Kastration bei ängstlichen (aggressiven) Hündinnen

  • Hallo,

    ich hätte gerne mal Eure Erfahrungsberichte. Ich trage mich mit dem Gedanken, meine HÜndin (2 Jahre) kastrieren zu lassen. Die Gründe dafür möchte ich hier jetzt nicht weiter diskutieren ;)

    Ich bin dabei möglichst viele Infos zu sammeln und bin u.a. darauf gestossen, daß das Verhalten nach Kastration sich durchaus zum negativen ändern kann, wenn der Hund ängstlich bzw. angstaggressiv ist - es ist wohl sehr wahrscheinlich, daß sich dieses Verhalten noch verstärkt.

    Wie sind Eure Erfahrungen mit solchen Hündinnen - könnt Ihr das bestätigen? Wie hat sich das Verhalten verändert?

    Danke vorab!

    Grüsse,
    schluschlu

  • Ängstliche, unsichere Hunde sollte man generell nur, wenn es umbedingt nötig ist, kastrieren. Das Verhalten kann sich verschlimmern, nachweislich.

    Ist eine Hündin "aggressiv" kommts darauf an, ob sie nur während der Läufigkeit zickig ist - das würde sich mit einer Kastration minimieren - oder, ob sie sich allgemein so benimmt.
    In dem Fall würde eine Kastration das Verhalten verschlimmer, da sich nach der OP der Testosteronspiegel erhöht und damit auch das "draufgängerische" Verhalten.

    Soviel zur Theorie und Erfahrungswerten (nachgewiesenen), letztendlich ist aber jeder Hund anders und wenn nicht wirklich nötig, würde ich meinen Hund immer so lassen, wie er ist und nicht in seinem Hormonhaushalt herumfuschen.

    Gruß, staffy

  • Ich kenne das genauso, wie staffy es beschrieben hat.
    Bei Rüden ist es oft sinnvoll/wirksam weil sich der Testosteronspiegel (der als Serotonin-Blocker wirkt) senkt.
    Bei Hündinnen ist eben das Gegenteil der Fall, daher wird die Hündin nach der Kastration noch Stress-/Angstanfälliger.

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