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Sehr ängstlicher Pflegehund soll kommen: wer hat Erfahrung?
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Hallo ihr Lieben,
ich habe entschieden mich als Pflegestelle für einen Hund aus dem Süden zur Verfügung zu stellen.
Da meine Podenca-Mix-Hündin 3 Jahre alt und sehr agil ist, werde ich einem Junghund eine Pflegestelle bieten.
Ich hätte jetzt die Möglichkeit einen sehr ängstlichen 1 jährigen kastrierten Rüden aufzunehmen - und bin etwas verunsichert.
Habt ihr Erfahrung mit sehr scheuen Hunden?
Ist es realistisch, dass ich den Hund nach einer Eingewöhnungszeit mit meinem Hund allein in der Wohnung lassen kann? Wie lange dauert so eine Eingewöhnungszeit bei ängstlichen Hunden? 2 Wochen oder eher 3 Monate?
Ich bin nie länger als 2 Stunden weg, muß das aber auch nach ca. 2 Wochen wieder machen können...
Meint ihr das ist realistisch? Oder kann ich das mit einem so ängstlichen Hund direkt vergessen?
Was kommt sonst noch auf mich zu/ Was muß ich bedenken?
Dankedanke für eure Hilfe!
LG, Annika und Maxi
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19. Januar 2010 um 22:51
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LG Steffi mit Buddy
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Hallo Annika,
Deine Frage ist schwer zu beantworten. Angsthund ist nicht gleich Angsthund. Die Frage die ich mir stelle ist, wie reagiert der Hund in ängstlichen Situationen....
Meine Lüdde kommt ebenfalls aus dem Ausland (Zypern). Als sie hier angekommen ist, war ich zunächst wie vor den Kopf geschlagen. Sie hatte Angst. Angst vor allem, vor mir, vor anderen Hunden, vor Menschen... Nur Autos haben sie nicht interessiert und meinen Staubsauger liebt sie sogar.
Ihre Angst hat sich so geäussert das sie einfach nur da liegt und alles über sich ergehen lässt, unterwegs zittert sie wie verrückt und leckt sich das Mäulchen. Sie krümelt sich einfach zusammen. Zum Glück ist Foxy kein Angst-Schnapper.
Ich habe mich konsequent daran gehalten ihre Angst zu ignorieren. Das war am Anfang sehr schwer! Beim Gassigehen hat sie oft den Rückwärtsgang eingelegt und ich habe sie dann ohne Worte einfach sanft hinter mir hergezogen. Du glaubst nicht wie unangenehm mir das war.
Dank der Hundeschule die ich gleich zu Anfang besucht habe, bekam ich eine gewisse Sicherheit mit ihr vermittelt.
Heute (nach ca. 4 Monaten) ist sie immer noch ängstlich bei fremden Menschen und vor allem Kinder. Bekannte Menschen werden beschnuppert und auch schon mal richtig begrüsst. In ihrer gewohnten Umgebung draussen ist sie inzwischen wie ausgewechselt.
Am Anfang konnte ich sie auch nicht allein lassen. Was aber sein musste wegen einkaufen. Nach der ersten Woche habe ich gleich angefangen in kleinen Schritten das Alleine sein zu üben. So mit kurz die Haustür schliessen und dann minutenweise und so. Heute hat sie sich gut daran gewöhnt alleine zu sein. Ich glaube ich habe mich schwerer getan als sie. Sie jault und kratzt auch nicht mehr sobald ich gehe und ich kann sie sogar bis zu 6 Stunden alleine lassen. Sie pennt dann einfach.
Angsthunde sind eine wahre Herausforderung, aber jeder kleiner Schritt nach vorn ist ein Meilenstein.
Sie liebt andere Hunde, es sei denn sie stürmen auf sie zu. Foxy ist unwahrscheinlich anhänglich und liebebedürftig. Ihre Lebensfreude (Rehbocksprüge) beim Gassi gehen, zaubert nicht nur mir ein Lächeln aufs Gesicht.
LG
Sonja (auch aus Hamburg)P.S. Darf ich fragen in welchem Stadtteil Du lebst?
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ich kann mich Sonja komplett anschließen. Angst kann viel sein.
Mitunter tauen solche kleinen Kerle schnell auf und sind selbstbewusst.Das Wichtigste in meinen Augen: Keinesfalls auf die Angst eingehen!
So ein Hund braucht klare, Selbstbewusste Führung, kein Bestätigen" gaaaaanz ruhig" in seiner Angst.Das packst du schon und berichte über den Kleinen :^^:
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Hallo,
das Wichtigste für einen ängstlichen Hund - auch, wenn es schon geschrieben wurde, man kann es gar nicht oft genug wiederholen, ist ein ruhiger, besonnener Mensch, der dem Hund Sicherheit vermitteln kann.Es gibt schon einiges an Literatur zum Thema Angsthund, z. B. "Der ängstliche Hund" von Nicole Wilder - da kann man sich ein wenig in die Thematik einlesen, drüber lernen, wie Hunde in dieser Thematik "ticken" (nämlich deutlich anders als Menschen! Und DAS ist wichtig, zu wissen!) und sich mit verschiedenen Strategien vertraut machen, wie man mit den Ängsten des Hundes umgehen kann.
Ignorieren ist nur EIN Mittel, das oft gut angewendet werden kann, aber es ist bei manchen Ängsten nicht DAS Mittel...Ein paar mehr Strategien sollte man also schon in petto haben... Das obige Buch kann ich Dir zum Warmlesen empfehlen.
Auch was zum Einlesen ist der Angsthund-Thread hier im Forum:
https://www.dogforum.de/ftopic92533.htmlDort findet ein Austausch zwischen HH statt, die Hunde mit verschiedenen Ängsten halten, dort gibt es Erfahrungsberichte, werden verschiedene Ansätze zur Angstbewältigung beschrieben UND man hat immer Ansprechpartner, die die Problematik selbst kennen. Schau doch da mal rein.
LG, Chris
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Hallo Annika,
habe jetzt auch seit 5 Monaten einen Angsthund aus dem Ausland (Spanien). Bruna ist wahrscheinlich 3 jahre alt. Das wichtigste was unser Hund brauchte ist Zeit, Routine und viel Schlaf um die neuen Eindrücke alle zu verarbeiten. Lass ihn ganz, ganz langsam ankommen. Überfordere ihn nicht und bestätige seine Angst nicht auch wenn es schwerfällt. Bruna hat Angst vor Menschen (besonders Kinder). Da arbeiten wir fleißig dran. Andere Sachen wie Waschmaschine, Staubsauger, Rasenmäher, Fahrräder .... (die Liste ist unendlich) habe ich alles schöngefüttert ( Hund ist total verfressen). Mittlerweile frisst sie die Leckerchen von der Waschmaschine die schleudert.
Wie die anderen schon geschrieben haben jeder Angsthund ist anders. Unser ist zum Glück auch kein Angstbeißer, eher das Gegenteil ( Schwanz rein und weg).
Könnte jetzt einen ganzen Roman schreiben. Es gibt kein Patentrezept für alle Angsthunde. Aber keine Angst, du wirst schnell merken wie dein Hund tickt und instinktiv das Richtige machen. Tausch dich mit anderen Hundehaltern hier im Forum aus. Da habe ich viel gelernt. Habe Geduld, es wird gesagt das solche Hunde 1 - 2 Jahre brauchen um richtig anzukommen.Noch zum Thema "alleine bleiben". Also wir haben ja ziemlich viele Baustellen mit unserer Bruna aber alleine bleiben ist überhaupt kein Problem. Vom 2 Tag an 6 Std. ohne üben. Das war nicht so geplant, aber mein Mann und ich mußten urplötzlich zu einem Feuerwehreinsatz bei dem es um Menschenleben ging. Wir haben den Schwiegervater der mit im Haus lebt noch schnell informiert das er sich bitte um den Hund kümmert wenn der in unserer Wohnung Theater macht. Er hat nichts gehört und so ist es bis heute. In unserem Haus, Wohnmobil und Auto ist Bruna die Ruhe selbst. Wir konnten sie sogar nach 6 Wochen in unserem Wohnmobil mit in den Urlaub nach Italien nehmen.
LG Claudia
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Ich glaube auch, dass du gute Chancen hast, dass das Alleinsein euer geringstes Problem werden wird.
Die wenigsten "Südhunde" haben irgendwann mal innerhalb einer Familie im Haus gelebt, sondern viel eher an der Kette, im Zwinger oder auch auf der Straße. Von daher kennen diese Hunde es gar nicht, dass ständig ein Mensch um sie herum ist und Alleinsein, vor allen Dingen mit einem anderen Hund zusammen, ist für sie eine völlig normale Lebenssituation!
Es mag da mit Sicherheit ganz viele Ausnahmen geben, aber ich persönlich hab diese Erfahrung, auch im Bekanntenkreis schon mit mehreren ehemaligen Tierschutzhunden gemacht! -
Ich hatte auch mal eine sehr sehr ängstliche Hündin als Pflegehund.
Lass den Rüden anfangs einfach "ankommen" überfordere ihn nicht mit zuviel neuem. Er wird irgendwann auf dich zukommen. Allerdings habe ich auch schon die Erfahrung gemacht, dass die anfänglichen Angsthunde in häuslicher Umgebung schnell aufgetaut sind. (Kommt natürlich auf den Hund an.)
Habt ihr einen Garten? Falls er nicht an der Leine geht, erstmal mit Laufleine und Aufsicht im Garten spazieren gehen.Alleine bleiben mit unseren anderen Hunden konnte sie schon von anfang an ohne Probleme.
Viel Glück.
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Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für eure Antworten und die tollen Tipps. Ich werde all diese Threads nachlesen, die ihr angegeben habt und bin dann sicher besser gewappnet.
Da ich jetzt erst noch ca 1 Monat meiner Schwester mit Ihrem Welpen aushelfen muss... das hat sich gestern Abend sehr spät noch ergeben... werde ich erst ab Mitte März einen Pflegehund nehmen. Ich muss jetzt öfters bei meiner Schwester einhüten, da sich ihre berufliche Situation schlagartig geändert hat. Seltsames Timing - aber nun gut. Sie hat einen 12 Wochen alten Golden Retriever und ich werde da jetzt oft einspringen.
Einen Angsthund direkt mit so einer wuseligen Welpenaufzucht zusammenzubringen möchte ich nicht.
Der Süße hat viel Ruhe verdient und nicht so einen Nerv-Zwerg, der ihn anbellt und anhüpft.Ich berichte dann mal ab Mörz von meinem Pflegling und bin mir sicher, dass ihr mir auch dann helfen könnt. Es ist toll, dass man hier Rat bekommt...
Danke euch bis dann!
LG, Annika und Maxi
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