Hund kann nicht alleine bleiben
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Hallöchen allerseits!
Wir haben ein großes Problem mit unserem Hund Struppi. Er ist mittlerweile 10 Jahre alt und ein kleiner Zwergpinscher-Mischlings-Rüde.
Bis vor 2 Jahren hatten wir ihn zusammen mit seiner Mutter, die aber leider bei einer Operation verstorben ist. Seitdem ist unser Hund wie ausgewechselt. Er ist total auf meine Mutter fixiert (die die ganze Woche arbeiten muss) und weicht ihr oft gar nicht von der Seite.
Seit einem Jahr haben wir ein Körbchen in der Küche stehen in dem er oft liegt, während sie die Hausarbeit erledigt. Seitdem sind wir schon ein bisschen weitergekommen und er legt sich wenigstens zeitweise entspannt in sein Körbchen und schläft. Wenn meine Mutter dann aber nicht mehr von Zimmer zu Zimmer wuselt und im Wohnzimmer sitzt kommt er dann auch wieder. Er liegt dann aber meist ganz eng bei ihr und geht auch mit wenn sie den Raum verlässt.
Es klingt vielleicht blöd, aber wenn meine Mutter nicht da ist ist er auch irgendwie dauergestresst. Er legt sich nicht entspannt irgendwohin sondern ist immer wachsam, ob nicht doch gleich die Tür aufgeht und jemand reinkommt. Er läuft auch oft immer zur Tür und legt sich davor hin oder fängt an zu winseln und will dann auch unbedingt auf den Schoß... ich hab auch oft das Gefühl als würde er sich beim Spazierengehen nach meiner Mutter umsehen. Manchmal fixiert er irgerndwelche Frauen und will nicht mehr weitergehen, als würde er denken meine Mutter steht da. :/
Das Hauptproblem ist aber, dass er einfach nicht mehr allein bleiben kann und das wird immer extremer und langsam aber sicher auch zum echten Problem. Wir hatten deswegen schon Probleme mit unseren Vermietern. Ich hab noch Ferien bis zu meinem Studienbeginn nächster Woche und konnte ihn jetzt immer mitnehmen oder mich um ihn kümmern, also hab ich es so gut es ging vermieden ihn alleine zu lassen...
Auf Dauer kann das aber einfach nicht mehr so weitergehen. Gerade eben war ich eine Stunde mit einer Freundin unterwegs und als ich nach Hausekomme konnte man ihn schon unten an der Tür durchs ganze Stiegenhaus bellen und kläffen hören.

Es ist auch nicht so, dass er einmal kurz kläfft, wenn er jemanden hört. Er bellt DURCHAUS ohne Pause und ist oft ganz heiser wenn er mehrere Stunden alleine war. (Wenn ich zum Beispiel in der Schule war oder so) Auch von den Nachbarn wurde uns bestätigt, dass er studenlang durchkläfft :|
Ich hab auch schon tausend Berichte im Internet darüber gelesen (meistens geht es da aber um Welpen und nicht um erwachsene Hunde, die dieses Verhalten plötzlich zeigen...) von wegen Verlustängsten usw. und hab auch immer versucht mit ihm zu üben. Auf den Platz schicken und sich dann entfernen, dann steigern und ihm den Rücken zudrehen und so weiter, bishin dass ich die Wohnung verlassen habe und ihn dann gelobt habe, wenn er nicht gebellt hat. Aber irgendwie hab ich das Gefühl er weiß gar nicht was ich von ihm will. Ich bin mit meinem Latein einfach am Ende. Nichts hilft und ich hab das Gefühl, als würde es nur immer schlimmer werden.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter

Jetzt zum Beispiel liegt er neben mir am Boden und macht komische Geräusche. Nicht direkt ein Winseln aber einfach so ein "Unwohlsein" und ich merke auch total, dass er gestresst ist und nicht entspannt. Er läuft auch immer wieder zur Tür... Es macht mich einfach nur so traurig ihn so zu sehen und auch nur für kurze Zeit das Haus zu verlassen, wenn er alleine ist ist einfach nur mehr die totale Belastung für mich.
GLG
Sabine -
27. September 2010 um 16:09
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Hallo Sabine,
habt ihr den Hund schon mal gesundheitlich checken lassen?
Manche Hunde reagieren ängstlicher wenn sie z.B. nicht mehr so gut hören oder sehen. Sie sind dann sehr verunsichert.Des Weiteren solltest Du ihn gar nicht beachten wenn Du nach hause kommst oder auch das Haus verlässt.
Es sollte ganz normal sein.Wenn ihr das Zimmer verlasst, dann macht einfach mal eine Tür zu und lasst ihn zurück. So ganz selbstverständlich und ohne Tamtam.
Habt ihr es mal mit einer Box probiert. Ihr sollt ihn da nicht einsperren, aber manche Hunde fühlen sich in einer Box sicherer und suchen sie gerne auf. Er ist ja nun auch kein großer Hund und vielleicht würde es da auch eine Höhle für Katzen tun. Irgendetwas höhlenartiges.
Dann würde ich mir bei einer Tierheilpraktikerpraxis Bachblüten zusammenstellen lassen. Welche, die gegen Ängste wirken und Ruhe bringen. Vielleicht hilft ja auch das.
Wie geht denn Deine Mama mit ihm um?
Spricht sie viel mit ihm, gibt sie ihm viel Aufmerksamkeit wenn er sie fordert?Erzähl mal noch ein bisschen.
Hat euer Hund die ganze Wohnung zur Verfügung wenn ihr weggeht?
Wenn ja, dann versucht ihn mal auf ein Zimmer (in dem er sich wohlfühlt) zu beschränken. Lasst mal ein Radio oder den Fernseher an, manchen Hunden hilft auch das.Liebe Grüße
Steffi
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Hallo Steffi, vielen Dank für die schnelle Antwort!
Also meine Mutter spricht schon viel mit ihm, bzw. gibt ihm auch das was er fordert (zum Beispiel wenn er Streicheleinheiten will und sie "anstupst" bzw. mit den Pfoten ihre Hand berührt, so quasi "Streichel mich") Man merkt halt, dass er Aufmerksamkeit möchte.
Ich hab schon oft gesagt sie soll einfach mal die Türen hinter sich schließen, weil er sie ja teilweise auch durch die ganze Wohnung verfolgt. (Wenn sie nciht da ist macht er das mit mir auch) Das hat sich seit das Körbchen da ist aber jetzt gebessert!
Also das mit der Höhle und den Bachblüten werd ich auf alle Fälle ausprobieren!! Danke!
Also hören tut er in der Tat nicht mehr sehr gut! Wahrscheinlich hat er sich selbst taub gekläfft
Man merkt schon, dass er bei leisen Rufen oder "normalen" Rufen nicht mehr ganz so schnell reagiert wie früher. Er ist ja auch nicht mehr der Jüngste. Ansonsten geht es ihm gesundheitlich blendend, bis auf die Tatsache, dass ihm 2-3 kg weniger auf den Rippen nicht wehtun würden.Wenn er alleine ist dann kommt er meist in die Küche wo sein Körbchen steht. Ihm steht dann auch das Wohnzimmer zur Verfügung, aber wie gesagt benutzt er das ja dann nicht wirklich. Er steht im wahrsten Sinne des Wortes vor der Küchentür und kläfft durchaus

Mein Vater wohnt von uns getrennt und ist ab und zu mehrere Tage zu Besuch da. Er hat einen Pitbullrüden der unseren Kleinen vergöttert. Struppi akzeptiert ihn andererseits mehr oder weniger nur. Auch wenn die beiden alleine sind ist es nicht besser... Ich dachte eigentlich dann würde es besser sein, aber vielleicht akzeptiert er Bodo auch nicht primär als Teil des Rudels.
Das mit dem Beachten haben wir auch schon versucht - wenn jemand nach Hause kommt reagiert er meist extrem hysterisch - besonders bei meiner Mutter.
Wenn ich gehe ist es meistens so, dass ich ihn in der Küche in sein Körbchen schicke - gezwungenermaßen, er unterwirft sich meist im Flur und will dann nicht in die Küche. Und dann mach ich die Tür zu und gehe. Ich sag dann auch so Sachen wie "Bleib auf deinem Platz, ich komm gleich wieder" Ich nehme an, das sollte ich lassen? :|
GLG
Sabine -
Hallo,
Deine Mutter sollte ihn wirklich nicht beachten wenn er das möchte. So schwer es auch fällt.
Ihr müsst euch auch Freiräume schaffen und dürft nicht zulassen, dass der Hund euch kontrolliert, denn das könnte auch der Grund sein warum er kläfft, wenn es nichts Gesundheitliches ist.Wenn ihr weg seid, kann er nicht schauen was ihr macht, also bekommt er Stress und bellt.
Wie soll er lernen, dass er nicht die erste Geige spielt wenn Deine Mama es nicht schafft den Hund mal alleine zurück zu lassen innerhalb der Wohnung. Ihr müsst ihm die Möglichkeit nehmen euch ständig hinterher zu laufen. Nur so kann er merken, dass es gar nicht schlimm ist wenn ihr mal kurz den Raum verlasst. Nur so könnt ihr es weiter ausbauen.
Verabschieden und Begrüssen würde ich so einen Hund überhaupt nicht. Erst mal wird die Jacke ausgezogen und die Einkäufe verstaut, dann geht es von mir aus noch auf die Toilette und wenn der Hund dann runtergekommen und sich beruhigt hat, dann dürft ihr ihn auch begrüssen.
Ihr dürft ihn auch beschmusen und beachten, aber dann wenn ihr das wollt und ihr solltet es auch wieder beenden.
Ihr nehmt ihm den Stress damit und dann wird er auch wieder ruhiger werden.
Ein zweiter Hund ist nicht unbedingt ein Garant dafür, dass der erste ruhig ist. Ich hab drei Hunde und drei Katzen hier und dennoch hat Murphy gedacht er müsste mal testen was passiert wenn er jault. Es war nur ein Testen und ging auch nur drei oder vier Tage, auch hat er in dieser Zeit generell ausprobiert wie es sich macht wenn jault.
Er jaulte wenn ich ihm etwas verboten habe lautstark. Ich musste ja innerlich schmunzeln, hab es aber ignoriert.
Es war ein Testen und hätte ich darauf in irgendeiner Weise reagiert, würde das Jaulen und mitleidig schauen jetzt zu seinem Reportoir gehören um die Frauchen um den Finger zu wickeln.Nun denn, versucht es einfach mal und probiert es zusätzlich mit Bachblüten wenn er beim Tierarzt war.
Liebe Grüße
Steffi
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Hat der Hund denn jemals gelernt, allein allein zu bleiben? Also ohne Zweithund? Anständig und langsam aufgebaut?
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Hallo Steffi, Hallo Rockabelli!
Dankeschön für die guten Tipps! Ich werde auf jeden Fall versuchen alle umzusetzen und auch mit meiner Mutter noch einmal sprechen. Es ist ja auch für uns eine riesige Umstellung.
Ich persönlich tu mich nur schwer, wenn ich ihn dann wirklich alleine in der Küche lasse und woanders bin in der Wohnung und er dann anfängt zu kläffen. Wie verhalt ich mich dann am besten?
So direkt gelernt hat er es nicht wirklich alleine zu bleiben. Früher waren sie immer brav alleine und sind einfach auf ihren Plätzen gelegen, ganz entspannt. Klar haben sie mal kurz gekläfft, wenn jemand an der Tür war oder wenn es geklingelt hat, aber ansonsten sind sie immer brav alleine geblieben.
Auch Struppi anfangs, nur wurde es jetzt eben immer schlimmer. Wenn man nach Hause kommt wird man auch kläffend "begrüßt", auch mit hochspringen usw. Es ist ja auch so, dass er immer direkt hysterisch wird wenn man sich anzieht und er merkt man möchte gehen, dann will er natürlich mit und verklickert einem das auch lautstark.
Es ist so ein dummes Gefühl, wenn man die Tür schließt und er gleich schon anfängt zu bellen. Ich weiß ehrlich gesagt dann nie wie ich mich direkt verhalten soll

Ganz liebe Grüße und DANKE!!
Sabine -
Hab grad versucht mit ihm zu üben, dass ich nur den Raum verlasse und 5-10 Minuten in meinem Zimmer bin...
Es dauert keine 2 Sekunden da fängt er schon an zu bellen. Manche schreiben man soll es ignorieren, aber da erzählen mir meine Nachbarn was... Wie reagiere ich dann am besten? Reingehen wenn er nicht bellt und so tun als wär nix gewesen, ihn bestrafen wenn er bellt (auf ner anderen Seite hab ich was von Nackenkniff gelesen...)?
Ihr solltet ihn mal sehen, der hockt da und zittert als würd ich ihn gleich umbringen und ist einfach total hysterisch, nur wenn ich mal den Raum verlasse
Da fühlt man sich ja wie der ärgste Tierquäler 
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