Knurren und Schnappen

  • Das Thema hatten wir kürzlich erst in einem anderen Thread - häng dich nicht am Thema Stachelhalsband auf. Jede Ortsgruppe (also jeder HuPla) ist nur ein Angebot. Was die Leute, die da drauf trainieren, dann mit ihrem Hund anstellen, ist deren Bier, so lange sie nicht gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

    Das muss nichts mit der Ausbildung dort zu tun haben.

    Schau dir die Plätze lieber live an, erklär gleich, dass du kein Stachel benutzen wirst und guck, ob man dir auch Futterführen etc. anbieten kann.

    Wenn ja, dann können dir die übrigen Leute dort letztlich wurst sein - DU musst mit DEINER Ausbildung grün sein. Nicht mit deren.

  • Ergänzung noch:

    Zitat

    Calming Signals (Beschwichtigungssignale).
    Ich bin mir recht sicher, dass auch euer Hund diese zeigt, nur ihr seht diese nicht und ihr zwingt somit den Hund weitere Körpersprache einzusetzen.

    Wenn man genauer drüber nachdenkt, kommt das hin. Sie benutzt auf jeden Fall eine ganz deutliche Sprache...ist sie unsicher, läuft sie einen Bogen, gähnt, züngelt, legt sich hin und schaut weg. Oder sie stellt die Nackenhaare auf und hält ganz still (das vor allem draußen in Bezug auf äußere Einflüsse, die sie verunsichern). Auch beim Umgang mit anderen Hunden kann man ihre klare Sprache gut beobachten und entdeckt so manches aus der Theorie wie aus dem Bilderbuch.
    Wenn sie uns also wenn wir auf dem Sofa sitzen anknurrt und anbellt, weicht sie zurück und wendet sich ab, sobald ich aufstehe. Also würde das vermutlich schon reichen, ich muss garnicht mehr weiter gehen in diesen Situationen...

    lg Lily

  • Jou, die typische Spielaufforderung halt. Soweit ist das okey, das Problem daran war nur, dass sie halt dann immer penetranter wird, wenn man halt nicht darauf eingeht. Dass sie dann auch hochspringt und ins Gesicht schnappt, wenn man da sitzt. Oder versucht in die Hände und Füße zu beißen. Und das ist wirklich unangenehm.
    Das war dann halt immer der Punkt, an dem ich sie in ihren Korb geschickt habe, weil ich mir nicht anders zu helfen wusste und sie auf Nein oder Ignorieren nurnoch wilder wurde.

    Am Anfang hat sie andauernd versucht, uns durch bellen und knurren zum Spielen zu bewegen und bis auf wenige Situationen hat sich das schon stark verbessert. Weil wir sie dann ignoriert oder wenn das wirklich garnichts half im Nachbarzimmer 5 Minuten Auszeit verpasst haben.

    lg Lily

  • Naja, wenn das nur alle Jubeljahre mal vorkommt, dann kann mans ja einfach aberziehen und muss sich keine Gedanken über die Auslastung machen.

    Wenn sie so auffordert, wegschicken. Ignorieren. Nicht drauf eingehn.

    Wenn sie sich trollt und ruhig irgendwo liegt aber merklich wach und fitt ist, warteste 5 Minuten. Dann gehst du hin und fängst ein Spiel an.

    Aber nicht immer brav wenn sie vorher Rabatz gemacht hat, sondern möglichst auch mal zuvorkommend. Also dann, wenn du merkst, irgendwie is die hibbelig aber bevor sie anfängt, rumzurabatzen...

  • Zitat

    Das Thema hatten wir kürzlich erst in einem anderen Thread - häng dich nicht am Thema Stachelhalsband auf. Jede Ortsgruppe (also jeder HuPla) ist nur ein Angebot. Was die Leute, die da drauf trainieren, dann mit ihrem Hund anstellen, ist deren Bier, so lange sie nicht gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

    Das muss nichts mit der Ausbildung dort zu tun haben.

    Schau dir die Plätze lieber live an, erklär gleich, dass du kein Stachel benutzen wirst und guck, ob man dir auch Futterführen etc. anbieten kann.

    Wenn ja, dann können dir die übrigen Leute dort letztlich wurst sein - DU musst mit DEINER Ausbildung grün sein. Nicht mit deren.

    richtig. ein guter trainier stellt sich jeweils auf hund und halter ein.
    ich muss mich aufm hundeplatz auch immer von den andern HH belächeln lassen, wenn ich mit dem klicker komme, oder leinenführigkeit mit schau-übungen und richtungswechseln üb, anstatt "ihm einfach n stachel drauf zu machen!" oder "ihn mal richtig übers knie zu legen". der trainer akzeptiert meine einstellung und arbeitet dementsprechend mit mir. und was die andern HH denken kann uns ja wurscht sein.

  • Eben.

    Der Zahnarzt meiner Eltern hat als ich 5 war mal zu meiner Mutter gesagt, sie solle mir doch bitte nur Wasser zu trinken geben, das greift die Zähne nicht an..

    Sie hat nein gesagt.

    Als mein Ausbildungswart - den ich absolut schätze, mag und für sehr sehr kompetent halte - mir vorgeschlagen hat, meiner nen Stachel draufzuziehen, hab ich Nein gesagt. Wir hatten eine ruhige, sachliche Diskussion, er hat seine Argumente dargelegt, ich meine - Ergebnis: Es blieb bei Nein.

    Alles okay. Wir arbeiten mit Futtertreiben und positver Bestärkung.

    Wir haben ein Züchterpärchen bei uns mit sehr viel Hundeerfahrung - die arbeiten mit beidem.

    Eine arbeitet mit Beute.

    Und zwei arbeiten mit Stachel.

    Wenn jetzt Neulinge dazukommen, dann ist der Weg, den der Ausbildungswart vorschlägt... beides :) Stachel drauf... aber Futtertreiben. "Für den Fall, dass..."

    Irgendwann hängen die Stachel halt an den Hunden rum, die Leinen sind aber an den normalen Halsbändern. Und dann sind die Stachel irgendwann in der deutlichen Minderheit. Aber das ist ein Prozess und jeder der auf einem Hundeplatz konsequent ohne arbeitet trägt zu diesem Prozess bei.

  • Am kommenden Sonntag nimmt uns eine (Hunde-)Freundin mit in den Verein und dann werden wir uns alles anschauen. Aber da Happy nun 3 Tage die Woche, wenn ich arbeite, in der HuTa ist, scheint sie auch so ziemlich krockie und glücklich zu sein. Den ganzen Tag toben und baden fetzt ja auch :lachtot:

    Auch ansonsten läuft jetzt alles super und bisher gabs keine Probleme wieder.
    Danke für eure vielen guten Tipps!

    liebe Grüße,
    Lily und Happy

  • Leider ist Hundekumpel Benno krank geworden, sodass aus dem Verein heute nichts geworden ist. Aber das scheint kein Problem zu sein, denn durch die HuTa an 3 Tagen die Woche ist Happy ausgetobt und an den "ruhigen" Tagen lasten wir sie nun gezielt mit ZOS, Dummytraining oder dem Trainieren/Perfektionieren mit Elementen von UO und Begleithundeprüfung aus.

    Somit verzieht sie sich in den Ruhephasen von selbst ganz gechillt in ihr Körbchen, dreht nicht mehr auf und nervt uns auch nicht.

    Ich habe noch ein paar Fragen, nicht mehr direkt zum Thema knurren und schnappen, aber ich möchte nicht für alles mögliche neue Threats erstellen...^^

    1. Wir merken, dass Happy derzeit bei vielen Dingen unsicher ist und diese werden wie wild angeknurrt/angebellt. Bei Sachen wie einer Plastiktüte, auf dem Weg liegendem Müll, dem Schatten der Autotür etc. gehen wir daraufhin zum Gegenstand und lassen sie ihn untersuchen, sodass sie sieht, dass das nix Schlimmes ist.
    Aber: Nun werden ab und zu auch Leute verbellt und sie steht dann regelrecht in der Leine und reagiert in dem Moment auch nicht auf bloße Zurufe. Ein Schema ist mir noch nicht aufgefallen...mal Kinder, ein Teenie, ein Ehepaar, ein Mann...es kommt nicht oft vor und man merkt auch ihre Unsicherheit, doch wie soll ich damit umgehen?
    In jedem Fall war sie nicht bedrängt, sondern die Leute noch mehr als 10m von uns entfernt, teilweise sogar über hundert Meter weg an Feldrand oder so. Und sie kamen auch nicht direkt auf uns zu und haben nicht in Richtung Hund geschaut oder so. Darauf habe ich geachtet.
    Soll ich das Verhalten und die Leute ignorieren? Da sie aber in der Leine steht und nicht ansprechbar ist würde das auch bedeuten, dass ich sie dann sozusagen erstmal 1-2 Meter hinter mir herziehen müsste.
    Dann kommt sie meist zur Besinnung, kommt Bei-Fuß und schaut mich auch wieder aufmerksam an.
    Oder gibt es noch andere Möglichkeiten des Verhaltens? Zu den Leuten können wir schließlich nicht jedes Mal hin und schauen, dass die garnicht böse sind.

    2. (gehört auch zu Frage 1.) Man soll Knurren, Bellen etc. ja auch keinen Fall verbieten. Deshalb habe ich immer Bauchschmerzen, wenn ich in gewissen Situationen auf Happys Knurren/Bellen mit einem energischen "Nein" für Ruhe sorge.
    z. B. meine kleine Schwester und ich sitzen im Garten nebeneinander auf einer Bank, Happy liegt gemütlich zu meinen Füßen. Plötzlich springt sie auf, versucht an uns hochzuspringen und fängt an uns wie wild anzuknurren und zu bellen.
    z. B. Happy hat ihre "5-Minuten" und fängt aus heiterem Himmel während sie eigentlich grad ruhte an hinter uns rumzugrummeln und schlussendlich auch zu knurren und zu bellen. Vermutlich, weil sie Aufmerksamkeit will.
    z. B. wenn sie aus unserer Sicht ohne Grund einfach eine Person anknurrt/bellt, die da irgendwo läuft.
    Ich wüsste gern, ob es man Bellen etc. durchaus in manchen Situationen (natürlich nicht bei Angst etc.) doch unterbinden darf, oder nie direkt darauf eingehen, sondern IMMER z.B. in einen anderen Raum rufen, ein Komando geben oder so sollte, um davon abzulenken.

    Freue mich wie immer über eure Antworten.

    Liebe Grüße,
    Lily und Happy

  • Achja, nochwas...

    3. Was hat es zu bedeuten, wenn Happy mit ihren Vorderpfoten Körperteile von mir umklammert und versucht festzuhalten?

    Situation 1:

    Wir haben mit den Bällen gespielt. Anstatt das "Schluss" zu akzeptieren, sprang sie ein paar Mal an mir hoch und klammerte sich dann sozusagen im Stand mit ihren Vorderbeinen an meinem Oberschenkel fest.

    Situation 2:

    Ich saß auf dem Boden neben ihr und habe sie gestreichelt. Erst schnupperte sie an mir rum und dann hielt sie mit ihren Vorderbeinen meinen Oberarm fest, als ich aufstehen wollte.

    Oft liest man ja von diesem Umklammern in Zusammenhang von Dominanz bezüglich Rammeln und Co. Deshalb bin ich etwas verunsichert. Wichtig zu wissen ist, dass Happy nun 9 Monate alt ist, eine Hündin und in ihrem 7. Lebensmonat kastriert wurde. Das sie gerammelt hat, war ja nicht der Fall. Und auch sonst zeigt sie kein sexuelles Verhalten. Sie markiert nicht, besteigt nichts etc.

    Wie ist das eigentlich, wenn ein Hund schon vor der Geschlechtsreife kastriert wurde? Kann er überhaupt sexuelle Verhaltensweisen ausführen, deuten etc.?
    Wann immer Happy Gelegenheit hat an meinen Schoß zu kommen, schnüffelt sie da gaaaaanz intensiv und auch bei anderen Frauen (z.B. meine Mum sitzt auf dem Sofa) ist sie da seeeehr interessiert. Wir haben sie bisher da immer weggeschoben. Was heißt dieses Interesse? Dass sie mit unseren Hormonen, Düften tec. nichts anfangen kann?

    Irgendwie finde ich dieses Thema sehr undurchsichtig...

    Ist dieses Umklammern etwas, das streng Unterbunden werden sollte? Oder ist es halt in dem Moment Frust von ihrer Seite und der Versuch, das zu bekommen was sie wollte (den Ball, das Weiterstreicheln) und sollte genauso behandelt und nicht näher in den Fokus gerückt werden?

    Lg Lily

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