichen Jagdarbeit ja gebraucht haben, ganz auf Artgenossen konzentrieren. Muß nicht sein, aber es kommt schon recht oft vor.

    Du wirst deinen Hund also wohl nie dazu bekommen, andere Hunde zu lieben wie ein Labrador. ABER: Er muß natürlich trotzdem lernen, sich zu benehmen, also nicht Streit zu suchen oder an der Leine rumzupöbeln. Das mußt du für ihn regeln, nach dem Motto: Mögen muß er sie nicht - tolerieren schon.

    Da er ja offenbar, ebenfalls rassetypisch, ein sehr cleverer und gelehriger Bursche ist, solltet ihr das mit Zeit und Training auch hinkriegen. Aber, wie gesagt: Lieben wird er fremde Rüden vermutlich nie - und das muß er auch nicht.

  • So war heut zum zweiten mal mit dem Hund meiner Mutter und meinen Snoopy zusammen Spazieren und siehe da er sieht den Hund meiner Mutter nicht mehr als "Feind" und hat sich sehr gut benommen

  • Sehr schön :).

    Wegen dem Besuch und dem Klingeln. Ich würde ich auf keinen Fall loben wenn er an der Tür bellt, egal wie lange. Das ist nicht erwünscht und das muss er akzeptieren. Ich würde ihn kommentarlos auf seinen Platz schicken, immer und immer wieder. Er hat an der Tür nichts zu regeln und fertig. Mit Aimee musste man das ewig üben, sie hat zwar nicht gebellt, aber stand immer im Begrüßungsstress. Nach einer Weile konsequenten auf dem Platz schicken hat sie das Türverhalten abgelegt und bleibt inzwischen entspannt liegen, wenn die Familie kommt. Da brauchst du nur einen geduldigen "Besucher" der immer und immer wieder klingelt. Aber denk dran, erst muss er das Kommando "auf den Platz" oder einfacher "Bett" überhaupt beherrschen. Achte darauf, dass du es auch wieder auflöst, dass er nicht selbstständig aufsteht. Also am Anfang nur kurz liegen lassen dann mit einem "ok" oder etwas ähnlichem die Übung beenden. Beherrscht er die Übung kannst du anfangen Leute klingeln zu lassen. Immer und immer wieder ins Bett schicken. Das ist eine Geduldsprobe. Achte darauf ihn nicht zu überfordern und vergiss das Belohnen nicht ;)

  • Mittlerweile nach viel übung beherscht er nun das Kommando komm und Bett kannte er schon pfötchen klappt mittlerweile auch sehr gut ... wir üben 3 mal am tag für 15 minuten .. achja was icvh vergessen hat er kann noch itz und bleib bleibt dann so lange sitzen bis ich ihn abrufe ... er bleibt auch sitzen wenn ich aus der sichtweite bin


    EDIT : vielen dank für die tipps ich werde es mal so probieren

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