Problem mit Hündin und Kindern
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Hallo allerseits,
meine mittlerweile 4jährige Hündin meidet seit neuestem Kleinkinder (so bis zum Vorschulalter), begutachtet sie angespannt mit einem prüfendem Blick und hält immer ein paar Meter "Sichheitsabstand", so dass sie sogar rückwärts geht, wenn Kinder auf sie zukommen.
Dieses Verhalten resultiert aus einer sehr merkwürdigen Begegnung im Park vor ein paar Wochen. Meine Hündin lief unangeleint durch den Park, als ein kleiner Junge sich plötzlich einen Stock schnappte, damit auf meine Hündin zulief und ihn ihr hinhielt. Soweit alles o.k., meine Hündin schnupperte kurz uninteressiert am Stock und wir wollten uns unserer Wege trollen.
Aber nun verfolgten uns Kind und Vater!

Während das Kind wie besessen unserer Hündin hinterher rannte, die mit halb eingezogenem Schwanz möglichst große Kreise drehte, um das Kind abzuschütteln, bequatschte uns der Vater, dass sein Kind keine Distanz kenne und es nur gut wäre, wenn unsere Hündin mal nach ihm schnappen würde.

Und weder Vater noch Kind reagierten auf unsere sehr klaren Ansagen, dass wir das jetzt überhaupt nicht richtig und lustig finden. Also haben wir die Situation aufgelöst, indem wir quasi im Laufschritt das Weite gesucht haben.
Habt Ihr vielleicht einen guten Tipp, wie ich ihr dieses Meideverhalten wieder abgewöhnen könnte? Leider habe ich keine Kleinkinder (mit souveränen Eltern ;)) im Bekanntenkreis, die meine Hündin mal mit Leckerlies bestechen könnten.
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5. Dezember 2010 um 18:24
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Problem mit Hündin und Kindern - Vor einem Moment
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Wenn du in der Öffentlichkeit unterwegs bist, und ein Kind fragt, ob es den Hund streicheln darf, dann drück ihm einfach ein paar Leckerlis in die Hand. Wenn der Hund sich nicht rantraut, dann sag dem Kind, es soll die Leckerlis vorsichtig hinwerfen.
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Ja irgendwie die Kindernähe wieder antraineren...
Aber ich frag mich grad, wie bescheuert sind manche Leute eigenlich :irre: :irre: :irre:
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Ich würde da gar nichts trainieren. Damit machst Du das alles viel wichtiger als es ist. Es ist doch okay, dass sie sich zurückzieht. Lass ihr das doch und bleib einfach cool, dann wird sie auch wieder cooler werden.
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Ich mach es bei meiner so:
Wenn ich keine Zeit habe, führe ich sie souverän an den Kindern vorbei.
Mit souverän meine ich, dass sie eben nicht in ein Fluchtverhalten gerät, sondern eng bei mir bleibt bzw auf ihrem Weg bleibt und den Kindern nicht ausweicht. Dazu achte ich auf den Abstand zw ihr und den Kindern bzw darauf, dass Joy die Aufmerksamkeit bei mir und nicht bei den Kindern hat.
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Wir treffen immer wieder Kinder, die Joy gerne mal anfassen wollen. Dann frage ich: Willst du ihr ein Leckerlie geben? - Finden die meisten Kinder toll.Sehr schöner Nebeneffekt: Hund und Kind sind aufs Leckerlie konzentriert, so dass die Kinder auch nicht auf die Idee kommen, den Hund blöd (also erschreckend) anzufassen bzw mit Stöcken zu bedrängen, wie in deinem Fall. Und der Hund kriegt "nebenbei" mit, dass Kinder durchaus Positives haben - wenn man sich nah genug rantraut.
Situation 3: Spielende Kinder, die ins Angstschema passen - und ich setz mich in gebührenden Abstand auf ne Bank oder bleib stehen und Joy kriegt Leckerlie, sobald sie sich entspannt (und gleichzeitig die Kinder auf dem Zettel behält - denn sie soll sich ja damit auseinandersetzen, nicht nur abgelenkt werden.)
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Naja, kommt halt auf die Lebensweise an. Wenn man oft mit Kindern zu tun hat ist es für den Hund doch jedes mal Stress, da würd ich das schon machen. Wenn man Kinder eh nur mal beim Spazierengehen trifft wohl eher nicht.
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Zitat
Ich würde da gar nichts trainieren. Damit machst Du das alles viel wichtiger als es ist. Es ist doch okay, dass sie sich zurückzieht. Lass ihr das doch und bleib einfach cool, dann wird sie auch wieder cooler werden.
Ja, das sehe ich auch so.Meine Hündin kam mit massiven Angstverhalten vor (bestimmten) Kindern zu mir und das zeigt deine Hündin soo ja gar nicht...
(Insofern ist mein Beitrag vermutlich etwas übers Ziel hinausgeschossen.) -
Zitat
Naja, kommt halt auf die Lebensweise an. Wenn man oft mit Kindern zu tun hat ist es für den Hund doch jedes mal Stress, da würd ich das schon machen. Wenn man Kinder eh nur mal beim Spazierengehen trifft wohl eher nicht.
Wenn ein Hund weiß, dass er sich zurückziehen kann, falls er möchte, wird er schneller entspannter werden, als wenn man ihn unbedingt dazu bringen will etwas gut zu finden...

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Vielen Dank für Eure zügigen Antworten!

Die Kinder, denen wir hier im Alltag begegnen, haben eigentlich alle unglaubliche Angst vor Hunden. In den letzten Jahren haben mich gerade mal eine Handvoll gefragt, ob sie meine Hündin streicheln dürfen, daher lohnt es sich eher nicht, darauf zu hoffen. :/
Und solange sowohl die Kinder als auch meine Hündin und ich in Bewegung sind, gibt es auch weiterhin keine Probleme. Ihr Meideverhalten wird nur dann deutlich, wenn wir gezwungenermaßen irgendwo alle zusammen stehen bleiben müssen wie an einer Ampel oder in einer Schlange auf dem Markt ...
ZitatIch würde da gar nichts trainieren. Damit machst Du das alles viel wichtiger als es ist. Es ist doch okay, dass sie sich zurückzieht. Lass ihr das doch und bleib einfach cool, dann wird sie auch wieder cooler werden.
So habe ich bisher darauf reagiert, bin damit aber nicht wirklich zufrieden. Denn meine Hündin agiert sehr selbstständig, wenn ich sie nicht aktiv kontrolliere. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mittlerweile durchaus auch mal nach einem Kind schnappen würde, wenn dieses ihre eindeutigen Signale nicht erkennt und plötzlich auf sie zugestolpert käme, sie aufgrund der Leine nicht wirklich ausweichen kann und ich nicht schnell genug bin.
Vor dieser merkwürdigen Begegnung wäre sie nur überrascht weggesprungen und wir alle hätten uns kurzzeitig erschreckt.
ZitatDazu achte ich ... darauf, dass Joy die Aufmerksamkeit bei mir und nicht bei den Kindern hat.
Das finde ich eine gute Idee für uns!
Ich werde mal versuchen, Ihr die Kinder "schönzufüttern", indem ich ihre Aufmerksamkeit in diesen Situationen voll und ganz auf mich lenke. -
Zitat
(...)
Das finde ich eine gute Idee für uns!
Ich werde mal versuchen, Ihr die Kinder "schönzufüttern", indem ich ihre Aufmerksamkeit in diesen Situationen voll und ganz auf mich lenke.
Ich meine damit aber nicht, dass du sie zur Ablenkung fütterst. Denn das führt in meinen Augen nicht zu einer Verhaltensänderung - man umgeht das Verhalten nur durch die Ablenkung.
Ich meine, deutlich die Führung zu übernehmen.
Wenn ich da bei Joy uneindeutig (zB unaufmerksam, "abwesend") bin, verfällt sie in ihr altes Verhalten (bei ihr dann Flucht). Wenn ich sie an mich binde, vertraut sie sich mir an und meistert die Situation.
Oder anders ausgedrückt: Ein Ersatzverhalten abfordern und nicht nur ablenken.Zu deiner Angst, dass sie schnappen könnte: Kannst du sie nicht von den Kindern abschirmen bzw deinem Hund den Rückzugsraum sichern?
Wenn der Hund zurück weichen kann, wird er das in der Regel tun (statt das Kind abzuschnappen). - Vor einem Moment
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