• So, ich habe mich nun lange Zeit nicht mehr gemeldet , da in letzter Zeit vieles passiert ist, was leider nicht gerade sehr erfreulich war.

    Meine Bulldogge Harley leidet an Epilepsie, die wir zu Anfang noch relativ gut im Griff hatten (dachten wir zumindest) . Die Anfälle kamen relativ selten im Abstand von ca. 2 Monaten. Mittlerweile ist er auf Dibro B eingestellt sowie Luminal. Die Tabletten bekommt er nun schon über einen längeren Zeitraum. Die Abstände zwischen den Anfällen werden immer kürzer, mittlerweile sind wir schon froh, wenn er 1-2 Wochen Anfallfrei bleibt. Die Häufigkeiten der Anfälle an einem Tag steigt leider auch immer mehr :( Teilweiße bekommt er 6 mittelstarke bis sehr starke Anfälle. Das Problm bei unserer Bulldogge ist, dass er , sobald er in einen Krampfzustand verfällt auch das Gaumensegel schließt. Somit bekommt er über die Zeit des Anfalles KEINE, und damit meine ich wirklich GAR KEINE Luft. Er läuft jedesmal richtig blau an :| "Zum Glück" dauern seine Anfälle nur ca. 20-30 Sekunden sonst würde er einen Krampfanfall wohl nicht überleben.

    Zusätlich bekommt er einen Einlauf mit Valium, um ihn aus seinen Krämpfen zu holen. Das heißt er ist vollends "abgeschossen" .

    Heute morgen hatte er wieder 4 Anfälle in kurzen Zeitabschnitten und die normale Dosis Valium bekommen, die er sonst auch bekommt um ihn aus den Anfällen herauszuholen. Das ist nun schon gut 4 Stunden her... Eigentlich sollte das Valium so langsam an Wirkung verlieren, allerdings zeigt er heute eine starke Hinterhandschwäche auf und kommt gar nicht mehr auf seine Hinterbeine hoch. Das kauen fiehl ihm schwer... so langsam wissen wir nicht mehr , was wir noch tun können. Waren mittlerweile schon bei vielen Spezialisten in ganz Deutschland unterwegs und stehen auch noch mit vielen in Kontakt um täglich Bericht zu erstatten. Eine CT ist bei unserem Hund leider nicht mehr möglich da er dafür in Narkose gelegt werden müsste, was allerdings nicht möglich ist, da er eine weitere Narkose warscheinlich nicht gut wegstecken oder sogar gar nicht überleben würde. Davon raten uns ALLE TA ab.

    Vielleicht habt ihr noch irgendeine Idee... denn wir stehen vor einem riesengroßen Rätsel , für das es wohl niemals eine Lösung geben wird :(


    Lg Helen Jule&Harley

  • Hallo Helen

    nein, leider kann ich überhaupt gar nicht helfen. Aber ich drücke die Daumen, dass ihr bald einen TA findet, der euch wirklich helfen kann mit Harley.

    Ich weiß nicht, wie das bei Epilepsie beim Hund ist, aber spricht man schon von "eingestellt", wenn die Anfälle dennoch kommen? Ich weiß, dass man beim Menschen solange mit der Medikamentierung "rumprobiert", bis man den Patienten weitestgehend anfallsfrei hat und erst dann ist er "eingestellt" auf seine Medis, die er dann so weiternehmen soll. Solange er noch häufig Anfälle hat oder diese sogar häufiger werden, wird meines Wissens nach auch noch an der Dosierung oder auch den verschiedenen Mitteln geschraubt.

    Wäre das noch machbar, dass ihr da vielleicht durch eine Veränderung für ihn eine Verbesserung erzielen könntet?

    Wie gesagt, ich drücke die Daumen und wünsche Harley gute Besserung. Dir wünsch ich einfach nur viel viel Kraft, ist nicht leicht, sein Tier leiden zu sehen, ich weiß.

    LG, Henrike

  • Wir schrauben zur Zeit die Dosierung fast wöchentlich hoch. Das Problem ist, dass wir im Falle eines Anfalles Diazepan verabreichen müssen , um ihn aus den Anfällen herauszuholen. Seine Dosierung ist zur zeit relativ hoch und er war gestern den ganzen Tag sowas von schlapp, dass er erst heute morgen wieder einigermaßen laufen kann. Gestern konnte er nicht mal mehr aufstehen. Ich denke, wenn wir die Dosis noch höher schrauben ist bald gar nichts mehr mit ihm anzufangen, und wir wollen ihn ja auch nicht so ruhig stellen, dass er kaum mehr da ist mit seinem Kopf.....

    Ob man da schon von eingestellt sprechen kann weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber das was du sagst klingt logisch für mich!

  • Hallo,

    jeder der einen Epilepsie-Hund hat, kann deine Verzweiflung verstehen - so auch ich mit einem aber GsD gut eingestellten Hund.

    Ich kann dir natürlich auch nicht wirklich helfen - kann dir nur sagen, wie wir "es" machen und dabei gut fahren.

    Zunächst wird unser Hund roh ernährt (was er aber auch schon vor den ersten Anfällen wurde), mit den Anfällen ließen wir dann eigentlich alles an Getreide weg, bzw. wurden überhaupt die Kohlenhydrate stark reduziert. Ich weiß nun nicht, was ihr füttert - aber auch Glutamat wird schon mal in Verbindung mit Epilepsie gebracht. Also irgendwelches 0815 Trockenfutter mit viel Zusatzstoffen und Getreide würde ich wirklich nicht geben, auch keine entsprechenden Leckerchen.

    Wir geben unserem Hund zusätzlich ein wenig Taurin, davon habe ich einiges in diesem Zusammenhang gelesen und kurweise immer mal einen Vitamin B-Komplex und zur Leberstärkung Mariendistel.

    Ich wünsche euch ganz sehr, dass ihr einen anderen Weg, als weitere Medikamentenerhöhung findet!

    Viele Grüße,
    Katja

  • Das mit dem barfen haben wir auch in Betracht gezogen, allerdings haben uns mehrere Spezialisten (für Epilepsie) davon abgeraten, da rohes Fleisch immer mit Bakterien besetzt ist... einer hohen Anzahl und da das auch für eine Epilepsie verantwordentlich sein kann...

    Trotzdem vielen Dank für deine Hilfe !! Und es ist schön zu hören, dass es deinem Hund nun besser geht und er auf die Medis eingestellt ist

  • Hmm, ich kenn Epilepsie nur beim Menschen..... Allerdings ist manches auch auf den Hund übertragbar. So kann Blitzen oder das Funkeln einer Wasserfläche schon Auslöser sein, ebenso Aufregung ( auch Freude) ....

    Ich drück Euch die Daumen, daß Ihr bald ein Medikament findet, auf das Harley gut anspricht und sich auch gut einstellen lässt.

    Liebe Grüsse,

    Die Abessinierin

  • Ja das ist richtig, deshalb dunkeln wir oftmals alle Zimmer ab, und lassen Radio aus bzw nur relativ leise. Das geht aber auch nicht auf dauer.... We fühlt sich schon wohl bei so einem Wetter in einem dunklen Haus?! Und trotz den Vorsichtsmaßnahmen die wir treffen bekommt er dennoch anfälle...

  • Ich weiß, Helen.... man wird wahnsinnig dabei. Ob es nun Licht ist, das Flimmern vom Fernseher oder PC, das Radio.....alles kann man nicht kontrollieren oder vermeiden.

    Gibt es vielleicht noch ein anderes Medikament, daß Harley vielleicht vertragen könnte bzw. mit dem er besser eingestellt werden kann?

    Liebe Grüsse,

    Die Abessinierin

  • Hab alles versucht. Es gibt noch ein einziges Medikament, dass wird in der Humanmedizin benutzt... ist aber 1. nicht ganz ungefährlich für den Hund und kostet wirklich UNMENGEN von Geld... wir zaheln zur zeit schon gut 200 Euro im Monat NUR für Epilepsie-medis....

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