Hund an Leine von Hund ohne Leine angegriffen

  • Meiner hat verletzungsbedingt auch Leinenzwang....hin und wieder lasse ich Schnupperkontakte zu wenn von anderer Seite auch erlaubt ist.
    Ist nur blöde weil er nicht toben darf, in dem moment aber gleich ansetzt und rumhüpft.

    Ist hier leider auch so ne Situationsabhängige Sache..und auch wieder die gefahr der Fehlverknüpfungen...

    Gruß Gwen

  • Ich kenne dieses Problem auch ganz gut. Jeppe ist ja auch recht klein und meinem Freund ist es einmal passiert, dass sich ein großer Hund von der Leine seines Besitzers losriss und sich auf Jeppe stürzte, der angeleint war. Mein Freund hat ihn abgedrängt und Jeppe hinter sich gezogen. Nach noch so einem Vorfall fing bei Jeppe eine leichte Leinenaggression an, die durch eine Vorfall auf dem Hundeplatz verstärkt wurde. Dabei war Jeppe angeleint, ein anderer Hund sollte eine Übung ohne Leine machen, riss sich los und warf sich auf Jeppe. Ich habe Jeppe hinter mich gezogen und den anderen geblockt. Auf den Arm nehmen würde ich wirklich nicht raten, manche HUnde neigen dazu, dann erst recht grantig zu werden, und dann ist das Verlezungsrisiko für Hund und Halter höher. Eine Bekannte von mir hat eine sehr ängstliche Hündin und hat schon einen großen sich stürmisch nähernden Hund durch anbrüllen abgeblockt. Ich stelle mich meist dazwischen oder, wenn es geht, leine Jeppe auch ab, sodass er die Möglichkeit hat, auszuweichen oder sich zu wehren. Meist sind so heranstürmende HUnde nicht aggressiv, sondern nur neugierig und es ist bisher immer einfach er gewesen, ihn abzuleinen. Wenn es dann doch zu heftig wird, habe ich auch schonmal beherzt dazwischengegriffen und Jeppe unter einem anderen Hund hervorgezogen, der nicht abließ. Das war eigentlich nicht so klug, aber der andere Hundehalter machte nichts und der Hund hörte nicht auf. Von so Sachen wie Sprühhalsbändern und ähnlichem würde ich bei einer Leinenaggression absehen, da gibt es genug andere Möglichkeiten, mit denen wir auch recht erfolgreich arbeiten.

  • Ich würde auch die Finger vom Antibellhalsband lassen. Wenn der Hund schlau ist, fängt er das Bellen wieder an, sobald er merkt, dass das Halsband nicht mehr dran ist. Du müsstest das dann also immer anhaben beim Spazieren gehen.. Ist ja nicht der Sinn der Sache finde ich.
    Ausserdem kann es sein, dass dein Hund lernt "Oh ein Hund, gleich werd ich angesprüht, da bell ich doch mal um ihn zu vertreiben" oder sowas ähnliches.

    Ja ich war eigentlich immer gegen das Hochnehmen. Auch weil ich viele kleine Hunde erlebt habe, die dann vom Arm aus zurück kläffen so im Sinne von "Ahh hier bin ich sicher und grösser und stärker, da kann ich toll anpöbeln". Aber als dieser Hund um die Ecke geschossen kam konnte ich nicht anders reagieren. Vorallem nicht, weil ich wusste was der mit dem Pudel gemacht hat. Und das arme Frauchen musste daneben stehen und zu sehen wie ihr Hund stirbt :nosmile:
    Ausserdem war der Schäfer schon auf meinem drauf bevor ich überhaupt realisierte was passiert. Das ging alles so schnell und ich konnte ihn schliesslich nicht von weitem auf uns zu rennen sehen und überlegen wie ich handle. Mein Kleiner hat recht viel abbekommen bei dieser Attacke. ich will nicht wissen, wie das ausgegangen wäre wenn ich ihn nicht weggezogen und auf meinem Arm in Sicherheit gebracht hätte. Ich war auch allein unterwegs, da ist es ziemlich schwer den eigenen Hund an der Leine zu halten und versuchen den anderen runterzupflücken.

  • Es ist immer ein Risiko seinen Hund frei laufen zu lassen ( andere Hunde usw. ) letztendlich gibt es auch freilaufende Menschen die Angst vor Hunden haben . Ignoranz sowie Egoismus ist das dümmste was passieren kann .

    In einem Bebauungsgebiet oder Stadtpark ( Schulweg ) Rufe ich mein Hund zurück sobald ein Mensch den Weg kreuzt ( Rücksicht ) nehme in kurz an die Leine und gut is es . Ein Hundebesitzer sollte auch ein Menschenfreund sein. Die meisten Hundebesitzer die ihren Hund nicht an der Leine haben , haben diesen auch im Griff . Zu oft erlebe ich aber das Hundebesitzer egal was kommt ob Mensch oder Tier ihren Hund nicht an die Leine nehmen . Für solche Hundehalter fällt mir nur eines ein Egoismus pur ohne jegliche Rücksichtnahme . Hundeführerschein oder Ordungsamt ist oft die einzige Lösung das fängt bei 80 Euro an und steigert sich pro Verstoß denke ich

  • [quote="nindog"]Ich kenne dieses Problem auch ganz gut. Jeppe ist ja auch recht klein und meinem Freund ist es einmal passiert, dass sich ein großer Hund von der Leine seines Besitzers losriss und sich auf Jeppe stürzte, der angeleint war. Mein Freund hat ihn abgedrängt und Jeppe hinter sich ...........

    Ich habe einen Dackel und kenne das Problem , zeitweise konnte ich es wie folgt lösen :
    Eine Bekannte hat einen sozialisierten Kampfhund mit dem versteht sich mein Hund super , dieser war beim Gassi gehen immer mit dabei . Tja du solltest mal sehen wie schnell die anderen Hundebesitzer ihren Hund an der Leine hatten , da es ja meist immer die gleichen sind sind wissen die nie ob Krümmel ( Kampfhund ) dabei ist oder nicht .

  • Hallo,

    dieses Thema mit unangeleinten Hunden Hunden ist mitunter ein Grund, warum ich schon keine Lust mehr auf Hundehaltung habe.

    Auch ich bin jemand, der seinen Hund grundsätzlich anleint. Und es ist schon sehr oft passiert, dass unangeleinte Hunde auf meine rauf gingen und es zu viel Ärger und mitunter auch Verletzungen gab. Auch viel Streit und Diskussionen mit anderen Hundehaltern.

    Wenn ich meinem Hund Auslauf gewähren will, fahre, oder gehe ich mit ihm zu geeigneten Plätzen.
    Es gebietet schon das soziale Verständnis, dass man Mitmenschen (auch anderen Hundehaltern) klar zeigt, dass der eigene Hund durch eine Leine gesichert ist. Wenn man sich verständigt, dann können auch mehrere Hunde miteinander ohne Leine toben.
    Wie oft habe ich schon mit angesehen, wie unangeleinte Hunde weg liefen, auf die Strasse, vor Autos, fast Unfälle verursachten. Oder vor Fahrrädern liefen, oder Menschen und Kinder deutlich Angst hatten. Sowas muss nicht sein.

    Aber es gibt tatsächlich Menschen, die der Meinung sind, dass Hunde grundsätzlich ohne Leine rum laufen müssten. Sie sind auch der Meinung, dass sich die Mitmenschen dem Freiheitsdrang ihres Hundes fügen müssten.

    Allein hier, wo ich wohne, gibt es Hundehalter, die lassen ihre alleine Gassi gehen und überall rumlaufen, wo sie wollen.

    Aber so funktioniert das nicht. Der Hundehalter ist in der Pflicht, sich zurück zu nehmen und Sicherheit zu demonstrieren.
    Es kann nicht angehen, dass Menschen (wie die TE) Angst haben müssen. Nur weil Leute zu faul ignorant sind, ihre Hunde an der Leine zu führen.

    Das interessante kommt ja jetzt noch:

    es gibt zwar keinen klar formulierten Gesetzestext, der eine generelle Leinenpflicht vor schreibt (abgesehen von Brutzeiten, bestimmten Bereichen usw).
    Aber es gibt andere Gesetzestexte, die es ,anders formuliert, klar vorschreiben, dass Hunde stets so zu führen sind, dass sie niemanden gefährden, oder im "Frieden" stören.
    Vor allem letzteres ist nur durch eine durchgängige Anleinung möglich. Denn es genügt, dass ein Passant sich durch den unangeleinten Hund gestört fühlt. Schon ist dieser Passant im Recht.

    Grundsätzlich haftet auch jeder Hundehalter dafür, wenn es durch seinen unangeleinten Hund zu Schäden kommt.

    Hier jetzt mein Erlebnis, was auch der TE zumindest in rechtlichen Sinne weiterhelfen könnte:

    ich war mit meinem Kumpel und seinem Jack Russel auf einer großen Wiese, und wir haben mit ihm Stöckchen geworfen. Er war nicht angeleint.
    Plötzlich kam ein Paar mit einem Amercian Bulldog um die Ecke, ihr Hund war angeleint.
    Der Jack Russel rannte dort hin, ließ sich nicht von meinem Kumpel zurückrufen.

    Die Hunde schnüffelten, der andere knurrte und es gab ein kurzes Gerangel. Der Besitzer des anderen Hundes versuchte den Jack Russel mit der Hand wegzuschlagen, wurde dabei ganz leicht gebissen.
    Dann erreichte mein Kumpel die Szene und nahm seinen Hund an die Leine. Der Biss war ganz klein.

    Es wurden Versicherungsdaten ausgetauscht.

    Plötzlich folgte eine Anzeige. Der Mann forderte zudem ein Schmerzensgeld von 2500 Euro.
    ABER: die Versicherung meines Kumpels wollte nicht zahlen, da mein Kumpel seinen Hund nicht an der Leine führte.

    Die Wunde des Mannes entzündete sich, er musste ins Krankenhaus.
    Mein Kumpel hatte inzwischen auch einen Anwalt. Es folgte ein Rechtsstreit und 2 Jahre später die Gerichtsverhandlung.

    Mein Kumpel bekam Schuld, weil sein Hund nicht an der Leine war. Er sollte eigentlich 4000 Euro zahlen (Schmerzensgeld+Gerichtskosten+Anwaltskosten+Krankenhauskosten), und dazu forderte der Arbeitgeber des Mannes aufgrund des Arbeitsausfalls von über 1 Monat eine Entschädigung von knapp 6000 Euro.
    Insgesamt also 10000 Euro.

    Nun das Interessante:

    der Mann bekam eine Teilschuld, weil er mit seiner Hand versuchte, den Jack Russel abzuwehren. Es hieß, dass man in einem Hundekampf niemals körperlich einschreiten sollte. Hätte er aber mit einem langen Gegenstand zu geschlagen, dann hätte er keine Teilschuld bekommen.
    Zudem hätte der Mann die Leine loslassen sollen.

    Also musste mein Kumpel letztendlich von allem die Hälfte zahlen, was aber immer noch 5000 Euro waren.

    Also: bei einer richtigen Keilerei niemals mit dem Körper dazwischen gehen, den Hund nicht hoch nehmen, Leine loslassen.

  • [quote="Catalano"]Hallo,

    dieses Thema mit unangeleinten Hunden Hunden ist mitunter ein Grund, warum ich schon keine Lust mehr auf Hundehaltung habe.

    Auch ich bin jemand, der seinen Hund grundsätzlich anleint. Und es ist schon sehr oft passiert, dass unangeleinte Hunde auf meine rauf gingen und es zu viel Ärger und mitunter auch Verletzungen gab. Auch viel Streit und Diskussionen mit anderen Hundehaltern.

    Wenn ich meinem Hund Auslauf gewähren will, fahre, oder gehe ich mit ihm zu geeigneten Plätzen.
    Es gebietet schon das

    Aber es gibt tatsächlich Menschen, die der Meinung sind, dass Hunde grundsätzlich ohne Leine rum laufen müssten. Sie sind auch der Meinung, dass sich die Mitmenschen dem Freiheitsdrang ihres Hundes fügen müssten.

    .........


    Diesen Beitrag finde ich richtig gut ! Schon deswegen weil es in meiner Mittelfränkischen Kleinstadt so ist es läuft alles frei was 4 Beine hat . Hunde die richtig Auslauf brauchen bekommen ihn im Stadpark neben Kleinkindern auf dem Schulweg , am Kinderspielplatz soviel Auslauf wie sie brauchen . Weil die Besitzer zu faul sind auf geeignete Plätze zu gehen . Leider reagiert auch das Ordungsamt ( wegen den Kindern ) in dieser fränkischen Kleinstadt an der Pegnitz auch nicht obwohl es eine Verordung gibt . Strafzettel für Autofahrrer bringen mehr Geld . Erst wenn ein Kind gebissen wird reagieren sie vieleicht . Ich werde mit meinem Hund noch eine Glückliche Zeit haben hoffe ich , aber dann werd ich wohl keinen mehr aus dem Tierheim holen .

  • Zitat

    Hunde die richtig Auslauf brauchen bekommen ihn im Stadpark neben Kleinkindern auf dem Schulweg , am Kinderspielplatz soviel Auslauf wie sie brauchen

    Hey,

    ist hier genauso.

    Hier unweit von mir wurde ein freies Gelände als großer Spielplatz umgebaut. Eigentlich richtig schön mit Rutschen, Schaukeln usw. Aber es sind dort keine Kinder zu sehen, stattdessen gehen dort alle mit ihren Hunden spazieren und lassen die dort rumlaufen, in die Sandkisten kacken, hinpinkeln usw.

    Sogar richtige große Hunde wie Rottweiler, Dobermänner, Schäferhunde laufen dort durch die Sandkisten, während dort ab und zu mal Kinder sind (die natürlich Angst haben)

    Und das sind asoziale Menschen für mich.

    Es ist ja auch nicht so, dass die Kinder dort nicht spielen würden. Aber sie es ist eben halt kein ein Hundespielplatz geworden.

    Absolut abartig sowas.

  • Also ich hatte auch einen Dobermann der immer frei gelaufen ist. Ich bin nicht grundsätzlich fürs freie führen. Aber mit diesem Hund konnte man es eben machen. 13 Jahre ohne das etwas passiert ist.
    Aber dennoch hält man sich doch von Spielplätzen oder Schulen fern.
    Abgesehen davon das ein Hund beißen kann, kann er doch durch seinen Kot Krankheiten übertragen.

  • Hallo.

    Auch wenn mich jetzt alle "Fachmänner/Fachfrauen" steinigen wollen...

    Mein Rat, der sich nunmehr seit 7 Jahren biss- und angriffsfrei bewährt hat: Wir nehmen unseren 4,5 kg einfach hoch, auf den Arm, zumal unser Georgie die großen Hunde immer gern anmotzt. Cesar M. würde in unserem Fall wohl sagen "red zone"...

    Ich wage an dieser Stelle zu behaupten, dass ich unserem Zwerg-Pekinesen über die Jahre (bei aller Bescheidenheit) schätzungsweise mindestens 3 Mal das Leben gerettet habe. Wenn ch Georgie dann "hoch oben" im Arm halte, haben die ggf. all zu forschen "Interessenten" so irgendwie immer recht zügig und widerspruchslos den Rückwärtsgang eingelegt. Unter "solchen Kandidaten" war auch schon ein großer (und recht grimmiger) Steff darunter...

    Ach ja,...die oft beschriebene Gefahr eines Angriffs auf mich, gehe in solchen Situationen gern ein... Ich würd' für meinen Georgie ganz klar mein Leben riskieren. Das ist einfach so in mir drin, darüber muss ich noch nicht einmal nachdenken.

    Grüße.

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