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Eurasier oder doch Wolfsspitz??

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    Hallo Ihr Lieben,


    in den vergangenen Monaten hatte ich wenig Zeit, hier zu schreiben, aber ich habe immer wieder mitgelesen. Spannend! :smile:
    Zur Erinnerung: Wir sind potentielle Ersthundbesitzer in Wartestellung ;) (zwei alte Katzen) und bislang auf Eurasier fixiert.


    Im Zuge der Wissensanhäufung habe ich jetzt aber etwas Zweifel bekommen, ob nicht doch ein "Original", nämlich ein Wolfsspitz, besser für uns wäre.


    Ich lese immer wieder von Eurasier-Besitzern, die doch Probleme mit Jagdtrieb haben, und hier vor Ort gibt's auch eine Besitzerin, die ihren Rasi-Rüden gar nicht mehr von der Leine läßt. Da lese ich doch gern, daß man mit einem Wolfsspitz völlig entspannt durch Wald und Wiese spazieren kann, weil Jagen und Streunen ihn angeblich nicht interessiert.
    Dann heißt es ja auch immer, daß Eurasier nicht gern apportieren. Wenn ich Leute mit ihren Hunden Ball spielen sehe, dann denke ich oft, daß ich sowas eigentlich auch gerne möchte. Auf einem Agility-Parcour sehe ich mich eigentlich nicht sooo unbedingt :roll, und ständig Schnupperspiele .... :/


    Beim Wolfsspitz wäre vielleicht die Erziehung der Knackpunkt, da steht auf mancher Züchterseite, sie sei nicht einfach. Wenn ich allerdings "keine grundsätzliche Unterordnungsbereitschaft" lese oder daß "einfühlsame Konsequenz" notwendig sei, dann kommt mir das als Katzenbesitzerin mehr als bekannt vor :D . Ich denke, das würde ich gebacken kriegen.
    Und daß das Wolfi mich derart behüten wollte, daß es keinen an mir vorbei läßt, das müßte doch auch zu vermeiden sein :???:


    Ich hab mir Videos angeschaut. Sofern es nicht so ein Keeshond-Fellbomber ist, sondern das Haarkleid im Urzustand, gefällt mir das wölfische Hundi auch sehr gut, auch wenn die Farbenvielfalt der Eurasier natürlich etwas Betörendes hat.


    Ich habe diesen Thread hier gelesen, der mich etwas nachdenklich gemacht hat.


    http://de.narkive.com/2004/6/1…pitz-versus-eurasier.html


    Es stimmt ja, daß der Eurasier irgendwie "in" ist und gut "vermarktet" wird. Und wie im Eurasier-Buch zu lesen, hatte Julius Wipfel seinerzeit sehr individuelle und persönliche Gründe, seinen Wolfsspitz mit einem Chow zu kreuzen, es lag ja nicht daran, daß mit dem Wolfsspitz irgendwas verkehrt war.


    Gibt's hier Wolfsspitz-Besitzer, die was dazu sagen möchten? Ich bin etwas gespalten. So ganz eigentlich gefällt mir der etwas "bärigere" Eurasier bislang immer noch ein bißchen besser. Aber das Roulette mit dem genetischen Pendel (Jagdtrieb, zuviel Chow-Würde) macht mir bei ihm doch etwas Sorge.


    Klar, am besten ist es in so einem Fall, Züchter aufzusuchen und sich ein Bild zu machen. Aber vielleicht habt Ihr wertvolle Hinweise für mich in die eine oder andere Richtung, denn Züchter sind ja nicht ganz unbefangen...


    Liebe Grüße
    Iris

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  • Hallo Iris,


    bei deinem Problem hilft nur eines: weg von Büchern und Internet und ab ins richtige Leben zu den Hunden und ihren Besitzern. Den direkten Vergleich hast du nur auf Ausstellungen, ansonsten würden sich Züchterbesuche und bei den Eurasiern noch Spaziergänge anbieten :smile: .


    LG,
    Susanne (mit nicht-jagdendem, aber dafür apportierenden Eurasier ;) )

  • Von Eurasiern hab ich keine Ahnung, aber das Wolfpitze keinen Jagttrieb haben kann ich nicht bestätigen, unserer ist öfters mal Wild hinterher und hat auch gern Mäuse gefangen, ich fand das schon ziemlich stressig, vorallem ihm das abzugewöhnen!
    Aber wenn man das von klein auf trainiert, ist es wohl kein Problem, bei jeder Rasse gibt es irgendwelche Baustellen!

    My Aussies
    Snooker geb. 06.11.2005
    Neela geb. 10.03.2009
    Maxl geb. 07.09.2012

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  • Also, ich hab ne Eurasierdame (und bin damit voreingenommen, wie du noch sehen wirst :D , sie ist aber auch echt toll :herzen2: ) und das mit dem Jagdtrieb kann ich bestätigen. ABER er ist gut händelbar. Es kostet etwas Arbeit mit dem Junghund, aber normal ist sie immer sehr gut abrufbar gewesen und wenn, dann waren es meist nur ein paar Meter die sie hinterher ist, bbevor sie von selbst aufgegeben hat. Sie ist bei uns fast immer frei gelaufen und das obwohl wir fast täglich Wild getroffen haben.
    Die beiden andren Eurasier die ich kenne haben übrigends nie gejagt (laut Besitzer :D ).
    Und bei einem Spitz kannst du dir ja auch nicht 100%ig sicher sein, dass er nicht jagd, weil das meines Wissens kein Zuchtkriterium ist.


    Das mit dem Apportieren kann ich auch bestätigen, Madame war sich immer zu gut, was anderes als Fressen in ihr Maul zu lassen. Nur dieses Verhalten hat der Wolfspitz in die Verbindung gebracht. Also stehen deine Chancen bei einem Eurasier fast besser :D


    Zum Punkt Erziehung. Wenn du dir mal die Wesensbeschreibungen der anderen Rassen durchliest wirst du feststellen, dass keine von ihnen einen großen Will to please hat, sie alle recht selbständig sind. Keine Sorge, ist garnicht so schlimm wie das klingt. Aber eine perfekte SchäferhundUO wirst du wohl kaum hinkriegen, bei beiden nicht.
    Hundesport, wirst du mit keinem von beiden Leistungsmäßig betreiben können, aber so ein bisschen kann man sie eigentlich für alles begeistern.


    Zum Wachtrieb, ich kenn jetzt nur einen Großspitz, aber zu den Eurasiern kann ich sagen, dass sie alle wachsam sind (aufmerksam und melden wenn jemand das Grundstück betritt) und einen auch sehr wohl verteidigen wenn es sein muss, aber auch nur dann. Solange ich ruhig bin, steht mein Mädchen auch nur neben mir und guggt (oder stellt sich maximal leise vor mich), egal wie die Leute aussehen und sich benehmen.


    Sonst kann ich dir zum Eurasier nur sagen, schau dir die Eltern an und such dir welche mit geringem Chow-Chowanteil aus.
    Wir hatte ngefühlt alles einmal. Als Junghund den Samojeden (nett und viel Jagdtrieb), als erwachsener Hund einen Wolfsspitz (wachsam, kein gejage mehr) und jetzt im altern nen Chow-Chow (stur wir Sau :lol: aber nur bei meiner Mutter )

  • Hallo,


    danke für Eure Antworten - wie immer sind die für mich aufschlußreich.


    Susanne, Du hast natürlich recht, irgendwann kommt man mit grauer Theorie nicht weiter. Der Eurasierspaziergang steht auch schon im Terminkalender und die Ausstellung auch :smile: . Aber was hier im Forum zu erfahren ist, hilft doch auch noch mit bei der Entscheidung.


    Dani, bei Deinem Beitrag überwiegt bei mir das Gefühl, daß man doch immer richtig liegt, seinem Herzschlag zu folgen. Wie ich schon bei meinen Katzen gelernt habe (eine war eine Kopfentscheidung), ist Vernunft nur eine Seite der Medaille. Man lebt zu viele Jahre mit dem Tier, als daß sie allein ausreichen könnte. Und beim Eurasier macht mein Herzilein eben ganz laut bumbumbum, und ich kann nix machen, daß es beim Wolfsspitz - zumindest derzeit - nicht ganz so ist.


    Und wie snooky schreibt, gibt's immer irgendwo ne Baustelle. Früher wollte ich keinen Hund, weil ich dachte, das sind alles so total unterwürfige Kuscher - hatte natürlich keine Ahnung :hust:. Ein liebes Wesen mit einer Portion Eigensinn ist jedenfalls genau richtig, und wenn ich die Bengelmanieren händelbar sind, dann wird's schon passen. Und wenn er nicht apportiert - daß der Rasi das gerade vom Wolfsspitz hat, hab ich wohl überlesen :ops: -, dann tanzen wir eben einen Schieber zusammen oder ich halt ihm den Hula-Reifen hin :lachtot:, irgendwas wird er mögen.


    Mein vorerst eingebildeter Hund, mit dem ich schon "trocken" Gassi gehe :lol:, bleibt also wohl mal weiter ein Eurasier.

    Liebe Grüße
    Iris

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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    Ein liebes Wesen mit einer Portion Eigensinn ist jedenfalls genau richtig, und wenn ich die Bengelmanieren händelbar sind, dann wird's schon passen. Und wenn er nicht apportiert - daß der Rasi das gerade vom Wolfsspitz hat, hab ich wohl überlesen ups -, dann tanzen wir eben einen Schieber zusammen oder ich halt ihm den Hula-Reifen hin lachtot, irgendwas wird er mögen.


    Ach, mit viel Geduld, Unmengen an Leckerlie und einer guten Portion Humor kann man sogar einem Eurasier das Apportieren (und noch so manch andere Dinge) beibringen :D :


    http://www.youtube.com/watch?v=Nizi19K_coY


    http://www.youtube.com/watch?v=vv04dNvyegw


    Grinsegruß,
    Susanne

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