Standardproblem: Hund kann nicht alleine bleiben . . .

  • Hallo!
    Ich habe einen 3 1/2 Jahre alten Jack Russel Terrier Rüde namens Tyson, der vor 4 Wochen kastriert wurde.
    Ich habe wohl so einiges bei ihm falsch gemacht und frage mich, ob ich das noch in den Griff bekomme.
    Ich habe ihn bekommen, da war er 8 Wochen alt. Ich lebte noch bei meiner Mutter, also war immer jemand da. Ich habe nie geübt mit ihm dass alleine bleiben und ich glaube ich erlaube ihm zu viel.
    Ich bin mit ihm gleich in die Hundeschule und er lernt schnell, kann viel und hört auch gut.
    Das erste halb Jahr schlief er neben dem Bett. Wir hatten damals in dem Haus so eine blöde Heizung die nicht so richtig funktionierte. Der Hund zitterte und seit dem schläft er sogar im Bett unter der Decke.
    Er ist sehr aufdringlich. Turnt einem auf dem Schoß rum, legt sich auch immer auf den Schoß und wenn ich meinen Freund zum Beispiel mal in den Arm nehme, dann kommt er gleich mit seinem Spielzeug an, hoppst auf den Schoß und drückt sich zwischen uns. Leider haben wir das zu oft zugelassen... Er darf auch auf die Couch.
    Wenn wir uns anziehen um raus zu gehen, oder einkaufen oder sonst was, dann fängt er an zu fiepen, läuft einem in den Füßen rum und zittert. Wir haben dann mal versucht ihn alleine zu lassen. Einmal haben wir ihn austricksen können, denn er merkte nicht, dass wir weg sind und so war Ruhe, aber das war auch super anstrengend...
    Dann sind wir mal weg und er bekam es mit und was macht er? Er jault. Alle 2-3 Minuten ein langgezogenes Jaulen, wie ein Wolfshund der den Mond anjault... :???:
    Auch wenn wir im Auto sind und er hockt auf der Rückbank miept er ständig und will nach vorne auf den Schoß. Hockt er in der Box hinten im Kofferraum ist er zwar etwas ruhiger, aber miepen tut er trotzdem. Er will noch nicht mal mehr in die Box, immer nur auf die Rückbank.

    Was soll ich tun um das alles wieder in den Griff zu kriegen. Irgendwie glaube ich, hat er das Gefühl der Rudelführer zu sein. Habe mal im TV gesehen wie ein Hundetrainer meinte, dass der Hund keine Verlustängste hat, sondern stink sauer ist und einen Kontrollverlust erleidet, sobald "sein Rudel" sich auflöst...

    Bin für jeden Tipp dankbar.

    Ich will ihn nicht stundenlang alleine lassen. Nur ich würde gerne mal mit meinem Freund essen gehen oder ins Kino und im Sommer möchte ich ihn alleine lassen, da wir einkaufen möchten und ihn dann nicht in das heiße Auto stecken können...

    LG
    Jasmin & Tyson

  • So wie ich das verstehe, hast du das alleine bleiben nie richtig geübt, oder? Dann kann ers nicht können. Fang von vorne an mit dem Üben, wie bei einem Welpen. Erst nur ganz kurz alleine lassen, dann laaangsam steigern.
    Kann er innerhalb der Wohnung alleine bleiben? Wenn du in einem anderen Raum bist?

  • Alleine bleiben wieder ganz neu und langsam aufbauen. Fängt er an Terror zu machen, wenn du Schuhe anziehst, dann werden Schuhe angezogen und wieder auf die Couch gegangen. Solange, bis er es langweilig findet.

    Zu dem Nachlaufen: Unterbinde das ruhig auch mal. Mach mal eine Türe hinter dir zu, wenigstens kurz. Wenn er dir nachlaufen will, geh mal aufrecht mit Körperspannung auf ihn zu und dränge ihn 1-2 Schritte rückwärts. Er wird vermutlich ziemlich blöd gucken, aber wenn du das ein paar mal gemacht hast, wird er nachgeben. Wenn er gut hört, kannst du ihn auch mal auf seinen Platz schicken, allerdings ist das immer ein von dir forcierter "Rudelausschluss", während es seine Entscheidung ist, wenn er sich woanders hinlegt, weil du ihn immer wieder wegdrängst.

    Fürs Sofa würde ich den Befehl "Runter" Trainieren. Rauf nur auf dein Befehl, also wenn du ihn rufst, und auf runter muss er sofort weichen. Geht das nicht, würde ich das Sofa komplett streichen. Vielleicht hilft es, ihn auf eine bestimmte Decke zu konditionieren. Meine darf zum Beispiel nur hoch, wenn ihre Decke da liegt. Führt ab und zu dazu, dass sie versucht, ihre Decke selber hochzulegen *lach*

    Ansonsten hast du dein Problem doch schon selber erkannt. Du musst konsequent werden und dann auch bleiben. Dann kapiert das auch dein kleiner Terrorzwerg (lieb gemeint).

  • Also er versucht natürlich dauernd in meiner oder in der nähe meines Freundes zu bleiben, am liebsten mit der Schnauze am Bein und wenn man sich hinsetzt auf dem Schoß. Wenn beide da sind hängt er an meinem Freund dran wie ne Klette. Er findet das natürlich super. Wenn mein Freund auf Toilette geht, legt er sich sogar vor die Tür... :headbash:
    ABER, wenn ich sage "Geh auf deine Decke" dann geht er auch da hin. Manchmal nur mit dem Po auf der Decke und der Rest aufm Boden, aber er tut es UND er bleibt auch alleine in einem anderen Zimmer.
    Er macht nur Terror, wenn er weiß (und dumm ist er ja nich), dass wir definitiv die Wohnung verlassen.
    Ja, sobald wir Schuhe anziehen oder die Jacke oder den Schlüssel in die Hand nehmen fängt er an. Ich kann ihn auch dann auf die Decke schicken, wo er auch hin geht, aber er miept dann und zittert.

    Zitat

    Führt ab und zu dazu, dass sie versucht, ihre Decke selber hochzulegen *lach*

    :lol:

    Sie sind eben nicht dumm die Tiere.

    Sollte ich ihn auch aus dem Bett werfen? Meint ihr das würde was bringen? Und wie siehts mit Bachblüten aus?

    Konsequent war ich immer, hab nur nie mit dem Allein sein geübt...

  • Ehrlich gesagt find ichs übertrieben, mit Bachblüten jetzt schon anzufangen.Fangt erst mal an, das Alleinebleiben gezielt zu trainieren.

    Das Nachlaufen und ständige an-euch-drankleben würd ich auf jeden Fall unterbinden. Ist doch für euch sicher nervig, oder?

    Wenn er schon beim Anziehen anfängt, nervös zu werden, trainier erstmal das gezielt. 5000 Mal am Tag Jacke und Schuhe an, und wieder aus. Tu so, als wär das ganz normal.

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