Futterneid - kann man da irgendwie einwirken?

  • Sorry, das wird leider länger....tja... wie fang ich an.....
    Skadi ist eigentlich ein echter Genießer und auch eher ein "Mäkelkopp" - sprich: sie lässt sich viel Zeit beim Fressen (insbesondere wenn es sich um Dinge wie Trockenpansen oder Rinderkopfhaut handelt) und frisst auch nicht unbedingt alles.
    Sie lässt sich super von auf der Straße gefundenen "Leckereien" abrufen und lässt selbige sogar sofort fallen, wenn sie sie schon im Maul hat - eigentlich könnte somit das Thema "Fressen" für mich sehr entspannend sein.

    Leider verändert sich ihr Verhalten sofort extrem, wenn andere Tiere anwesend sind.
    Wenn sie etwas zu fressen hat (und sei es auch nur ein kleines Leckerliefitzel) und ein anderer Hund (oder auch Katze) nähert sich, "friert sie sofort ein" und droht dem anderen mit Blicken und Zähne fletschen. Weicht dieser Hund dann nicht umgehend aus, kann es sein, dass sie sich auf ihn stürzt und regelrecht verprügelt.
    Grade bei anderen Hündinnen ist das meist leider kein einfaches, drohendes zur Seite schnappen, sondern deutlich extremer. :sad2:
    Besonders schwierig ist es auf Spaziergängen mit mehreren Hunden. Letzens ist irgendjemandem unbemerkt ein Leckerlie aus der Tasche gefallen (dass man Skadi keine Leckerlie geben darf hat GsD inzwischen jeder kapiert) - Skadi quasi direkt vor die Nase. Unglücklicherweise lief gleichzeitig eine andere Hündin genau neben ihr, und zack - hatte die einen sitzen. Der arme Hund wusste noch nicht einmal um was es ging.
    Zeitweilig hat sie nicht einmal richtig gedroht, bevor sie explodiert ist. Speziell dieses Verhalten hatte allerdings ich in Schuld, da ich Idiot ihr zeitweilig "verboten habe" zu knurren, in dem Irrglauben, ich könnte sie so davon abhalten loszuschießen.... :datz: .
    Inzwischen droht sie wieder ordentlich, doch ab und an kommt es immer noch vor, dass sie einfach zur Seite schnappt.
    Überhaupt maßregelt sie andere Hunde generell in meinen Augen oftmals ziemlich übertrieben heftig.
    Nicht falsch verstehen, ich finde nicht schlimm, dass sie maßregelt, oder wann sie maßregelt, sondern wie. In diesen Situationen hat sie dann zwar per Blick und mit gerunzelten Lefzen gedroht (mehrfach beobachtet), aber das scheinen die meisten Hunde nicht wahrzunehmen oder zu verstehen...und danach kommt dann kein einfaches warnendes Schnappen, sondern gleich die volle Dröhnung in Form von nach vorne schnellen, mehrfach Schnappen und Unterwerfung einfordern. Gibt der andere Hund dann aber paroli (oder unterwirft sich nicht aktiv), kann es zu regelrechten Raufereien kommen.
    Leider hat sie bei solchen Aktionen schon drei mal einen anderen Hund leicht verletzt - zwar jeweils nur eine kleine Macke am Ohr, aber trotzdem nicht schön. :sad2:
    Es ist jetzt längere Zeit nichts passiert, da ich (versuche) sie zu 100 % im Blick zu haben und sie sofort zu mir rufe, wenn ich beispielsweise sehe, dass sie die Nase auf irgendetwas senkt und sich ein anderer Hund nähert. Trotzdem empfinde ich ihr Verhalten als sehr anstrengend und belastend.
    Menschen gegenüber zeigt sie dieses Verhalte nicht.
    Sie lässt sich wiederstandslos alles wegnehmen. Das haben wir über "Tauschgeschäfte" in der Welpenzeit geübt.
    Auch von Personen anderen (bekannten - mit Fremden hab ich das noch nicht ausprobiert) lässt sie sich Futter abnehmen - mit einer Einschränkung:
    Einen Kumpel von mir findet sie generell total gruselig. Als der letztens an sie rangetreten ist um sie zu streicheln als sie einen Knochen hatte (war zwar gut gemeint von ihm, er meinte, dann würde sie das beruhigende und angenehme Kauen mit ihm verbinden, was aber natürlich völlig nach hintenlosgegangen ist), ist sie knurrend aufgestanden und ist zurückgewichen.
    Das allerdings halte ich für ein gänzlich anderes Verhalten, da es ja in eine deutlich defensivere Richtung geht.

    Diesen extremen Futterneid anderen Tieren gegenüber hatte sie, wenn ich im nachhinein zurück denke, schon immer.
    Selbst als Welpe hat sie unsere Katzen von ihrem Napf weggeknurrt (nicht dass die Katzen besonders aufdringlich gewesen wären).Das habe ich damals immer zugelassen, weil ich dachte, das sei ja auch ihr gutes Recht.

    Skadi bekommt zwei Malzeiten am Tag, einmal Frisches nach dem Morgenspaziergang, und abends stelle ich eine Portion TroFu hin. Diese bleibt allerdings oft bis in die Nacht oder gar bis zum nächsten Morgen unangetastet.
    Weglassen möchte ich sie jedoch nicht, da Skadi einen Magen hat, der zum Übersäuern neigt. Wenn sie sich Nachts nicht bedienen kann, erbricht sie morgens Magenflüssigkeit.
    Andere Resourcen verwalte eigentlich ich, was allerdings nicht heißt, dass nicht ab und an ein Spielzeug oder ein Kauknochen in der Gegend rumliegt.
    Nebenbei gesagt, habe ich persönlich überhaupt kein Problem mit Skadi, und der Futterneid ist unsere einzige "Baustelle".
    Sie gehorcht super, lässt sich aus jeder Situation zuverlässig abrufen (übrigens auch aus einer solchen Futterneidsexplosionsattakt) und orientiert sich blendend an mir. Insgesamt scheint mir unsere Bindung optimal zu sein.
    Sie zieht oder pöbelt nicht an der Leine und kommt grundsätzlich mit Hunden beiderlei Geschlechts gut aus.
    Ich habe sie weitestgehend ohne Zwang erzogen, will heißen: Ich fahre meinen Hund im schlimmsten Falls (und nur selten) scharf oder laut an, oder schränke in ihn mit Bodyblocks ein, wobei letzteres eigentlich nur zum Abgewöhnen des Anspringens nötig war. Außerdem korrigiere ich mit einem positiv aufgebautem "Nein".
    Genrell ist sie ein eher unsicherer Hund, der diese Unsicherheit kleineren oder vor ihr deutlich unterwürfig autretenden Hunden gegenüber allerdings gerne mit pseudodominantem Auftreten überspielt.
    Ich schreibe hier bewusst "pseudodominant", weil ich meine, dass ein wirklich dominanter Hund eben aus sich heraus dominat ist, und nicht auf Machogehabe oder Ausfälligkeiten zurückgreifen muß. Er tritt souverän auf und bekommt Respekt, ohne groß etwas durchsetzen zu müssen.
    Skadi hingegen fordert von anderen Hunden Respekt, ohne selber Respekt auszustrahlen... also der klassische Möchtegern-Alpha.
    Während Läufigkeit und Scheinträchtigkeit verstärkt sich ihr Verhalten massiv. Dies ist einer von mehreren Gründen dafür, dass sich sie gerne kastrieren lassen möchte - eigentlich schon diesem Monat, aber Madam beliebte nach nur knapp 5 Monaten schon wieder läufig zu werden :| ...

    Ich würde nun gerne einige Dinge wissen:
    Ersteinmal: Woher kommt ein solch starker Futterneid?
    Ich weiß, dass es bei Hunden, die aus einem großen Wurf stammen, und die somit von Anfang an um ihren Platz an der Milchbar kämpfen mussten, häufig zu Futterneid kommen kann. Aber Skadi kommt aus einem kleinen Wurf (drei Welpen), da wird's wohl nicht viel zu kämpfen gegeben haben...
    Die Welpen hatten (nach Angaben der Besitzer) jeder seinen eigenen Napf bei der Fütterung, also kann es eigentlich auch da zu keinem Neid gekommen sein.
    Ist sowas eventuell genetisch angelegt?

    Und die zweite, viel wichtigere Frage:
    Was kann ich jetzt noch tun, außer extrem gut auf meinen Hund zu achten?
    Schwierig daran ist besonders, dass es wirklich selten vorkommt und sie sich ansonsten so unkompliziert verhält, dass ich irgendwann dann doch mal unaufmerksam bin.... :/

    Danke schonmal für eure Tipps, Ratschläge, Erfahrungsberichte und eventuell auch aufmunternde Worte....

  • Hallo,

    das ist ein schwieriges Thema...
    Es gibt Hunde, die da einfach keinen Spaß verstehen und das auch ganz deutlich zeugen. Auch Spielzeuge führen oft zu Ärger wenn mehrere Hunde zusammen sind.

    Warum sie so vehement ist?
    Ich kann es Dir nicht sagen, aber vielleicht ist mal irgendetwas vorgefallen, dass sie dazu animiert hat.

    Kannst Du Dich an irgendetwas erinnern? Vielleicht als sie noch ein Welpe war mit einem anderen Hund?

    Was macht sie eigentlich mit dem Napf TroFu über Nacht? Bewacht sie diesen wenn eine Katze dran vorbeiläuft? Bleibt sie relaxed?

    Wegen des Übersäuerns:
    ich würde ihr abends das TroFu hinstellen und es nach einer gewissen Zeit wegtun. Frisst sie nichts, dann gib ihr vor dem Zubettgehen noch einen Hundekuchen. Das sollte ausreichen.

    Manchmal kann man ein Problem auch nur annehmen und es versuchen zu handeln.
    In Deinem Falle hast Du einen Hund, der Dir Spaß macht und der unkompliziert ist, bis auf diese eine Sache.

    Ich würde damit leben und eben besonders bei mehreren Hunden darauf achten.

    Ansonsten kannst Du noch versuchen an ihrer Frusttolleranz zu arbeiten.
    Hier würde ich aber eine Freundin mit Hund bitten Dir dabei zu helfen.
    Klar musst Du aufpassen, dass nichts passiert und sie dementsprechend sichern.
    Gib ihr Leckerlis und die Freundin gibt ihrem Hund Leckerlis.
    Wenn das klappt, dann kann man näher zusammenrücken und es so weiter trainieren (bis dahin können schon mal Wochen vergehen).
    Wenn sich Skadi anspannt, dann würde ich aufstehen und mit ihr ein paar Meter weggehen. Beruhigt sie sich, dann wieder hinsetzen und wieder Leckerlis füttern.
    Vielleicht kannst Du so etwas erreichen.
    Das musst Du dann auch an verschiedenen Orten machen und es ist keine Garantie, dass es bei allen Hunden klappen wird.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • HuHu,

    meine fällt auch in die Kategorie "Ressourcenverteidigerin".

    Allerdings nur bei den ihr bekannten Hunden. In der Huschu ist sie die kleine sensible Maus :hust:

    Ich habe mit ihr auch viel mit dem Hund von meiner Freundin geübt. Habe die Situation immer und immer wieder provoziert (ob das nun war das ich den anderen Hund angefasst habe oder aber der andere was gefressen hat).

    Ich habe sie meistens weggedrängt wenn sie meinte sie muss wieder loslegen. Oder mit dem Körper geblockt oder halt am Halsband aus der Situation genommen (in Verbindung mit einem scharfen "Nein". Dann musste sie n bissel bei mir bleiben und durfte dann weitergehen. Irgendwann wars ihr wohl zu blöde weil dieses gestänker immer nur darauf hinauslief das sie bei mir sitzen musste und KEIN Leckerlie bekommen hat.

    Sollte sie sich benommen haben, hat auch sie etwas bekommen. Anfangs immer als erste. Mittlerweile akzeptiert sie es auch wenn ich dem anderen erst was gebe. Sollte sie stänkern geht sie leer aus. Passiert aber eigentlich nicht mehr, sodass sie dann immer auch was mampft.

    Allerdings muss ich sie immer anleinen wenn sie bei meiner Freundin was kaut und der andere auch... da sie sonst dem anderen alles wegnimmt. Damit kann ich aber leben ;)

    Und wenn du nicht aufpasst komm ich Skadi mal klauen.. so ein bildschöner Hund :liebhab:

  • Hallo Steffi,
    Danke erstmal für deine schnelle Antwort!
    Ob in ihren Welpentagen etwas vorgefallen ist, was ihren Futterneid hervorgerufen hat, kann ich wirklich nicht sagen. Ich könnte mich bewusst jedoch an keinen Vorfall erinnern, der dieses Verhalten so ausgelöst oder auchnur verstärkt hat. Da sie schon vom ersten Tag, den ich sie hatte, diese Züge zeigte (wenn ich ihnen damals auch keine größere Beachtung schenkte), schätze ich dass wenn etwas vorgefallen ist, es schon in ihren ersten 8 Lebenswochen passiert sein muß. Allerdings mag es sein, dass ich ihr Verhalten schon etwas verstärkt habe in dem ich ihr damals - wie schon erwähnt - das Knurren über ein scharfes "Lass es!" abgewöhnte. Ich hatte bisher keinen Hund, der viel geknurrt hat, und hab mich da von meiner Außenwelt leider sehr stark beeinflussen lassen ("das musst du ihr jetzt aber verbieten, die darf doch nicht knurren" :irrre:).
    GsD bin ich dann ja irgendwann hier gelandet, hab mich eines Besseren belehren lassen und sie langsam wieder dazu bekommen, ihren Gegenüber ihre Stimmungen mitzuteilen. :gut:
    Es mag aber sein, dass sich damals ihr Futterneid verstärkt hat :ka: so genau kann ich das nicht fassen, denn auch das es sich bei ihren "Abdrehern" um Futterneid handelte, musste ich erstmal blicken, oft ging alles so schnell, dass ich den Zusammenhang gar nicht oder erst im nachhinein verstand.

    Das Problem mit den Katzen hat sich im Übrigen erledigt, da ich mich, als Skadi etwas über ein halbes Jahr als war, von meinem damaligen Lebensgefährten getrennt hab und die Katzen bei ihm blieben.

    Zitat

    Wegen des Übersäuerns:
    ich würde ihr abends das TroFu hinstellen und es nach einer gewissen Zeit wegtun. Frisst sie nichts, dann gib ihr vor dem Zubettgehen noch einen Hundekuchen. Das sollte ausreichen.

    Das ist ne gute Idee.... manchmal kommt man auf die einfachsten Lösungen nicht :roll:


    Zitat

    Manchmal kann man ein Problem auch nur annehmen und es versuchen zu handeln.
    In Deinem Falle hast Du einen Hund, der Dir Spaß macht und der unkompliziert ist, bis auf diese eine Sache.

    Klar, wenns jetzt so bleiben sollte, und sich nichts ändern lässt, bin ich der letzte, der sich über Skadi beklagt. Sie ist ganz ohne Zweifel ne Tolle und in aller anderer Hinsicht extrem unkompliziert - es wär halt nur entspannter, wenn dieses Problem sich wenigstens etwas verringern ließe....
    Außerdem ist es ja kein völlig unkontrollierbares Problem. Sorgen macht mir eben nur, dass sie extrem grob zurechtweist, und dass es irgendwann wirklich mal zu einer schlimmeren Verletzung bei einem anderen Hund kommt. Klar, ich bin versichert, und im aller schlimmsten Falle könnte ich sie auch an einen Maulkorb gewöhnen, aber das möchte ich ihr (und nicht zuletzt mir) doch möglichst ersparen :/

    Das mit dem Üben finde ich ne super Sache! Werd ich in nächster Zeit mal mit möglichst vielen verschiedenen Hunden (hab ja Auswahl hier :D ) und an wechselnden Plätzen angehen!

  • Emma kommt ja aus irgendnem spanischen Hinterhof und hatte in ihrer Jugendzeit sicher nicht immer genügend zu Fressen. Die hat am Anfang auch extremen Futterneid gezeigt. Bei uns durfte die Katze nichtmal im gleichen Raum sein schon ist der Hund ausgeflippt...Leckerchen verteilen bei mehreren Hunden...undenkbar...einen Zweithund hatten wir damals noch nicht...aber dessen Futternapf hätte sie wahrscheinlich gleich mitbewacht... :D

    Heute haben wir das alles im Griff, die Katze kann direkt an Emma vorbeilaufen...Leckerchen kann ich auch in der Gruppe einfach auf den Boden werfen und das Janosch Napf nicht ihrer ist hat sie auch kapiert...

    Meine Vorgehensweise...vielleicht etwas unpopulär, aber ich hab jedes "Theater" um Futter konsequent unterbunden:
    Ist sie auf die Katze los, war das Futter weg und nen verbalen Anranzer gab es noch dazu.
    Hat sie in der Gruppe bei der Leckerchenverteilung blöd gemacht, hab ich sie weggeschickt und es gab KEIN Leckerchen.
    Knurren und Drohen hab ich im Zusammenhang mit Futter immer unterbunden, denn ich verteile das Futter und lass mir nicht von meinem Hund vorschreiben wer was bekommt und wer nicht...
    In ganz vielen anderen Situationen bin ich auch echt ein Verfechter davon Knurren und Drohen zuzulassen, aber nicht wenn ein Hund einfach nur den Hals nicht vollkriegt... ;)

  • Zitat

    Meine Vorgehensweise...vielleicht etwas unpopulär, aber ich hab jedes "Theater" um Futter konsequent unterbunden:
    Ist sie auf die Katze los, war das Futter weg und nen verbalen Anranzer gab es noch dazu.
    Hat sie in der Gruppe bei der Leckerchenverteilung blöd gemacht, hab ich sie weggeschickt und es gab KEIN Leckerchen.
    Knurren und Drohen hab ich im Zusammenhang mit Futter immer unterbunden, denn ich verteile das Futter und lass mir nicht von meinem Hund vorschreiben wer was bekommt und wer nicht...
    In ganz vielen anderen Situationen bin ich auch echt ein Verfechter davon Knurren und Drohen zuzulassen, aber nicht wenn ein Hund einfach nur den Hals nicht vollkriegt...

    Alles gesagt ... so läuft´s hier auch !


    Grüße
    Susanne

  • Zitat

    Ich habe sie meistens weggedrängt wenn sie meinte sie muss wieder loslegen. Oder mit dem Körper geblockt oder halt am Halsband aus der Situation genommen (in Verbindung mit einem scharfen "Nein". Dann musste sie n bissel bei mir bleiben und durfte dann weitergehen. Irgendwann wars ihr wohl zu blöde weil dieses gestänker immer nur darauf hinauslief das sie bei mir sitzen musste und KEIN Leckerlie bekommen hat.

    Sorry, jetzt hab ich dich ganz übersehen.... :hust:
    Ich denke, die von dir oben genannte Methode ist nicht unbedingt etwas für Skadi, denn zu allem Überfluß ist sie sehr sensibel, was körperliche oder verbale "Gewalt" (nach meiner Definition sind auch Bodyblocks und scharfes Anfahren Gewalt, und da ich beides einsetze, würde ich deshalb auch nie von mir behaupten, dass ich meinen Hund gewaltfrei erziehe) angeht, und daher setze ich sie nur seeeehr sparsam ein.
    Speziell in dieser Situation, wo es darum geht, dem Hund eine höhere Frustrationsgrenze "beizubringen" ist es im Fall von meinem Sensibelchen wahrscheinlich nicht wirklich förderlich noch mehr Frust aufzubauen. Ich denke, da ist das "sanfte" Annähern, was Steffi oben schreibt eher sinnvoll. ;)

    Achso... und was das Klauen kommen angeht..... verjiss et! :D

  • Zitat

    Hat sie in der Gruppe bei der Leckerchenverteilung blöd gemacht, hab ich sie weggeschickt und es gab KEIN Leckerchen.
    Knurren und Drohen hab ich im Zusammenhang mit Futter immer unterbunden, denn ich verteile das Futter und lass mir nicht von meinem Hund vorschreiben wer was bekommt und wer nicht...
    In ganz vielen anderen Situationen bin ich auch echt ein Verfechter davon Knurren und Drohen zuzulassen, aber nicht wenn ein Hund einfach nur den Hals nicht vollkriegt... ;)

    Tja, ich bin da prinzipiell genau deiner Meinung (gewesen) und hab das ja quasi schon so probiert... mit dem oben beschriebenen Erfolg, dass Skadi dann eben nicht mehr gewarnt hat, sondern gleich explodiert ist..... was mach ich denn da nun, bzw. wie krieg ich konkret die Verknüpfung vom Anraunzer zu "ich soll nicht futterneidisch sein" und verhindere die Verknüpfung zu "ich darf nicht drohen"? :???: :sad2:

    EDIT: Achso, und von wegen unpopulärer Vorgehensweisen... ich bin mit deinen Ansichten und Vorgehensweisen eigentlich generell immer ziemlich einverstanden :p

  • Zitat


    Besonders schwierig ist es auf Spaziergängen mit mehreren Hunden. Letzens ist irgendjemandem unbemerkt ein Leckerlie aus der Tasche gefallen (dass man Skadi keine Leckerlie geben darf hat GsD inzwischen jeder kapiert) - Skadi quasi direkt vor die Nase.

    Es ist zwar schön mit anderen HH gemeinsam spazieren zu gehen, aber da Deine Hündin so extrem auf Leckerlies reagiert, solltest Du jegliche Fütterung während Eurer gemeinsamer Spaziergänge vermeiden und sei es, dass Du mit den Leckerliefütteren aktuell nicht mehr stundenlang rumlaufen kannst. Denn Du kannst nicht erwarten, dass die anderen HH (und auch Du) so reaktionsschnell sind, wie Deine Hündin noch derzeit.

    Zitat


    Überhaupt maßregelt sie andere Hunde generell in meinen Augen oftmals ziemlich übertrieben heftig.
    Nicht falsch verstehen, ich finde nicht schlimm, dass sie maßregelt, oder wann sie maßregelt, sondern wie. In diesen Situationen hat sie dann zwar per Blick und mit gerunzelten Lefzen gedroht (mehrfach beobachtet), aber das scheinen die meisten Hunde nicht wahrzunehmen oder zu verstehen...und danach kommt dann kein einfaches warnendes Schnappen, sondern gleich die volle Dröhnung in Form von nach vorne schnellen, mehrfach Schnappen und Unterwerfung einfordern. Gibt der andere Hund dann aber paroli (oder unterwirft sich nicht aktiv), kann es zu regelrechten Raufereien kommen.

    Ich finde es sehr schlimm, dass sie maßregelt! Deine Hündin mobbt andere Hunde, völlig egal wie sehr sie vorher droht. :D

    Denn ihr Drohen ist in keiner Weise berechtigt. Die Hunde, auf die sie im losen Spaziergang trifft, sind kein festes Rudel, wo sie sich sowas herausnehmen dürfte oder es zu irgendeiner Hierachiebildung dienen würde.

    Dass die anderen Hunde darauf nicht wirklich reagieren, ist völlig normal, denn "man trifft sich halt mal so" und kaum ein Hund kann verstehen, warum sie so einen Aufstand macht.

    Zitat


    Auch von Personen anderen (bekannten - mit Fremden hab ich das noch nicht ausprobiert) lässt sie sich Futter abnehmen - mit einer Einschränkung:

    Das würde ich vorerst unterlassen. Eure Baustelle solltest Du erstmal in den Griff bekommen, bevor Du "unbedarfte" Personen mit einer uneindeutigen Körpersprache an sie ranläßt.

    Ich würde Dir raten, auf sie bei Hundebegegnungen genau zu achten und sie sofort aus der Situation heraus zu nehmen, noch bevor sie Anstalten macht, die anderen Hunde zu mobben.

    Zitat


    Genrell ist sie ein eher unsicherer Hund, ...

    Und ich würde versuchen herauszufinden, wie man ihre Unsicherheit durch gezieltes Training auffangen kann. Um Tipps geben zu können, solltest Du ihre Unsicherheiten genauer beschreiben, so dass dem ein oder andern User dazu vielleicht etwas einfällt. :smile:

  • @all: Danke, für die hilfreichen Tipps und Einschätzungen! :smile:

    souma:
    Deine Einschätzung bezüglich des Mobbens kann schon stimmen. Der Zusammenhang ist mir zwar bisher nicht aufgefallen, aber Skadi hatte früher eine Tendenz andere Hunde beim Spielen zu stören - sprich: Sie hat zwei einzeln spielende Hunde getrennt. Bei Gruppen war es kein Problem. Das habe ich ihr allerdings grundsätzlich sehr schnell dadurch abgewöhnt, dass ich sie sofort zu mir gerufen habe, wenn sie ihren "Ich-geh-da-jetzt-mal-zwischen-Blick" aufgesetzt hat.
    Heute macht sie das nur noch höchst selten.

    Zitat

    Die Hunde, auf die sie im losen Spaziergang trifft, sind kein festes Rudel, wo sie sich sowas herausnehmen dürfte oder es zu irgendeiner Hierachiebildung dienen würde.
    Dass die anderen Hunde darauf nicht wirklich reagieren, ist völlig normal, denn "man trifft sich halt mal so" und kaum ein Hund kann verstehen, warum sie so einen Aufstand macht.

    Aufällig ist trotzdem, dass sie das nur bei Hunden macht, die sie schon länger kennt und mit denen wir regelmäßig (1-2 mal die Woche) spazieren gehen. Das sind dann doch eigentlich schon rudelähnliche Strukturen, oder sehe ich das falsch?
    Bei Hunden, die wir das erste mal Treffen ist sie erstmal hält sie sich generell eher zurück. Da wird kurz begrüßt, dann entweder gespielt oder ignoriert. Kommt es zum Spiel versucht sie bei einigen Hunden allerdings ziemlich schnell ihre Grenzen auszutesten, mittels Kopfauflegen, Bewegungen einschränken etc. Bei anderen, vor allem bei größeren, spielt sie sehr defensiv.

    Zitat

    Das würde ich vorerst unterlassen. Eure Baustelle solltest Du erstmal in den Griff bekommen, bevor Du "unbedarfte" Personen mit einer uneindeutigen Körpersprache an sie ranläßt.

    Um Gottes Willen - ich schnapp mir doch nicht wildfremde und schau mal, ob Skadi nach ihnen schnappt. :schockiert: Genau deswegen hab ich ja so flappsig geschrieben: "habe ich noch nicht ausprobiert..". Auch mit Bekannten hab ich keine Experimente durchgeführt, aber es gab halt die ein oder andere Situation, in der ihr jemand aus der Familie was weggenommen hat, und da gab's halt keinerlei Probleme.


    Zitat

    Ich würde Dir raten, auf sie bei Hundebegegnungen genau zu achten und sie sofort aus der Situation heraus zu nehmen, noch bevor sie Anstalten macht, die anderen Hunde zu mobben.

    Mach ich doch schon - deswegen ist ja auch länger schon nichts mehr passiert ;)


    Zitat

    Und ich würde versuchen herauszufinden, wie man ihre Unsicherheit durch gezieltes Training auffangen kann. Um Tipps geben zu können, solltest Du ihre Unsicherheiten genauer beschreiben, so dass dem ein oder andern User dazu vielleicht etwas einfällt. :smile:

    Tja... mal von ihrem schon oben beschreibenen "Möchtegernalphagehabe" abgesehen, ist sie etwas schreckhaft, was Bewegungen angeht. Vor allem flatternde, schwere Planen sind nicht wirklich ihrs. Es ist aber durch gezieltes Training schon besser geworden.
    Bekannten Menschen gegenüber ist sie ziemlich untwürfig, beschwichtigt relativ schnell durch gesenkten Blick und verlässt bsplsw. bei lautem Streit den Raum. Nachts kann es vorkommen, dass sie fremde Leute (nur mache, aber es kommt immer noch so häufig vor, dass es mir im Vergleich mit ihren Vorgängern deutlich auffällt) kurz verbellt. Es geht aber nomalerweise nicht über zwei drei warnende Beller hinaus.
    Ansonsten könnte ich jetzt nicht genau sagen, an wass ich ihre unsicherheit fest mache.... klingt vielliecht jetzt doof, aber es ist einfach mein Eindruck.

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