Balou ist eingezogen - unsere ersten Stunden/Tage

  • Hallo zusammen,

    Balou hält mich ganz schön auf Trab :D aber das ist gut so. 1 - 2 x am Tag hat er auch seine "5 Minuten Gaga-Zeit" und jetzt weiß ich, dass er wirklich laut werden kann und sogar knurren, er kann seine Beute (seine Decke, seinen Handfeger, Kissen, Kauholz) dann ordentlich "fertig" machen, dann wird getobt und gerauft mit dem jeweiligen Feind - Platz sollte dann schon etwas sein. Ideal war es gestern, als er seinen "Anfall" im Garten bekam - da ist Platz genug für Riesensätze mitsamt Beute. Ansonsten liebt er nach wie vor das Schmusen, Fellpflege, Knuddeln und seine Menschen. Jeden Tag wird nun Neues entdeckt, die Umgebung erkundet, die Nachbarn kennengelernt etc. - ein superlieber und pflegeleichter Knuffelbär eben.

    meike: die Blumen interessieren ihn überhaupt nicht, nur wenn ich meine Pflanzen gieße ist natürlich die Schnauze gaaaaanz nah dran. Wahrscheinlich kommt das daher, dass beim Züchter ja auch viele Pflanzen (größtenteils am Boden) herumstanden - nix Neues für ihn und dort war "Pflanzen morden" ja auch nicht der Fall.

    Im Garten bzw. auf unseren Gängen kann er allerdings an (fast) keinem Stecken, Zweiglein etc. vorbei und auch der Rindenmulch in den Beeten ist ein herrliches Betätigungsfeld........ oder was ich zurückschneide und in den Eimer stecke, wird sofort wieder herausgezerrt und "bearbeitet"

    Chrissie: natürlich haben wir unseren Balou vom Züchter geholt! Details sind schon auf der Nickpage :smile:

    So hier noch ein paar Wüterich-Bilder:

    auf der Terrasse:

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    ..... und auch abends kriegt er mal seine verrückten 5-Minuten - dann eben im Wohnzimmer.....

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    .... und jetzt muss ich meinen Kleinen erstmal wieder "bewegen"
    LG urmeli

  • Soooooo süß der "Kleine" !!!!!! Wie groß und schwer ist er jetzt?

    Tequila hat auch so 2-3 mal pro Tag seine bekloppten 5 Minuten. Da geht sogar Cash, der sonst für jeden Mist zu haben ist :D

  • Hallo Carina,
    wie groß ? ziemlich - er bleibt nicht wirklich stehen zum messen, aber das Tagesbettchen ist 90 cm breit und 1 m tief :roll:
    ..... und wiegen ist am Wochenende wieder. Letzten Samstag waren es 15 kg glatt und ich denke, dass er sicher (wie erlaubt/geplant) 1 kg zugelegt haben wird in der letzten Woche. Alles was zwischen 1 - 1,5 kg pro Woche ist, ist o.k.

    Dass die "Gaga-Minuten" durchaus normal sind, hat mir auch die Züchterin bestätigt und man liest das ja auch immer mal - nur als er die das erste Mal hatte, hab' ich doch etwas geguckt....... naja, das heißt ja wohl nur, dass er jetzt auch zuhause angekommen ist und sich voll da fühlt.

    LG urmeli

    ps: hab grad versucht mal die Schulterhöhe zu messen - aber dem Zollstock traut er nicht wirklich - also wieder was, was wir üben müssen..... so ca. 50 cm Schulterhöhe hat er :roll:

  • Huhu...
    Das ist ja ein ganz süßer :liebhab:
    Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit ihm ;)
    Die fünf Minuten fand ich auch immer Klasse...echt nicht zu glauben, das die kleinen dann so durch drehen können :lachtot:

    Beschreib doch mal die Rasse?
    Habe noch nicht viel drüber gelesen oder gehört!
    Ich selber habe hier einen "Dickschädel" (Hovawart)...damit kennst du dich dann ja auch gut aus :D

  • Hallo Heidi,

    ja mit Dickschädeln kenn ich mich aus - unser Hovi war ein Paradebeispiel dafür :D und den Landseer sagt man ja auch eine gehörige Portion Dickköpfigkeit - pardon: selbstständiges Handeln :D und dass er sehr selbstbewust ist und agiert, nach.

    Der Landseer gehört zu den - noch - etwas selteneren Rassen. Etwas Info findet man z.B. hier
    http://de.wikipedia.org/wiki/Landseer_(Hund) und
    http://www.vld-landseer.de/landseer/landseer_index.html

    Ansonsten gebe ich gerne weiter, was ich bei meinen Nachforschungen über diese Rasse in diversen Artikeln und Beschreibungen gefunden habe:

    Über seine ursprüngliche Herkunft gibt es unterschiedliche Geschichten:
    1. Nachkomme jener Bärenhunde, die Erik der Rote und seine Wikinger mitbrachten, als sie vor 1000 Jahren Nordamerika entdeckten und die auf der einsamen Insel im hohen Norden allein und auf sich gestellt überlebten
    2. es sind echte Indianerhunde, die vom Festland auf die Insel kamen und sich dem harten Fischerleben anpassen mussten
    3. Baskische Fischer aus Südfrankreich und Nordspanien brachten schon vor 400 / 500 Jahren den heimischen Pyrenäen-Hirtenhund als Schützer/Wächter mit in den Norden, wenn sie nach der Jagdsaison nach Hause segelten, ließen sie ihre Hunde aus Platzmangel zurück, die paarten sich mit den Wildhunden und daraus wurden dann die typischen Neufundlandhunde: wetterfest, genügsam, imposant.
    Egal, aber ein großer schwarz-weißer Hund namens Paul Pry wurde von seinem Herrn aus Neufundland (nach London) mitgebracht (dort gab es viele dieser Hunde, sie halfen den Fischern Boote und Netze an Land zu holen, von den Holzfällern auch gebraucht, um die schweren Lasten zum Wasser zu ziehen. Paul Pry rettete seinem Herrn einmal das Leben nach einem Schiffbruch, beim zweiten konnte er ihn nur noch tot bergen. Der Hund lebte dann allein/auf sich gestellt am Londoner Hafen/den Ufern und hat noch viele Kinder gerettet, die ins Wasser gefallen sind. Der damals sehr bekannte Maler Sir Edwin Landseer (im verdankt die Rasse ihren späteren Namen) hat ihn - liegend am Kai - gemalt. Vor ca. 100 Jahren war er fast vergessen und überlebte nur als ungern gesehene "Fehlfarbe" in ansonsten reinschwarzen Neufundlängerwürfen. Doch seine treuen Anhänger auf dem Kontinent züchteten ihn weiter und seit 1960 ist er als eigenständige Rasse anerkannt (weiss-schwarzer Landseer kontinetalen Typs, FCI Standard Nr. 226). Laut den Rassebeschreibungen soll der Unterschied zwischen dem Neufundländer (auch da gibt es ja einen schwarz-weissen) und dem Landseer erheblich sein.
    Wie für die Neufundländer auch brauchen sie eine konsequente Erziehung und haben eine sehr hohe Reizschwelle, d.h. sie sind zwar als Begleithunde zu erziehen, für die bei der Schutzhundausbildung benötigte Unterordnungsbereitschaft, müsste man aber einen so starken Druck ausüben, dass darander Hund und seine Beziehung zum Menschen zerbricht. Außerdem sind sie zu schwer für Sprünge, wie sie bei diesen Prüfungen verlangt werden (70 kg, Rüden bis 80 kg), sodass Skelett-/Bänderschäden auftreten können.
    Sie haben eine (angeblich angeborene) Liebe zum Wasser und schon bei Hunden im Alter von wenigen Monaten genügt angebl. ein Griff ins Fell und der Hund zieht automatisch den Schwimmer an Land (auch ohne vorheriges entsprechendes Training), es soll welche geben, die gerne den "Bademeister" während des Strandurlaubes geben und sie sollen ein sicheres Gespür haben, wer ein sicherer/unsicherer Schwimmer ist und entsprechend kann es passieren, dass dieser Mensch dann nur bis zur Taille ins Wasser gelassen oder sollte er Schwimmtiefe erreichen, begleitet wird und der Hund versucht, ihn zu hindern die Ufernähe zu verlassen ...... soweit die Literatur. Auf jeden Fall sind sie sehr geeignet für Wasserarbeit - aber sie können sicher auch ohne leben :D
    Landseer sind vom Wesen her Familienhunde, die sich mit Kindern und anderen Haustieren sehr gut verstehen, geduldig, gutmütig und verschmust, sehr stark auf ihre Menschen und ihre Familie bezogen sind - sanftmütige Riesen eben - als Wachhund eher ungeeignet - aber durch ihre imposante Größe wirken sie schon entsprechend. Idealerweise hat man Haus und Garten - für ein Appartement in der Stadt ist er weniger geeignet. Ein Sauberkeitsfanatiker darf man natürlich nicht sein bei so einem langhaarigen Hund, der gerne bei Wind und Wetter draußen ist und ein Stubenhocker auch nicht. Trotzdem ist er - obwohl überwiegend weiss - relativ pflegeleicht, das Haar ist aufgrund seiner Struktur und gut durchfettet und dadurch quasi "selbstreinigend". Selbst nach einer Schlammschlacht ist es - sobald trocken - wieder so sauber wie vorher, ohne dass der Bürsteneinsatz nötig wäre (oder gar ein Bad) Schmutz fällt quasi nach und nach aus dem immer trockener werdenden Fell. Und das kann ich jetzt schon bestätigen, obwohl Fellpflege (Bürsten) natürlich nötig ist und Balou dieses Ritual sehr genießt - quasi unsere Extraschmusestunde......

    Soweit, was ich über diese Rasse gefunden habe einmal zusammengefasst. Für uns hat es zur Entscheidung für einen Landseer geführt.

    LG urmeli

  • 2. Versuch:
    Hallo Heidi,

    ja mit Dickschädeln kenn ich mich aus - unser Hovi war ein Paradebeispiel dafür :D und den Landseer sagt man ja auch eine gehörige Portion Dickköpfigkeit - pardon: selbstständiges Handeln :D und dass er sehr selbstbewust ist und agiert, nach.

    Der Landseer gehört zu den - noch - etwas selteneren Rassen. Etwas Info findet man z.B. hier
    http://de.wikipedia.org/wiki/Landseer_(Hund) und
    http://www.vld-landseer.de/landseer/landseer_index.html

    Ansonsten gebe ich gerne weiter, was ich bei meinen Nachforschungen über diese Rasse in diversen Artikeln und Beschreibungen gefunden habe:

    Über seine ursprüngliche Herkunft gibt es unterschiedliche Geschichten:
    1. Nachkomme jener Bärenhunde, die Erik der Rote und seine Wikinger mitbrachten, als sie vor 1000 Jahren Nordamerika entdeckten und die auf der einsamen Insel im hohen Norden allein und auf sich gestellt überlebten
    2. es sind echte Indianerhunde, die vom Festland auf die Insel kamen und sich dem harten Fischerleben anpassen mussten
    3. Baskische Fischer aus Südfrankreich und Nordspanien brachten schon vor 400 / 500 Jahren den heimischen Pyrenäen-Hirtenhund als Schützer/Wächter mit in den Norden, wenn sie nach der Jagdsaison nach Hause segelten, ließen sie ihre Hunde aus Platzmangel zurück, die paarten sich mit den Wildhunden und daraus wurden dann die typischen Neufundlandhunde: wetterfest, genügsam, imposant.
    Egal, aber ein großer schwarz-weißer Hund namens Paul Pry wurde von seinem Herrn aus Neufundland (nach London) mitgebracht (dort gab es viele dieser Hunde, sie halfen den Fischern Boote und Netze an Land zu holen, von den Holzfällern auch gebraucht, um die schweren Lasten zum Wasser zu ziehen. Paul Pry rettete seinem Herrn einmal das Leben nach einem Schiffbruch, beim zweiten konnte er ihn nur noch tot bergen. Der Hund lebte dann allein/auf sich gestellt am Londoner Hafen/den Ufern und hat noch viele Kinder gerettet, die ins Wasser gefallen sind. Der damals sehr bekannte Maler Sir Edwin Landseer (im verdankt die Rasse ihren späteren Namen) hat ihn - liegend am Kai - gemalt. Vor ca. 100 Jahren war er fast vergessen und überlebte nur als ungern gesehene "Fehlfarbe" in ansonsten reinschwarzen Neufundlängerwürfen. Doch seine treuen Anhänger auf dem Kontinent züchteten ihn weiter und seit 1960 ist er als eigenständige Rasse anerkannt (weiss-schwarzer Landseer kontinetalen Typs, FCI Standard Nr. 226). Laut den Rassebeschreibungen soll der Unterschied zwischen dem Neufundländer (auch da gibt es ja einen schwarz-weissen) und dem Landseer erheblich sein.
    Wie für die Neufundländer auch brauchen sie eine konsequente Erziehung und haben eine sehr hohe Reizschwelle, d.h. sie sind zwar als Begleithunde zu erziehen, für die bei der Schutzhundausbildung benötigte Unterordnungsbereitschaft, müsste man aber einen so starken Druck ausüben, dass darander Hund und seine Beziehung zum Menschen zerbricht. Außerdem sind sie zu schwer für Sprünge, wie sie bei diesen Prüfungen verlangt werden (70 kg, Rüden bis 80 kg), sodass Skelett-/Bänderschäden auftreten können.
    Sie haben eine (angeblich angeborene) Liebe zum Wasser und schon bei Hunden im Alter von wenigen Monaten genügt angebl. ein Griff ins Fell und der Hund zieht automatisch den Schwimmer an Land (auch ohne vorheriges entsprechendes Training), es soll welche geben, die gerne den "Bademeister" während des Strandurlaubes geben und sie sollen ein sicheres Gespür haben, wer ein sicherer/unsicherer Schwimmer ist und entsprechend kann es passieren, dass dieser Mensch dann nur bis zur Taille ins Wasser gelassen oder sollte er Schwimmtiefe erreichen, begleitet wird und der Hund versucht, ihn zu hindern die Ufernähe zu verlassen ...... soweit die Literatur. Auf jeden Fall sind sie sehr geeignet für Wasserarbeit - aber sie können sicher auch ohne leben :D
    Landseer sind vom Wesen her Familienhunde, die sich mit Kindern und anderen Haustieren sehr gut verstehen, geduldig, gutmütig und verschmust, sehr stark auf ihre Menschen und ihre Familie bezogen sind - sanftmütige Riesen eben - als Wachhund eher ungeeignet - aber durch ihre imposante Größe wirken sie schon entsprechend. Idealerweise hat man Haus und Garten - für ein Appartement in der Stadt ist er weniger geeignet. Ein Sauberkeitsfanatiker darf man natürlich nicht sein bei so einem langhaarigen Hund, der gerne bei Wind und Wetter draußen ist und ein Stubenhocker auch nicht. Trotzdem ist er - obwohl überwiegend weiss - relativ pflegeleicht, das Haar ist aufgrund seiner Struktur und gut durchfettet und dadurch quasi "selbstreinigend". Selbst nach einer Schlammschlacht ist es - sobald trocken - wieder so sauber wie vorher, ohne dass der Bürsteneinsatz nötig wäre (oder gar ein Bad) Schmutz fällt quasi nach und nach aus dem immer trockener werdenden Fell. Und das kann ich jetzt schon bestätigen, obwohl Fellpflege (Bürsten) natürlich nötig ist und Balou dieses Ritual sehr genießt - quasi unsere Extraschmusestunde......

    Soweit, was ich über diese Rasse gefunden habe einmal zusammengefasst. Für uns hat es zur Entscheidung für einen Landseer geführt.

    LG urmeli

  • ich wünsche euch beiden ganz viel Spaß :gut:

    meiner wird morgen 6Monate -die Welpenzeit ist viel zu schnell vorbeigegangen-schade-klar war es stressig,aber im nachhinein super schön ;)

    nun können wir aber dafür mehr unternehmen und ich liebe meinen Hund von Tag zu Tag mehr.Früher konnte ich es gar nicht verstehen,warum meine Kollegin so verrückt nach ihren Wauzi ist und bin ich selber so :lol:

    lg aus berlin

  • danke Tilla, ich genieße die Zeit jetzt auch - Stress hin oder her :D

    ... mal sehen ob es jetzt dann klappt, eigentlich wollte ich Vinchens Frage beantworten, aber irgendwie hat es nur leere Posts produziert :sad2:
    also neuer Versuch gleich nochmal:

    LG urmeli

  • Hallo Heidi,

    ja mit Dickschädeln kenn ich mich aus - unser Hovi war ein Paradebeispiel dafür :D und den Landseer sagt man ja auch eine gehörige Portion Dickköpfigkeit - pardon: selbstständiges Handeln :D und dass er sehr selbstbewust ist und agiert, nach.

    Der Landseer gehört zu den - noch - etwas selteneren Rassen. Etwas Info findet man z.B. hier
    http://de.wikipedia.org/wiki/Landseer_(Hund)
    und
    http://www.vld-landseer.de/landseer/landseer_index.html

    Ansonsten gebe ich gerne weiter, was ich bei meinen Nachforschungen über diese Rasse in diversen Artikeln und Beschreibungen gefunden habe:

    Über seine ursprüngliche Herkunft gibt es unterschiedliche Geschichten:
    1. Nachkomme jener Bärenhunde, die Erik der Rote und seine Wikinger mitbrachten, als sie vor 1000 Jahren Nordamerika entdeckten und die auf der einsamen Insel im hohen Norden allein und auf sich gestellt überlebten
    2. es sind echte Indianerhunde, die vom Festland auf die Insel kamen und sich dem harten Fischerleben anpassen mussten
    3. Baskische Fischer aus Südfrankreich und Nordspanien brachten schon vor 400 / 500 Jahren den heimischen Pyrenäen-Hirtenhund als Schützer/Wächter mit in den Norden, wenn sie nach der Jagdsaison nach Hause segelten, ließen sie ihre Hunde aus Platzmangel zurück, die paarten sich mit den Wildhunden und daraus wurden dann die typischen Neufundlandhunde: wetterfest, genügsam, imposant.
    Egal, aber ein großer schwarz-weißer Hund namens Paul Pry wurde von seinem Herrn aus Neufundland (nach London) mitgebracht (dort gab es viele dieser Hunde, sie halfen den Fischern Boote und Netze an Land zu holen, von den Holzfällern auch gebraucht, um die schweren Lasten zum Wasser zu ziehen. Paul Pry rettete seinem Herrn einmal das Leben nach einem Schiffbruch, beim zweiten konnte er ihn nur noch tot bergen. Der Hund lebte dann allein/auf sich gestellt am Londoner Hafen/den Ufern und hat noch viele Kinder gerettet, die ins Wasser gefallen sind. Der damals sehr bekannte Maler Sir Edwin Landseer (im verdankt die Rasse ihren späteren Namen) hat ihn - liegend am Kai - gemalt. Vor ca. 100 Jahren war er fast vergessen und überlebte nur als ungern gesehene "Fehlfarbe" in ansonsten reinschwarzen Neufundlängerwürfen. Doch seine treuen Anhänger auf dem Kontinent züchteten ihn weiter und seit 1960 ist er als eigenständige Rasse anerkannt (weiss-schwarzer Landseer kontinetalen Typs, FCI Standard Nr. 226). Laut den Rassebeschreibungen soll der Unterschied zwischen dem Neufundländer (auch da gibt es ja einen schwarz-weissen) und dem Landseer erheblich sein.
    Wie für die Neufundländer auch brauchen sie eine konsequente Erziehung und haben eine sehr hohe Reizschwelle, d.h. sie sind zwar als Begleithunde zu erziehen, für die bei der Schutzhundausbildung benötigte Unterordnungsbereitschaft, müsste man aber einen so starken Druck ausüben, dass darander Hund und seine Beziehung zum Menschen zerbricht. Außerdem sind sie zu schwer für Sprünge, wie sie bei diesen Prüfungen verlangt werden (70 kg, Rüden bis 80 kg), sodass Skelett-/Bänderschäden auftreten können.
    Sie haben eine (angeblich angeborene) Liebe zum Wasser und schon bei Hunden im Alter von wenigen Monaten genügt angebl. ein Griff ins Fell und der Hund zieht automatisch den Schwimmer an Land (auch ohne vorheriges entsprechendes Training), es soll welche geben, die gerne den "Bademeister" während des Strandurlaubes geben und sie sollen ein sicheres Gespür haben, wer ein sicherer/unsicherer Schwimmer ist und entsprechend kann es passieren, dass dieser Mensch dann nur bis zur Taille ins Wasser gelassen oder sollte er Schwimmtiefe erreichen, begleitet wird und der Hund versucht, ihn zu hindern die Ufernähe zu verlassen ...... soweit die Literatur. Auf jeden Fall sind sie sehr geeignet für Wasserarbeit - aber sie können sicher auch ohne leben :D
    Landseer sind vom Wesen her Familienhunde, die sich mit Kindern und anderen Haustieren sehr gut verstehen, geduldig, gutmütig und verschmust, sehr stark auf ihre Menschen und ihre Familie bezogen sind - sanftmütige Riesen eben - als Wachhund eher ungeeignet - aber durch ihre imposante Größe wirken sie schon entsprechend. Idealerweise hat man Haus und Garten - für ein Appartement in der Stadt ist er weniger geeignet. Ein Sauberkeitsfanatiker darf man natürlich nicht sein bei so einem langhaarigen Hund, der gerne bei Wind und Wetter draußen ist und ein Stubenhocker auch nicht. Trotzdem ist er - obwohl überwiegend weiss - relativ pflegeleicht, das Haar ist aufgrund seiner Struktur und gut durchfettet und dadurch quasi "selbstreinigend". Selbst nach einer Schlammschlacht ist es - sobald trocken - wieder so sauber wie vorher, ohne dass der Bürsteneinsatz nötig wäre (oder gar ein Bad) Schmutz fällt quasi nach und nach aus dem immer trockener werdenden Fell. Und das kann ich jetzt schon bestätigen, obwohl Fellpflege (Bürsten) natürlich nötig ist und Balou dieses Ritual sehr genießt - quasi unsere Extraschmusestunde......

    Soweit, was ich über diese Rasse gefunden habe einmal zusammengefasst. Für uns hat es zur Entscheidung für einen Landseer geführt.

    LG urmeli

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