Er frisst alles auf der Strasse!

  • Hallo zusammen,

    ich habe das Problem, dass wenn ich mit Humphrey rausgehe, dass er wirklich alles, was er findet, frisst. Egal ob altes Dönerpapier (er kaut so lange drauf rum, bis der letzte Aromafetzen rausgesaugt wurde) oder ein Stück Brot, alles wird gesucht und gefunden. Wenn er das macht, hilft auch kein "Aus" oder bestrafen. Er lernt nix daraus - die Gier überwiegt. Es wird mir langsam zum Leid, da man nie weiss, was die Menschen draußen hinwerfen.

    Ich hoffe ihr habt ein paar hilfreiche Tipps, wie man das Ganze in den Griff kriegen könnte. :hilfe:

    Zum Hund: Er ist ein Labrador, fast 10 Jahre und ich kenne ihn seit knapp 3 Jahren. Lebe aber richtig erst mit ihm zusammen seit einem halben Jahr. Er ist der Hund meiner Freundin. Allerdings ist er sehr auf mich fixiert.

    LG

  • Bestrafen würde ich den Hund auf keinen Fall! Dabei lernt er nur heimlich zu fressen oder wegzulaufen und es einfach schnell runter zu schlingen bevor du kommst! Die Belohnung ist in dem Moment viel größer als die Angst vor deiner Strafe!

    Was bei meinem Hund gut geklappt hat, war das Tauschen. Dafür musst du immer ein besonders gutes Leckerchen dabei haben und es deinem Hund anbieten wenn er etwas im Maul hat. Spuckt er zum Beispiel das Dönerpapier aus, gibts du ihm das Leckerchen... Schlingt er das Papier runter darf er natülich nichts bekommen!

    (Manche sagen damit erziehe ich den Hund zum Müllsammler... Aber ich sehe das anders. Am Anfang darf der Hund noch alles aufnehmen was er will. Wenn die Regel des Tauschens mit der Zeit gut sitzt, differenziere ich: Will der Hund etwas in den Mund nehmen sag ich "Nein", (wenn er das Nein befolgt wird natürlich gelobt) zeigt er mir dagegen deutlich "da ist Beute" dann geb ich ihn frei und er darf mir den Müll oder was auch immer bringen.)

  • Kennt er denn die Befehle "Nein" oder "Aus"?

    Wenn nicht oder wenn er sie nicht richtig ausführt, würde ich sie einfach nochmal neu aufbauen.

    Am besten so:

    Leckerchen in die flache Hand nehmen, Hund fressen lassen.
    Wieder Leckerchen in die flache Hand legen, diesmal wenn er dran geht ein "nein" und Hand schließen. Dann Erlaubnis geben zum Fressen zB "Los" und Hund Leckerchen aus der Hand fressen lassen.

    Dies immer wieder machen und immer mal fressen lassen und dann wieder "nein" sagen. Der Hund lernt das relativ schnell. Zumindest was deine Hand betrifft... Ich würde das dann auch draußen üben (also Leckerchen in der Hand). Wenn es aus der Hand gut klappt, dann könnte der nächste Schritt sein, denn Hund aus der Hand zu füttern und immer mal ein Leckerchen direkt an seinem Mund auf den Boden fallen zu lassen, welches er aber nicht aufnehmen darf. Geht er ran, dann "nein" und notfalls Fuss auf das Leckerchen stellen, damit er nicht dran kommt. Die Leckerchen, die auf dem Boden lagen, einsammeln und später benutzen, den Hund nicht fressen lassen, sonst lernt er nicht, dass er gar nichts vom Boden aufnehmen darf.

    Außerdem würde ich versuchen den Hund in meiner Reichweite zu halten, damit er draußen nichts aufnehmen kann. Das Kommando, welches du neu konditionierst würde ich, wenn er draußen was aufnimmt und du nicht 100 % weißt, dass er es ausspuckt, nicht verwenden, sonst machst du das Kommando nur wieder kaputt.

    Ich kann mich ansonsten Elfchen nur anschließen und würde von einer Bestrafung abraten. Der Hund sollte lernen, dass es Vorteile für ihn hat, wenn er erst dann frisst, wenn du es erlaubst und wenn du "nein" zu einem Leckerchen sagst, dass es dann dafür ein anderes gibt.

    Hoffe, dass dir das hilft!

  • Vielen Dank für die hilfreichen und auch nicht so hilfreichen Tipps. Wie ich auch woanders gelesen habe, bin ich nicht der Einzige mit dem Problem. Das Spiel mit der Hand und "Aus" sagen, funktioniert wunderbar zu Hause. Auf der Strasse ist es ein einziges Jagen.

    Ich werde das mit den Leckerlies als Tausch mal probieren. Wobei ist ein wenig skeptisch bin, ob er das auch kapiert. Er wird vermutlich immer erst das andere zu Ende essen, bevor er das Leckerlie akzeptiert.

    LG

  • Zitat

    eine Leine und gute Beobachtung helfen auch Wunder

    Wenn man keine Lust hat hier zu antworten oder die Frage vielleicht zu primitiv findet, sollte man es sich schenken hier zu antworten. Sowas hilft 0 weiter.

  • Zitat

    Wenn man keine Lust hat hier zu antworten oder die Frage vielleicht zu primitiv findet, sollte man es sich schenken hier zu antworten. Sowas hilft 0 weiter.

    Soll ich dir mal sagen wie das weiterhilft?

    Wenn du deinen Hund beobachtest, kannst du eingreifen bevor er etwas aufnimmt, über einen Abruf oder ein Pfui.
    Klappt das nicht oder bist du zu faul deinen Hund zu beobachten, dann pack ne Leine an deinen Hund.
    Hat er etwas aufgenommen kannst du deinen Hund immerhin zu dir holen und ihm die Sachen abnehmen.

    Denn wie du im Eingangspost schreibst, das dein Hund Dönerpapier komplett frisst, gehe ich mal davon aus, das er das nicht inhaliert, sondern doch kurz darauf rumkaut und das braucht Zeit, also wo bist du in der Zeit um ihm das abzunehmen???
    Ist dein Hund zu weit weg? Oder entzieht er sich deiner? Leine!!!

    Soviel zum Thema helfen.

  • Och, da die Nase meines Hundes besser ist als meine Beobachtungsgabe jemals sein wird, half mir weder das beobachten noch eine Leine. Selbst an der Leine waren gewisse Dinge schneller im Hund als ich hätte reagieren können. Da hätte ich schon das Schnüffeln generell verbieten müssen...

    rimtimtimm:
    Ich bin den anstrengenden und zeitaufwändigen Weg des "Anzeigens" von Essbarem gegangen. Hier habe ich den Aufbau beschrieben
    https://www.dogforum.de/fpost8605771.html#8605771
    Mit allem anderen bin ich bei meinem Hund absolut gescheitert. Auch mit Leine und ständiger Beobachtung ;)

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