Hündin hat auf einmal Angst vor allem möglichen???

  • Hallo ihr Lieben,

    ich habe ein "Problem", besser gesagt ich mache mir Sorgen um meine Hündin...

    Ganz kurz zum Hund:
    Bara ist eine 2 Jahre alte Airedale Hündin, sie ist eine super liebe Maus, mit ihr kann man den größten Quatsch machen und riesig viel Spaß haben, auch auf dem Hundeplatz bei der Unterordnung und beim Schutzdienst ist sie eine 1, ein absolutes Arbeitstier, sie ist freundlich zu fast jedem Mensch und ihre Artgenossen liebt sie sowieso... es gibt eigentlich nichts zu mäkeln...

    ... bis auf unser neues "Problem"...

    wie aus dem nichts hat sie auf ein mal Angst vor den normalsten Dingen, sie hat Schiss vor der Badtür die etwas gegen die Heizung kommt, sie hat auf einmal Angst vor einem wehenden Vorhang, vor einem vollen Müllbeutel, vor ihrem Futternapf-Gestell, eben vor alltäglichen Dingen, die sie nie gejuckt haben... wenn man sie ins Körbchen schickt und sie nicht gleich dort hin geht und man ihr das Komando mit etwas gehobener Stimme gibt, duckt sie sich gleich und zieht das Genick ein (obwohl wir ihr nichts getan haben)... ich verstehe es einfach nicht...

    ... hättet ihr eine Idee an was es liegen könnte?

    Ach ja, läufig war sie im April das letzte Mal...

    Liebe Grüße
    Spurzel

  • Puh, das klingt schwierig.

    Eine Möglichkeit wäre natürlich ein plötzlicher Schreck, wie ein Schock, der sich ihr so "eingebrannt" hat, dass ise jetzt vor allem ähnlichen Angst hat.
    Eine andere Möglichkeit wäre, dass Fehlverknüpfungen aus dem Welpen-/ Junghundealter in Erscheinung treten, das passiert eigentlich auch häufiger als man annimmt. Da würde auch das Alter ca. dazu passen.
    Wann erreichen denn Airdales ihre soziale Reife? So mit knapp über 3 Jahren oder? Etwas rasseabhängig haben Hunde im Alter von 1,5 bis 2,5 Jahren eine Null-Stresstoleranz-Phase, in der sie stark überreagieren und Situationen falsch einschätzen.
    Wenn ich mit den Airdales richtig liege, könnte das ungefähr passen bei Deiner Hündin.

    Mal abgesehen von der Ursachenforschung, lässt sich sowas oft recht gut mit Desensibilisierung erreichen. Vielleicht suchst du hier mal danach, es ist schon recht spät und ich bin etwas müde, und auch nicht gerade der Spezialist in dieser Art des Trainings. Die Grundsätze wären, den Hund in reizarmer Umgebung an "abgeschwächte" Gefahrensituationen ruhig heranzuführen und ruhiges Verhalten zu bestätigen.

    Was auch oft hilft ist, eine Art Tagebuch zu führen. Man glaubt gar nicht wie viel genauer man die Situationen erkennt und enschätzen kann, wenn man sie dokumentiert und einige Zeit später mal drüberschaut.
    Auch im Falle einer Therapie / eines Trainings hilft man dem Therapeuten/Trainer damit natürlich ungemein.

    Ich weiß, das hilft momentan nicht viel, aber vielleicht schauen dadurch noch ein paar mehr Leute über den Thread drüber und haben ein paar gute Einfälle.
    Ich werd auch noch mal drüber nachdenken, wenn ich fitter bin.

    Einstweilen mal viel Glück :)

  • Hy,
    ich hab momentan ganz ähnliches durch mit meiner Alaskan Malamute Hündin (1,5 Jahre alt).
    Sie hat regelrechte Panikattaken bekommen sobald nur ein Kugelschreiber
    runtergefallen ist.
    Bei uns war allerdings noch ein AB gegen Zwingerhusten mit im Spiel.
    Seit dem das durch ist beruhigte sie sich auch langsam wieder. Nach 3 Tagen ohne Tabletten war sie wieder ganz die Alte (zum Glück).
    Gruß Katja

  • Hi, ich kann leider nur kurz antworten, weil ich unterwegs bin. Bei meiner Jule (2Jahre, Tornjak) kam diese Angstverhalten auch sehr heftg. Nach einer Blutuntersuchung stellte sich als Ursache eine Schilddruesenunterfunktion heraus. Sie bekommt jetzt Medikamente und wird allmählich stabiler. Ich rate dir, geh zum TA.
    Lg, Marebima mit Timmi, Schroeder und Julchen

  • Hört sich kompliziert an, weil du ja net so recht weiß woher das plötzlich kommt.
    aber kann es denn durch irgendwas ausgelöst worden sein? Irgendetwas, was für dich eventuell gar net recht im zusammenhang steht? Gewitter oder etwas auf dem hundeplatz?

  • Hallo ihr Lieben,

    erst mal viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiielen Dank für eure vielen Antworten und ein ganz dickes sooooooooooooooooorry für meine späte Antwort. :gut: & :muede2:

    Meine Maus ist mir ein Rätsel, 2-3 Tage nachdem ich dieses Thema eröffnet habe, war auf einmal wieder alles in Ordnung, die Tür im Bad kein Problem mehr, das Futtergestell kein Problem mehr, sogar der Müllbeutel... :roll:

    Ich weiß nicht was war, vielleicht hatte sie einfach einen schlechten Tag (sie ist ab und an ein ziemliches Sensibelchen) oder sie kommt in diese Null-Stresstoleranz-Phase und das war das erste Anzeichen.

    Ich werde sie auf jeden Fall weiterhin genaustens beobachten, sollte sie sich wieder komisch verhalten (was ich nicht hoffe), werde ich mir den Tipp von Marebima zu Herzen nehmen und mit ihr zum TA marschieren und das Blut untersuchen lassen.

    Sollte wieder etwas sein, werde ich euch auf dem Laufenden halten.

    Vielen vielen Dank nochmal.

    Liebe Grüße
    Spruzel

  • Hallo,


    :ka:

    also, für mich liest es sich ein wenig so, als ob Ihr gerade einen (weiteren) Schub "Unsicherheitsphase" hinter Euch gebracht habt :D

    Damit wird man ein paar Mal als Hundehalter konfrontiert.
    Dann sind auf einmal altbekannte Gegenstände wie Mülltonnen, Bäume, Figuren im Garten, parkende Motorräder am Straßenrand "Feinde" :lol:


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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