Hilfe - weiß nicht weiter :(

  • ANZEIGE:
    Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
  • Zitat

    :lol:

    Wie wärs mit gründlich lesen?

    Wir hatten 2 "inkompetente" Trainer zuhause - hätten die mit Ihrer "Druckmethode" Erfolg gehabt, wär das garnicht passiert, oder???

    Mach dir da mal keine Gedanken, ich habe den Ernst der Situation durchaus begriffen, dennoch werde ich meinen Hund mit Sicherheit nicht mit "Druck" erziehen, wie du das so nett umschreibst.

    Na dann ...
    Viel Erfolg :gut:

  • Nur aus Neugier: Wie haben denn die Trainer bisher gearbeitet? Bin nur immer wieder neugierig, was da für Ansätze gefunden werden. Suche nämlich noch den perfekten für uns. Da helfen auch Negativbeispiele. :D

  • @ Felis

    Das mit dem "Superrückruf" würde mich sehr interessieren!

    Das war wirklich eine blöde Situation und kann mir nicht vorstellen wie man im Notfall so schnell die Schleppleine ran ziehen soll - vorallem wegen dem Perplex sein.

    Kann ja immer mal jemand unerwartet aus irgendeiner Ecke kommen wo man auch trotz vorauschauendem Blick eben nicht mehr (richtig) reagieren kann.

    Wenn man in solch einer Situation einen "Superrückruf" hat ist das eine große Sicherheit =)

  • Also die eine Trainerin kam zu uns in die Wohnung und hat erst mal den Schlüssel nach unserem Hund geworfen. Im weiteren Verlauf kam sie mit einer leeren Capucchino-Dose die mit nägeln befüllt war - lies sie vor Spocky fallen, selbst ich bin sehr erschrocken und für einen Hund der ein viel sensibleres Gehör hat - naja ich weiß ja nicht.
    Das mit dem abrufen hat sie uns mit einer wurfkette gezeigt - du sollst deinen hund rufen, wenn er nicht kommt eine Metall/Eisenkette zwischen die Füße werfen und ihn dann nochmal rufen (ich möchte keine Metall/Eisenkette um meine knöchel geworfen bekommen) Fürs Fuß laufen Halsband und immer tatkräfiges Leinenrucken (wenn leine grad noch durchhängt quasi schnalzen lassen) noch besser wäre laut Trainerin ein Würgehalsband.
    Außerdem sollten wir ihm die schanuze zuhalten, das er überhaupt nicht kläffen/knurren kann oder uns auf ihn "drauf schmeißen" und auf den Boden drücken, bis er nicht mehr zappelt etc. !?!

    Die andere Dame war weniger mit Gewalt aber einfach unfähig. Ihre Aussagen: Naja, sie müssen den Hund halt einfach mit einem "gsch" zur Ruhe bringen. Bzw. dann lassen Sie ihn doch einfach zu Hause wenn er woanders nicht gut tut!?!

    In der 1. Hundeschule hieß es wir hätten uns einen größeren Hund kaufen sollen, er sei viel zu klein um ihm Fuß laufen bei zu bringen!?!

    Ja, das waren unsere bisherigen Erfahrungen.

  • Ich bin um ehrlich zu sein immer wieder schockiert, wenn ich solche berichte über Trainer lese...

    Selbst mein Pixel (30 cm, 5,5 kg) lermt grad mit seinen 12 jahren noch das fuss gehen...

    ...gut, dass ihr bei diesen Trainern nicht geblieben seid.

    Viel Glück bei der weiteren Suche..

  • Zitat

    immer tatkräfiges Leinenrucken (wenn leine grad noch durchhängt quasi schnalzen lassen) ... Würgehalsband ... "drauf schmeißen" ... lassen Sie ihn doch einfach zu Hause

    Wow, so viel Unfähigkeit auf einem Fleck! Ich wünsche euch, dass die nächste Trainerin eindeutig gefühlvoller und kenntnisreicher auf Ursachen und Symptome eures Problems eingeht!!

    Bei uns klappt übrigens eine Therapie ganz gut, die beides berücksichtigt.
    Ursache: Angst vor dominanten Hunden -> alle Hunde positiv verknüpfen, viele gute Erfahrungen
    Symptome: Leinenaggression, Scheinattacken -> Clickertraining/Alternativverhalten bei Leinenaggression, Superrückruf bei Scheinattacken.

    Im Prinzip fehlt es uns hauptsächlich an Übungsmöglichkeiten! Bei den meisten Hunden klappt es ja gut, aber wenn meiner an der Leine pöbelt gehen die meisten ganz schnell weiter und ich kann mich nicht ruhig an die Situation annähern!

    Aber das sollte bei Unsicherheit bei fremden Menschen (? sorry ich habe deinen anderen Thread noch nicht gelesen!) ja nicht so ein Problem sein, ich glaube, da findet man viel eher freiwillige Probanden! :D


    Also, zum Superrückruf. Ziel ist es, dass dein Hund so SCHNELL wie möglich und so FREUDIG wie nur irgendmöglich zu dir zurücksprintet, dass es in regelrecht "reißt" wenn er das Zauberwort hört.

    Ich habe es alleine eingeübt. In ruhiger, gewohnter, um nicht zu sagen momentan leicht langweiliger Umgebung und der Hund nicht zu weit weg (max. so 10m, würde ich sagen) fängt man an. Ich habe "Hier" gewählt, da es so schöne "iii"s in der Mitte hat und somit hoch und laut gerufen werden kann. Du solltest es schon laut rufen (normal gebe ich alle meine Kommandos leise) und etwa so, als wärt ihr gemeinsam auf Schatzssuche gewesen und du hättest die Truhe mit Gold ("Hier!") gefunden. Du strahlst deinen Hund an, der sich hoffentlich zu dir umgedreht hat, und rennst am besten so schnell du kannst in die andere Richtung (der Hund soll ja schnell hinterherkommen). Wenn er dich erreicht hat, fängt die Party erst richtig an. (Ich habe das am Anfang immer nur geübt, wenn niemand in Hörnähe war... :ops: ). Alles ist erlaubt. Man sollte Lachen, den Hund umarmen, sich totfreuen und vor allem ganz schnell die "größte vorstellbare Belonung" für den Hund hervorzaubern. Für meinen Hund war das immer eine GANZE Schale Katzenfutter (halt so ein Sheba-Schälchen...) + WILDES ZERR- und WURFSPIEL + danach noch mindestens 5 min. extra- Aufmerksamkeit und gute Laune für den Hund. Am besten alles auf einmal.

    Ich weiß nicht, ob du dir die Atmosphäre ungefähr vorstellen kannst, es soll wirklich so sein, als wäre dein Hund gerade zum zweiten Mal geboren, so sehr freust du dich, dass er bei dir ist.

    Nach 3x an aufeinanderfolgenden Tagen (oder meinetwegen 2x am Tag) sollte die Botschaft angekommen sein. Danach habe ich das ganze etwa jede Woche mal geübt, dann 1x im Monat, mittlerweile "lade" ich das Kommando nur alle paar Monate "neu auf". In etwa so oft, wie ich es tatsächlich im Ernstfall brauche (gsd selten). Ich benutze es außer bei Scheintattacken auf andere Hunde z.B. dann, wenn er im Spiel einem anderen Hund auf die Straße folgt. Man könnte es auch bei Jagd auf ein Wild verwenden, aber da hört meiner gsd auch ohne Superkommando.

    Im Prinzip ist es wirklich einfach, der Trick ist es, das Kommando nie einzusetzen im täglichen Gebrauch. Außerdem ist es nicht nur ein "komm her und hier gibt es etwas super tolles" - ich kann meinem Hund regelrecht ansehen, wie er bei dem Wort zusammenfährt, aus seiner gegenwärtigen Emotion (egal was) herausschnappt und es für ihn einfach nichts wichtigeres auf der Welt gibt, als umzudrehen und zu dir zu sprinten. Es ist fast schon ein Reflex!! :D Das habe ich ein paar mal gemerkt, wenn meiner beim Rufen sofort abgedreht hat, aber kurz danach nochmal langsamer wurde - der 1. Reflex war also quasi richtig, umdrehen und zu mir kommen, und als 2. wurde dann nochmal das Hirn eingeschaltet - "Moment, ich hab doch grad was anderes gemacht?" :D Aber da war er schon so unterbrochen gewesen, dass ich ihn dann die letzten Meter gut normal zu mir rufen konnte.

    Sooo, ich hoffe, dass das alles für dich Sinn gemacht hat und du dir in etwa vorstellen kannst, was gemeint ist. Ich muss zugeben, dass ich noch nie von jemand anderem gehört habe, der genau so das Superkommando aufgebaut hat und einsetzt. Daher weiß ich nicht, wie gut es bei anderen Hunden klappt. Es ist sicher einfacher, einen Border Collie von einer flüchtenden Katze abzurufen als einen Pyrenäenberghund.

    Jetzt muss ich aber wieder weiter meine Arbeit tun, viel Erfolg und liebe Grüße,

    ~Felis

  • Okay das sind wirklich keine sinnvollen Methoden.
    Abruf über Zwang aufzubauen ist in meinen Augen hirnrissig.
    Superabruf, baue ich wie folgt auf.
    1. Phase: Konditionierung und Triebaufbau. Nimm am besten ein neues Komando, oder eine Pfeife, du tust dir leichter. Wenn du spazieren gehts, warte bis der Hund dich warnimmt, dann lauf rückwärts und wenn der Hund auf dich zu rennt rufst/ pfeifst du. Kommt der Hund gibts SOFORT eine riesen Party und das größte Motivationsmittel (Beute, Nassfutter), kein Sitz oder ähnliches. Das ganze machste solange bist der hund regelrecht explodiert, wenn das Komando kommt.
    2.Phase: Festigung unter minimaler Ablenkung. Jetzt gibst du das Komando wenn der Hund entspannt vor sich hinschlappt. Auch hier rennt du rückwärts und feierst eine Riesenparty und max Motivation.
    Das machst du bis es den Hund regelrecht reisst.
    3. Phase: Abruf unter steigender Ablenkung. Arbeite hier nach einer individuellen Hitliste der Ablenkungen von minimaler bis maximaler Ablenkung. Beginne mit der minimalen und arbeite daran bis der hund auch hier wieder regelrecht auf dich zufliegt.

    Grundlegend ist dass du dich streng an die Phasen/Hitliste hälst und das Komando nur auf dem Ausbildungsstand den der Hund gerade hat benutzt, sonst ruinierst du das Komando. Also lieber Zunge abbeißen, als in zu großer Ablenkung rufen.
    In allen Phasen ist die Schleppleine in der Hand, fast gespannt und du hast zwischen rechter und linker Hand ca 1m Leine durchhängen. Wenn du rufst lässt du die Leine mit der rechten Hand los, dieser Meter Leine ist die Zeit die der hund zum reagieren hat, danach strafft sich die leine und er kann garnicht anders als kommen.
    Supermotivation bekommt er nur wenn sich die Leine nicht strafft.

  • Hallo Krambambuli,

    danke, du hast nochmal sehr schön und zusammenhängender als ich genau das erklärt, was ich meinte! :smile:
    Ich habe sogar das mit der steigenden Ablenkung vergessen, danke. Obwohl ich beim ersten mal, als er auf einen Hund "los" ist, wirklich nicht wußte, ob da das Kommando ankommt. Aber seitdem weiß ich es! ;) Aber ich hatte das Kommando da auch schon eine ganze zeitlang im Gebrauch (eigtl., seit er klein ist). Lg

  • Also ich habe ja auch so eine Angstkläfferin zu Hause, die bisher zum Glück weder geschnappt, noch gebissen hat. ABER: man steckt nicht drin und es kann so schnell umkippen. Deshalb habe ich sie auch an einen Maulkorb gewöhnt. Sie trägt ihn sogar gerne. Dafür habe ich einen gekauft, der aus Kunststoff ist und schön groß ist, damit sie richtig gut hecheln kann und der MK nur auf der Schnauze aufliegt.

    Angefangen habe ich damit ihr Trockenfisch (den lieben meine Hunde) in den MK zu legen. Wenn sie mit der Schnauze rein ist, um den Fisch zu holen sage ich immer "anziehen". Nach ein paar Mal so "füttern" habe ich den MK ganz kurz zugemacht und von der Seite einen Fisch reingeschoben. Dann sofort wieder aufgemacht. Wichtig: nie loben, wenn der MK ausgezogen wird. Nur wenn er angezogen wird. Das ausziehen soll nebensächlich sein!

    Mittlerweile habe ich das bei beiden gemacht. In der Bahn usw. müssen sie ja auch einen MK tragen und die freuen sich immer wie Bolle, wenn ich die MKs raushole :D da guckt so mancher schon komisch.

    Du wirst dich auf jeden Fall sicherer fühlen und entspannter sein. Du musst keine angst mehr haben, dass etwas passiert und brauchst auch keine Angst mehr haben, dass du mal zu spät reagierst etc.

    Überlegs dir. Oftmals hat das schon Wunder gewirkt.

  • Wow an was für Trainer bist du den geraten :???:
    Ich komm ja au aus Stuttgart und hab scho einige Trainer und Hundeschulen durch aber an so einen bin ich no net geraten =)
    Also bei den Trainern die ich dir geschickt hab isch sojemand net dabei die sind wirklich kompeten =)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!