Problem mit stark ausgeprägten Schutzinstinkt

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  • Hallo,

    ich habe eine zweijährige Bärenhündin, die sehr stark auf mich fixiert ist.
    Ein merkmal der Rasse ist, dass sie als Schutzhund gezüchtet wurden, was bei uns auf dem Land an sich nicht schlecht ist. Allerdings ist sie auch argwöhnisch den Familienmitgliedern gegenüber.
    Wir wohnen in einer Großfamilie in separaten Wohnungen auf einem grundstück.

    wir haben einen kleinen Neffen (3 Jahre ), der auch hier wohnt. Anfangs mochte sie ihn nicht, da er immer laut schrie und laut mit dem bobbycar an ihr vorbeifuhr. das lässt sie mittlerweile aber kalt.

    Wie kann ich es aber hinbekommen, dass sie ihn auch mal in unsere Wohnung kommen lässt.

    situation war letztens:

    wir saßen als familie auf der terasse und unser Hund war in der Wohnung in seinem Korb..ziemlich direkt hinter der verandertür. in der wohnung was es wie drauen auch dunkel.
    Mein neffe ist nun plötzlich gegen die tür gesprungen und in die wohnung gestürmt. tammy - mein hund - ist aufgesprungen und wollte nach dem Jungen schnappen und ihn vertreiben - sie hat nicht zugebissen.

    was kann ich nun machen, dass solch eine situation (hund greift kind an)nicht passiert?
    war es eine normale reaktion, dass sie einfach aufgesprungen ist und den vermutlichen eindringling zurückdrängen wollte?

    ich freue mich auf eure tipps.

    Jacqueline

  • Zitat

    was kann ich nun machen, dass solch eine situation (hund greift kind an)nicht passiert?
    war es eine normale reaktion, dass sie einfach aufgesprungen ist und den vermutlichen eindringling zurückdrängen wollte?

    ich freue mich auf eure tipps.

    Jacqueline

    Dem Kind als allererstes Manieren beibringen.

    Was Du beschreibst ist doch recht rassetypisch fuer einen Baerenhund.

    Wie reagiert sie wenn das Kind normal ins Haus kommt und auf andere Besucher?

  • PS...in der Ueberschrift steht "ausgebildeter Schutzhund".....meinst Du damit lediglich das Wesen der Rasse ansich oder wurde dein Hund gezielt ausgebildet?

  • Hallo,

    sie war in der Wohnung und die Tür war zu, richtig?
    Der Kleine hat die Tür aufgedrückt, vielleicht auch aufgeworfen und ist reingestürmt, so ganz Kindermanier: Holter die Polter.

    Für mich ist die Reaktion jetzt nicht völlig aus der Luft gegriffen, vor allem weil sich Kinder eben auch unberechenbarer Bewegen und Verhalten. Und: sie ist ein Bärenhund, wie Du weist.

    Auch wird sie langsam erwachsen und der Schutztrieb wird noch stärker durchbrechen, denn er kommt jetzt erst so langsam zur Geltung in dem Alter.
    An Deiner Stelle würde ich sie mehr bei mir halten um sie kontrollieren zu können, oder aber Türen so sichern, dass der Kleine nicht einfach reinlaufen kann.

    Was machst Du mit ihr um sie auszulasten?
    Gehst Du auf einen Hundeplatz?

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Hallo,

    andere Besucher lässt sie nicht auf das Grundstück. Ich habe bei ihr angefangen ihr ein Signal mit einem schlüsselbund zu geben, den ich schüttel. dann hält sie abstand und man kann auf das Grundstück gehen. Aber generell ist sie fremden sehr argwöhnisch gegenüber.

    Normal kann das kind in der wohnung bei mir langlaufen, auch wenn sie im korb ist. allerdings bin ich immer gern dabei, da der kleine noch nicht weiß, wie weit er bei Hunden gehen kann. bei dem jungen wohnt selbst eine Hündin, bei der er alles machen kann.

    Da Tammy aber nicht direkt mit ihm in einem Haushalt aufgewachsen, ist sie es aber nicht gwöhnt.

    ihr futterplatz ist ihr auch heilig. außer mir und meinem Mann kann auch keiner das fressen wegnehmen oder sehr dicht daran vorbeilaufen. (haben aber noch 2 andere Hunde auf dem grunstück, sodass sie ihr futter wohl generell verteidigt).

    ich wurde nun von meiner familie kritisiert, dass Tammy nach dem Kind geschnappt als ein im dunkeln in die wohnung platzte.
    meine meinung: der hund hat die wohnung verteidigt
    meine familie meint: sie hätte das nicht gedurft, da sie gleich hätte riechen müssen, dass es ein familienmitglied ist.

    was ist nun richtig?

    die anderen Hunde die wir haben: ein altdeutsche Hütehund (das ist der der mit dem Kind in einem Haushält aufwächst) und ein leonberger.

    der leonberger ist total genügsam, langsam und geht dem kind aus dem weg,
    bei dem hütehund: da das das kind am halsband ziehen, drauf rumklettern, in den bauch drücken etc.

    nun ist mein Standpunkt: das wesen meines Hundes ist ein Schutzhund, der nicht ausweicht und man darf generell nicht kleinkinder an hunden rumzotteln lassen.

    Ist mein hund nun schlimm, weil er das nicht mit sich machen lässt? bzw. ich es nicht mit ihm machen lassen will?

    zu dem ausgebildeter Schutzhundinstinkt: damit meine ich stark ausgeprägt.

    Besten Dank zur späten Stund.

  • Zitat

    ich wurde nun von meiner familie kritisiert, dass Tammy nach dem Kind geschnappt als ein im dunkeln in die wohnung platzte.

    Geschnappt? Er hat die "Gefahr" auf Abstand gehalten.....haette sie das Kind beissen wollen haette sie gebissen...hat sie aber (ganz rassetypisch) nicht getan.

    (Und die Kritik kannste gleich zurueck geben.....mit 3 ist ein Kind alt genug um ein paar Benimmregeln zu verstehen.....und man tritt ganz einfach keine Tuer (schon gar keine Fremde) auf um dann wie die Axt im Wald in die Wohnung zu stuermen).

    Zitat

    meine meinung: der hund hat die wohnung verteidigt

    Hat er....allerdings wuerde ich schon etwas mehr mit ihm arbeiten das er das Kind und Familienmitglieder akzeptiert und da einfach die Reizschwelle etwas trainieren damit diese hoeher angelegt wird.

    Der Schutztrieb dieser Rasse ist ja eher defensiv als offensiv.....auf dieser Basis laesst sich schon mal recht gut arbeiten.

  • Hallo Steffi,

    die Tür war zu - richtig. und der vorfall war typisch Kleinkind Holter die polter.

    direkt jeden Tag aktiv auslasten tu ich sie nicht. am abend ist sie aber durch das starke toben (kräfte messen, sich über das Grundstück jagen etc) eigentlich schon immer ziemlich erledigt. ich gehe dann abends noch eine runde mit ihr. und spiel mit ihrem spielzeug.

    was ist denn eigentlich auch ein richtiges verhalten?

    als sie den kleinen nachgeschnappt hatte, habe ich mir den kleinen geschnappt und sie versucht abzuwehren.

    dass schien sie noch mehr anzustacheln. als ich dann von ihm losließ und mich nur ihr zugewendet habe, konnte ich sie runterdrücken und wegschieben

    kann es sein, dass sie dachte, dass ich den kleinen auch was "böses" will und mitmache?
    Gibt es in so einer situation ein richtiges verhalten? auf der terasse hatten die anderen heftig losgeredet. hat das den hund evtl. auch noch zusätzlich angestachelt?

    Liebe Grüße

    Jacqueline

  • Zitat


    Hat er....allerdings wuerde ich schon etwas mehr mit ihm arbeiten das er das Kind und Familienmitglieder akzeptiert und da einfach die Reizschwelle etwas trainieren damit diese hoeher angelegt wird.
    .


    hast du eine Idee wie ich das am geschicktesten trainieren kann?
    meine erste idee war, das typische bestechen mit leckerlis, dass sie sieht, von den anderen mitgliedern kommt nur gutes. (mein schwager weigert sich leckerlis bei sich zu haben, da der hudn auch so funktionieren muss, aber mein neffe macht das schon gern über den tag verteilt)

    wie kann ich aber sicher für andere die reizschwelle erhöhen?

    Danke für die tipps.

  • Zitat

    als sie den kleinen nachgeschnappt hatte, habe ich mir den kleinen geschnappt und sie versucht abzuwehren.

    dass schien sie noch mehr anzustacheln. als ich dann von ihm losließ und mich nur ihr zugewendet habe, konnte ich sie runterdrücken und wegschieben

    kann es sein, dass sie dachte, dass ich den kleinen auch was "böses" will und mitmache?

    Das Du sie koerperlich abwehren musstest finde ich dann doch eher bedenklich.

    Das sie das Kind abgedraengt hat das da tretend in die Wohnung poltert finde ich absolut normal.......nicht aber das sie dann selbst in deinem Beisein/Dazukommen noch abwehren wollte.

    Ist aber auch nicht wirklich moeglich die Situation genaustens zu analysieren ohne dabei gewesen zu sein.

    Spontan wuerde ich sagen das die Huendin moeglicherweise etwas ueberfordert ist mit ihrer "Aufgabe" und nicht wirklich weiss was nun angemessenes Verhalten ist.....denn auch die Reaktion die Du eschreibst die sie an den Tag legt wenn andere Familienmitglieder an ihrer Fresschuessel vorbeilaufen waerend sie frisst ist etwas heftig.

    Lass' dir doch mal einen kompetenten Trainer ins Haus kommen der sich die Sache vor Ort anschaut und dir dann Tips und Direktion geben kann.,

  • Zitat

    wie kann ich aber sicher für andere die reizschwelle erhöhen?

    Danke für die tipps.

    Wie ist denn die alltaegliche Interaktion zwischen der Huendin und anderen Familienmitliedern (ausser dir und deinem Mann) ?

    Koennen die anderen Familienmitglieder unbefangen auf die Huendin zugehen? Wie verhaelt sie sich der Familie gegenueber?

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