Beiträge von spanielforlove

    Und ein bisschen ist bestimmt auch Genetik und Aufzucht.
    Die Familie von Blue sind ihm schon alle recht ähnlich, soweit ich weiß…für Pudel ziemlich selbstständig, unerschrocken, stehen an Silvester am Fenster und schauen sich das Feuerwerk an. Schon als sie Welpen waren war nicht immer ein Mensch in der Nähe.

    Blue haben wir geholt, als er schon 8 Monate alt war, und da konnte er schon mit den andere Hunden zusammen gut alleine bleiben. Das war mit Auswahlkriterium, und er hat es dann bei uns ebenfalls schnell gelernt ganz alleine zu bleiben.
    Klar, eine Garantie gibt es nie. Aber ich denke die Wahrscheinlichkeiten kann man erhöhen wenn man die Linie sorgfältig auswählt, oder einen älteren Hund nimmt bei dem der Charakter schon ein bisschen ersichtlich ist.

    Und das finanzielle ist halt auch wichtig.

    Wenn man mal selber nicht kann, aber in einer größeren Stadt lebt und sich einen Hundesitter leisten kann (größere Stadt weil es da genug Leute gibt die das anbieten, am besten noch mit Hochschule oä), dann kann man halt auch bei weniger Mobilität jemanden anheuern der die großen Runden geht, und man selbst zockelt so die Pinkelrunden ab, und chillt und kuschelt viel mit dem Hund (und bringt ihm hoffentlich auch das Allene bleiben bei, das ist ja für jeden Hund wichtig).

    Unser Großpudel bleibt alleine. Als er jünger war, hat er das auch richtig gebraucht weil er dann tiefer geschlafen hat (er hatte viel FOMO wenn wir da waren). Jetzt ist er 4 und schläft auch sehr entspannt, wenn wir da sind.
    Seine Geschwister und Mama sind auch so, das liegt wohl in der Linie. Eine seiner Schwestern ist Therapiehündin und hatte auch schon 2 Würfe, eine der Töchter soll auch in die Zucht...
    Kleinere Pudel kenne ich kaum, die die wir kennengelernt haben waren aber eher ängstlicher und eher anhänglicher als die Großen (da gibts bestimmt auch solche und solche).

    Parson kenne ich auch welche die unter Menschen so sind wie du beschreibst, die sind dann eher draußen wild.

    Tibet Terrier (kein Terrier!) fällt mir noch ein, da kenne ich auch ein paar und fand die immer klasse. Die waren immer so in sich ruhend, aber schon mit eigenem Kopf. Haaren auch nicht, Fell ist etwas aufwändig wenn man sie lang haben will.

    Beim Lagotto kannst du so oder so einen erwischen...manche mögen alle Leute, manche mögen nur Leute die sie kennen. Ist auch ein paar cm größer als ihr wollt, aber die die wir kennengelernt haben waren ruhiger als kleine Pudel.

    Bodeguero fällt mir sonst noch ein, aber die haaren. Aber mega nett und aufgeschlossen!

    Ich würde mir ab einem gewissen Alter zumindest keinen schweren Hund mehr holen, sondern was kleines leichtes was ich auch noch unter den Arm klemmen kann, wenn ich die andere Hand für das Treppengeländer brauche. Und einen der nicht genug Kraft hat mich durch die Gegend zu ziehen, sollte ich dann wackliger sein als jetzt.

    Aber grundsätzlich, wenn es eine freundliche Rasse ist die Menschen mag und klar ist wo der Hund hingeht falls ich nicht mehr bin, warum nicht.
    Würde halt keinen Hind holen der sich sehr exklusiv an einen Menschen bindet, und dafür sorgen, dass der Hund es gut kennt auch bei anderen Leiten zu sein.

    Ja, das kommt vor.
    Ich habe die Zeit mit zwei Sachen überbrückt:

    1. Hundesitter engagiert, er war dann viel mit ihr unterwegs. Klar hat er sich gefreut als wir zwei wieder zusammen raus konnten, aber er hat sich auch jeden Tag gefreut mit der Sitterin zu gehen. Gab dann auch mal Ruhetage wo nix passiert ist, das findet er auch ok. Dann schaut er bisschen aus dem Fenster und schläft viel. (Ich habe ihm einen gemütlichen Platz auf einem Tisch am Fenster gebaut, da sitzt er und schaut was auf der Straße los ist).

    2. wir haben uns dann auch mal ne Stunde auf eine Bank im Park gesetzt. Beide dick angezogen, war ja Herbst (er friert draußen nicht, aber wenn man sich nicht bewegen kann...). Einfach gucken, draußen sein, was sehen.


    Was auch immer geht, ist Hundeausläufe zu Zeiten, zu denen da niemand ist. Da kann man als Mensch sitzen und Hund flitzt rum. Ich habe immer ne Leine um die Tür gewickelt, und wenn jemand anderes rein wollte sind wir gegangen.


    Insgesamt hat ihm das glaube ich eher gut getan, dass nicht jeden Tag action war. Er ist jetzt fast 4 und kommt super damit klar, wenn mal zwei, drei Tage minimalprogramm ist weil ich zB ne Erkältung habe. Dann chillt er einfach und wir machen wieder was, wenn ich fit bin. Da musst du dir bei einigen Wochen keine Gedanken machen. Frage deinen Bekannten ob er sie in nächster Zeit ein paarmal mitnimmt, dann hat sie Bewegung und Spaß und zu Hause kuscheln.

    Wir haben einen Pudel, ist mit 8 Monaten hier eingezogen.

    Als die Pubertät los ging, mussten wir streckenweise die Runden verkürzen (30-45 Minuten), nach der Zeit war er im Kopf einfach durch, und er brauchte auch Tage an denen es nur die bekannte kurze Pinkelrunde ein paarmal gab. Viel schlafen, ausruhen, zur Ruhe kommen. Ist zwar kein Gebrauchshund, aber ja auch eine intelligente Rasse, da war in der Zeit weniger oft mehr.

    Was ihm auch sehr gut getan hat, waren dann nach einem Ruhetag einfach Runden in Gegenden, wo nichts los war. Schlepp 20m und nen Ruckdämpfer dran, und einfach los. Er wusste dann auch schon, dass er sich an der Leine nicht so konzentrieren muss, und das war sehr entspannt. Ich habe immer geschnalzt bevor er in die Leine gebrettert ist, und er hatte schnell raus dass er dann selber abbremst oder die Richtung wechselt weil es da eh nicht weitergeht. Hat auch damals beim Setter schon gut geklappt in dem Alter.

    Mir hat auch sehr geholfen, feste Tage zu haben an denen er bei der Hundesitterin war (und immer noch ist, er ist bald 4). Dadurch habe ich einen Tag die Woche einfach irgendwie Luft, und es ist umso schöner wenn er dann wieder da ist. Aber an einem Tag muss ich mich halt nicht kümmern, über Pinkelrunden hinaus.


    Und letzter Gedanke: bekommt er abends was anderes zu futtern als morgens? Manchmal vertragen die bestimmte Konservierungsstoffe oder Farbstoffe nicht, oder Inhaltsstoffe oder so, oder kommen mit Trockenfutter nicht so gut zurecht. Ein Symptom kann das Aufdrehen sein. Falls das ein Faktor ist, ließe sich das recht einfach beheben.

    Falls du in einer Stadt wohnst und da nicht komplett alleine in der Pampa bist: Demonstrativ Handy raus und Polizei oder Ordnungsamt anrufen (nicht den Notruf, sondern das Festnetz).


    Dann schildern, dass du von einem Hund bedroht und von einer Frau beleidigt wirst. Währenddessen weitergehen.


    Ansonsten hat es immer geholfen, mit Tierabwehrspray durch die Luft zu wedeln (auch ohne zu sprühen). Da wird man zwar auch beleidigt, aber nur einmal und dann wird man vermieden und hat seine Ruhe.


    Was mir hilft damit klarzukommen: Mitleid mit den Leuten, das muss ein elendes Dasein sein. Und Sarkasmus, nach dem Motto „Och Mensch, wie schade, dass Sieheuteso schlechte Laune haben. Ich hoffe bald geht es Ihnen wieder besser!“ und das in ganz freundlichem und fröhlichem Ton. Mach dirklar, dass du wahrscheinlich ein viel glücklicherer Mensch bist als sie, und ein erfüllteres Leben hast. Sie wird innerlich leer und verbittert sein, und das einzige was ihr noch irgendein Gefühl gibt ist es, andere Leute fertig zu machen. Das macht es nicht ok, aber mit ein bisschen Mitleid lässt es sich oft besser aushalten (weil es einfach NICHTS mit dir persönlich zu tun hat, sondern nur und ausschließlich was mit ihrem eigenen inneren Unglück).

    Das klingt nach guten Notfallplänen!

    Die Wahrscheinlichkeit ist außerdem hoch, dass du noch Hundesitter findest die ggf den Hundauch länger betreuen, man trifft Hundefreunde du einspringen können (aber erst wenn Hund da ist), und wenn es in deinem Umkreis gute Pensionen gibt ist das super.

    Schau doch auch nochmal auf den Portalen, Pawshake usw, ob es in deiner Gegend Hundesitter gibt die auch längere Betreuung anbieten.


    Ich finde die beste Absocherung für so einen Fall ist tatsächlich, sich einen netten, einfachen und vor allem verträglichen Hund zu holen. Ein eher kleiner, freundlicher Hund kommt immer irgendwo unter. Hast du eine 60kg schwere Dogge (Gewicht ist geraten), hast du es schon schwerer, egal wie nett die ist, die ist halt riesig und sabbert.
    Hast du einen bissigen Mali, hast du wirklich schlechte Chancen jemanden zu finden.


    Ich habe auch das Gefühl, dass mein nicht haarender Pudel leichter unterkommt und an mehr Orten mit darf (zu Freunden zB) als ein genauso netter, aber doll haarender Labrador.


    Nur so als Denkanstöße 😇


    Und du kannst auch erstmal Hundesitting für andere Leute machen (falls du das noch nicht machst). Das Habicht 5 Jahre lang gemacht. Auf die Art habe ich einen meiner Lieblingsmenschen und ihren Hund getroffen, und sie hat Blue auch oft betreut, auch über Nacht. Er findet das immer klasse, weil sein Hundekumpel da wohnt und er beide einfach richtig gerne mag :herzen1: