Kleines Beiss-Problem...

  • Hallo,

    mein Freund und ich haben uns vor nun beinahe drei Wochen einen Mix aus Shih Tzu und Yorkie zugelegt. Er war 8 Wochen alt, als wir ihn bekommen haben. Die ersten zwei Tage lief es super, dann begann er zu beißen. Klar, Welpen machen das, aber wie kann ich ihm am Besten Beißhemmung beibringen. Die ersten zwei Wochen haben wir es erfolglos mit energischem "NEIN" und anschließdem ignorieren und teilweise auch aus dem Raum gehen versucht. Der kleine Charly war davon kein bisschen beeindruckt und biss fröhlich weiter, sobald er unsere Hände zwischen die Zähne bekam.

    Letzte Mittwoch waren wir bei der Welpenschule, damit der Hund die Möglichkeit hat, mit anderen Welpen zu spielen. Dort kamen wir auf das Thema Beißhemmung. Die Trainerin sagte, man solle sie Welpen in die Seite zwicken, wenn sie beißen. Nicht dolle, nur damit sie sich erschrecken. Ich hatte zwar von Anfang an kein gutes Gefühl dabei, da es jedoch super klappte, als die Trainerin Charly zwickte, weil er mich gebissen hat, habe ich das bis Donnerstag beibehalten, mit dem Ergebnis, dass er sich nicht mehr streicheln lassen wollte und ein bisschen Angst hatte.

    Als wir am Freitag bei meinen Eltern waren, hat meine Mutter eine Zeitung gelesen und diese, als Charly an ihr rumgeknabbert hatte, auf den Tisch gehauen. Charly hat sich erschrocken und war den restliche Tag der liebste Hund der Welt:D Auch zu Hause klappt das super, allerdings ist nun meine Frage, ob das wirklich der richte Weg ist, ihm das beißen abzugewöhnen, oder ob wir ihm damit nur Angst vor lauten Geräuschen antrainieren? Und was könnte ich stattdessen versuchen? :hilfe:

  • Hallo,

    als erstes würde ich dem Hund erst einmal "erklären" wollen, was "NEIN" überhaupt bedeutet.
    Er kennt das Wort nicht.
    Und da er Deine Sprache nicht spricht, kann er auch gar nicht erst verstehen, was Du von ihm willst, wenn Du dieses Wort zu ihm sagst.

    Das Wort kann alles und gar nichts bedeuten ;)


    Hier im DF gibt es eine prima Anleitung, wie man das "NEIN" aufbaut.
    Ich habe sie grad nicht parat, müßte sie also selbst suchen.


    Zitat

    Letzte Mittwoch waren wir bei der Welpenschule, damit der Hund die Möglichkeit hat, mit anderen Welpen zu spielen. Dort kamen wir auf das Thema Beißhemmung. Die Trainerin sagte, man solle sie Welpen in die Seite zwicken, wenn sie beißen. Nicht dolle, nur damit sie sich erschrecken.

    Na ja,
    das würde ich auch nicht unbedingt tun wollen.
    Es gibt andere Wege.
    Und ich wüßte auch nicht, was der Welpe davon lernen sollte.

    Zitat


    Ich hatte zwar von Anfang an kein gutes Gefühl dabei, da es jedoch super klappte, als die Trainerin Charly zwickte, weil er mich gebissen hat, habe ich das bis Donnerstag beibehalten, mit dem Ergebnis, dass er sich nicht mehr streicheln lassen wollte und ein bisschen Angst hatte.

    Eben,
    das ist dabei die große Gefahr, die ich dabei sehe!

    Dein Hund verliert das Vertrauen in Dich.
    Warum sich dann noch vom Menschen streicheln lassen, wenn dieser doch auch so unerwartet Schmerzen zufügen kann, sobald die Hand des Menschens an der Seite vom Hund ist?
    Du wirst für den Hund dann unberechenbar.
    Also, lieber gleich das Weite suchen, dann kann es auch nicht unverhofft weh tun!

    Auch das mit der Zeitung würde ich nicht machen.
    Es mag im ersten Moment "klappen", aber auch nur, weil er sich erschrocken hat.

    Aber was passiert danach?
    Wenn der Hund es immer wieder erlebt,
    - könnte der Angst entwickeln
    - könnte der "taub" für die Geräusche werden, weil diese für ihn später keinerlei "Bedeutung" mehr haben.


    Ich würde es über einen vernünftigen Aufbau des Wortes "NEIN" machen.
    Und mit dem Rest, den Raum verlassen, hast Du schon alles richtig gemacht.

    Solange der Welpe "Rabatz" macht, bekommt er zur "Strafe" keine Aufmerksamkeit.
    Erst wenn er wieder "brav" ist, wird weiter gespielt.

    Du machst grad den ganz normalen Welpenblues mit :D


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Danke für eure Antworten, im Grunde habt ihr mein schlechtes Gefühl bei der Zeitungssache bestätigt, werde nun erstmal das Wort "nein" aufbauen und den Hund bis dahin ignorieren, wenn er beisst.

    Das Zwicken habe ich ja sowieso nach einem Tag wieder gelassen. Mein Problem ist nur die Welpenschule, da sie die einzigste hier in der Umgebung ist (wohne in einem kleinen Dorf). Ich möchte einerseits, dass Charly viel Kontakt zu anderen Welpen hat, andereseits ist mir diese Welpenschule durch diese Methoden ein wenig unheimlich gewurden, vor allem da die Trainerin auch mal ungefragt andere Hunde zwickt, oder am Nackenfell oder an den Lefzen zieht, wenn die Hunde andere Welpen zu sehr bedrängen... Hmm... Jemand da einen Rat für mich?

  • Zitat

    vor allem da die Trainerin auch mal ungefragt andere Hunde zwickt, oder am Nackenfell oder an den Lefzen zieht, wenn die Hunde andere Welpen zu sehr bedrängen... Hmm... Jemand da einen Rat für mich?

    Na, der würd ich was erzählen, wenn die ungefragt meinen Hund am Nacken packt. Was ist denn bitte der Sinn dahinter? Eine Hundeschule sollte doch dazu da sein, dass der HH angeleitet wird, wie es richtig geht...und nicht, dass die Trainerin alles selbst in die Hand nimmt! Von den Methoden mal ganz abgesehen.
    Ich würd da nicht mehr hingehen.

  • :schockiert:

    Diese Schule hätte mich dann zum letzten Mal gesehen!

    Lieber den Welpen ohne Schule durchbringen, als "so".


    Vielleicht findest Du doch etwas anderes?
    Ich selbst fahre auch knapp eine halbe Stunde, bis ich bei unserem Verein bin. Aber es lohnt sich für uns!


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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