Brauche dringend Hilfe/Unterstützung! Angst?Aggression!

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  • Hallo ihr Lieben!

    Ich bin langsam einfach nur noch am Verzweifeln, bzw. werde immer unsicherer und bin in einem absoluten Tief... :hilfe:

    Ich fange einfach einmal von vorne an und entschuldigt bitte, wenn es etwas länger werden sollte...

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    Wir, mein Freund und ich, haben unseren Pellitos von einer Tierschutzorga mit ca. 13 Wochen bekommen. Er kommt ursprünglich aus Kroatien und wurde im Tierheim dort geboren. Jetzt ist er knapp 1 Jahr alt.

    Er war von anfang an ein recht einfacher Welpe, sehr lieb, sehr ruhig, ein Schatz. Wir hatten ziemlich lange das Problem, dass er nicht an der Leine laufen wollte. Er hat sich dann einfach hingelegt und es war nicht mehr zu machen. Es hatte aber nie den Anschein, dass er angst haben würde. Auch mit Leckerchen locken ging nicht wirklich. So habe ich den Herrn ziemlich lange in den Park getragen und da ging es dann auch.

    Wir haben von anfang an die Welpenschule besucht, dann ging ich in eine andere Hundeschule mit ihm. Das war dann schon der Junghundkurs. Alles lief super mit ihm... Er hört relativ gut, lernt gerne und ist auch draußen relativ auf mich fixiert. D.h. er läuft nicht weit von mir weg... spielt er mit einem anderen Hund und dieser läuft weiter weg, setzt er sich hin und schaut mich an, als ob er fragen würde: Darf ich soweit weg?
    Er hat auch keinen Jagdtrieb.

    Als er langsam in die Pubertät kam, fing er an Fremde etwas skeptischer zu betrachten, bzw. schon anzubellen. Aber damals schon nicht jeden... nur einige.
    Meine Hundetrainerin sagte, dass das in diesem Alter normal sei und das das wahrscheinlich wieder besser werden würde.
    Dann kam hinzu, dass der Herr anfing, andere Rüden immer blöder zu finden... es steigerte sich von mal zu mal. Mit ca. 9 Monaten war er dann der Krawallmacher und zeigte anderen Rüden, wo der Hase langläuft. Er hat den meisten Rüden damit schwer imponiert und ist sehr oft als "Sieger" von dannen gezogen. Heute sind fast alle Rüden (bis auf ein, zwei Ausmahmen) für ihn Staatsfeinde.
    Das hatte zur Folge, dass ich erstmal nicht mehr mit ihm in die Hundeschule konnte, weil dort auch Rüden vertreten waren und ein normales "spielen und lernen" nicht mehr möglich war. Auch war er nicht mehr ansprechbar, war nur noch am Schnüffeln, am Rumstänkern usw...
    In der Zeit wurden aber kaum noch Menschen angebellt, da er wie ich vermute, mit anderen "wichtigeren Dingen" beschäftigt war.
    Auf anraten meiner Trainerin/Tierärztin habe ich ihm einen Suprelorin-Chip einsetzen lassen. Dieser ist jetzt ca. 8 Wochen drin und er wirkt. Er mag zwas immer noch keine Rüden und knurrt diese weg, aber ich habe das Gefühl er ist in dieser Situation heilfroh wenn ich ihn abrufe.
    Das anbellen und anknurren von Fremden, jetzt besonders in unserer Wohnung und rund ums Haus ist dagegen viiiiiiieeeel schlimmer geworden.

    Ich habe immer mit ihm dagegen gearbeitet, indem ich ihn abgelenkt und ihm ein "schau" beigebracht habe, wenn ein Mensch vorbei geht. Auch gehe ich, soweit das machbar ist, einen Bogen um Leute.

    Mittlerweile lasse ich keine "Fremden" mehr in die Wohnung, weil ich ihn nicht mehr so richtig einschätzen kann, bzw. ich bin nur noch verunsichert. Auch Freunde mit kleinen Kindern gehen im Moment einfach nicht.

    Seine anfängliche Unsicherheit mausert sich nun zusehens zu einer Aggression... und ich habe angst, dass ich die Kontrolle verliere. Ich hatte natürlich auch schon Einzelstunden, die uns aber nicht wirklich weitergebracht haben. Jetzt nehme ich z.Zt. Einzelstunden bei einer anderen Trainerin die mir sagt, er sei seeeeeehr dominant. Sie empfiehlt mir viel UO und ihn soweit wie möglich zu ignorieren. Das kann ich ja noch nachvollziehen und ich übe auch fleißig mit ihm und arbeite vorallem an mir. Aber sie sagte auch, es würde bei ihm nicht schaden, wenn ich den Alpha-Wurf anwenden würde. Das habe ich natürlich nicht getan, weil ich denke, dass es in unserer Hund-Mensch-Beziehung vielmehr an Vertrauen fehlt und ich es damit vielleicht noch schlimmer machen würde.
    Und damit ist MEIN Vertrauen in diese Frau auch dahin.

    Heute ist es so, dass er vor underem Haus fast schon ausrastet, wenn er Menschen sieht. Im Treppenhaus noch schlimmer. Es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis sich unsere Nachbarn beschweren werden :sad2:
    Macht er einen Aufstand, dann ignoriere ich das und versuche einfach nur zügig in die Wohnung zu kommen...

    Das schlimmste ist, dass ich nicht blauäugig an die Erziehung rangegangen bin, ich vorher viele Bücher gelesen habe und ich alles richtig machen wollte. Und nun mache ich mir schwere Vorwürfe, dass ich meinen Schnuffel total "versaut" habe. Ich möchte wirklich daran arbeiten, denn er ist sonst ein absoluter Schatz, sehr lieb zu allen Menschen die er gut kennt. Ich würde ihm und mir zu gerne helfen, nur ich weiß nicht wie...

    Ich habe hier schon soviele tolle Tipps von euch gesehen und hoffe jetzt ganz doll, dass ihr mir etwas helfen könnt... denn ich weiß nicht mehr welchen Weg ich einschlagen soll und vorallem welcher der Richtige ist.

    Ich habe bestimmt einige Infos vergessen, die Ihr evtl. braucht... Also einfach fragen...

    Und schon mal 1000000 Dank an alle, die mir hier antworten! :gott:

  • Auch, wenns dich nicht tröstet:
    Klassischer Fall von schlecht bis gar nicht erzogen, kombiniert mit einem unfähigen Trainer und gepuscht durch falsche Methoden.

    Aber, kein hoffnungsloser Fall.

    Mit dem richtigen Trainer, entsprechender Motivation und dem festen, konsequenten Willen den jetzigen Status zu ändern, hast du im Sommer einen vorzeigbaren Hund.

    Was deinem Köterchen fehlt, ist ein Frauchen, die weiß was sie will, das so meint wie sie es sagt und die es durchsetzt. Bisher hast du bei allem irgendwie eine Lösung, einen Aus-/Umweg gesuch. Du hast deinem Hund aber nie deutlich und verständlich gesagt, daß sein Verhalten ein NoGo ist.

    Wo kommst du her ? Vielleicht kenn ich jemand in deiner Nähe.

    Gruß, staffy

  • Hi Staffy,

    danke für Deine klaren Worte! :D

    Das Problem mit den Fremden habe ich am Anfang auch nicht gemaßregelt, weil mir gesagt wurde, dass das der falsche Weg sei... also habe ich ignoriert, was die Sache aber nicht besser gemacht hat.

    Es wäre soooo toll wenn er im Sommer ein "neuer" Hund wäre, denn was ich einfach brauche, ist wirklich ein fähiger Trainer dem ich vertraue und der uns ein stück begleitet...

    Ich komme aus Münster.

  • Gleich in den Anfängen reagieren, nett, aber konsequent verbieten, dann ists noch leicht und man kommt mit einfachen Mitteln beim Hund an. Je länger man es laufen läßt, umlenkt oder gar ignoriert, desto schwerer wird es. Da man in der Situation nicht mehr einwirken kann bedarf es einiger grundsätzlicher Änderungen, um die Basis neu zu gestalten.
    Da wirds bei dir eine Menge Möglichkeiten geben.

    Welches Münster meinst du ? Im Profil hast du die PLZ von Hamburg angegeben :???:

    Gruß, staffy

  • Kann mich staffy da nur anschließen!! Sei konsequent, setze durch was Du sagst/forderst (und zwar immer, nich nur dann, wenn es bequem ist) und such Dir nen Trainer, der nicht nur "tüdelü" macht sondern Dich ausbildet, den Hund zu Führen!! Münster ist leider zu weit weg um Dir meinen Trainer zu empfehlen... ich hatte nämlich auch mal nen richtigen Agro-Hund!!

    Aber wo Du die Probleme bei Dir zu Hause schildertest kam mir die Frge, wie es so bei Euch zu Hause abläuft!!! Rennt er Dir ständig nach? Darf er auf die Couch und wenn ja, tut er es auch, wenn Du ihn nicht hoch bittest? Was tut er genau, wenn Besuch kommt? Arbeitest Du mit Körpersprache? Was tut er, wenn Du ihm eine Grenze setzt?? (Fragen über Fragen... ;) )

    Liebe Grüße

  • Hallo,

    vorab bin ich erstmal froh, daß Du der Alphawurf-Trainerin nicht vertraut hast. Du hättest Dir noch einiges mehr versaut.

    Ich habe auch eine unsichere Hündin, die Menschen verbellt, Fremde in der Wohnung nicht duldet usw., allerdings ist sie in keinster Weise aggro (zumindest nicht offensiv). Ich kann Dein momentanes Tief sehr gut verstehen, habe selbst auch solche Tage, wo ich einfach auch nicht wieder rausfinde und mich zwinge, die tollen, positiven Seiten von Ronja zu sehen. Man fixiert sich manchmal auch zu sehr auf EIN Problem, sodaß man andere, schöne Dinge gar nicht mehr zulassen kann/will.

    Was Staffy schreibt, kann ich nur unterstreichen. Ich arbeite an mir, genau das auszustrahlen. Konsequenz, Souverenität, Sicherheit...

    Ist gar nicht so einfach, wie es im geschriebenen Wort klingt.

    Für uns heißt das auf jeden Fall, daß meine Motte hier im Wohngebiet nicht mehr von der Leine darf (dann ist sie beim Verbellen gar nicht mehr kontrollierbar) und sie nur noch frei laufen kann/darf, wenn ich es überblicken kann und keine potenziellen Verbell-Opfer in der Nähe sind.

    Hat Dein Wuffel denn schonmal geschnappt, also offensive Aggression gezeigt? Ronja bisher nie. Wobei ich sie auch immer aus einer solchen Situation rauszunehmen versuche (zumindest bugsiere ich sie hinter mich).

    Ich wünsch Dir viel Durchhaltevermögen und ganz besonders wünsche ich Dir einen kompetenten Trainer, der auf der Vertrauens- und Bindungsbasis arbeitet und nicht die Dominanz-Schiene fährt.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    PS.: Welche Rasse hat der Lütte denn und was tut Ihr an Auslastung mit ihm? Hundesport, Kopfarbeit...how ever?

  • staffy:

    Mit dem Verbieten ist es schwierig, denn das kommt selten an. Vielmehr hilft es, wenn ich BEVOR er blöd reagiert ein "Schau" sage und ihn somit ablenke... Aber vor unserem Haus ist es immer 3x so schwer, denn hier muß ich auch noch nach dem Schlüssel kramen, aufschließen, gleichzeitig versuchen abzulenken und ihn kurz halten, dass auch wirklich nichts passiert... Und meine Aufregung wird er hier mit Sicherheit spüren:(

    Ich komme aus HH, lebe aber in Münster, Westf.

    Rennfloh:

    Zuhause darf er weder auf die Couch, noch aufs Bett, bekommt nach uns das Essen, wir gehen als erstes durch die Tür, er rennt mir auch nicht ständig hinterher... Ab und zu legt er sich zu mir, wenn er meine Nähe möchte... aber wenn Monsieur müde ist, legt er sich in sein Schlafgemach ;)

    Wenn es klingelt, dann bellt er, er hat dann auch sichtlich stress (ist aufgeregt, hechelt...) Dann muß er auf seine Decke und bleiben.

    Wenn ich ihm etwas verbiete, oder ihm Grenzen setze, zeigt er deutlich Beschwichtigungssignale... (Ohren nach hinten, schmatzen, lecken)
    Draußen aber nicht so sehr wie in der Wohnung...

    Ich muß gleich wieder mit ihm raus, mir geht aber schon wieder die Flatter, weil ich angst habe Nachbarn im Treppenhaus oder vor der Wohnung zu treffen... :sad2:

    Danke schon mal für Eure Hilfe!!!

  • blackbetty,

    danke für Deine lieben Worte... ;)

    Ja, ich habe leider ein offensiv-agierendes Exemplar, so dass ich es im Moment nicht zulassen möchte, Fremde in unsere Wohnung zu lassen... Geschnappt hat er noch nicht, aber ich würde meine Hand nicht ins Feuer legen, dass er es nicht machen würde, wenn er in einer blöden Situation ist, oder diesen Fremden als "sehr bedrohlich" einstuft. Daher ja auch meine Unsicherheit... Er ist halt ein Hund und er hat Zähne...

    Frei laufen darf er momentan auch nur, wenn wir in den Karpaten sind und ich alles kontrollieren kann, ansonsten ist Schlepp angesagt oder die normale Leine..., leider :sad2:
    Aber ich möchte kein Risiko eingehen...

  • Er ist ein Mischling... etwas zwischen Goldi, Terrier und Herdenschutzhund vermutlich... Ist nicht sonderlich hoch... so 53 cm aber seeeehr kräftig. Er wiegt fast 30 Kg und ist dabei aber schlank...

  • Zitat

    Mit dem Verbieten ist es schwierig, denn das kommt selten an. Vielmehr hilft es, wenn ich BEVOR er blöd reagiert ein "Schau" sage und ihn somit ablenke...


    Das meinte ich ja mit "nicht beim Hund ankommen". Daher müssen die Grundlagen neu erarbeitet werden, der Hund muß lernen, daß dein "Lass das" auch Wert hat. Bzw er muß lernen, daß man sich erst gar nicht so verhält.
    Man würde wieder bei NULL anfangen und sich langsam an die Endprobleme tasten. In der jetzigen Phase wäre jegliches Training in der Situation sinnlos.

    Hier haste mal ne Auswahl von 3 Trainern. Such dir einen raus, ruf an und schau einfach, wer dir zusagt. Kompetent sind alle 3:

    Zitat

    Susanne Tollmien
    Hundgerecht
    Steinfurter Straße 25
    48149 Münster
    Tel: 0251-27 33 23
    Mobil: 01577-194 24 20

    oder diese beiden in

    Lengerich 1
    Lengerich 2

    Gruß, staffy

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