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Gegen Langeweile: Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten für den Hund selbst gemacht

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Ideen gegen Langeweile

Der Beschäftigungsdrang ist nicht bei jedem Hund gleich ausgeprägt. Manch ein Vierbeiner ist genügsamer, ein anderer leidet schnell unter Langeweile und sucht sich selbst neue Herausforderungen - nicht immer zur Zufriedenheit seiner Menschen. Ausgiebige Ruhephasen sind natürlich wichtig. Solche sind aber nur effektiv, wenn der Hund ansonsten auch ausgelastet ist. Er möchte gefordert und gefördert, aber nicht überfordert werden. Wie das am besten gelingt, unterscheidet sich mit den Vorlieben und der Veranlagung: Der eine setzt gerne seine Nase ein, der andere zeigt gerne Köpfchen und ist gut darin, Strategien für ein Problem zu entwickeln.

Beschäftigung fördert den Hund

Kleine Herausforderungen zwischendurch haben mehrere positive Effekte. Die Aufmerksamkeit und Konzentration kann ebenso profitieren wie die Feinmotorik und das Selbstbewusstsein. Setzt ein Hund seine Nase ein, um ein Leckerli aufzuspüren, ist dessen Auffinden mit einer Bestätigung und Belohnung gleichzusetzen. Dadurch steigt die Motivation. Da es in den eigenen vier Wänden meist weniger Ablenkung gibt als unterwegs, sind Spiele zu Hause auch für ängstliche oder besonders nervöse, unruhige Hunde ideal.


Kreieren Sie die Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten selbst und leiten Ihren Hund an, stärkt das ganz nebenbei auch die Bindung. Grundsätzlich gilt: Fangen Sie immer mit einer einfachen Variante an, damit der Hund tatsächlich ein Erfolgserlebnis hat. Den Schwierigkeitsgrad können Sie langsam steigern, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Was Ihrem Hund am meisten liegt, müssen Sie vielleicht zunächst herausfinden. Da selbst gemachte Spiele aber nichts kosten, gehen Sie keinerlei Risiko ein und auch herauszufinden, was Spaß macht, ist eine Form der Beschäftigung für und mit dem Hund.

Ein Karton voller Überraschungen

Haben Sie einen Karton und alte Zeitungen, leere Klopapierrollen, Eierkartons, Korken oder sonstiges, für den Hund ungefährliches Füllmaterial zu Hause? Damit lassen sich tolle Suchspiele veranstalten. Stimmen Sie solche immer auf die Fähigkeiten und die Konstitution Ihres Hundes ab. Das betrifft die Größe des Kartons und die Menge des Füllmaterials. Beginnen Sie mit wenig Füllmaterial im Karton und platzieren Sie ein Leckerli darin. Ihr Hund sollte dabei zusehen dürfen. Anschließend darf er suchen. Hat er das Prinzip verstanden, kann das Füllmaterial immer etwas mehr und das Leckerli (oder mehrere) besser darin versteckt werden. Er muss sich folglich immer ein wenig mehr anstrengen, um an seine Belohnungen zu kommen.


Achten Sie beim Füllmaterial darauf, dass nichts darunter ist, was der Hund vielleicht schluckt und ihm gefährlich werden könnte - auch hier ist jeder anders veranlagt. Tüftelt Ihr vierbeiniger Partner besonders gerne, können Sie Klopapierrollen mit Futter bestücken und an den Enden zusammenfalten, bevor Sie diese zwischen das übrige Füllmaterial legen. Er muss dann nicht nur seine Nase einsetzen, sondern auch überlegen, wie er die Beute aus den verschlossenen Papprollen herausbekommt.

Der Deckenhaufen

Ähnlich können sie mit Decken und Handtüchern verfahren. Legen Sie zunächst nur eine Decke auf den Boden, platzieren Sie ein Leckerli darauf und legen ein Stück der Decke darüber. Ihr Hund darf nun suchen. Später können Sie mehrere Decken nach Belieben zu einem wirren Haufen mit vielen Falten und Schichten formen und an verschiedenen Stellen die Belohnungen verstecken.

Schnüffelteppich herstellen

Sie brauchen nur eine ausgediente Fußmatte oder ein Stück Teppich, Stoffreste und eine Schere, um einen Schnüffelteppich selbst herzustellen. Schneiden Sie die Stoffreste in Streifen und kleine Löcher in die Matte oder das Teppichstück. Anschließend führen Sie jeweils die Enden eines oder mehrerer Stoffstreifen von unten durch zwei benachbarte Löcher und verknoten sie an der Oberseite. Dort stehen letztendlich alle Enden über und decken die gesamte Oberseite gut ab. Darin lassen sich wunderbar Leckereien deponieren, die Ihr Hund suchen darf.

Leere Joghurtbecher werden zum Hütchenspiel

Statt Joghurtbechern eignet sich alles, was undurchsichtig ist und beim Umfallen nicht in Scherben bricht. Lassen Sie Ihren Hund anfangs zuschauen, wie Sie ein Leckerli auf den Boden legen und einen Becher mit der Öffnung nach unten darüber stellen. Er darf dann versuchen, dran zu kommen. Bei den ersten Malen können Sie helfen und den Becher anheben, sobald der Hund versucht, an das Leckerli zu gelangen. Später sollte er selbst einen Weg finden. Beherrscht er dies mit einem Becher, können Sie die Anzahl erhöhen. Später sind es mehrere Becher, aber nicht unter jedem ist etwas versteckt.

Der Hund als Haushaltshilfe?

Schleppt Ihr Hund gerne Sachen durch die Wohnung oder apportiert er gerne? Sie können ihm beibringen, seine Spielsachen selbst in eine Kiste zu räumen, Ihnen Wäschestücke aus dem Korb zum Befüllen der Waschmaschine zu reichen oder die Hausschuhe zu bringen. Befestigen Sie eine Kordel am Griff einer Schranktür oder Schublade, kann Ihr Hund lernen, diese gezielt zu öffnen, um etwas herauszuholen oder hineinzulegen. Das üben Sie wiederum ab besten, indem ihn anfangs ein Leckerli darin erwartet. Zeigen Sie ihm, wie Sie die Tür oder Schublade durch Ziehen an der Kordel ein wenig öffnen und ermutigen Sie ihn, es selbst zu versuchen.


Einige Rassen wie Border Collies, Australian Shepards oder auch manch ein Retriever sind für solche Aufgaben besonders zu begeistern. Versuchen Sie es einfach unabhängig von der Rasse - vielleicht findet Ihr Hund Spaß daran. Auch dieses Spiel lässt sich mit etwas Kreativität abwandeln und ausbauen, indem Ihr Hund zwischen verschiedenen Gegenständen unterscheidet, die er bringen oder weglegen soll - zum Beispiel den Schlüssel, die Handtasche und die Fernbedienung. Sogar einen Lichtschalter zu betätigen lernt mancher Vierbeiner.


Wir wünschen Ihnen und Ihrem Hund viel Spaß!


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Bild: Adobe Stock © New Africa

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