Zwei Rüden, beissereien

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  • Hallo,
    die Situation, die Ihr da grad mit Euren drei Hunden habt, ist mit die unglücklichste, die entstehen kann, wenn man die "Hunde das unter sich ausmachen" läßt.

    Wenn Ihr jetzt nicht die Notbremse zieht - aber dafür bist Du ja hier gelandet! - wird es so weitergehen, dass der Jungspund immer mehr versuchen wird, Euren Älteren zu vertreiben und da dieser nicht abhauen kann, wird das Ganze böse enden...schlimmstenfalls - bei den doch sehr unterschiedlichen Größenverhältnissen - mit dem Tod des Älteren.

    Ich schreib das so resolut, damit Ihr Euch darüber im Klaren seid, WIE ERNST die Situation bei Euch zu hause gerade ist und WIE DRINGEND Ihr am besten zunächst mal einen Profi zu Hilfe holen solltet.

    Da kann man Hundeerfahrung haben bis zum Umfallen - jeder neue Hund stellt einen vor neue Anforderungen, die man manchmal nicht allein gelöst bekommt, weil man im Laufe der Zeit auch ein wenig "betriebsblind" wird. Und Hunde auszubilden und zu halten ist immer noch ein gänzlich anderes Kapitel als das Management einer Hundegruppe. Bei letzterem kommt es noch weitaus mehr darauf an, die Hunde in ihrem Verhalten richtig "lesen" zu können, so wie Du bisher schreibst, zeigen sich da noch große Lücken momentan...

    Laßt unbedingt einen mit der Mehrhundehaltung sehr vertrauten Hundetrainer "draufschauen". Und zwar am besten gestern noch!

    Bis dahin:

    ALLES meiden, was schon zu Konflikten geführt hat. Z. B. getrennt füttern, Futter nicht rumstehen lassen, mehrere Wassernäpfe aufstellen.
    Spielzeuge weg und auch die paar Tage bis zum Hundetrainer die menschlichen Zuneigungen drastisch "einkürzen" - bis Ihr gezeigt bekommt, worauf Ihr achten müßt.

    LG, chris

  • Hallo,
    diese Situation kenne ich zu gut. Haben insgesamt 4 Hunde ( 2 weibchen und 2 Rüden). Haben unseren Nanook auch sofort kastrieren lassen, nachdem wir ihn vom Tierschutz übernommen haben, da wir auch der Meinung waren, dass so das zusammenleben beider Rüden am besten funktioniert. Es ging ungefähr ein dreiviertel Jahr gut, bis das Elend begann. Beißen kann ich hier schon nicht mehr zu sagen. Die beiden hätten sich, wenn keiner dazwischen gegangen wäre, zerfleischt. :sad2: War garnicht schön. Auch wir haben dann mit einem Hundtrainer über die Situation gesprochen und er war der Meinung, dass es sich nur um den Rang geht. Der Meinung bin ich auch, bis heute noch. Habe dann spezielle Maulkörbe anfertigen lassen, damit sie sich einmal richtig ausfetzen können und so ihre Rangordnung klären können. Tipp vom Hundetrainer. Leider hat bei einem der Maulkorb nicht gehalten. :scared: Habe es nie wieder mit dem Maulkorb probiert, denn jede Handlung, die für den Hund positiv endet, bestärgt den Hund darin.
    Da unsere Hunde nicht im Haus gehalten werden, sondern einen riesen Auslauf haben, halten wir die beiden Rüden getrennt. Man kann sie zusammen laufen lassen, aber man muss genau die Körpersprache des Tieres kennen.
    Mit unserem Tierarzt habe ich auch über die Situation gesprochen. Er war der Meinung, dass das Kastrieren die Sache sogar noch verschlimmern könnte. Unser Nanook ist sehr dominant. Er ist aber jetzt nicht mehr fortpflanzungsfähig und der Meinung sich erst recht beweisen zu müssen. :???:
    Ich würde es auch mal mit einem Hundetrainer probieren. Sollten aber alle Stricke reißen und dann die Möglichkeit nicht bestehen die Tiere getrennt zu halten, würde ich überlegen den jungen Hund abzugeben. Es hört sich hart an, wäre aber für alle beteiligten das Beste. auch wir haben darüber gesprochen und wären fast zu diesem Entschluss gekommen. Da aber vom Platz her die Möglichkeit bestand, haben wir Nanook behalten. Müssen aber wirklich in jeder Situation aufpassen. Das kann sehr anstrengend sein.
    Ich wünsche viel Erfolg.
    Lg Nicole

  • Wir versuchen das nun erst mal mit dem Maulkorb und machen das mit dem getrennten Füttern, schlafplätze müssen wir noch was passendes suchen.
    Danke für die antworten.
    Der vierte Hund hält sich aus allem so ziemlich raus, is nen größerer Hütehund und die Rudelführerin. Sie spielt nur mit dem jüngeren, mit den beiden kleinen hat sie gar nicht viel am Hut.

  • Zitat

    Der junge wurde kastriert um genau sowas zu vermeiden (Waren in der Hoffnung das "klappt") das der junge sich sobald die Rangordnung festgelegt wird sich unterwirft.

    Da lag meines Erachtens schon ein großer Fehler:
    Hunde haben nichts untereinander klarzumachen, unter Umständen geht es ein lebenlang so bis zu schweren Verletzungen oder gar Tod, das hättet ihr managen müssen und keine vorsorgliche Kastration!

    Zitat

    Zu einem Hundetrainer wollten wir zu allerletzt gehen, da wir eigentlich sehr Hundeerfahren sind, seitdem ich klein bin habe ich immer Hunde gehabt. Wollte mich mal erkundigen wie ihr mit so einer Situation umgehen würdet.

    Sucht euch schnellstmöglich einen Hundetrainer!!!

  • Noch eine Ergänzung, grad in Bezug auf den Post von dobi-clique:

    ICH bin ein Vertreter der Mehrhundehalter, die die Hunde fast GAR NIX selber regeln lassen - bei uns gibt es unter den Hunden keine Rangordnung, die haben sich alle recht gesittet und umgänglich zu benehmen - das kann man den Herrschaften sehr gut beibringen - ganz einfach aus dem Grund, weil Hunde, die so gehalten werden wie meine, im vermeintlichen Rangordnungssystem an Positionen SO weit unten angesiedelt wären, dass Rangordnungskämpfe, die nur die oberste Etage betreffen, absolut unnötig sind.

    Und schwupps - hat man eine recht harmonische Hundegruppe, in der es zwar auch mal ne Kabbelei gibt, aber das sind nur kurze Momente, in denen es um kleinere Ressourcen geht und vor allem sind es Momente völlig regelkonformer Hundekommunikation.

    Dazu kann ich das Buch "Einmal Meutechef und zurück" von Patricia McCornell empfehlen.

    LG, Chris

  • Zitat

    Wir versuchen das nun erst mal mit dem Maulkorb und machen das mit dem getrennten Füttern, schlafplätze müssen wir noch was passendes suchen.
    Danke für die antworten.
    Der vierte Hund hält sich aus allem so ziemlich raus, is nen größerer Hütehund und die Rudelführerin. Sie spielt nur mit dem jüngeren, mit den beiden kleinen hat sie gar nicht viel am Hut.


    Hm, wenn sie die rudelführerin wäre, würde sie splitten und sich kümmern, das sowas nicht passiert...

    Also ist die rangordnung überhaupt nicht klar...

    ich glaube, ihr solltet nen kompetenten trainer drauf schauen lassen... wenn ihr da alleine rumwurstelt, wird das nix... und wie eine vorrednerin schon gesagt hat, kann das nicht nur sehr böse, sondern tödlich enden...

  • Zitat

    Noch eine Ergänzung, grad in Bezug auf den Post von dobi-clique:

    ICH bin ein Vertreter der Mehrhundehalter, die die Hunde fast GAR NIX selber regeln lassen - bei uns gibt es unter den Hunden keine Rangordnung, die haben sich alle recht gesittet und umgänglich zu benehmen - das kann man den Herrschaften sehr gut beibringen - ganz einfach aus dem Grund, weil Hunde, die so gehalten werden wie meine, im vermeintlichen Rangordnungssystem an Positionen SO weit unten angesiedelt wären, dass Rangordnungskämpfe, die nur die oberste Etage betreffen, absolut unnötig sind.

    Und schwupps - hat man eine recht harmonische Hundegruppe, in der es zwar auch mal ne Kabbelei gibt, aber das sind nur kurze Momente, in denen es um kleinere Ressourcen geht und vor allem sind es Momente völlig regelkonformer Hundekommunikation.

    Dazu kann ich das Buch "Einmal Meutechef und zurück" von Patricia McCornell empfehlen.

    LG, Chris


    Genau das hab ich vorhin auch geschrieben. Man selbst ist der Chef. Sonst keiner. Ich halte das auch so und fahre damit verdammt gut.

    Und das Buch kann ich auch nur Empfehlen. Billiger wird es, wenn man die Erziehungskiste von ihr holt ;-)

  • Oh.. naja so krass haben wir es bisher nicht eingeschätzt, wenn ihr das wirklich so meint, dann such ich hier mal in der Nähe so jemanden raus und lass den mal "drauf schauen". So etwas gab es bei uns vorher nicht da ließ sich das alles im ruhigen klären und jeder war an seiner Stelle. Aber wenn ihr das so sagt vertrau ich euch da.
    Danke nochmal für die Hilfe!

  • @ Chris

    Habe auch gemerkt, dass die Sache mit den Maulkörben nicht gerade toll war. Habe es ja auch nie wieder versucht. Jeder von den Rüden hat ein Mädel bei sich sitzen. Die eine Gruppe sogar 2 Minischweine und Schafe. Und alles funktioniert. Ich denke auch dass es daran liegt, da unser Nanook aus sehr schlechter Haltung mit anschließender Tötungsstation (innerhalb des 1. Lebensjahres) kommt. Er ist sehr unsicher gegenüber Männern und anderen Hunden.Er muss immer erst warm werden und merken, dass man ihm nichts böses möchte. Und dann kommt noch die Rasse: Husky-Kangal. Dickköpfiger und sturrer kann es garnicht sein. Hätte er sich nicht so gut gemacht, hätten wir ihn auch abgegeben. Nur wo wäre er dann gelandet. Bei uns hat er es gut. Geht zum Hundesport und lernt die Welt von der guten Seite kennen.

    Haltet ihr eure Hunde alle zusammen im Haus? Wie viele sind es?
    Lg

  • Zitat

    Sorry, aber von der vierten Hündin schreibst du gar nix?

    Was ist mit ihr??

    Ist der jüngere Rüde nun 9 oder 15 Monate alt? Seid wann ist er kastriert?

    Doch, es ist "so krass", da haben die bisherigen Schreiber vollkommen recht.
    Und da ist es mMn unumgänglich dass ihr euch schnellstens einen guten Trainer nach Hause holt- möglichst nicht den Trainer vom Verein nebenan. (Auch wenn es da auch gute geben mag)

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