Problem mit anderen Hunden
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Hallo ihr Lieben!
Ich muss mal wieder um Hilfe fragen - oder eher um Erfahrungen und Buchtipps.
Also es geht um mich und meine 8jährige Cockerhündin. Ich hab sie aus zweiter Hand und sie wurde höchstwahrscheinlich schlecht sozialisiert usw. Sie war auch seht schlecht erzogen, als wir sie bekommen haben. Sie hat aber zum Glück schnell dazu gelernt und keine schwerwiegenden Macken gehabt.
Mit anderen Hunden hat sie nie viel Spaß gehabt, sag ich mal so. Sie hat sie begrüßt, kurz beschnuppert und dann wollte sie eigentlich nur in Ruhe gelassen werden. Spielen o. Ä. tut sie gar nicht.
Allerdings hat sich das in letzter Zeit irgendwie nochmal gesteigert, sie ist jetzt knatschiger zu den Hunden. Sobald sie auch nur eine Sekunde zu lange Schnuppern oder ein bisschen zu nah sind, kriegen sie einen Anranzer. Fürchterlich besitzergreifend ist sie sowieso (Futter, Wasser, Liegeplatz...) und dem dürfen die Hunde dann auch kein bisschen zu nahe kommen.
Tina ist auch eine sehr, ähm, nach Status strebende Hündin. Das ist das einzige, was sie auch bei menschen zeigt. Allerdings haben wir damit gar keine Probleme, denn zeigt man ihr erstmal durch liebevolle Konsequenz und ich-streichel-dich-wann-ICH-will ihren Platz in der Familie, ordnet sie sich gern unter. Überhaupt ist sie sonst ein großer Schatz, vor allem wenn man bedenkt, dass sie 6 Jahre viel in einer Berliner Mietohnung verbracht hat.
Wie soll ich reagieren, wenn sie wieder so knatscht? Ich finde nämlich nicht, dass sie das ständig machen sollte. Aber es heißt ja, wenn man z.B. ein "Nein!" reinruft, würde man ihr nur zeigen, dass man hinter ihr steht.
Habt ihr eine gute Buchempfehlung oder überhaupt Textempfehlung zu diesem Verhalten? Ich finde nämlich nur viel,viel zu Leinenaggression und das zeigt sie gar nicht.Ganz liebe Grüße,
Marie & Tina -
27. August 2010 um 17:24
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Problem mit anderen Hunden - Vor einem Moment
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Vielleicht will deine Hündin nur ihre Individualdistanz gewahrt wissen und ranzt die anderen Hunde deshalb an? Das wäre ihr gutes Recht.
Schau mal genau hin, wie sie sich verhält. Hört sie auf "zu stänkern", sobald der andere Hund etwas mehr Distanz zu ihr hat?
Motzt sie nur, wenn sich der andere Hund ihr auf eine bestimmte Entfernung genähert hat?Es kann sein, dass sich dieses "Anranzen" verstärkt hat, weil sie durch Erfahrung gelernt hat, dass das ein gutes Mittel ist, sich andere Hunde vom Leib zu halten. Deshalb muss sie nicht "aggressiver" geworden sein.
Gibt es überhaupt Hunde, die sie mag? Dann würde ich Kontakt zu diesen suchen und ihr andere Hundekontakte nicht aufdrängen.
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Ja, ich denke das es mit der Individualdistanz etwas auf sich hat. So hat es unser Trainerin auch erklärt, bei unserem Gespräch damals. Nur ist es halt über den Sommer viel doller geworden - wahrscheinlich hat das mit dem Erfolg zu tun, ja.
Allerdings finde ich das doch ein wenig doll, wie sie das einfordert. Die Hunde haben nicht einmal richtig die Chance, sie zu begrüßen, inzwischen. Sie geht ziemlich schnell auf Abwehr.
Nun, hmm. Sie versteht sich mit den Hunden, die sie in Ruhe lassen. Wenn sie ihr immer genug Raum lassen, ist sie zufrieden und macht ihr Ding. Wäre auch so ein Kontakt positiv? -
Ja, auch so ein Kontakt ist positiv! Es tut deiner Hündin gut, wenn sie merkt, dass andere Hunde ihr nicht unbedingt zu Leibe rücken "müssen". Häufig kommunizieren auch eigentlich nur nebeneinander herlaufende Hunde miteinander oder entwickeln im Laufe der Zeit Teamgeist, zB wenn sie dann auf fremde Hunde treffen.
Entspannter Umgang mit einem anderen Hund ist gut, wird deiner Hündin über die Zeit Sicherheit und mehr Selbstbewusstsein geben.
Aber es dauert halt und kann nicht erzwungen werden.Hunde müssen sich nicht beschnuppern oder begrüßen. Die einen wollen das, die anderen nicht. Und deine will's wohl nicht.
In der Regel zeigt ein Hund das an, BEVOR er beschnuppert werden soll, dass er nicht will. ZB schaut er weg, geht hinter seinen Menschen, macht sich irgendwie "unsichtbar", schenkt dem anderen Hund keine Aufmerksamkeit.
Und erst, wenn der andere Hund darauf nicht reagiert und trotzdem schnuppern will, gibt's das Abwehrschnappen oder -knurren.
Das heißt, dass eher "Tölpel" und unsensible Hunde oder Hunde, die nicht sauber kommunizieren können, "einen drauf kriegen" - es ist also nicht immer deine Hündin "schuld".Auch mit dem Spielverhalten (was du dir glaube ich verhoffst), ist es sehr individuell bei Hunden. Manche spielen bis ins hohe Alter, andere stellen es mit einigen Jahren ein, wieder andere finden das Leben so ernst, dass sie gar keinen Sinn fürs Spielen haben. Letzteres kann auch bei Hunden mit schlechter Vergangenheit der Fall sein. Wer wirklich mal um seine Ressourcen kämpfen musste, dem kann die Lust auf spielen vergehen. Ebenso bei zu reizarmer Haltung, kann der Soielsinn "einschlafen".
Bist du eigentlich sicher, dass es nichts mit dir zu tun hat, wenn deine Hündin andere Hunde nicht nah haben will?
Ich würde das mal ausprobieren. Du darfst andere Hunde streicheln. Wenn sich deine dann dazwischen drängelt, kannst du entweder beide streicheln oder deine Hündin sanft wegschieben oder dich von ihr abwenden.
Deine Hündin darf ihre Individualdistanz durchsetzen - aber deine bestimmst du selber. Es wäre nicht gut, wenn deine Hündin auf dich aufpassen will oder dich verteidigen will.
Du kannst auch ausprobieren, ob sich deine Hündin unterschiedlich verhält, je nachdem mit welchem Menschen sie unterwegs ist.Wenn du unsicher bist, was das alles zu bedeuten hat: Was hältst du davon, weil du ja schon mal eine Trainerin hattest, wenn du die noch mal kontaktierst?
Vielleicht ist dein Hund gerade in einer neuen Phase und es wäre gut, den Umgang mit ihm entsprechend anzupassen. Deine ehemalige Trainerin könnte sich den Hund und dich (also euren Umgang miteinander) vielleicht noch mal anschauen und dann Tipps geben, wie du dich am besten verhältst. -
Hey, das ist bei vielen älteren Hündinnen so

Ich hab dieselben Erfahrungen mit einer Labradorhündin gemacht, die ich regelmäßig betreue.
Ich habe ersteinmal sehr viel Grundgehorsam verlangt in der Nähe anderer Hunde, auch beim Kontakt musste sie noch abrufbar sein und bis heute muss sie vor jedem Hund in drei m Entfernung erstmal absitzen, bevor sie hindarf.
Klappte das, durfte sie also hin, bin ich direkt weitergegangen und hab sie somit meist recht schnell aus der Situation wieder hinausgeholt - also garnicht erst stehen bleiben, sondern direkt weitergehen und den Weg unbekümmert fortsetzen.
Hat sie rumgemotzt, habe ich sie sofort gerufen, absitzen lassen und angeleint oder ich hab sie in Entfernung abitzen lassen, bin selbst zum Hund gegangen und hab sie dann zu mir gerufen.Hast du einen Übungshund, kannst du mehrere Übungen machen:
1. Gehe mit dem Besitzer des anderen Hundes ein Stück des Weges eng nebeneinander her, führt die Hunde außen und lasst sie zunächst keinen Kontakt haben (durch Abdrängen und lockerer, kurzer Leine), später lasst ihr einfach die Leinen locker und die Hunde selbst entscheiden.
2. Setze die Hunde nebeneinander ab (zunächst größere Entfernung von ca. 1 m, später kleinere) und gebe abwechselnd Leckerchen - auch mal dem anderen Hund zwei hintereinander - nur nicht zu viel reizen
Bei allem gilt - wird sie (aufgrund niederer Gründe) stinkig, wird sie abgerufen, absitzen lassen und wieder kontrolliert zum anderen Hund hin.
Allmählich wird die Toleranzgrenze steigen, aber das braucht willensstarke Herrchen und Frauchen.
Der Labradorhündin erlaube ich es z.B. zurechtzuweisen, wenn ein aufmüpfiger Junghund sie ständig zum Spielen auffordert oder ein Rüde ihr lange am Hintern klebt - ich erlaube es NICHT, dass sie stinkig wird, weil ich grad einen anderen Hund streichle oder dieser einfach nur kurz abchecken will mit wem er es da zu tun hat - eben normale Hundekontakte.Wenn uns Hunde entgegenkommen, muss ich sie immernoch genau beobachten, ob sie nicht doch kurz vorher loslaufen möchte und verbellt , sobald die schneller wird ruf ich sie ab, lass sie sitzten und danach weitergehen -
"Unfälle" hatten wir ab da nicht mehr - selten, dass sie noch andere Hunde schnel zurechtweist und dann auch ´nur gerade so viel, wie notwendig ist.Übrigens: Wenn ein Hund trotz ihrer Bemühungen ihn loszuwerden, immernoch an ihr klebt - helfe ich ihr , indem ich ihn wegdränge, am Halsband fasse und in die Richtung seines Herrchens schicke, daher muss sie garnicht mehr so ruppig werden, wie es früher bei jedem Hund der Fall war.
Viel Erfolg!
LG Jana -
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Du und dein Hund haben kein Problem. Dein Hund verhält sich völlig normal und gut wäre es, wenn du auf Hunde treffen würdest, die die Signale deiner Hündin ernst nehmen.
Zur Not muss man halt als Mensch strukturieren helfen.Ich erlebe viele HH, die es irgendwie "peinlich" finden, dass ihr Hund dieses Rumgeschnüffel nicht will. Letztens hab ich erst mit einem HH darüber gesprochen, der sich wünschte, seine Hündin wäre "verträglicher".
Ich hab ihm gesagt, sie verhalte sich völlig normal in meinen Augen.Meine Hunde respektieren distanzforderndes Verhalten und nehmen sich dann zurück.
Meist kann der andere dann entspannen und in seinem eigenen Tempo Kontakt aufnehmen. -
BigJoy
Wir sind bei der Trainerin noch regelmäßig und ich werde auch morgen nochmal mit ihr darüber sprechen und es sie nochmal einschätzen lassen, schließlicn ist es immer am besten, wenn man es selbst sieht. Ich wollte nur gern noch ein paar weitere Erfahrungen "zusammensammeln", um mir ein besseres Bild machen zu können.
Nein-nein, dass sie mit den Hunden nicht spielen möchte, stört mich nicht. Mit mir spielt sie ja. Allerdings ist das natürlich auch keine Voraussetzung oder Erwartung meinerseits! Ich möchte uns nur die Hundebegegnungen so entspannt wie möglich machen.
Allerdings glaube ich schon, dass sie auch meine Individualdistanz kontrolliert. Ich weiß es aber nicht. Ich probiere es nicht aus, da ich oft Futter dabei habe und meist nicht riskiere, dass sie dann futterneidisch wird. Allerdings sollte ich das wohl mal ausprobieren, am besten vllt. mit Maulkorb oder so, sollte es tatsächlich "losgehen".
Vielen Dank!muecke
Wenn ich so darüber nachdenke, stimmt das wahrscheinlich so
Wie kann ich ihr denn am besten "helfen"? Wie soll ich mich verhalten, wenn aufdringliche Hunde kommen und nicht gehen (wenn der Halter zum Beispiel gerade nicht in der Nähe ist oder es ihn nicht die Bohne interessiert, was sein Hund gerade macht...).
An ihrer Futterkontrolle oder so sollte wir aber wohl trotzdem arbeiten.
Auch hier ein großes Dankeschön! = )Cörki
Erstmal danke für die lange Antwort!
Tina möchte bei Hundebegegnungen am liebsten ganz kurz schnuppern, wer da ist, und dann schnell weiter. Wenn man das so umsetzt, z.B. durch abrufen oder weitergehen, bzw. der Hund geht weg, dann ist das auch alles okay. Nur wenn der Hund anfängt zu "nerven", wird's kritisch.
Und in den letzten Tagen haben sie die Hunde halt sehr arg schnell genervt. Allerdings hatten wir gerade auf dem letzten Spaziergang wieder eine reibungslose Begegnung ?
Ich werde es beobachten. -
Aber so ist es eigentlich in Ordnung

Sie scheint eben kein Hund zu sein, der andere Hunde ausdrücklich liebt
Solange mein Hund nicht jeden Hund anmotzt, nur weil er vorsichtig am Hintern schnüffelt, wäre ich zufrieden mit der Situation. Vielleicht terfft ihr ja auch mal einen besonders netten Rüden, den Tina auch sehr symphatisch findet .
Ansonsten biete ihr einfach etwas Schutz, sobald ein anderer Hund zu aufdringlich wird und übergeht er trotz alldem alle "Warnungen", ist er ja auch selbst schuld und hat dazugelernt
LG Jana
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