Mein Hund hat Epilepsie!
-
-
Hallo an alle. Ich hoffe ihr könnt mir von euren Erfahrungen erzählen oder ein paar Tips geben.
Meine Hündin unkastriert, 2,5 jahre alt, Labrador Retriever; Futtermittelunverträglichkeit:
Seit letzter Woche: Dienstag abend hatte mein Hund den ersten Anfall (weniger als eine Minute, mein Hund war nach einer viertel Stunde wieder fit). Ich habe das gar nicht so deuten können, aber am nächsten tag wusste ich es genau...
Mittwoch morgen: ein erneuter Anfall, diesmal etwas länger so ca 1 Minute (mein Hund war danach längere Zeit verwirrt), daher wusste ich definitief: ab in die Klinik.
(Ich bin Tierarzthelferin dort) Dort haben wir dem Hund einen Venenzugang geschoben und Blut entommen.
Allgemeiner Zustand: Schleimhäute blass und auch allgemein sehr wackelig auf den Beinen.
Mein Hund hat in den letzten Wochen auch einiges an gewicht verloren da sie viel erbrochen hat ( siehe https://www.dogforum.de/ftopic103492.html). Das haben wir aber endlich in den Griff bekommen und seit vier Wochen war alles ok.
Haben den Hund dann an den Tropf gelegt, aber nur ambulant. Wollten dann erst mal Blutwerte einschicken und abwarten ob das eine organische Ursache hat.
Ca eine Stunde später fing meine Hündin an zu krampfen und kam selbstständig nicht mehr heraus. Wir haben Valium und mittel gespritzt, die gegen Epilepsie gegeben werden. Als das nicht besser wurde haben wir ein Narkosemittel gegeben.
Dann hieß es Status epilepticus. Wir haben dann das Blut in der Klinik durchlaufen lassen und es war unauffällig.
Dann haben wir ein CT von Schädel un Bauch/Brustkorb machen lassen, alles ok.
Dann haben wir EKG und Herz untersucht, alles ok.
Mein Hund lag bis zum nächsten morgen am Tropf mit "Narkosemittel". Dann wurde der Tropf wieder abgemacht und wir haben sie aufwachen lassen. Das hat auch super geklappt. Kein Krampf und am Nachmittag so gegen 5 Stand meine Paula auch wieder in der Box, zwar schwankend, aber sie hat wieder alles wahrgenommen.
Sie bekommt jetzt zweimal täglich ein Mittel gegen Epilepsie (Luminal). Ihr gehts ganz gut, sie torkelt zwar stark und läuft ab und zu wo gegen, aber sie frisst und trinkt und will spielen.
Sie ist aber auch ängstlich und schreckhaft. Ich wollte nur mal wissen ob jemand auch so einen Fall hat oder jemanden kennt und mit mir Erfahrungen austauschen möchte?? - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Mein Hund hat Epilepsie!*
Dort wird jeder fündig!-
-
Hallo,
habt ihr auch ein großes Schilddrüsenprofil gemacht?
Gerade bei unkastrierten Hunden ist oft die SD Schuld bei Epi.
Gruß
Bianca -
Darmprobleme und Epi gehen öfter mal einher. Ich würde also unbedingt an den Futtermittelunverträglichkeiten "arbeiten" und sie da so gut wie möglich Triggerfrei halten.
Eine Schilddrüsendiagnostik kann ich auch nur empfehlen.
Außerdem würde ich in diesem Falle zur Kastration raten, um auch da die Hormonschwankungen gering zu halten.
-
hallo
meine emma bekommt mom auch luminalette, 2 am tag. aber sie helfen nicht bei den krämpfen. verwirrt u wackelig auf den beinen ist sie aber auch......
muss morgen jetzt wieder beim TA anrufen u dann sehn wir weiter....... -
Hallo.
Also mein Hund hatte am Donnserstag abend schon wieder einen Anfall. Daraufhin haben wir eine Tube Diazepam rectal gegeben. Der Anfall hat nur eine Minute gedauert.
Ca eine Stunde später bekam er zwei kleine Anfälle. Das war uns dann zu heikel und wir sind in die Tierklinik gefahren.
Die haben Paula dabehalten und ihr wurde ein Venenzugang geschoben und Luminal i.v. gegeben. Außerdem bekam sie Valium, da sie so aufgedreht war. Am nächsten Tag habe ich sie wieder abgeholt.
Seit dem ist sie nur noch am schlafen. Wir tragen sie zum Pipi machen raus auf die Wiese und sogar beim fressen schläft sie ein. Trinken mag sie nciht so wirklich und sie torkel nur so durch die Gegend. Hat jemand die selben Erfahrungen gemacht oder wie war das bei euch??
Und wann wird das wieder besser. Am Mittwoch sollen wir eigentlich zum TA um den Phenobarbitalspiegel zu messen, aber irgendwie gefällt mir der Hund nicht. Vor allem die hechelt die ganze Zeit nur... -
-
Zitat
Hallo.
Also mein Hund hatte am Donnserstag abend schon wieder einen Anfall. Daraufhin haben wir eine Tube Diazepam rectal gegeben. Der Anfall hat nur eine Minute gedauert.
Ca eine Stunde später bekam er zwei kleine Anfälle. Das war uns dann zu heikel und wir sind in die Tierklinik gefahren.
Die haben Paula dabehalten und ihr wurde ein Venenzugang geschoben und Luminal i.v. gegeben. Außerdem bekam sie Valium, da sie so aufgedreht war. Am nächsten Tag habe ich sie wieder abgeholt.
Seit dem ist sie nur noch am schlafen. Wir tragen sie zum Pipi machen raus auf die Wiese und sogar beim fressen schläft sie ein. Trinken mag sie nciht so wirklich und sie torkel nur so durch die Gegend. Hat jemand die selben Erfahrungen gemacht oder wie war das bei euch??
Und wann wird das wieder besser. Am Mittwoch sollen wir eigentlich zum TA um den Phenobarbitalspiegel zu messen, aber irgendwie gefällt mir der Hund nicht. Vor allem die hechelt die ganze Zeit nur...das sind leider die Nebenwirkungen des Pheno und die situation nach den krämpfen.
Deine Hündin bekommt offenbar nun eine relativ hohe Tagesdosís Pheno, und um so müder und schwankender sind sie hunde bei hohen Dosen natürlich. in der eingewöhnungszeit ist das leider so. mit der zeit, so nach 2-3 wochen sollte es besser werden, der stoffwechsel der hunde gewöhnt sich an das medikament und sie werden wieder wacher.die ängstlichkeit und die unsicherheit beim laufen bzw. die schwäche ist nach mehreren auch anfällen normal. man muss sich das so vorstellen ... das gehirn verbraucht bei den unkontrollierten gehirnaktivitäten im kramof sehr viel energie, wie der restliche körper auch. ein anfall ist schon anstrengend, mehrere anfälle sind wie eine marathonleistung , das gehirn leidet danach unter energiemangel, und der stoffwechsel im gehirn gerät in schieflage , es entsteht eine sogenannte schrankenstörung im gehirn da ds Membranpotential der Nervenzellmemranen gestört ist und die gehirnzellen schwellen an. der hund hat nach einem oder vielen krämpfen einen ziemlichen "Kater" und Kopfschmerzn, die geschwollenen nervenzellen im gehrin arbeiten auf sparflamme ... alles muss sich erst mal erholen. in der phase sind die hunde daher auch häufig im verhalten verändert ... angstlicher und/ oder agressiver, teilweise sehen sie schlechter oder wirken etwas dümmer als sonst, verstehen gewöhnliche kommandos schlechter und brauchen einfach zum denken etwas länger als sonst. das kann 1 - 2 tagen dauern oder 1 woche und länger.
um die nervenzellen zu schützen gibt man daher Vitamin B regelmäßig, manchmal profitieren die Hunde auch von Zink oder Vitamin E.
hoffentlich geht es deiner hündin bald besser und die medikamente helfen.
LG
-
Danke für deine ausführliche Antwort. Du hast mir echt geholfen. Heute gehts meiner Hündin schon etwas besser. Sie scheint schon etwas mehr von der Umwelt wahrzunehmen und kann schon bisschen besser laufen.
LG Julia -
Zitat
Danke für deine ausführliche Antwort. Du hast mir echt geholfen. Heute gehts meiner Hündin schon etwas besser. Sie scheint schon etwas mehr von der Umwelt wahrzunehmen und kann schon bisschen besser laufen.
LG Juliana also, das wird schon wieder
komischerweise ist es bei manchen hunden auch so, dass sie die späteren anfälle besser wegstecken, als zur Anfang der Epi. Aber bei den Serien ist es natürlich schon eine große Belastung.Ich hoffe, Dein Hund profitiert bald von den Medikamenten und krampft nicht mehr oder zumindest sehr selten (was häufig wahrscheinlicher ist)
LG
-
Hallo,
meine Hündin (DSH Mix) hat auch Epilepsie, die leider nicht zu kontrollieren ist. Sie bekommt Luminal 1-0-2 und Dipro 1-0-0, aber die Anfälle wurden immer schlimmer und auch die Abstände zwischen den Anfällen wurden kürzer. Jetzt habe ich sie in der Tierklinik untersuchen lassen und dabei ist herausgekommen, das sie eine Entzündung im Nervensystem hat.
Es wurde ein MRT und eine Liquorpunktion gemacht.
Nun bekommt sie Prednisolon und ist seit 3 Wochen anfallsfrei.
Heute habe ich das Dipro abgesetzt, wenn sie weiterhin keine Anfälle bekommt, dann ist das die Entzündung die Ursache.
Eine MRT würde ich nicht wieder machen lassen, denn dort war kein Befund. Aber die Lipuorpunktion war ein Treffer.
Ich bin guter Dinge, daß die Anfälle vorbei sind.LG
-
Hallo meininger,
ich habe bei meinem Hund schon ein CT machen lassen und auch eine Lioquoruntersuchung. Beides war unauffällig. Außerdem hat meine Hündin durch die Futtermittelunverträglichkeit auch fast drei Wochen Prednisolon bekommen. Aber danke für deine Antwort und viel Glück bei deinem Hund. - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!