Wie kommen wir über die Brücke (mit ängstl Hund)?
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Hi, willkommen im Club der Rumänien-Hundenasen
Erstmal, egal was man Dir erzählt hat, Strassenhund blabla, vergiß es. Ein Straßenhund kennt Autos, Menschen, was auch immer. Für mich ist das ein Märchen, mehr nicht. Ich stelle ich mir das ganz anders vor und seitdem versteh ich auch unseren Hund.
Du hast einen Herkunftsort im EU-Pass stehen. Den schau Dir mal über Google Satellit / Maps an.
In der Regel handelt es sich dabei um ein großes Gelände am A :zensur: der Welt, eine Art Hundeauffanglager. Das bedeutet: großes Stück Gelände, Zaun drum rum, paar Hundehütten und wenn es gut geht einmal am Tag Fressen.
Da gibt es keine Gassigeher oder sowas wie bei uns, sondern wenige Pfleger, die sich um hunderte von Hunden "kümmern".Jetzt ist Dein Hund acht Monate alt, unsere war zehn Monate und Du hast im Prinzip einen Welpen, der die Umwelt erstmal kennenlernt: andere Menschen, Autos, Fahrräder, Leute mit Gehwagen, Roller, einfach alles. Die Eindrücke prasseln wie tennisballgroße Hagelkörner auf den Hund ein, der wahrscheinlich nur noch das Gefühl hat er sei irgendwie "im falschen Film" und deshalb eine mords Angst hat.
Drum geht es im Moment noch nicht um so Dinge wie Auslastung, Abwechslung beim Spaziergang. Es geht darum das Vertrauen vom Hund zu gewinnen: "Was auch immer da kommt, Frauchen regelt das und mir wird nichts passieren".
Es ist egal, wie weit Du bei einem Spaziergang läufst. Setz Dich irgendwo auf eine Bank, lass ihn drunter geschützt liegen und einfach nur gucken.
Das Wichtigste dabei ist, dass Du ihn nie für seine Angst bedauern darfst oder trösten. Das bestärkt ihn. Du musst immer neutral bleiben und eine Lösung zeigen.
Ach ja, zum eigentlichen Thema "Brücke". Klar ist es das Ziel eines HH auf eine Hundespielwiese zu gehen und der Hund hat dort Party.
Aber so weit seid Ihr noch nicht, denke ich. -
11. November 2010 um 08:28
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Wie kommen wir über die Brücke (mit ängstl Hund)? - Vor einem Moment
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Zitat
Ich möchte dir nochmal ans Herz legen, jetzt, wo er noch so ängstlich ist, den Hund 2 x zu sichern.
Huhu, also er hat ein Halsband und ein Geschirr an. Die Leine hat 2 Karabiner und die mache ich einmal am HB und einmal am Geschirr fest.
Das klappt ziemlich gut - er ist bisher noch nicht rausgehüpft, sogar eben als er unbedingt zu einem anderen Hund hin wollte und rumgehüpft ist wie doof.
Da ich seine Maße nicht genau kannte, habe ich erstmal ein Geschirr von Wolters (professional) und ein normales Halsband gekauft.
Soll ich sicherheitshalber umstellen? So 100%ig traue ich dem ganzen irgendwie nicht...ZitatIst er denn noch ansprechbar oder wirklich kopflos-panisch?
wenn wir nun einen Fußgänger haben der an uns vorbei geht, dann wird er nervös, aber reagiert auf ein langgezogenes "ruuuuuhig" von mir.
Teilweise bleibt er gefroren stehen und starrt etwas an, z.B. Rolläden die gerade hochgezogen werden. Dann lass ich ihn gucken und irgendwann klick ich mit der Zunge und gehe weiter, dann geht er mit.
Wenn er das bei anderen Hunden macht, stell ich mich zwischen ihn und den anderen Hund, damit er nicht das rumspringen und toben an der Leine anfängt.
Ich würde aktuell eigentlich gerne Hundekontakte vermeiden, zumindest mit Hunden die ich auch nicht kenne und dazu noch an der kurzen Leine.
Seht ihr das anders?Wenn er richtig hektisch wird dann geht er von rechts nach links, hinter mich und rennt in die andere Richtung. Da krieg ich ihn nur in Kontakt, wenn ich 2-3 Schritte hinterhergehe und ihn dann abhole und wieder in die Richtung gehe.
Bestärke ich ihn damit? Oder sollte ich ihn einfach weiter ziehen?ZitatIn der Regel handelt es sich dabei um ein großes Gelände am A zensur der Welt, eine Art Hundeauffanglager.
Ja, da muss ich dir eigentlich Recht geben. Ich habe Fotos gesehen von dem wie du sagst "Auffanglager" - die Hunde werden in großen Zwingern mit Hütten gehalten.
Er wurde anscheinend vor einiger Zeit auf einem Hof untergebracht wo er zur Pflege gelebt hat, aber wohl nicht wirklich in die Familie dort integriert.
Insofern ist er am Sonntag hier auf dem Mars gelandet. -
Witzig, dass sich die Geschichten von unseren Hunden so ähneln. Bei uns wurde angeblich die hochträchtige Hündin in Pflege genommen und hat dort geworfen.
Könnte es sein, dass Du um Deinen Hund zu holen ca. 100km nach Süden auf der B2 gefahren bist???
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Meine Ansprechpartnerin der TS Orga war den Hund abholen (ich hab ja kein Auto) der mit dem Transport kam und hat ihn mir quasi vor die Haustür geliefert :) Da gings über die A6 zu mir. Insofern keine B2 :) Aber spannend ist es trotzdem was du so erlebt hast. Hast Du einen eigenen Thread vom Hundekind?
Die Geschichte von Enki lautet so: Er wurde mit Wurfgeschwistern auf dem Feld aufgesammelt und dann zur Orga gebracht. Dort ist er dann gewesen und zuletzt in einer Pflegefamilie untergebracht.
Aaaber ich hab mir ja geschworen einfach neu anzufangen mit ihm und nicht drüber nachzudenken was vorher war.
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Ich würde ihn nicht durch Situationen durch zwingen, wo er offensichtlich Angst hat. Die Gefahr, dass er so lernt, Angst haben bringt nichts, ich muss aggressiv reagieren, also rumbrüllen und/oder in die Leine springen, ist groß. Weil so bekommt er unter Garantie den Abstand den er braucht.
Wichtig ist auch darauf zu achten, wie er an etwas vorbei geht. Nimmt er es wahr? Schaut er es sich an? Oder schaut er gar nicht hin und blendet es aus? Zweiteres wäre Meideverhalten und deutet daraufhin, dass er mit der Situation extreme Probleme hat.
Wenn ich er sich irgendwie 'einstarrt', versuch ihn mal möglichst schnell anzusprechen, damit er kurz den Blick abwendet. Dann darf er wieder schauen.
Und wirklich nur ganz kurz gehen.
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nein, wir haben keinen eigenen Thread.
Aber ich werd es nie vergessen als wir sie abgeholt haben. Die Taschen voller Leckerlies, zwei Hunde draußen und unsere. Alle kamen betteln, nur eine nicht. Sie hat sich ins hinterste Eck des Gartens verkrümelt.
Wir haben den Vertrag fertig gemacht und das Hundi wurde wohl das erste Mal in ihrem Leben in ein Geschirr gepackt. An der Leine mitgehen, ne. Wir haben sie zum Auto getragen, dort kurz runtergesetzt und sie wollte sich unterm Auto verstecken. Hat vor Angst einen Bobbel hinterlassen. Sie tat mir so leid.
Dann sind wir über 300 km nach Hause gefahren und im nachhinein würd ich sagen ich war fast ein ganzes Jahr damit beschäftigt die Angstnase aus der Reserve zu locken.
Ich kann mich noch daran erinnern wie die ganze Familie völlig frustriert am Esstisch saß. Jeder wollte ihr eine Freude machen und mit ihr gehen, aber sie hatte keine Freude daran, totale Verweigerung. So langsam, Schritt für Schritt haben wir uns die Umwelt erarbeitet. Es hat ganz schön lange gedauert, bis sie das erste Mal unbeschwert über ne Wiese hüpfte.
Nur ab und zu gibt es noch Ungeheuer, die uns bedrohen. Aber dann reicht es, wenn ich sie einfach im Abstand sitzen lasse und voraus gehe.
Am längsten dauert es bis heute bei den Menschen. Es gibt nach wie vor sehr wenige, die sie anfassen dürfen. Dort sind die Fortschritte noch kleiner. Aber auch da lernt sie dazu. Eine Bedienung, die einen kleinen Teller Schinken hinstellt, darf sie zwar nicht anfassen, aber sie knurrt auch nicht mehr, wenn der leere Teller weggeräumt wird. Dann bin ich stolz wie Oskar auf sie, wohl manchmal über Dinge, für die mir ein anderer HH nen Vogel zeigen würde.
Macht aber nichts, sie ist es wert, sie ist ein toller Hund geworden, der für jeden Blödsinn zu haben ist.....
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