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Tierheimhündin fixiert und verfolgt meine Katzen

    • Tierheimhündin fixiert und verfolgt meine Katzen

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      Hallo zusammen,

      ich habe nun, nach einmonatigem Gassigehen, besuchen und einem Probewochenende meine Hündin Maya seit einer Woche bei mir zuhause.

      Sie kommt aus dem Tierschutz, ist zwei Jahre alt, Boxer -Staff -Malinois -Mix und wurde als Angsthund vermittelt.

      Beim Probewochenende ignorierte sie meine beiden Katzendamen (beide 1 Jahr alt und sehr zierlich) nahezu komplett oder schaute nur mal kurz neugierig zu ihnen rüber.

      Inzwischen ist sie eine Woche bei uns und das Blatt hat sich etwas gewendet. Jedesmal, wenn sie bei uns auf der Couch liegt oder in ihrem Korb vor der Couch und eine Katze betritt den Raum, hebt sie sofort den Kopf und starrt sie total gebannt an. Dabei merkt man ihre angespannte Körperhaltung und sie hat schon mehrfach versucht, ruckartig aufzuspringen und der Katze nachzulaufen.

      Insbesondere wenn sich die Katze ihrem Korb nähert, wird sie komplett steif und zieht dann die Lefzen hoch wie kurz vor dem richtigen Zähne fletschen. Wenn die Katze die Küche betritt (wo ich ja immer das Futter für Maya zubereite) will sie sofort auch da hin und sie dort augenscheinlich verjagen.

      Mir ist klar, dass sie ihre Ressourcen (Korb, Futter) verteidigen will, aber sie wird ja oft schon total steif und fixiert die Katzen, wenn sie nur das Wohnzimmer betreten.

      Komischerweise, wenn ich mit Maya auf dem Sofa liege und eine der Katzen springt auf meinen Schoß, dann interessiert sie das kaum bis gar nicht. Sie schnüffelt kurz an ihr und pennt dann ruhig weiter vor sich hin.

      Auch wenn Maya durch die Wohnung läuft und da auf eine Katze trifft, schaut sie diese höchstens kurz an und geht dann weiter.

      Dieses üble Fixieren und nachrennen wollen ist NUR dann der Fall, wenn Maya irgendwo liegt und die Katze sieht - aber eben nicht, wenn sie bei mir liegt und die Mieze nachträglich auf meinen Schoß hüpft.

      Manchmal beginnt sie dann auch zu wedeln, hüpft nur mit den Vorderbeinen auf die Katze zu und wieder zurück, was für mich eher Spielaufforderung ist, aber alles andere (fixieren, aufspringen, nachrennen) eben nicht.

      Meine Frage ist, was kann ich tun? Ich füttere die Katzen immer zuerst, begrüße sie zuerst und trage sie für den Hund gut sichtbar durch die Gegend und rede mit ihnen, damit sie die beiden als ranghöher akzeptiert.

      Für Hilfe und Tipps wäre ich sehr dankbar.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mockingBird ()

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    • mockingBird schrieb:

      Mir ist klar, dass sie ihre Ressourcen (Korb, Futter) verteidigen will, aber sie wird ja oft schon total steif und fixiert die Katzen, wenn sie nur das Wohnzimmer betreten.

      mockingBird schrieb:

      Manchmal beginnt sie dann auch zu wedeln, hüpft nur mit den Vorderbeinen auf die Katze zu und wieder zurück, was für mich eher Spielaufforderung ist, aber alles andere (fixieren, aufspringen, nachrennen) eben nicht.

      Hört sich an, als sei sie auf dem Weg ihre Beute bald kalt zu machen ... Sie kippt immer häufiger ins Jagdverhalten. Das wird gefährlich.

      Schau mal, wie hübsch diese Wölfe spielen. Die wedeln, hüpfen ... und am Ende essen sie eins der "Spielobjekte" auf.

    • Rikah schrieb:

      Verabschiede dich von dem Rangordnungsmüll und such dir einen kompetenten Trainer. Dein Verhalten verschärft die Situation wahrscheinlich.

      Den Trainer wirst du bei der Rassemischung eh brauchen...

      Hallo,

      Ich war mir auch nicht ganz sicher, ob das so wirksam ist mit dem "dem Hund zeigen wer ranghöher ist ", mir wurde lustigerweise von der zuständigen Hundepflegerin vom Tierheim als auch von meinem Tierarzt genau dazu geraten, es so zu machen.
    • Na, wenn sie dazu geraten haben...

      Ne im Ernst. Tierärzte sind bei Erziehungsfragen meist eh recht ahnungslos (Ausnahmen gibt es, die haben sich das Wissen aber privat angeeignet). Tierpfleger, naja, die würde ich auch nicht immer Fachkompetent nennen. Auch hier natürlich, die Ausnahme von der Regel...

      Du machst die Katzen nur spannender. Sie bekommen begehrte Ressourcen eher und öfter. Das Jagdverhalten (s.Beitrag von flying-paws) wird sich nicht von selber geben. Auch wenn es dir nicht bewusst ist, du hast da gerade eine hoch explosive Mischung daheim. Irgendwann wird es kippen. Das ist nichts, was man mit Ferndiagnose Tricks gerade biegt.
      Schönen Gruß!
    • Da sie nur reagiert, wenn sich die Katze dem Korb nähert, denke ich, dass sie sich in Ihrer "Ruhezone" (wie du schreibst Ressource) bedroht fühlt, vermutlich weiß sie nicht, wie sie sich dann "allein" in dieser Situation verhalten soll. Dazu würde auch die Angsthund Geschichte passen...

      Wenn du dabei bist (Sofasituation) interessiert sie sich dann nicht mehr für die Katzen, weil sie sich hier vermutlich durch deine Anwesenheit sicherer fühlt.


      Waren nun so meine Gedanken beim Lesen.

      Mein Weg wäre, sofern das möglich ist, die Katze vom Hundekorb erst mal fern zu halten und Maya BEVOR sie so reagiert zu belohnen. Sodass sie lernt, dass es sich lohnt die Katze auszuhalten, bzw lernt, dass es etwas positives bedeutet, wenn sie die Katze nähert, weil sie dann was tolles von dir bekommt.
      Von "Mist, Katze kommt mir schon wieder zu Nahe" wird dann "Yeah, Katze kommt. Gleich gibts was tolles!"

      Vom Rangordnungskram solltest du dich verabschieden. Mensch, Hund und Katze stehen von Natur aus schon nicht in einem Rangordnungsgefüge zusammen. ;)

      Trainer wäre aber sicher auch kein Fehler.
      Viele Grüße,
      Dani mit
      Rocco - Australian Shepherd (*01.02.2009)
      Duncan - Australian Shepherd (*15.10.2011)
      Fotofred
    • Danke für die Antworten. Ich bin gerade echt etwas verzweifelt, da ich mir das Ganze etwas einfacher vorgestellt hatte, vor allem da sie auch von der zuständigen Pflegerin als absolut unkompliziert beschrieben wurde, bis auf das Ängstliche eben.

      Bei uns zuhause ist sie auch sehr folgsam und unterwürfig (noch!), das einzige aber verheerende Problem ist das Verhalten gegenüber der Katzen.

      Ich habe nun telefonisch eine Hundetrainerin konsultiert, die am Donnerstag mal auf einen ersten Besuch und einschätzen der Situation vorbei kommt. Gibt es irgendetwas, was ich bis dahin tun könnte,um dem Hund klar zu machen, dass die Katzen nicht seine Beute sind?

      Oder bin ich da als Laie quasi aufgeschmissen?
    • Abbruchkommando anfangen aufzubauen.
      Und die Katzen fernhalten vom Körbchen und allem was dem Hund gehört, so zumindest läuft's bei mir, ich habe zwei Katzen, einen Schäferhund und einen jungen Wolfsspitz.
      Jagen, hetzen, fixieren etc. war und ist ganz und total absolut verboten!
      Umgekehrt dürfen die Katzen die Hunde nicht ärgern, niemals.
      Den Junghund habe ich mir ewig lange um den Bauch gebunden wenn die Katzen unterwegs waren, habe ein Abbruchkommando aufgebaut und seit ein paar Tagen wird das Leben wieder normal.

      Bitte schau dass Du keinen Rudeldominanzrangfolgegedönstrainer erwischst, man macht enorm schnell ganz viel kaputt, grad bei Deiner Mischung ist ein sensibles Händchen gefragt.
      Ds Bärnermeitschi im Mittuland mit zwöi Hüng um ne Gring vou Spinnzüügs.

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