Hund und Hase
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Hallo an Alle!
Es geht um unseren Marley (Entlebucher, 1 Jahr alt). Wir haben ja dazu noch zwei Zwerghasen, die waren auch schon vor Marley da. Wenn die zwei im Stall sind, interessiert er sich nicht für sie, aber wenn sie wie jetzt bei halbwegs schönem wetter im garten in das freigehege kommen, dreht er total durch. momentan sind die zwei hasen getrennt, da das weibchen junge kriegt. also müssen sie auch getrennt in den freilauf, also erst der eine, dann der andere. Speziell das männchen macht ihn verrückt. da rennt er wie von sinnen um den freilauf und bellt. er hört dann auch nicht wenn ich ihn rufe. ich muss ihn wirklich am halsband da weg holen und ihn auf die terrasse "sperren". ich hab nämlich wirklich angst, so wie der ihn anbellt, das der arme hase einen herzkasperl kriegt. die häsin dagegen, macht ihn nicht so verrückt. da liegt er nur neben dem freilauf und ist sehr aufmerksam und beobachtet sie. nun aber meine frage. mein mann kam gestern auf die idee, ich sollte es doch mal versuchen, den hasen frei auf der wiese zu lassen, damit die beiden sich kennenlernen können. er meinte, da marley ja ein hütehund ist, könnte ihn das nerven, das er an den hasen sozusagen im freilauf nicht dran kommt um auf ihn aufzupassen. ich habe allerdings angst, das marley den hasen packt. mein mann denkt zwar, unser marley würde das nie tun (er ist auch echt ein lieber), aber ich denke halt mal, ein hase ist doch ein beutetier für einen hund, oder?
Vielen dank schon mal für eure meinungen...
liebe grüße
steffie - Vor einem Moment
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Hallo,
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Hallo,
wir haben auch zwei Kaninchen im Freilaufgehege, ich habe eine "Jagd", Bellerei unterbunden und die Kaninchen für tabu erklärt.
Heute schnüffeln sie nur nal kurz am Gehege, ohne großen Aufstand zu machen.
Niemals würde ich die Kaninchen auf eine Wiese setzen und ein Kennenlernen mit den Hunden arrangieren - weder mit Hüte - noch mit Jagdhunden. Das ist großer Stress für die Kaninchen, es sind Fluchttiere und für einen Hund (ob nun Hüte/Jagd) potenzielle Beute.
Ich weiß nicht, wie euer Freigehege ausschaut, aber normalerweise gehören dort Versteckmöglichkeiten hinein (Tunnel, Röhren, Brücken, Häuser mit zwei Ausgängen) und das eigentlich immer und nicht nur bei schönem Wetter!
Mal was anderes: Warum werden sie jetzt getrennt - Kaninchen benötigen ihre Sozialpartner, auch wenn sie trächtig sind?!
Den Bock würde ich kastrieren lassen. So verhinderst du die Produkion weiterer Karnickel, die wieder in einen Käfig gesperrt werden und ihr Dasein dort fristen müssen, denn leider sieht die Realität oft so aus:
Einzelhaltung in einem Ministall, wenn es hochkommt zu zweit eingefercht.
Sie benötigen wesentlich mehr qm, Buddel - und Versteckmöglichkeiten, sie müssen ausfrecht stehen und rennen können, im Sommer und Winter!
Pro Kaninchen rechnet man etwa 3qm.Gruß
Leo -
ich habe meine kaninchen auch draußen und das Gehege am Rand sichtschutzgesichert, so dass der hund da von außen nichts mehr sehen kann. was er nicht sieht.... das ist bisher unsere methode.
Wenn man das bellen unterbinden kann ist natürlich noch viel besser.
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Also, die kaninchen sind getrennt, weil wir vor kurzem schon mal einen wurf hatten, den alle babys nicht überlebt haben. der tierarzt hat mir erklärt, das wir sobald wir vermuten, das die häsin trächtig ist, die beiden trennen sollen und den rammler erst dann wieder rein geben sollen, wenn die kleinen weg sind. er könnte entweder die babys totgebissen haben oder die mutter, weil sie sich von dem hasen gestört gefühlt hat. er wird jetzt so und so kastriert. meine kinder haben sich hasenbabys gewünscht, und ich möchte das auch einmal miterleben. ein weibchen werden wir behalten und die anderen kleinen verschenken. wir haben ein häuschen und einen tunnel im freilauf und ihr stall ist auch sehr groß. momentan lebt der rammler in marleys autohundebox, die ja auch ziemlich groß ist. ich lasse die hasen eigentlich täglich in den freilauf nur nicht bei regen oder kälte. zwergkaninchen sind da doch recht empfindlich. ich wäre eigentlich auch nicht auf die idee gekommen, die hasen und den hund zusammen zu lassen, war wie gesagt die idee meines mannes...
an die schweizer: schick mir bitte noch mal deine emailadresse, damit ich dir fotos schicken kann. ich habe es nicht vergessen, nur die adresse nicht mehr gefunden... wir wissen auch jetzt, woran das mit den "Wachstumsstörungen" liegen kann bzw wissen wir, das Marley definitiv nicht ganz "normal" ist

Nochmal zu dem Hasenthema: Wie kann ich es schaffen, das marley einfach ruhe gibt, wenn die hasen im Freilauf sind? Ich finde es einfach schade, das er auf der terrasse sein muss, wenn die hasen draußen sind. kann man nicht ein friedliches miteinander irgendwie schaffen?
Liebe grüße
steffie -
Steffie,
du kannst ein friedliches Miteinander schaffen, unser Entlebucher hat sich gleich gut benommen, aber der Große rastete aus, wie dein Marley.
Ich habe ihn dann langsam ans Gehege (angeleint) herangeführt, mit Leckerlies und viel Lob habe ich ihm Ruhe beigebracht, immer wieder geübt, bei Kläffattacken habe ich ihn sofort weggeführt.
("Benimmst du dich nicht, musst du weg").
Am besten funkionierte es mit einem Sitzkommando, schauen erlaubt, jagen verboten) - immer wieder den Hund korrigieren.
Das Ganze hat etwa 4 Wochen gedauert, wie gesagt, dann interessierten ihn die Kaninchen plötzlich nicht mehr.
Superwichtig ist eben, dass die Karnickel "flüchten" und sich verstecken können, denn so verhalten sie sich auch in der freien Natur, damit sie keinen Stress bekommen, wenn der Hund sich nähert.
Heute ist es völlig entspannt bei uns, die Kaninchen beeindruckt es nicht, wenn die Hunde mal am Gehege stehen und schauen.
Unsere Hunde interessieren sich längst nicht mehr, das war nur am Anfang so - bei uns war es sogar umgekehrt. Die Kaninchen zogen später ein.Gruß
LeoPS:
Das solltest du dir unbedingt anschaffen, ein sehr informatives Buch!!!
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danke erstmal für alle tips. das buch hört sich interessant an. wir haben hinter dem haus nochmal ein stück garten, das ist bisher so der spielgarten für die kinder. ich habe überlegt, ob ich ihnen nicht ein stück dort abzäune, und sie dann von frühjahr bis herbst komplett draußen lasse. marley ist auch sehr selten da hinten draussen. ich habe nur immer angst, das es den kleinen da dann bei regen zu nass und nachst vielleicht zu kalt wird...
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Wenn Du Dich entschließt, Deine Kaninchen draußen zu halten, dann musst Du ihnen natürlich auch einen wetterfesten kuscheligen Unterschlupf anbieten. Soetwas gibt es zu kaufen, kann man aber auch problemlos selbstbasteln. Impfen ist zudem ratsam (RHD, Mxyomatose!).
Wichtig ist, dass die Langohren erst rauskommen, wenn es einigermaßen warm ist (15 Grad in der Nacht müssen gewährleistet sein, weil ihr Fell noch nicht für kalte Temperaturen ausgelegt sind).
Sind sie einmal draußen, wird sich ihr Fell entsprechend anpassen und man kann sie ab dann auch ganzjährig draußen halten. Meine beiden waren sogar bei klirrenden -20 Grad letzten Winter (ihr erster Winter!) auf ihrem Häuschen gehockt, mit dickem Winterfell und Partner zum Kuscheln kein Problem;) -
Hallo!
Die Kaninchen sind ja schon draussen, das ganze Jahr über. Aber eben nicht direkt auf dem Boden, sondern in einem großen Holzstall. Sie haben ein Häuschen (in das sie komischerweise sehr selten reingehen, meistens sitzen sie drauf) und viel Stroh und Heu sowieso. Aber im Frühjahr/Sommer lasse ich sie eben immer in den Freilauf im Garten da sind sie auch sehr gerne. Der Freilauf ist zwar nicht riesig (so einer aus Gittern zusammengesteckt die man kaufen kann) aber sie gehen sehr gerne raus. Normalerweise sind die beiden ja auch immer zusammen, abe eben nur jetzt nicht wegen der Schwangerschaft der Häsin. Ich möchte ihr einfach den Stress mit den toten Babys nicht nochmal zumuten, deshalb ist ja der Rammler jetzt wo anders untergebracht. Der Häsin macht das nicht viel aus, aber der Rammler sitzt ziemlich traurig rum... Aber leider muss er da jetzt mal durch, bis die Babys alt genug sind (wenn sie denn mal da sind, momentan ist ja die Schwangerschaft nur eine Vermutung, sie wird dicker, frisst mehr als sonst etc.)!
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Lässt Du den Bock denn kastrieren (Bis er nach der Kastra zu der Zippe darf, muss eine 6wöchige Quarantänefrist eingehalten werden..)? Sonst hast Du ja laufend mit Nachwuchs zu kämpfen (und das bei übervollen Tierheimen....) und der Bock wird nicht mehr glücklich.
Im Freigehege sollte man nur 24/7 lassen, wenn sie eben auch einen wetterfesten Stall haben. Ansonsten ist es sicher ausreichend, sie tagsüber grasen zu lassen.LG
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Steffie,
in dem von mir empfohlenen Buch stehen sehr gute Anregungen und auch Anleitungen für Außengehege, in denen die Kaninchen ganzjährig gehalten werden sollten.
Tagsüber grasen lassen genügt definitiv nicht, Kaninchen buddeln gerne und sollten sich stets bewegen (flüchten) können, das kann kein, noch so großer, konventioneller Stall gewährleisten. Wenn man noch überlegt, dass sie immer mind. zu zweit gehalten werden müssen und das in einem Stall?
Kein Hasenstall, den man im Handel kaufen kann, ist in irgendeiner Art und Weise artgerecht.
Den Bock würde ich jetzt kastrieren lassen, da er sowieso schon getrennt wurde, nach Abgabe der Jungen kannst du sie dann wieder zusammensetzen, da dann die Zeit der Quarantäne um ist.
Zurück zum Hund und den Kaninchen:
Steffie, wenn du ein artgerechtes Außengehege hast, gibt es auch weniger Stress mit dem Hund, denn dort können die Tiere flüchten und sich verstecken, sodass sie für Marley bald uninteressant werden.
Unabhängig davon, hast du so auch viel bessere Möglichkeiten, erzieherisch auf ihn einzuwirken, denn die Kaninchen sind darin definitiv nicht in Gefahr, weil der Hund niemals herankommen kann.Gruß
Leo - Vor einem Moment
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