Angstbeisser??? Wer hat Tips?

  • Hallo,

    ich habe ein Problem mit meiner 2 Jahre alten kastrierten Riesenschnauzerhündin und hoffe hier Hilfe und Tipps zu erhalten.

    Meine Hündin ist eigentlich sehr gut erzogen (die normalen Befehle wie Fuß, Sitz, Platz, aus, bleib etc. klappen alle einwandfrei), leider ist sie jedoch, wie viele Riesenschnauzer, der Meinung ihr Haus und Hof (wir haben ein Haus mit Garten) unbedingt verteidigen zu müssen (sie bellt sehr viel) und ist sehr mißtrauisch Fremden gegenüber.

    Das mißtrauische äußerte sich bis jetzt immer darin, dass sie wenn jemand Fremdes kam (auch bekannte Personen, die seltener als 1x die Woche kommen) sie aufgeregt und sehr laut bellte und im Abstand von ca. 1m um die Menschen herum hüpfte, jedoch nicht näher kam, sich auch nicht locken ließ und keine Leckerlies von diesen Menschen nahm (nicht mal wenn Diese das Leckerlie zu ihr warfen). Nach ca. einer viertel Stunde hatte sie sich dann immer soweit beruhigt, dass sie wenigstens nicht mehr bellte wenn sie die Personen sah und sich sogar stellenweise streicheln ließ.

    Wir haben schon versucht ihr dass abzugewöhnen, indem der Besuch sie komplett ignorieren sollte und einfach ins Haus gegangen ist - hat nicht geklappt.

    Leider hat sie das Ganze heute noch weiter getrieben. Die Person kam, sie zog wieder das ganze Spektakel ab, bis die Person an ihr vorüber war und dann kam sie von hinten angerannt und schnappte in die Wade. Die Hose war noch ganz, aber es hatte trotzdem etwas geblutet.

    Jetzt weiß ich nicht so richtig, wie ich ihr das abgewöhnen kann und habe etwas Sorge, dass das Ganze jetzt ausartet und sie eventuell auch andere Personen zwickt (ich habe zwei Kleinkinder - die sie jedoch abgöttisch liebt und die bei ihr alles machen dürfen).

    Das Mißtrauische hatte sich bis jetzt vor allen Dingen auf Männer beschränkt, bei Frauen war sie nicht ganz so extrem und bei Kindern sogar Lammfromm.

    Hat Jemand irgendwelche Tipps für mich???

    Ganz lieben Dank schön im Voraus für eure Antworten.

    LG
    Tina

  • Erzieh deinen Hund!

    Dein Hund macht nur seinen Job und noch war sie zu jung um das ernst zu meinen. Das ändert sich jetzt, sie wird reif.

    Der Hund hat nichts beim Besuch zu suchen. Du entscheidet, wer hereinkommt, sie hat im Hintergrund zu warten.
    Also Ablegen und auf Plätze schicken üben.

    LG
    das Schnauzermädel

  • für mich klingt das eher wie ein ängstlich-territoriales verhalten!

    ich hatte auch mal einen hund der nur probleme mit Männern hatte, Frauen und kinder liebte er
    bei meinem rüden, war das so dass er außerhalb seines gartens und hauses panische angst vor männern hatte, also begegnung zu vermeiden versuchte. da war ich aber dabei und deshalb ist nie was passiert
    in seinem gartem hat er männer immer knurrend umkreist und nur aus notwehr gebissen-das lag daran dass er schlechte erfahrungen mit männern gemacht hatte
    dass dein hund von hinten angreift, bedeutet dass sie nicht sehr selbstbewusst ist, mich würde interessieren wie sie sich außerhalb ihres territoriums verhält (also bei begegnngen mit fremden oder hunden) und wie dein verhältnis zu ihr ist, ist sie eher unterwürfig oder domimant? Versuch mal drauf zu achten welche art von menschen sie komisch findet. sind es eher die großen, ängstlichen oder die die eine kapuze tragen?
    dann könnte ich mehr hilfe bieten...

  • 2 jahre alt, hündin, kastriert - für mich ist sie bereits "reif".
    nichtsdestotrotz muss ich schnauzermädel recht geben - du wirst eine lösung finden MÜSSEN - sie hat NICHT zu bestimmen, wer ins haus darf oder nicht.

    ich würde sie auch auf einen zugewiesenen platz schicken und dort sollte/müsste sie bleiben, den besuch würde ich bitten, sie ABSOLUT ZU IGNORIEREN. und ZWAR DIE GANZE ZEIT!!!!!

    kannst du das mit einem trainer bei euch in der nähe evtl. üben????, der zu dir ins haus kommt etc.???

    ich gehe auch eher davon aus, dass sie -wenn sie von hinten ankommt u. zwickt- dies aus evtl. unsicherheit heraus tut.

  • Ich kann mich schnauzermädel nur anschließen - die hat keine Angst, die macht ihren Job.

    Bring ihr bei, dass sie im Hintergrund zu bleiben und nichts an den Leuten zu suchen hat. Du bestimmst. Punkt.

    Bei einer terretorialen Rasse würde ich nie auf die Idee kommen zu erwarten, dass der Hund Besuch "mag". Da hättest Du Dir einen Golden Retriever kaufen müssen... :pfeif:

    Viele Grüße
    Corinna

  • Ingrid, das ist ein Riesenschnauzer, die wird gerade erst reif, wenn man da jetzt nicht eingreift, in einem Jahr ist sie stabil und belastbar. :hust: Noch ist das ein Kindskopf, der mal guckt, wie das so geht.

    LG
    das Schnauzermädel

  • autsch, wer lesen kann ist klar im vorteil, schnauzermädel, das wirst du ja wohl am besten wissen, wann ein riesenschnauzer erwachsen ist, sorry! :ops: :ops: :ops:

    und das dann von hinten ankommen???? keine unsicherheit? :???: :???:

  • Zitat

    und das dann von hinten ankommen???? keine unsicherheit? :???: :???:

    Von hinten, weil man da ersteinmal "vorsichtig" antesten kann, ob derjenige sich dann verkrümelt. Sie wird das ausbauen, wenn sie jetzt erwachsen wird und das irgendwann offensiver und auch direkt von vorne machen.

  • Genau. :D

    Klar ist der Hund jetzt noch unsicher, aber Unsicherheit ist nicht sein Problem. Er ist sozusagen in der Test- und Lernphase, schrittweise mutiger und dreister werden mit Strategien, die sich als durchsetzbar erweisen, das steht jetzt an.
    Beim Riesen muss man wirklich eine "magische" Grenze mit 3 Jahren ziehen.
    Im ersten Jahr hat man einen geradezu unkontrollierbaren Kindskopf und Clown.
    Zwischen eins und zwei hat man dann einen temperamentvollen Hund, der langsam kontrollierbar wird. Man fragt sich, was denn alle da erzählt haben.
    Mit 2 fängt es dann an zu haken, wenn der Hund die entsprechenden Anlagen mitbringt.
    Und mit 3 sieht man erst den wirklichen Hund. Dann zeigen sich plötzlich die typischen "Probleme", die die Rasse haben kann, wie ein ausgeprägtes Territorialverhalten, deutliches Misstrauen gegen Fremde, mangelnde Verträglichkeit mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen, etc..
    Natürlich ist nicht jeder Riese so und man kann sie auch vorher verderben. Aber diese Bereiche sind bei der Rasse eben viel häufiger ein Problem als bei manch anderer Rasse. Also sollte man spätestens ab dem 2. Geburtstag sehr genau schauen, wie sich Hund entwickelt und wo man frühzeitig gegensteuern sollte.

    LG
    das Schnauzermädel

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