Strenger sein-aber wie und warum?

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  • Tja, letzte Woche auf dem Hundeplatz wurde meinem Freund gesagt, ich solle öfter auch mal strenger mit Jeppe sein. Die Situation war, dass ich mit Jeppe einen Parcours ohne Leine laufen sollte, und er nicht sofort ins FUß kam, sondern erst noch schnell an einer bestimmten Stelle schnuppern musste. Hat mich natürlich genervt, ich habe ihn dann rangerufen, ihm das KOmmando Fuß gegeben und dann machte er auch konzentriert mit. Das GAnze passierte zweimal. Nun soll ich also auch mla strenger werden, aber ich weiß nicht genau, wie, bzw. warum. Er ist noch so jung und weitaus nicht perfekt und manchmal hat er Flausen im Kopf. Meist ist er aber eher der Musterschüler auf dem Platz, daher meine Frage zum Warum. Die Frage zum Wie ist da schon schwieriger. Ich habe eigentlich das Gefühl, dass ich recht konsequent bin. ER hat sich hier an gewissen Regeln zu halten und wenn er das nicht macht, wird auch schon mal geschmpft (also ein klares "Nein", oder "Aus" oder was auch immer). Aber ich schreie ihn nicht an oder verfalle in Schimpftiraden, was soll er denn daraus lernen und verstehen kann er es auch nicht. Ich drücke ihn auch nicht auf den Boden oder zwinge ihn ins Platz, werfe nicht mit einem Schlüssel nach ihm usw. Keine Angst, das wird auf dem Platz auch nicht mit ihm gemacht, aber manche dort fassen ihre Hunde schonmal härter an oder werden recht laut, was ich alles nicht mache. Daher werde ich wohl auch als etwas zu weiche angesehen, aber was soll ich denn sonst machen? Wenn er mal zu heftig spielt, nehme ich ihn raus, wenn er mich aus Aufregung anbellt, ignoriere ich ihn oder sage laut "Nein" und lasse ihn absitzen. Versteht ihr, was ich meine? Ich weiß einfach, wie ich strenger sein soll, ohne es zu übertreiben. Vielleicht weiß ja einer eine Antwort, ich grübel schonmal weiter!!

  • Warum sollte er denn dann, wenn er ein paar Monate älter ist auf einmal aufs erste Kommando hören? Wenn Du ihn noch nicht ohne Leine kontrollieren kannst, würde ich die Leine nicht abmachen, denn wie Du selber geschrieben hast, hast Du sonst keine Möglichkeit einzuwirken.

  • Ich glaube, du verstehst mich falsch. Es ging vor allem um die Situation auf dem Platz. Dort hört er eigentlich super, was an dem Tag los war, weiß ich nicht. Ich meine bezüglich seines Alters lediglich, dass er noch sehr ´jung ist und noch nicht alles perfekt können muss, vieles üben wir ja noch. Ich kann die Leine eigentlich abmachen, nach seinem kurzen Anfall von Ungehorsam lief es ja auch, aber danach wurde eben gesagt, ich solle strenger mit ihm sein, was wahrscheinlich heißt, ich solle öfter mal lauter mit ihm werden usw, und ich halte ben nichts davon, meinen Hund anzuschreien. Im Freilauf läuft er meist ohne Leine, zur Zeit ist das aber aufgrund des hier herrschenden Leinenzwangs nicht möglich. Oder verstehe ich dich jetzt falsch? :???:

  • Hallo nindog,

    wenn Du wirklich so konsequent bist, wie Du beschreibst, würde ich mich an Deiner Stelle nicht verrückt machen lassen.
    Konsequenz ist das Wichtigste, aber wie Du das so beschreibst, klingt das eigentlich sehr gut.
    Vereinzelte Ausrutscher sollte man einem jungen Hund schon zugestehen.
    Ein Jack Russel ist ja nun auch durchaus ein Hund, der reichlich Temperament und seinen eigenen Kopf hat. Natürlich sollte man es deshalb nicht durchgehen lassen, aber man sollte einzelne Ausrutscher auch nicht überbewerten, solange es wirklich nur Ausnahmen sind und nicht die Regel.

    Auf Hundeplätzen herrscht mitunter ein rauher Ton, vor allem bei Gebrauchshundevereinen (Schäferhundvereine etc.). Das habe ich selbst schon erlebt.
    Ich finde Brüllen und Schreien völlig überflüssig. Der Hund hat gute Ohren und versteht mich auch so.

    Ich habe jahrelang auf einem Hundeplatz trainiert, auf dem den Hunden von ihren "erfahren Besitzern" mit Stachelhalsbändern, Geschrei und ähnlichen Methoden der Willen aufgezwungen werden sollte. Ich habe es auf meine Weise gemacht, mit Ruhe und Konsequenz und so manch alt eingesessenes Vereinsmitglied in Staunen versetzt. Mein Hund hat nämlich ohne all diese Dinge besser gehört, als ihre.
    Entscheidend ist in meinen Augen eine gute Bindung und nochmals Konsequenz. Es gibt Hundeplätze, wo ein großer Teil der Mitglieder ihre Hunde nur im Zwinger hält. Das ist für die Bindung nicht förderlich und in meinen Augen ist es auch nicht artgerecht und grausam. Da glauben manche die mangelnde Bindung durch übertriebene Strenge ausgleichen zu können.

    Ich würde einfach jedes Kommando konsequent durchsetzen, regelmäßig trainieren und so allgemeine Verhaltensregeln beachten, wie Hund nicht im Bett schlafen lassen (da gibt es geteilte Meinungen, aber ich seh das so), Spielen selbst beginnen und auch selbst wieder beenden usw.

  • Ich glaube schon, dass ich konsequent bin. Wenn ich will, dass er etwas machen soll, dann wird das auch gemacht. Wenn ich ihn zum Beispiel rufe und er kommt nicht gleich, gehe ich einfach weiter und rufe nicht ständig wieder. Wenn er dann sofort kommt, ist gut, wenn er mir aber den Mittelfinger zeigt, gehe ich hin und sammel ihn kommentarlos ein. Auf dem Platz benimmt er sich tatsächlich meist sehr gut, er lässt sich aus dem Spiel abrufen, er führt die Kommandos aus, er sieht mich bei den Übungen fast immer an und lässt sich gut führen. Aber es kann eben mal vorkommen, dass er seine fünf Mintuen hat und da fange ich dann eben nicht an, ihn anzubrüllen oder was auch immer. Ich nehme ihn dann an die Leine und mache mit ihm die Übungen angeleint oder gebe ihm eine Auszeit. Aber ich glaube, in solchen Momenten wird von mir erwartet, dass ich anders reagiere und da weiß ich nicht wie. Auch mein Freund sagt manchmal zu mir, dass ich eben auch mal lauter werden soll, dabei würde er das selbst nie tun und ist viiieeel inkonsequenter als ich. Außerdem denke ich, dass Jeppe mit 15 Monaten noch nicht perfekt sein muss und das muss auch nie werden.

  • Ich würde in dem 'du sollst strenger sein' nicht anbrüllen/anschreinen verstehen, sondern lediglich, dass du konsequenter und vor allem schneller einwirken solltest ;)

    Hast du einen Kurzführer an seinem Halsband? Wenn er in der Freifolge so viel Zeit hat nebenher zu schnüffeln, ist er nicht ganz bei dir, ergo würde ich ihn am KF zu mir holen und weiterlaufen.

    Genauso hast du es ja hier

    Wenn er dann sofort kommt, ist gut, wenn er mir aber den Mittelfinger zeigt, gehe ich hin und sammel ihn kommentarlos ein.

    auch beschrieben... du wirkst kommentalos ein, aber du wirkst eben ein :smile:

    Hat er seine 5 Minuten, würde ich ihm keine Auszeit gönnen, sonden eben mit Leine weiter trainieren, er lernt doch so nur, dass 5 Minuten für ihn mit einer Auszeit bestätigt werden....

    Ihr seit deiner Erzählung nach ein tolles Team :gut:

  • Ups, nee die fünf Minuten Auszeit kriegt er nicht beim Training, sondern dann, wenn er beim Spielen zu sehr aufdreht (das hat er manchmal). Wenn ich das sehe, wird er eingesammelt und muss ein paar Minuten zugucken (bei uns dürfen die Hunde zwischendurch toben). Und sorry, aber was ist denn ein Kurzführer? Ich glaube auch, dass das einizge Problem ist, dass ich manchmal etwas zu langsam bin und einfach schneller reagieren müsste. Und ich glaube, meine Auslegung von Konsequenz und Strenge entspricht nicht der einiger Leute auf dem Platz.

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