Welpe frisst Muell und hat Angst vor Hunden!!
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Hallo ihr lieben!
Ich bin seit 3 Wochen stolze Hundemama
Mein kleiner Schatz heisst Lakis und ich hab ihn auf Kreta gefunden als er so ca. 2 1/2 Monate alt war.
Er ist wirklich der liebste Hund der Welt! Immer bemueht alles richtig zu machen und dankbar fuer alles
!
Allerdings hab ich 2 Probleme mit ihm, bei denen mir vielleicht jemand weiterhelfen kann:1. Er frisst staendig den Muell, der auf der Strasse liegt (oder versucht es zumindest). Und zwar wirklich ALLES und die ganze Zeit! Gerade waren wir draussen und als ich ihn gerufen habe ist er gekommen...mit zigarettenstuemmel im maul!!! Wenn ich "nein" sage, dann laesst er die Dinge auch (meistens) fallen, aber ich wuerd ihn so gerne dazu bringen, dass er das erst gar nicht frisst Ich will gar nicht wissen, was er in unbeobachteten Momenten schon alles verschlungen hat
Man muss dazu sagen, dass ich ihn auf einer Art Muellkippe gefunden habe. Ganz alleine... Der Tierarzt meinte, dass er da wahrscheinlich auch schon ne Weile war. Vielleicht hat er sich das da angewoehnt?? Ich mach mir nur Sorgen. Was passiert wenn er mal was Giftiges frisst? Das wuerd ich mir nie verzeihen!!
Er bekommt immer nach Vorschrift zu fressen und nur das beste Premium-Welpen-Futter. Aber ich glaube auch nicht, dass er das aus Hunger heraus macht.
Hat jemand einen Tipp fuer uns?? Bin dankbar fuer alles!!Jetzt zu meinem 2. Problem:
Mein kleiner Spatz hat schreckliche Angst vor Hunden! Auch vor Welpen! Am Montag fliegen wir nach Deutschland. Und er ist schon zur Welpenspielgruppe am Samstag angemeldet. Kann ich ihm das zumuten? Kulturschock, neue Wohnung, neue Menschen (Familie, Freunde) und dann noch eine Rasselbande an Welpen, wo er schon bei einem einzigen den Schwanz einzieht und weinend zu mir rennt?
Ich befuerchte, dass er vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht hat. In der Gegend, in der ich hier auf Kreta wohne (Heraklion) sind wirklich viele Strassenhunde und ich kenn ja seine Vorgeschichte nicht.
Ich will ihn nicht ueberfordern, aber andererseits will ich aber auch sein Sozialverhalten staerken.Bitte helft mir, ich bin ganz verunsichert!
Vielen Dank sagen Lakis und Kathrin
- Vor einem Moment
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Hi,
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Zum Müllproblem:
Dein Welpe bekommt sein Futter ausschließlich aus seiner Schüssel, mindestens bis zum Zahnwechsel. Nichts aus der Hand, nichts vom Boden, nur aus der Schüssel.Wenn du mit der Schüssel kommst, hat er zu sitzen oder zu liegen, stehen ist nicht (dann stößt er dir auch nicht die Schüssel aus der Hand). Er darf erst zur Schüssel gehen, wenn du das Futter freigibst.
Die Fütterungszeiten sind eine ganz komplizierte Frage. Alle 4 Stunden, 4 Mahlzeiten am Tag? Nö, ist so nicht vorgesehen. Auch die drei Mahlzeiten des Menschen sind nicht natürlich. Man (hund auch) frisst, wenn man (hund) Hunger hat. Also eine Fütterungszeit und der Welpe bekommt die Schüssel einmal freigegeben. Dann frisst er sie nach Belieben leer, d.h., ob er in einer, zwei, sieben oder dreiundachtzig Mahlzeiten frisst, ist sein Ding.
Nein und Meins sind weder vielleicht noch deins. Nimm einen Teller mit Wurst- und Käsebrot, vielleicht noch ein paar Würstchen, stelle ihn auf den Boden und lege dich daneben. Kommt der Welpe an, schiebe ihn mit dem Unterarm weg und sage Nein, Meins. Das wiederholst du so lange, bis du in Ruhe mit dem Welpen neben deinem Teller essen kannst. Das begreift er ganz schnell und du kommst erst einmal eine ganze Weile mit Nein und Meins über die Runden.
Die Idee mit der Welpenschule ist prima. Ich würde aber in den ersten 5 - 10 Tage im neuen Heim erst einmal so mit ihm die neue Welt erkunden und erst dann intensiver in die Ausbildung einsteigen. D.h. nun nicht, dass du in der Zeit die Zügel schleifen lässt, du sollst ihn nur nicht mit allen möglichen neuen Dingen bombardieren. Achte darauf, was er verkraften kann und überfordere ihn nicht, verhetschle ihn aber auch nicht.
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Naja, Lakis hat sich vom Müll ernährt um zu Überleben. Dementsprechend versucht er auch hier alles zu fressen, was er findet. Belohnst Du eigentlich das Ausspucken? Wenn nicht, dann würd ich genau dies tun und zwar mit Futter oder Lecker.
Hundeangst, auch das ist erklärbar. Vermutlich hat er sich allein durchgeschlagen und gelernt, dass andere Hunde Konkurrenz sind und äußerst unfreundlich ( grad in Bezug auf Teilen von Futter bspw.).
Auch das muss er in kleinen und langsamen Schritten lernen. Möglichst mit einen souveränen Althund, der behutsam auf Lakis zugeht und ihm via Verhalten zeigt, dass andere Hunde durchaus nett sein können.
Hmm, grad in dem Punkt wäre es vielleicht ratsam, mit einem Hundetrainer zusammen zu arbeiten, da er doch am ehesten geeignete Figuranten weiß.
Liebe Grüsse,
Birgit
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Zitat
Naja, Lakis hat sich vom Müll ernährt um zu Überleben. Dementsprechend versucht er auch hier alles zu fressen, was er findet. Belohnst Du eigentlich das Ausspucken? Wenn nicht, dann würd ich genau dies tun und zwar mit Futter oder Lecker.
Das ist der beste Weg, um einen Hund zum Müllsammler zu erziehen:
Oh, geil, ein Papierschnipsel *freu*! Den nehme ich jetzt sofort auf und tausche ihn gegen ein leckeres Stück Wurst
.Blos nicht mit solchen Spielchen anfangen. Tauschen und Belohnung sind ja schön und gut, aber nicht für jede Situation geeignet. Der Hund ist ganz einfach gestrickt und denkt stur geradeaus. Also: Futter gibt es nur und ausschließlich aus meiner Schüssel, alles andere existiert nicht! Das ist die Lektion, die erst einmal in Fleisch und Blut übergehen muss. Dann kann man ausnahmsweise Ostern, Pfingsten und Weihnachten mal mit einer Ausnahme kommen.
Der Hund hat kein Problem mit klaren Regeln. Probleme bekommt (und macht) er nur, wenn es keine klaren Regeln gibt.
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Zitat
Zum Müllproblem:
Dein Welpe bekommt sein Futter ausschließlich aus seiner Schüssel, mindestens bis zum Zahnwechsel. Nichts aus der Hand, nichts vom Boden, nur aus der Schüssel.Wenn du mit der Schüssel kommst, hat er zu sitzen oder zu liegen, stehen ist nicht (dann stößt er dir auch nicht die Schüssel aus der Hand). Er darf erst zur Schüssel gehen, wenn du das Futter freigibst.
Die Fütterungszeiten sind eine ganz komplizierte Frage. Alle 4 Stunden, 4 Mahlzeiten am Tag? Nö, ist so nicht vorgesehen. Auch die drei Mahlzeiten des Menschen sind nicht natürlich. Man (hund auch) frisst, wenn man (hund) Hunger hat. Also eine Fütterungszeit und der Welpe bekommt die Schüssel einmal freigegeben. Dann frisst er sie nach Belieben leer, d.h., ob er in einer, zwei, sieben oder dreiundachtzig Mahlzeiten frisst, ist sein Ding.
Nein und Meins sind weder vielleicht noch deins. Nimm einen Teller mit Wurst- und Käsebrot, vielleicht noch ein paar Würstchen, stelle ihn auf den Boden und lege dich daneben. Kommt der Welpe an, schiebe ihn mit dem Unterarm weg und sage Nein, Meins. Das wiederholst du so lange, bis du in Ruhe mit dem Welpen neben deinem Teller essen kannst. Das begreift er ganz schnell und du kommst erst einmal eine ganze Weile mit Nein und Meins über die Runden.
Genau das hat meine Hündin alles kapiert und begriffen und wird auch so gehandhabt, nur hilft es mir draußen nichts.
Da komme ich auf Dauer nur mit Pfui und dem belohnen mit Superleckerlies aus.
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@ PocoLoco
Hat deine Hündin das kapiert und begriffen? Oder kann es auch sein, dass ein Nein draußen Vielleicht bedeutet
?Wie weit geht deine Konsequenz, wenn sie z.B. ein Brötchen verschlingt? Holst du es wieder raus? Nein ist Nein und wird auch durchgesetzt, auch draußen. Wenn das so ist, welchen Sinn macht es dann für den Hund gegen dieses Nein zu verstoßen? Keinen!
Wenn aber ein Kompensationsgeschäft labberiges Brötschen gegen saftiges Steak winkt, na dann lohnt sich die Aktion doch! Das würdest du doch auch so sehen und dich entsprechend verhalten.
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Bei mir bedeutet Nein Nein. Da gibt es keine Diskussion und was ich am Anfang aus ihrem Fang rausgeholt habe... nun, jeder Biologieprofessor wäre stolz auf diese Sammlung. :) Meine frisst weniger Abfall, als verwesende Tiere und Pferdeäpfel. Sie hat mittlerweile schon recht gut verstanden, dass es sich eher lohnt bei mir zu bleiben, als irgendwelche Viecher zu fressen.
Was ich nicht ganz verstehe ist der Zusammenhang zwischen deinem Ratschlag, dass der Hund zu sitzen oder zu liegen hat, wenn man mit der Futterschüssel kommt (etwas das hier auch verlangt wird) und dem Müllfressen draußen. Genauso wenig leuchtet mir die Sache mit den Fütterungszeiten ein. Der Hund kann noch so satt sein, findet er draußen etwas, wird es mitgenommen.
Nein und Meins macht Sinn, sollte im Zitat auch nicht vorkommen. -
Grins, naja DSH Bauer, genauso wie ich es schrieb hab ich das meinem Hund beigebracht und der sammelt mir draußen nichts auf und spuckt mir sogar zugesteckte Fleischbrocken ohne Murren in die Hand und zwar bei der ersten Aufforderung.
Und nu?
Wenn ich es so verkehrt gemacht habe, dann dürfte das ja alles nicht sein.
Birgit
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Zitat
Was ich nicht ganz verstehe ist der Zusammenhang zwischen deinem Ratschlag, dass der Hund zu sitzen oder zu liegen hat, wenn man mit der Futterschüssel kommt (etwas das hier auch verlangt wird) und dem Müllfressen draußen. Genauso wenig leuchtet mir die Sache mit den Fütterungszeiten ein. Der Hund kann noch so satt sein, findet er draußen etwas, wird es mitgenommen.Frusttoleranz, Geduld, Unterordnung, aber auch, dass man den Hund ungestört füttern kann und nicht jede Futterration vom Boden wieder in die Schüssel befördern muss. Der Hund lernt eben, dass es sich lohnt zu gehorchen, was indirekt auch beim Müllproblem hilft.
Die Fütterungszeiten haben natürlich nichts mit dem Müllproblem zu tun. Es ist eben nur unnatürlich nach der Uhr zu essen/fressen. Um mal einen Hundetrainer von gestern zu zitieren:
Punkt 18:00 Uhr kommt das Häschen und hüpft auf den Baumstamm, damit sich der Wolf beim Fressen keinen Haltungsschaden holt
.@ Abessinierin
Sammelt dein Hund draußen nichts auf weil er etwas dafür bekommt oder weil er es nicht tut, weil ihn die Dinge draußen nicht interessieren? Im ersten Falle wäre das ja das von mir erwähnte Kompensationsgeschäft, im zweiten stellt sich die Frage, warum er dann etwas bekommen soll. Und generell bleibt die Frage, was der Hund (allgemein, nicht unbedingt deiner) tut, wenn alle Leckerchen weg sind.Für das Ausgeben von Spielzeug ist der Futteransatz prima geeignet, aber gegen Müllsammeln sehe ich ihn kritisch. Da sollte die Regel doch sehr eindeutig sein, dass nur das gefressen wird, was im Napf ist. Das wirft beim Hund dann auch keine Fragen auf bezüglich Leckerbissen von Fremden. Ist nicht in der Schüssel, wird folglich auch nicht angenommen.
Das soll nun nicht bedeuten, dass du etwas falsch gemacht hast, wenn es denn zu deiner vollsten Zufriedenheit funktioniert. Es führen halt viele Wege nach Rom, nur sind nicht alle gleich lang.
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Hallo,
du hast noch einen Welpen, der es auch noch gewohnt war, Unrat zu futtern.
Welpen nehmen gern alles Mögliche vom Boden auf und fressen es.
Es ist etwas wie die orale Phase beim Kind.
Im Grunde bist doch schon auf dem richtigen Weg.
Festige das "nein" bzw. konditioniere es richtig:https://www.dogforum.de/ftopic61351.html
Dir wird vorerst nichts anderes übrig bleiben, den Kleinen nicht aus den Augen zu lassen und die Aufnahme unerwünschter Dinge mit "nein" zu unterbinden.
Hat er schon etwas im Maul, würde ich es auch so machen, wie "Abessinierin" beschrieben, den Austausch gegen etwas Besseres.
Bei meinen Hunden hat es bestens funktioniert und die Verhaltenskette "Hund nimmt etwas vom Boden, um von Frauchen ein Leckerchen zu kassieren", ist nicht eingetreten.Zur Welpengruppe solltest du gehen, probiere es aus, wie dein Welpe dort klarkommt. Bei einem ängstlichen Welpen sollte die Gruppe nicht zu groß sein, schütze deinen Welpen, wenn er Schutz sucht und wirf ihn nicht ins kalte Wasser.
Eine gute Hundetrainerin wird deinen Welpen und seine Reaktionen gut einschätzen können.Gruß
Leo - Vor einem Moment
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