Beiträge von spanielforlove

    Mein Gassihund, ein englischer Setter, war ebenfalls sehr unkompliziert in diesen Dingen. Er ging einfach sobald er musste (schon draußen, stubenrein war er).

    Manchmal hatte das aber auch Nachteile. Wenn wir zB Rad fahren waren und er nebenher lief, egal ob grade im Trab oder Gallopp, machte er regelmäßig und völlig ohne Vorankündigung eine Vollbremsung, bohrte alle 4 Beine in den Asphalt, nur um dann sofort mitten auf den Weg zu kacken sobald ich es dann gefühlte 5m weiter auch geschafft hatte zu bremsen…

    Es gibt auch noch Pascoflair, das ist einfach Passionsblumenkraut, beruhigt das Nervensystem.
    Nimmt man dreimal am Tag und macht nicht abhängig. Das hilft mir beim Schöafen, weil man abends nicht ganz so gestresst und erschöpft ins Bett geht.

    Bindungsschmwrz ist einfach heftig, egal ob man einen sehr wichtigen Menschen verliert oder einen sehr wichtigen Hund. In beiden Fällen denkt das Nervensystem, man ist in Lebensgefahr weil man alleine nicht überleben kann. Selbst wenn der Verstand weiß dass das nicht so ist, der Körper weiß das nicht, und dann hält er dich wach weil er denkt Gefahr ist im Verzug.
    Also am besten tagsüber das Nervensystem beruhigen so gut es geht, Tageslicht, Bewegung, soziale Kontakte. Und auch beruhigender Tee kann helfen, es gibt zB Schöaf- und Nerventee von Bad Heilbrunner (ich miche den immer mit Yogi Tee, mag den Geschmack dann lieber als reinen Kräutertee).

    Stress baut sich ja über viele Stunden auf, also am besten den ganzen Tag die Nerven ein bisschen pflegen ❤️

    Da schließe ich mich an.

    Mit „nicht stalken lassen“ ist nur gemeint, dass ihr verhindert, dass er euch die ganze Zeit folgt oder anstarrt. Unserer hat das am Anfang gerne beim Kochen gemachte er darf nicht in die Küche, weil die sehr klein ist und er gerne im Weg steht. Also stand er dann halt vor der Küche und hat alles beobachtet, was ich so getan habe. Das hat mich kirre gemacht und außerdem dachte er dadurch, dass er immer gucken muss was los ist, der kleine Kontroletti.

    Also habe ich ihn weg geschickt. Körper groß und ein bisschen steif machen, Brust rausstrecken, Arm lang ausgestreckt und „ab“ sagen. Er musste dann in den anderen Teil der Wohnung gehen. Hat mich natürlich noch gehört, und anfangs hat er dann versucht um die Ecke zu schielen um doch wieder zu gucken. Hab ihn anfangs täglich bestimmt 20-30 mal auf diese Art weg geschickt, bis er geschnallt hat, was er tun soll. Was er dann im Rest der Wohnung gemacht hat war seine Sache.

    Wenn ich dann fertig war mit Kochen, sind wir zusammen aufs Sofa.

    Alleine bleiben auch am besten nach einer größeren Runde üben, wenn er schön müde ist. Hier hat am besten geklappt: große Runde raus, noch so 10-15 Minuten was ruhiges normales im Haushalt machen (Geschirr, irgendwas abwischen, kurz an den Computer, ehm ins Bad etc). Und dann ganz unaufgeregt los gehen. Ich habe ihm dann immer ein „Du bleibst hier“ gesagt, ganz ruhiger und neutraler Ton. Wenn er mitkommt, frage ich ihn „willst du mit?“, das kann er inzwischen unterscheiden und entweder er steht gar nicht erst auf oder er stet wedelnd im Flur. Dauert natürlich.

    Mein Beileid. Je größer die Liebe, desto größer ist oft auch die Trauer. Und diese Liebe hat deine Dhanya ihr Leben lang gespürt.

    Mir hilft in solchen Situationen immer der Kontakt zu Tieren. In den Zeiten, in denen ich keine eigenen haben konnte, hatte ich Sitterhunde. Viele sind sehr dankbar, wenn der Hund tagsüber einfach bei jemandem sein kann, dort schlafen und entspannen, vielleicht kurz in den Garten gelassen wird oder eine kleine Pinkelrunde drehen darf. Es gibt dafür Portale im Internet, da kannst du dich als Hundesitter anbieten. Es ist sehr schwer, jemanden für tagsüber zu finden.

    Wenn das für dich noch zu früh ist, dann gib dir Zeit. Wenn möglich, fahre an einen Ort, der dir gut tut...in den Wald, oder ans Meer. Stell dir vor, du lässt deine Trauer dort. Verpacke sie in deinem Kopf, und stell sie in den Wald, oder lasse sie vom Wind mitnehmen. Nicht damit sie weg ist, aber damit sie einen Ort hat, an dem du die Trauer besuchen kannst, und an den du sie zurücklegen kannst, wenn du eine Pause bauchst. Vielleicht hilft es dir. Du verlierst ja nicht nur deinen Hund, sondern auch ein Stück von dir selbst, weil du vorher Hundebesitzer warst und diese Rolle in deinem Leben nicht mehr da ist. Und manchmal tut es gut, diese Rolle die man vorher eingenommen hat, loszulassen.

    Ich wünsche Dir von Herzen, dass du einen Weg durch diese Dunkelheit findest. Dass du jetzt so fühlst, heißt nur, dass du sehr tief lieben kannst, und das ist wunderschön.

    Alles Gute!

    PS: spricht irgendwas dagegen, ihn zum Essen gehen mitzunehmen? Unserer liebt das! Er kam mit 8 Monaten zu uns, und dass erste Mal gingen nur 10 Minuten im Café weil alles sooooo spannend war.
    Hat er aber sehr schnell gelernt dass er da auf seiner Decke liegen soll (wir haben so einen kleinen Teppich), und dann guckt er eine Weile den Leuten zu und schläft dann einfach.

    So ein Pudel darf ja auch in die meisten Läden mit rein, ist echt selten dass mal jemand nein sagt. Wir rufen immer vorher an, wenn wir den Laden noch nicht kennen, und fragen ob der Pudel mit darf (ok, die meisten rechnen dann mit einem kleine Schoßhund, aber er liegt ja einfach unterm Tisch, das hat echt noch niemanden gestört)

    Darf er euch zu Hause immer nachlaufen und „stalken“, also zB immer beobachten bei dem was ihr tut? Das wäre das erste, was ich üben würde: zu Hause immer mal wieder wegschicken, wenn er rumsteht und euch anglotzt (falls er das tut).

    Und wenn ihn speziell das Geräusch der Tür stresst, dann genau das üben. Ihm was zum Kauen geben oder Trockenfutter das er gerne mag in der Wohnung verteilen, oder einen gefrorenen Kong mit was Leckerem drin. Runtergehen und immer wieder die Tür auf und zu machen.
    Am besten eine Kamera besorgen über die ihr mit ihm sprechen könnt. Wenn er dann bei dem Geräusch den Kopf hebt und guckt, kurz durch die Kamera beruhigen und inneren sehr leichten und fröhlichen Tonfall „alles ok“ sagen (oder was ihr sonst zu ihm sagt).

    Ich habe das mit meinem so gemacht, dass ich mich in ein Café in der Nähe gesetzt habe und ihn beobachtet habe. Wenn er aufgeschaut hat habe ich ihn kurz beruhigt durch die Kamera und er hat dann weiter geschlafen. Das hat bei ihm gut funktioniert.

    Aber der Knackpunkt war tatsächlich das Stalken in der Wohnung. Er hatte keine Angst alleine, aber er wollte halt nichts verpassen und fand es doof mich nicht mehr stalken zu können.

    Was auch geholfen hat, war einen Tosch mit rutschfester Matte ans Fenster zu stellen. So hat er was zu tun während wir weg sind, er sitzt da gerne und beobachtet die Straße. Ich glaube vorher war ihm auch einfach manchmal langweilig alleine zu Hause.

    Von dem sekundenweiaen Aufbauen halte ich nicht so viel, habe immer das Gefühl das trainiert dem Hund nur an, dass man sofort wieder da ist und dass es irgendwie ganz was Aufregendes ist, wenn der Mensch geht. Mag für manche auch funktionieren, aber auch bei den Gassihunden hat es bisher immer besser geklappt, wenn da eine gewisse Selbstverständlichkeit dabei war. Auch zB das Fahrrad fahren. Draufsetzen und los war bisher immer gut. Meiner ist dann die ersten Meter viel hoch gehüpft und hat dann sehr schnell verstanden, dass man am Rad läuft und nicht boingt. Hat auch bei diversen Gassihunden schon so geklappt.

    Blue würde auch am liebsten abends Theater machen. Hat er am Anfang viel versucht. Wir gehen abends immer zur selben Stelle und stehen da rum. Nach ein paar Minuten ist ihm langweilig und er pinkelt halt, weil er wieder rein will. Haben auch das Pinkel-Signal aufgebaut und das parallel genutzt. Anfangs standen wir da schon mal 15-20 Minuten, aber nur ein paarmal, dann hatte er raus dass es nicht spazieren geht wenn es abends ist und wir da stehen.

    Und schon in der Wohnung haben wir unterschiedliche Sätze für richtig Gasse und für Pinkelrunde, da weiß er dann schon Bescheid. Inzwischen lässt er dann einfach einmal leer laufen, weil er weiß dass es danach ein paar Stunden nicht mehr raus geht.

    Zielen kann er auch überhaupt nicht. Ist ihm nach nem Jahr oder so aufgefallen. An wichtigen Stellen kontrolliert er deshalb nach und versucht es noch 2-3 mal, an den meisten Stellen ist es ihm aber egal.

    Er hat außerdem ein großes Talent dafür, nach dem Pinkeln mit der Hinterpfote genau seine eigene Pfütze zu treffen 🙈

    Ich habe Havaneser als sehr gechillt erlebt, die zwei die ich etwas näher kenne sind super schmusig, immer gerne mit dabei, können Trubel gut mitmachen (einer ist ich Schulhund), und sind beide gerne lange draußen. Beide können aber nicht gut alleine bleiben, wobei das auch bei beiden in der Erziehung vernachlässigt wurde (die leben nicht im selben Haushalt).

    Zwergpudel sind mir persönlich zu zart und zu nervös, zumindest die die ich bisher getroffen habe. Kleinodien sind da mEn wesentlich entspannter und auch körperlich stabiler (kenne aber auch nicht viele).

    Ich kenne nur einen Papillon, die ist super. Ha Feuer im Hintern, richtig Bock auf Toben und kann ewig wandern. Wesentlich quirliger als ein Havaneser, und die ist aus einer etwas größeren Zucht und wiegt 5kg. Die können aber auch echt zart und zerbrechlich sein, da würde ich drauf achten dass die dann eher groß ausfallen wenn es einer wird. Ich persönlich liebe ja diese fröhliche, freundliche, wuselige und lebensfrohe Art der Spaniel. Würden die nicht Haaren, wäre ein Cocker oder Springer hier eingezogen. (bin inzwischen ganz froh, dass mit dem Pudel keine Haare hier rumfliegen, aber das Sanftere und weniger aufgedrehte der Spaniels vermisse ich schon etwas).

    Also ich würde mir beim Pudel auch den Kleinpudel anschauen, kann ich mir bei euch besser vorstellen aus den Zwerg, außer ihr wollt auch Flugreisen machen, dann wäre der wohl zu schwer.


    Tibet Terrier liebe ich auch, ebenfalls ruhiger als Pudel oder Phalene aber auch dickköpfiger und etwas unabhängiger als die anderen Rassen, die bisher genannt wurden.