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Probleme bei der Vergesellschaftung & Leinen"aggression"

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    Hallo, :D


    wir haben seit heute eine ~ 1 Jahr alte Mischlingshündin aus Kroatien, die dort in der Tötungsstation saß.
    Die Maus ist so im Umgang wirklich super lieb und unproblematisch und das, obwohl sie noch nicht allzu viel kennt. :smile:
    Was allerdings nicht so toll ist, ist dass sie beim Gassigehen andere Hunde ankläfft und dabei auch richtig ungestüm wird.
    Unsere JRT-Hündin sollte sie beim Spazierengehen kennenlernen, ganz locker und unverbindlich, das klappte soweit gut, die Beiden liefen ruhig nebeneinander her und tolerierten sich.


    Als wir dann wieder nach Hause kamen, ist meine Mutter mit der JRT-Hündin zuerst durch die Türe gegangen, ich dachte, das sei so am besten, damit sie die ältere Hündin respektiert.


    Keine Ahnung, ob das jetzt zu weit hergeholt oder zu menschlich gedacht war, jedenfalls klappte das Reingehen noch gut, aber als wir drinnen waren, knurrte sie unsere andere Hündin an und wurde dabei etwas deutlicher. Also ein nettes Knurren war das definitiv nicht.


    Eigentlich soll sie sich sehr gut mit anderen Hunden verstehen, bei einem ehemaligen Straßenhund geht man ja auch eigentlich davon aus, nur dass sie andere Hunde an der Leine so angeht, daran müssen wir auf jeden Fall noch arbeiten.


    Wie würdet ihr nun weiter vorgehen? Ich habe ihr vorhin, nachdem sie sich wieder beruhigt hatte, erstmal Rescue Tropfen gegeben, sie ist so ein kleines Sensibelchen und der Tag heute war ja doch ziemlich stressig für sie, die neue Umgebung, die lange Autofahrt, neue Menschen und und und.


    Um nun nochmal auf meine eigentliche Frage zurück zu kommen, wie sollte ich mich jetzt am besten verhalten, was die Vergesellschaftung mit unserer anderen Hündin und die Begegnungen mit anderen Hunden angeht?


    Die Hunde, die wir früher hatten, waren in der Hinsicht immer total unproblematisch, deswegen ist das noch alles ziemliches Neuland für mich.


    Für Vorschläge, Ideen und Tipps, wäre ich sehr dankbar! ;)



    Liebe Grüße

    " Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen, die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen. "


    Albert Einstein

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  • Hallo,
    also erstmal Ruhe bewahren...durchatmen.Eine Antwort hast Du Dir ja bereits selber gegeben-es ist Alles neu.
    Lass sie erstmal zur Ruhe kommen und wenn sie Deinen anderen Hund nicht direkt angreift mach einfach erstmal nix.Sie ist vermutlich unsicher und braucht erstmal Zeit-sie knurrt Deinen Hund lediglich auf Abstand(so liest es sich erstmal für mich),sie möchte Ruhe.Normalerweise legt sich das nach ein paar Tagen.
    So war es zumindest immer bei uns....Hoffe es ist auch bei Euch so.
    LG Alex

  • Das ist keine einfache Zeit. Wir haben vor 1,5 Monaten einen zweiten Rüden zu unserem dazugeholt. Der "Neue" hat unseren dann auch in unserer Wohnung angeknurrt und unmittelbar gefaltet. Normalerweise war unser Plan ihnen viel Raum zu lassen unter sich zu regeln, wie es zukünftig abzulaufen hat. Da wir (vielleicht zu menschlicht gedacht) aber der Meinung waren, dass unser Neuzugang unverhältnismäßig stark reagiert hat, haben wir ihn zurechtgewiesen und ihn weggeschickt.


    Dazu muss ich sagen, dass er ein absolutes "Sensibelchen" ist, worauf wir aber ehrlich gesagt wenig Rücksicht nehmen, da er im Umgang mit unserem Ersthund auch alles andere als sensibel ist.


    Was soll ich sagen ... dadurch, dass wir anfänglich regulierend aber nicht überbehütend eingegriffen haben, hat unser Zweithund gelernt seine Ansagen gegenüber unserem Ersthund vernünftig zu machen. D.h. er knurrt ihn an, wenn ihm was nicht paßt und unser Ersthund reagiert entsprechend. Das Glück ist, dass unser Ersthund sehr ausgeglichen ist, keinen Bock auf die Weltherrschaft hat und seinen neuen Kumpel liebt.


    Wir mußten aber auch miterleben, dass unser Erster sich ein paarmal zurückgezogen hat, weil er scheinbar "Angst" vor Mr. Big hatte. Das hat mir fast das Herz zerbrochen aber das ist auch wieder menschliches denken. Denn eine Stunde später kam er wieder an und schlawänzelte um Mr. Big rum.


    Hunde machen das schon - auch wenn das oft nicht gern gehört wird - unter sich aus. Es ist auch wichtig, dass sie das miteinander lernen. Das letzte Wort hier haben wir, als Mr. Big das dann begriffen hat, hat er auch gelernt sich vernünftig und nicht unverhältnismäßig hart zu verhalten. Wir haben jedoch nur regulierend eingegriffen und waren bemüht unseren Max (Ersthund) nicht überzubehüten und zu betüdeln.


    Das Endergebnis ist das und das nach vielen Momenten wo ich fast bereut habe Mr. Big dazugeholt zu haben, weil (menschliches denken) mein Max mir so leid tat ... die haben sich aber entschieden dicke Kumpel zu sein und das nach nur einem Monat .. und täglich wird es besser:




    Da kann es dann auch passieren, dass man so dolle liebgehabt wird, dass man dabei einschlummert und fast vom Sofa rutscht




    Wegen der Pöbelei an der Leine gehen wir übrigens getrennt. Denn Max war früher ein massiver Leinenpöbler und wir wollen nicht, dass es durch Mr. Big (der leider auch Leinenpöbler ist) wieder so schlimm wie früher wird. Bei Mr. Big haben wir das jedoch schon direkt in die richtigen Schranken gelenkt, da es noch nicht verfestigt ist und wir nicht, wie bei Max damals, erst rumprobieren mit Schautraining, clicken, um- und ablenken ... wir haben ihm klar "gesagt", dass dieses Verhalten nicht in die Tüte kommt und somit ist nach 1,5 Monaten das Thema auch schon so gut wie durch.

    Liebe Grüße
    Fanta


    Fotos und Videos meiner beiden Rabauken


    Dein erster Hund wird nie das werden was Du erwartest. Aber alle anderen nach ihm, werden nie wieder das für Dich sein, was Dein erster Hund war.

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