Hund frisst einfach alles, was sie findet

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  • Hallo,

    Deine Hündin ist schon 12 Jahre alt und wenn sie ihr ganzes Leben lang Unrat fressen konnte, dann kann das mitunter schon schwer werden ihr das auszutreiben.
    Ich würde da wohl auch erst mal einen Maulkorb nutzen, oder sie die nächste Zeit an der kurzen Leine ausführen. An einer kurzen Leine siehst Du den Unrat und kannst schneller reagieren.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • stimmt. ich hatte früher auch schon hunde und da war entspannt spazieren möglich.
    ich konkretisiere: ich weiß nicht, ob es mit clara jemals so wird. bezüglich des futters werde ich noch lange ein auge auf sie haben, auch wenn es nicht mehr vorgekommen ist in letzter zeit. einmal was erwischt reicht sicher damit es wieder los geht.
    aber ich muss eh immer ein auge auf sie haben, weil sie sich sonst auf jeden hund an der leine stürzen würde, jedem vor die füße rennen, vorm rad vorbeirennen etc.pp. aber inzwischen kann ich auch mit leuten aufmerksam reden und trotzdem meinen hund anstarren :D
    ich hab ihr übrigens nicht das schnüffeln verboten! ich hatte mich auch gefragt, ob ich das muss, damit es zum futtern erst gar nicht kommt, aber konnte mich nicht dafür entscheiden. das mit der 1s hieß, dass ich ab der zeit hinmuss um zu gucken, ob nicht was ist (an pullerstellen schnüffelt sie auch lange, soll sie ja auch) um ebenfalls innerhalb einer sec intervenieren zu können.

  • Hallo,

    einem Hund generell das Schnüffeln zu verbieten ist widernatürlich und ich würde es so nicht machen.
    Wie gesagt würde ich sie an die kurze Leine nehmen und aufpassen wie ein Schießhund.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Hallo,

    ich bin machmal schon erstaunt über die antworten hier.
    ich hatte schon einige Hunde, auch welche, die allesgefresen haben, was sie fanden. Aber ihnen deshalb einen Maulkorb aufziehe und nur noch an der Leine laufen lassen, nein, auf diese Idee wäre ich nie gekommen. Dies ist auch kein artgerechtes Leben für einen Hund.
    Wenn er draußen so gerne frusst, warum bekommt er nicht dort sein Futter, allerdings dann aus meiner Hand. warum suche ich nicht nach einer sonstigen alternativen Beschäftigung für ihn.

    Hund sind nun mal Aas-Fresser ob es uns gefällt oder nicht.
    Warum übertragen wir den immer unsere Wertmaßstäbe auf den Hund.
    Ein 12-jähriger Hund aus dem Tierheim war vielleicht oft gezwungen, sich auf diese Art zu ernähren. Warum sollte er nach 12 Jahren plötzlich damit aufhören? Weil wir ihn aus dem Tierheim gerettet haben?


    Gut es kann passieren, daß er etwas falsches frißt. Es kann aber auch passieren, daß ich heute von einem Auto angefahren werde. Gehe ich deshalb nicht mehr auf die Straße?

    LG
    Irice

  • Hallo Ice,

    ich kann Deinen Einwand durchaus verstehen und rate ja auch nicht dazu den Hund nur an der Leine zu lassen.
    Wenn ich konsequent eine Woche lang an der kurzen Leine übe und Köder auslegen lasse, dann ist das Thema recht schnell erledigt.

    Wenn ich dann noch dem Hund bei befolgen von Pfui eine Leckerei als Belohnung gebe, dann ist doch alles ok und der Hund verknüpft, dass es positiv ist Unrat liegen zu lassen.

    Viele Hunde die Aas oder sonstigen Unrat von der Straße fressen, werden darauf nicht verzichten nur weil ich sie aus der Hand fütter. Denn Unrat ist nochmal was ganz anderes als ihr Futter. Auch fressen sie es ja nicht weil sie Hunger haben, sondern weil sie es fressen wollen.

    Ich muss aber auch verhindern, dass der Hund während des Trainings etwas aufnimmt und wenn ich ihn dann von der kurzen Leine lasse, dann würde ich in so einem Fall durchaus über einen Maulkorb als Übergangslösung nachdenken. Denn wenn er jetzt was aufnimmt, dann kann ich es gleich bleiben lassen mit dem Training, denn ein Hund ist ja auch nicht blöd und weiss wie groß der Einfluss seines Halters ist. Klar kann es auch passieren wenn der Maulkorb ab ist, dass der Hund was aufnimmt. Aber die Chance ist doch wesentlich größer dass er es nicht tut wenn ich das Kommando richtig und dauerhaft aufbaue bis es sitzt.

    Kommt natürlich auch drauf an wo ich wohn, aber bei uns nehmen Hunde regelmäßig Giftköder auf und das Risiko wäre mir zu groß.
    Ich gebe Dir recht, dass man nicht alle Eventualitäten absichern kann, aber dieses kann ich absichern und würde es in meiner Gegend auch tun.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Schließe mich Steffi an.
    Der Hund, um den es bei mir geht, kriegt Fressen NUR von mir aus der Hand, seit er hier ist (6 Wochen). Interessiert ihn aber beim Mistfress-Thema überhaupt nicht.
    Es ist doch bloß übergangsweise mit dem MK und der kurzen Leine.
    Mein Hund lässt sich auch supergern draußen beschäftigen, er bietet sich gerne an - aber sofort, wenn er wieder kurz schnüffeln darf, ist er auf Nahrungssuche. Hat überhaupt nix miteinander zu tun! (höchstens Fressgier im Allgemeinen.)

    Ja, aber ob ich angefahren werde, oder ob mein Hund Gift frisst, das sind ja wohl zwei ganz verschiedene Paar Stiefel.
    Nene, so einfach ist das nicht.

    Grüßle
    Silvia

  • Zitat

    stimmt. ich hatte früher auch schon hunde und da war entspannt spazieren möglich.
    ich konkretisiere: ich weiß nicht, ob es mit clara jemals so wird. bezüglich des futters werde ich noch lange ein auge auf sie haben, auch wenn es nicht mehr vorgekommen ist in letzter zeit. einmal was erwischt reicht sicher damit es wieder los geht.
    ....

    Genau das befürchte ich auch. Sie ist kein junger Hund mehr und das ist ja nunmal ein sich selbst belohnendes Verhalten. Dazu kommt, dass die kleine Maus zwar sehr klug aber ganz schön stur ist.

    Zitat

    Hallo,

    einem Hund generell das Schnüffeln zu verbieten ist widernatürlich und ich würde es so nicht machen.
    Wie gesagt würde ich sie an die kurze Leine nehmen und aufpassen wie ein Schießhund.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Das habe ich die letzten 3 Monate versucht, leider mit mäßigem Erfolg. Sie hat keine kurze Leine, sondern eine Laufleine, entfernt sich aber nicht sehr weit. Es ist mir auch ein Rätsel, was sie da oft frisst, weil ich oftmals wirklich gar nichts sehe. Ich rieche es dann allerdings, wenn sie mich anhechelt. :hust:

    Das mit dem Schnüffeln ist ja auch, was mir Kopf zerbrechen macht. Ich möchte sie ja nicht ständig gängeln und ihr alles verbieten.

    Zitat

    Hallo,
    ...
    Wenn er draußen so gerne frusst, warum bekommt er nicht dort sein Futter, allerdings dann aus meiner Hand. warum suche ich nicht nach einer sonstigen alternativen Beschäftigung für ihn.

    Hund sind nun mal Aas-Fresser ob es uns gefällt oder nicht.
    Warum übertragen wir den immer unsere Wertmaßstäbe auf den Hund.
    Ein 12-jähriger Hund aus dem Tierheim war vielleicht oft gezwungen, sich auf diese Art zu ernähren. Warum sollte er nach 12 Jahren plötzlich damit aufhören? Weil wir ihn aus dem Tierheim gerettet haben?

    Gut es kann passieren, daß er etwas falsches frißt. Es kann aber auch passieren, daß ich heute von einem Auto angefahren werde. Gehe ich deshalb nicht mehr auf die Straße?

    LG
    Irice

    Sie bekommt draussen beinahe mehr Futter, als drin. Sie hat ja, wie schon beschrieben, einige Verhaltensprobleme, die ich täglich mit ihr trainiere und auch schon gute Erfolge erzielt habe. Da sie auf Futter so gut anspricht, arbeite ich natürlich damit.

    Außerdem mache ich mit ihr auf jedem Spaziergang kleine Übungen, wie "Sitz" und dann entfernen, "Twister", über irgendwelche Dinge springen, Slalom durch meine Beile, auf einem Baumstamm entlanglaufen usw.
    Sie ist sehr temperamentvoll und klug und ich versuche sie zu beschäftigung und mich interessant zu machen. Aber die Gier nach irgendwelchem "Dreck" bleibt.

    Ich habe auch nicht generell ein Problem damit, wenn Hunde draussen mal was fressen. Ich hatte schon Hunde, die mal Pferdeäpfel gefressen haben oder so. Das stört mich nicht so sehr, ich hab sogar mal gehört, dass das für einen Hund gesund sein soll (weiss nicht, obs stimmt). Eine hat gern Mäuse gejagd und dann aufgefressen (hat mir jedes Mal total leid getan). Aber sie frisst offenbar Zeug, das ihr nicht bekommt, denn sie erbricht manchmal bis zu 6-7 mal hintereinander so schwarzes Zeug. Das kann bis zu 2 Stunden anhalten. Dann geht es ihr offensichtlich schlecht.

    Und leider sind nicht alles Hundefreunde. Ich habe es im Bekanntenkreis schon erlebt, dass der Hund vergiftet wurde (glücklicherweise nicht an diesem Wohnort) und möchte das selbst nie erleben.

    Ich bin da eben in einem Zwiespalt, ich möchte ihr ein hundegerechtes und glückliches Leben ermöglichen und sie mit ihren 12 Jahren auch nicht überfordern. Ich akzeptiere deshalb ihre Eigenarten, soweit dies möglich ist. Aber ich habe natürlich auch Angst um sie.
    Und wie gesagt, ich kann Maulkörbe gar nicht ausstehen. Ich habe mich bisher auch immer geweigert, son Ding zu benutzen. Aber sie ist wirklich extrem mit ihrer Fresserei.

    Zitat

    Hallo Ice,
    ...
    Viele Hunde die Aas oder sonstigen Unrat von der Straße fressen, werden darauf nicht verzichten nur weil ich sie aus der Hand fütter. Denn Unrat ist nochmal was ganz anderes als ihr Futter. Auch fressen sie es ja nicht weil sie Hunger haben, sondern weil sie es fressen wollen.
    ...

    Das glaube ich auch.

    Zitat


    ...
    Es ist doch bloß übergangsweise mit dem MK und der kurzen Leine.
    ...

    Dauermaulkorb und kurze Leine kommt für mich auch nicht in Frage. Das nimmt dem Hund jede Lebensfreude.
    Wenn alles nichts hilft, gehe ich lieber das Risiko ein, aber ich muss es wenigstens versuchen.

    Zitat


    Mein Hund lässt sich auch supergern draußen beschäftigen, er bietet sich gerne an - aber sofort, wenn er wieder kurz schnüffeln darf, ist er auf Nahrungssuche. Hat überhaupt nix miteinander zu tun! (höchstens Fressgier im Allgemeinen.)
    ...

    Genau, wie bei meiner.

  • Ich bin gerade so begeistert von meiner kleinen Hündin, dass ich das mal eben mitteilen möchte.

    Seit 2 Tagen bemerke ich bei ihr eine deutliche Verhaltensänderung, was das andauernde Unratfressen angeht.

    Natürlich versucht sie es immer noch hin und wieder, aber anfangs hat sie ja beinahe alle 2 - 3 Meter irgendwas gefunden und ich musste ständig schimpfen.
    Inzwischen läuft es sehr viel besser. Sie hat auf den letzten Spaziergängen nur noch jeweils 2 oder 3 mal versucht was zu fressen. Ansonsten läuft sie einfach brav nebenher und schnuppert mal hin und wieder. Dabei habe ich ihr noch nicht mal einen Maulkorb angelegt, weil ich erst mal schauen wollte, wo ich überhaupt einen her bekomme.

    Vielleicht waren es ja noch die Nachwirkungen aus der Tierheimzeit. Sie war dort mit 2 anderen Hunden in einem Zwinger, die ihr wohl auch öfter mal das Futter geklaut haben. Sie war ja auch sehr dünn. Vielleicht hat sie inzwischen gemerkt, dass ihr niemand was wegnimmt und sie 2 mal täglich ihre Mahlzeiten bekommt und sie nicht mehr jeden Dreck fressen muss. Vielleicht hat auch endlich mein ständiges Geschimpfe eine Wirkung gezeigt. Ich bin jedenfalls sehr glücklich darüber und hoffe, dass es anhält.

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