Was tun? Verhalten gegenüber anderen Hunden

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    Hallo!


    Ich bin gerade ratlos und traurig, weil ich glaube, etwas falsch gemacht zu haben.


    Als ich meine Amelie bekommen habe (mit 13 Wochen), da waren ihr andere Hunde fast völlig egal, sie hat mal hingesehen und fertig.


    Naja, nach etwa 2 Wochen hat es angefangen, dass sie andere Hunde anbellt, wenn diese größer oder gleich groß wie sie sind. Sie will nicht hin, sie bleibt einfach stehen/sitzen und bellt. Kleinere Hunde interessieren sie einfach nur übermäßig, da muss ich sie regelrecht weiterschleifen, weil sie ihren Blick nicht abwenden will.


    Erst dachte ich, es wäre einfach eine Phase, aber ich habe das Gefühl, dass es immer schlimmer wird :/


    Nachdem sie etwa 10 Tage bei mir war, ist ein großer Hund auf sie zugestürzt. Sie war an der Leine und hinter uns eine Straße. Sie konnte also nicht weg, obwohl sie flüchten wollte. Ich habe versucht, den Hund abzublocken, mit mäßigem Erfolg :/


    Vielleicht war das ein Grund für diesen Sinneswandel, vielleicht hat sie gerade eine Angstphase, vielleicht habe ich etwas grundlegend falsch gemacht, ich weiß es nicht.


    Die Trainerin sagte, ich soll es einfach ignorieren und weitergehen. Nur ist sie jetzt 4 Monate alt und wird sie immer schwerer und wenn es noch schlimmer wird und sie beginnt, in die Leine zu springen, dann sieht es schlecht aus. :sad2:



    Ich würde gerne aktiv etwas dagegen unternehmen, nur bin ich wirklich ratlos. Der Tierheimhund meiner Eltern hatte anfangs eine starke Leinenaggression inklusive in die Leine steigen, manischem Kläffen und völligem Kontrollverlust. So sieht das bei ihr nicht aus, aber wer weiß - ich habe einfach riesige Angst, dass es sich dazu entwickeln könnte.


    Ich würde gerne möglichst schnell aktiv etwas dagegen machen, nur weiß ich nicht wie.


    Falls ihr noch Fragen habt, nur zu. Ich bin über alle Tipps dankbar!

    Liebe Grüße, ginger*

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  • kann es sein, dass du selbst unsicher bist, wenn euch andere hunde entgegen kommen, da du angst hast, es könnte etwas passieren?
    solch eine unsicherheit überträgt sich schnell auf den hund.


    wenn sie in der situation überfordert ist, solltest du ihr daraus helfen. bleibt sie stehen oder sitzen, platzier dich zwischen der bedrohung und ihr, läuft sie links, nimmst du sie auf die rechte seite und gehst ganz normal weiter.

  • Ich nehm es ziemlich gelassen - der Hund meiner Eltern war ja wesentlich schlimmer, da bringt mich das bisschen Bellen nicht aus der Ruhe.


    Dazwischenplatzieren werde ich mal probieren, dankeschön!


    Nur normal Weitergehen funktioniert nicht, wenn der Hund zu nahe ist. Sie würde sich eher rückwärts-gehend mitschleifen lassen, als den Hund aus den Augen zu lassen (verständlich, wenn sie Angst hat).


    Was dann noch funktioniert:
    - abwarten, bis der Hund weg ist
    - Superleckerlis rausholen
    - laufen (dann läuft sie mit)

    Liebe Grüße, ginger*

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  • wenn sie stehen bleibt und sich nicht vom fleck bewegen will, kannst du sie von der seite/hinten körperlich bedrängen. ziel ist es, dass du deine präsenz in den vordergrund drängst und dann die führung übernimmst. am besten du lässt dem hund für diesem moment so wenig möglichkeit zum eigenen denken/handeln wie möglich. das hört sich jetzt vielleicht gemein an, erleichtert aber beiden das gegenwärtige und zukünftige miteinander ;)
    den hund beim körpelichen bedrängen nicht ansprechen, nicht unbedingt ansehen, die leckerlies kann man ruhig in der jackentasche lassen- sondern ganz normal, ruhig und besonnen reagieren.


    nach dem bedrängen: einladene Geste in ihre richtung, das kann ein aufmunterner blick sein, in verbindung mit dem hörzeichen "komm" oder "weiter" plus einer leichten drehung über die rechte schulter in die richtung in die es weiter geht


    läuft deine maus jetzt ein paar meter nach dieser begegung mit, und konzentriert sich auf dich, solltest du sie auf jeden fall verbal oder mit körperkontakt loben. ein kleines rennen "danach" ist auch vollkommen okey, damit sie ein bissel locker wird- oder ein ausgelassenes spiel zusammen mit dir.


    aus eigener erfahrung kann ich die situation nachempfinden und habe dieses vorgehen bei meinem hund erfolgreich angewandt.

  • super wichtig ist halt total ruhig und locker zu bleiben, keine emotionen zu zeigen, sondern das eigene handeln als selbstverständlich zu betrachten.


    um weitere anregungen zu holen, speziell zum thema angsthund, nutz einfach mal die suchfunktion im forum. da stößt du auf eine menge threads rund um das thema und auf verschiedene erfahrungen, trainingsvorschläge etc.


    schau einfach mal, welcher weg für euch der richtige ist. ;)

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Zitat von "ginger*"

    Was dann noch funktioniert:
    - abwarten, bis der Hund weg ist
    - Superleckerlis rausholen
    - laufen (dann läuft sie mit)


    das hört sich doch gut an. nutze es. warte nicht, bis sie sitzt, sondern spiele was mit ihr, renne, rolle ein leckerlie, dem sie hinterher rennen kann.
    bringe ihr ein schau bei, dass du ihre aufmerksamkeit bekommst.


    aber zerre sie nicht hinter dir her.


    gruß marion

  • Danke für eure Tipps!


    Ich werde es bei der nächsten Hundebegegnung auf jeden Fall versuchen, jetzt wo weniger Schnee liegt, treffen wir zum Glück öfter andere Hunde.




    Das mit dem Abschirmen hat heute morgen sehr gut funktioniert. Als ein anderer Hund (bombardiert mit den vergeblichen Rufen seiner Halterin) auf uns zugelaufen ist, hab ich sie hinter mich genommen und sie hat sich gleich sehr viel wohler gefühlt, hinter mir gewartet und auch nicht gebellt.



    "Schau" hab ich schon soweit aufgebaut, dass es am Hundeplatz funktioniert, wo sie die anderen kennt. Bis das auch bei unbekannten Hunden klappt, wird es aber noch dauern. Das wäre z.B. im Einkaufszentrum das Beste, weil ich da schlecht anfangen kann, mit ihr durch die Gegend zu rennen.

    Liebe Grüße, ginger*

  • das ist doch schön. :)


    schau einfach, auf was deine kleine am besten anspricht und wende es an.
    das wird schon :smile:

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