Hund ist manchmal agressiv

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  • Hallo,
    ich habe seit mitte Oktober eine hübsche Appenzeller-Collie-Mix Dame. Habe sie aus dem Tierschutzverein und sie war ca. 5 Monate dort. Vorher lebte sie anscheinend seit Welpe bei jemand, der noch nen zweiten Hund hatte und er kam nicht klar und hat sie eingesperrt. Das ist das was ich weiß.
    Als ich damals sie das erste mal besuchte, haben wir uns von anfang an super verstanden. Als ich sie dann nach ein Paar Treffen im TSV zu mir nach Hause nahm, war sie recht ängstlich. Mittlerweile hat sich das etwas gegeben. Sie ist sehr lernfähig und ein super lieber Hund. Jedoch ist es leider so, dass sie mit mir und meiner Mutter super klarkommt mit meinem Bruder und meinem Vater aber nicht so dolle. Es ist mal so mal so... Sie lässt sich von ihnen füttern und auch anfassen...aber in manchen Momenten hat sie gewisse "Anfälle" ( so nenne ich das jetzt mal), in denen sie wie von der Hummel gestochen aufspringt und richtig gegen meinen Vater oder Bruder geht. Ich hab dann immer in diesen Momenten solch eine Angst, sie würde zubeißen....Bis jetzt habe ich dann immer noch eingreifen können aber naja....ist halt komisch und tut auch meinen Nerven nicht so gut. Das merkwürdige ist halt, dass sie sich fast immer nir sooo extrem verhält, wenn ich da bin. Also wenn ich arbeiten bin, scheint sie solche Anfälle nicht zu haben.
    Ich habe mir schon einige Gedanken gemacht, warum das so sein könnte und hatte auch zwischendurch überlegt, sie besser wieder zurückzugeben aber dann hatte sie 3 Wochen oder so wieder keine Anstalten gemacht. Sie ist halt ein sehr aufmerksamer, misstrauischer und charakterstarker Hund...Das trifft auch voll und ganz auf die Mischung zu...Appenzeller und Collie...
    Jetzt habe ich sehr viel geschrieben und hoffe, dass mir vllt jemand Tipps geben kann oder ne Idee hat, warum sie sich so verhält...
    Vielleicht ist ja evtl jemand von euch dabei, der ähnliche oder gleiche Probleme hat... Wobei ich in den Beiträgen, die ich gelesen habe, nichts vergleichbares dabei war...
    Liebe Grüße an Alle!
    VanLuna

  • Hallo,

    magst du diese Attacken gegen deinen Vater und Bruder mal genauer beschreiben?
    Schnappt sie auch? Wie ist die gesamte Körperhaltung und Mimik?
    Knurrt sie? Fletscht sie die Zähne?
    Macht sie das "nur", wenn du in unmittelbarer Nähe bist?

    Hast du schon mal über einen guten Hundetrainer nachgedacht, der ins Haus kommen sollte???
    Ist sie dein erster Hund?

    Gruß
    Leo

  • Ja also wir hatten schon insgesamt 2 Hunde in der Familie. Aber nur einen habe ich mitbekommen. Und der hatte nie Probleme mit meinem Vater und Bruder. Also Luna kommt auch mit meinem Freund super klar. Gegen ihn hat sie überhaupt noch nie solche Anfälle gezeigt.
    Insgesamt würde ich sagen, dass ich eine gute Grunderfahrunf mit Hunden habe.
    Also wenn sie dann so nen Anfall bekommt reagiert sie wie folgt:
    -springt auf oder springt entgegen
    -ist meist auf den Hinterbeinen wie abgestützt und macht immer wieder Schritte nach vorn und wieder nach hinten und das sehr ruckartig, dass man sich schon erschreckt
    -bellt sehr extrem, also würde sagen sehr hell und agressiv

    Zähne fletscht sie so wie ich gesehen habe dann nicht jedoch bekommt sie dann immer sehr schwarze Augen, also die Pupille dehnt sich seeeehhr aus. Knurren tut sie manchmal im Vorfeld aber nicht immer.
    Und schnappen, naja, durch das eindringliche Bellen sieht es halt manchmal so aus, als würde sie schnappen wollen...so weit is es ja gott sei dank noch nicht gekommen...
    Aber war mit ihr anfang Dezember zum TA, weil sie Husten hatte, und da hat sie auch kurz nach der Ärztin geschnappt von hinten. Als ich dann mit Luna in die Praxis kam bzw ich sie endlich in die Praxis "reingeschoben" hatte, weil sie angst hatte, war sie winzig mit Hut...also keinen Ton mehr, totale angst und hatte nur noch den Gedanken dort raus zu kommen...
    Hundeschule hatte ich schon im Sinne aber bis jetzt noch nicht so recht getraut....vor allem weil sie nicht gern ins Auto kommt....und ich glaube nen Personal Trainer könnt ich mir net leisten...

  • Hallo,


    ist Dein Hund schon mal gründlich von einem Tierarzt untersucht worden?
    Das würde ich mal machen, um irgendwelche Krankheiten auszuschließen.

    Sollte gesundheitlich mit ihr alles in Ordnung sein, dann würde ich mir auch an Deiner Stelle einen Trainer besorgen, der sich das alles genau anschaut und Dir dann ein paar Tipps geben kann.

    Hier, quasi so aus der Ferne, läßt sich leider so etwas nur sehr schwer beurteilen.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Hallo,

    wann passieren diese Anfälle, also was geht voraus?
    Geht Dein Vater an ihr vorbei?
    Ist es wenn er sie anfassen will, oder wie kann man sich das vorstellen?

    Irgendetwas muss doch vorausgehen?

    Beschreib mal eine Situation so genau wie möglich.

    Kannst Du irgendwelche Muster erkennen?

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Das Verhalten deiner Hündin ist auf jeden Fall sehr ernst zu nehmen!
    Ich vermute, dass bei ihr eine gewisse Unsicherheit gemischt mit Beschützerinstinkt vorhanden ist.
    Alleine kannst du an so einem Problem nicht herumdoktorn.
    Man kann so viel falsch machen!
    Zunächst muss man erst mal herausfinden, WARUM sie das macht.
    Meine "Diagnose" ist auch nur eine Vermutung (aufgrund der Rassen und ihrer Reaktionen).
    Die Hundeschule alleine bringt euch leider nichts, hier geht es nicht um Grunderziehung, sondern um ein sehr ernst zu nehmendes Aggressionsproblem (noch in der Vorstufe)!
    Wenn du dir jetzt einen guten Trainer (der gewaltfrei arbeitet) suchst, kann man das Ganze sicher noch in richtige Bahnen lenken, aber bitte, bitte nicht im Alleingang oder via Internet-Tipps!
    Du solltest handeln, bevor etwas Ernsthaftes passiert.
    Ja, ein Hundetrainer kostet Geld, auch hier gilt Qualität vor Preis.
    Leider gibt es unter den Trainern viele schwarze Schafe, schau genau hin oder lasse dir einen empfehlen.

    Gruß
    Leo

  • Hi Steffi,
    ja das ist es ja...es geht nicht immer automatisch was voraus, dass sie so ausrastet... Weil wenn ich das ja wüsste, dann würde ich es unterbinden können. Also es is so, dass z.B. wie gestern abend schon wieder, mein Bruder seine Zimmertür offen hat, Luna läuf rein, er gibt ihr Leckerli, streichelt sie und sie läuft wieder raus und dann lag sie bei mir an den Füßen und ich saß am Laptop. Draußen war es leicht dämmerig und ich hatte sonst auch kein Licht an. Hatte die Zimmertür offen, mein Bruder ging im Flur hin und her und Luna blieb ganz ruhig liegen. Dann, als mein Bruder mich was fragen wollte und bei mir an der Tür stand, ist sie aufgesprungen und hatte wieder diesen Ausraster...
    Ich denke, jetzt so, wie die Situation gestern abend war, hatte sich Luna erschreckt und hat ja auch meinen Bruder nicht direkt erkannt, weil es dunkel war in meinem Zimmer und im Flur war Licht an, dann sieht man erst recht nur eine dunkle Gestalt in der Tür. Aber sonst auch, wenn sie so etwas hat, sie ist vorher ganz normal, mein Bruder und mein Vater können an ihr vorbei laufen und 2 Min später flippt sie aus.
    Ist ne komische Sache...

  • Hallo,

    flippt sie in Deiner ummittelbaren Nähe aus, also wenn sie bei Dir liegt?
    Ich weiss z.B. bei meinem Hund, dass er es nicht leiden kann wenn jemand zu dicht an ihm vorbeiläuft, oder wenn er liegt und man ihn anfassen möchte.

    Auch kann er da liegen und es sieht für alle so aus als sei er entspannt, aber er ist es nicht! Ich sehe das und reagiere dementsprechend.

    Beobachte sie mal ganz genau, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sie gar nichts zeigt. Irgendetwas wird sie zeigen, wenn auch nur ganz subtil.

    Teile ihr einen Platz zu wo sie liegen kann und ihre Ruhe hat. Lass sie nicht auf Deinen Füssen liegen, denn das ist ein Kontrollverhalten. Wenn sie auf Deinen Füssen liegt, dann kann sie schlafen und bekommt es dennoch mit wenn Du aufstehst. Das würde ich nicht zulassen.

    Wenn sie generell in Deiner Nähe so ausflippt anderen gegenüber, dann würde ich sie auch gar nicht mehr so dicht bei mir liegen lassen.

    Denk mal in Ruhe darüber nach.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Hallo. Wenn ich deine Beschreibung höre, meine ich fast, du beschreibst meinen Hund. Meine Hündin ist auch der fast der gleiche Mix wie deine, auch sie kam aus einer Problemhaltung. Sie lebte als Hofhund auf einem Bauernhof, kannte weder Gassigehen, noch Erziehung,wurde bei einem Autounfall verletzt und hat wahrscheinlich wegen der Schmerzen das erste Mal geschnappt. Der Bauer wollte sie einschläfern lassen, deshalb habe ich sie Ende Oktober genommen. Zu ihrem Problem. Lea lässt sich nicht gerne von Fremden anfassen. Wenn das geschieht, kann es sein, dass sie schnappt.Sie hat zwar noch nie jemand verletzt, weil es eher eine Warnung ist, aber ich nehme das Problem ernst. Wenn es klingelt, wird sie an ihren Platz geschickt,von dem sie sich erst auf mein Kommando erheben darf. Lea behandelt Besucher meist ganz neutral, schnüffelt kurz und zieht sich dann zurück. Ich sage allen Besuchern, sie sollen Lea einfach nicht beachten, dann ist alles gut. Wenn sie dann mal zu jemand Vertrauen gefasst hat, kann man alles mit ihr machen, sie ist dann super lieb und anhänglich. Ansonsten ist sie süper gelehrig ,meistens folgsam und sehr liebebedürftig. Auf Anraten meiner Trainerin haben wir sie in langsamen Schritten an eine Zimmerbox gewöhnt. Gerade wenn viele Kinder auf Besuch kommen, ist Lea sehr im Stress, sie fühlt sich dann in der Box geborgen. Im Frühjahr möchte ich mit ihr noch eine Hundeschule besuchen. Ich möchte ihre Gehorsamkeit noch bessern, weil das gerade bei einem Hund wie Lea sehr wichtig ist. Ansonsten heisst meine Devise Geduld, Geduld, Liebe und nochmal Geduld. Wir beide haben unseren Problemmäuse ja noch nicht so lange und man kann in drei Monaten nicht alles erreichen. Würde mich sehr freuen, wieder von dir zu hören Liebe Grüsse Eva- Maria

  • Zitat

    Hallo. Wenn ich deine Beschreibung höre, meine ich fast, du beschreibst meinen Hund. Meine Hündin ist auch der fast der gleiche Mix wie deine, auch sie kam aus einer Problemhaltung. Sie lebte als Hofhund auf einem Bauernhof, kannte weder Gassigehen, noch Erziehung,wurde bei einem Autounfall verletzt und hat wahrscheinlich wegen der Schmerzen das erste Mal geschnappt. Der Bauer wollte sie einschläfern lassen, deshalb habe ich sie Ende Oktober genommen. Zu ihrem Problem. Lea lässt sich nicht gerne von Fremden anfassen. Wenn das geschieht, kann es sein, dass sie schnappt.Sie hat zwar noch nie jemand verletzt, weil es eher eine Warnung ist, aber ich nehme das Problem ernst. Wenn es klingelt, wird sie an ihren Platz geschickt,von dem sie sich erst auf mein Kommando erheben darf. Lea behandelt Besucher meist ganz neutral, schnüffelt kurz und zieht sich dann zurück. Ich sage allen Besuchern, sie sollen Lea einfach nicht beachten, dann ist alles gut. Wenn sie dann mal zu jemand Vertrauen gefasst hat, kann man alles mit ihr machen, sie ist dann super lieb und anhänglich. Ansonsten ist sie süper gelehrig ,meistens folgsam und sehr liebebedürftig. Auf Anraten meiner Trainerin haben wir sie in langsamen Schritten an eine Zimmerbox gewöhnt. Gerade wenn viele Kinder auf Besuch kommen, ist Lea sehr im Stress, sie fühlt sich dann in der Box geborgen. Im Frühjahr möchte ich mit ihr noch eine Hundeschule besuchen. Ich möchte ihre Gehorsamkeit noch bessern, weil das gerade bei einem Hund wie Lea sehr wichtig ist. Ansonsten heisst meine Devise Geduld, Geduld, Liebe und nochmal Geduld. Wir beide haben unseren Problemmäuse ja noch nicht so lange und man kann in drei Monaten nicht alles erreichen. Würde mich sehr freuen, wieder von dir zu hören Liebe Grüsse Eva- Maria


    Hallo Eva-Maria!
    Freue mich, dass es auch noch Leute gibt, die ähnliche Probleme mit ihren "nicht seit Welpe aufgezogenen Lieblingen" haben ;-)
    Also du sagst, deine Lea lässt sich nicht gerne anfassen von fremden... Bei mir kommt noch hinzu, da sie ein halber Appenzeller ist, die dafür bekannt sind, sehr viel zu bellen, dass sie sich bekloppt bellt, wenn jemand kommt. Und das geht halt auch sehr an die Nerven. Also wenn bei uns jemand fremdes kommt, dann schick ich sie auch immer ins Zimmer und lasse sie liegen, da sie so gut wie keine fremden Besucher duldet. Scheint eine Schutz-Reaktion zu sein. Dann kommt noch hinzu, dass sie an der Leine zerrt, wie verrückt, wenn sie was riecht oder sieht, bevor ich es kann ;-) Und direkt hören, wenn wir draußen sind, tut sie auch nicht. Ich denke, es liegt noch ein sehr großes Stück Arbeit vor mir, das alles in den Griff zu bekommen. Momentan ist das Wetter leider bei uns schlecht, sonst hätte ich schon mal ne Hundeschule aufgesucht. Werde ich tun, sobald der Frühling kommt.
    Ansonsten ist es bei ihr sehr ähnlich wie bei deinem Schatz ;-)
    Sie ist auch unheimlich liebesbedürftig und auch super gelehrig!
    Und auch sehr schlau, was bis jetzt schon öfter dazu geführt hat, dass sie Situationen ausnutzt.
    Und leider hat sie noch ein Leiden...Sie wurde im Sommer letzten Jahres kastriert und hat seitdem dieses berühmte Harnträufeln. Also sie lässt des Öfteren etwas Pipi und kann leider Gottes noch nicht einmal was dafür...
    Naja, aber damit muss und will ich auch klarkommen...
    Hoffe, dass sich dieses Jahr einiges ändert und sie und ich etwas normaler leben können.
    Liebe Grüße, Vany

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