Mein Beileid. Je größer die Liebe, desto größer ist oft auch die Trauer. Und diese Liebe hat deine Dhanya ihr Leben lang gespürt.
Mir hilft in solchen Situationen immer der Kontakt zu Tieren. In den Zeiten, in denen ich keine eigenen haben konnte, hatte ich Sitterhunde. Viele sind sehr dankbar, wenn der Hund tagsüber einfach bei jemandem sein kann, dort schlafen und entspannen, vielleicht kurz in den Garten gelassen wird oder eine kleine Pinkelrunde drehen darf. Es gibt dafür Portale im Internet, da kannst du dich als Hundesitter anbieten. Es ist sehr schwer, jemanden für tagsüber zu finden.
Wenn das für dich noch zu früh ist, dann gib dir Zeit. Wenn möglich, fahre an einen Ort, der dir gut tut...in den Wald, oder ans Meer. Stell dir vor, du lässt deine Trauer dort. Verpacke sie in deinem Kopf, und stell sie in den Wald, oder lasse sie vom Wind mitnehmen. Nicht damit sie weg ist, aber damit sie einen Ort hat, an dem du die Trauer besuchen kannst, und an den du sie zurücklegen kannst, wenn du eine Pause bauchst. Vielleicht hilft es dir. Du verlierst ja nicht nur deinen Hund, sondern auch ein Stück von dir selbst, weil du vorher Hundebesitzer warst und diese Rolle in deinem Leben nicht mehr da ist. Und manchmal tut es gut, diese Rolle die man vorher eingenommen hat, loszulassen.
Ich wünsche Dir von Herzen, dass du einen Weg durch diese Dunkelheit findest. Dass du jetzt so fühlst, heißt nur, dass du sehr tief lieben kannst, und das ist wunderschön.
Alles Gute!